30 Dezember 2019, 11:00
Viele irische Ärzte verweigern Mitwirkung bei Abtreibung
 
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Mehr als ein Drittel würde keine Abtreibungspillen verschreiben. Dies und andere Ergebnisse hat eine Studie über Wissen und Einstellung irischer Ärzte zur Abtreibung festgestellt.

Dublin (kath.net/LifeNews/jg)
Eine Studie über die praktischen Ärzte der Republik Irland hat „erheblichen Widerwillen“ gegen die Abtreibung zutage gebracht, berichtet die Irish Medical Times. Abtreibung ist in Irland nach der geltenden Regelung eine hausarztgeleitete Leistung.

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Die Ärzte hätten zu wenig Ausbildung in diesem Bereich und würden „ein erhebliches Maß an Widerwillen“ gegen die Mitwirkung an Abtreibungen an den Tag legen, heißt es in der Studie, die von der Universität Limerick durchgeführt worden ist.

Weniger als die Hälfte der Ärzte sei bereit, Abtreibungspillen zu verschreiben, 37 Prozent würden das auf keinen Fall tun. Etwa vierzig Prozent sind der Ansicht, Abtreibung sei eine Leistung, die von Allgemeinmedizinern durchgeführt werden sollte. Ungefähr gleich viele verneinen das.

Die Befragung zu Wissen und Einstellung irischer Allgemeinärzte zur Abtreibung wurde bereits im Juli 2018 durchgeführt. 222 repräsentativ ausgewählte praktische Ärzte aus ganz Irland wurden anonym befragt. Davon antworteten 127, also mehr als die Hälfte. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.

Es ist dies die erste Studie dieser Art in Irland. Es sei interessant, dass überdurchschnittlich viele junge und weibliche Ärzte geantwortet hätten. Das seien die Mediziner, die von Frauen in einer Krisenschwangerschaft am ehesten aufgesucht würden, sagt Dr. Ray O’Connor von der Universität Limerick.

Etwas mehr als 70 Prozent sind der Ansicht, dass Ärzte das Recht haben sollten, aus Gewissensgründen eine Mitwirkung bei Abtreibungen ablehnen zu können. Sie sollten aber verpflichtet sein, abtreibungswillige Frauen an andere Ärzte zu überweisen.

Nach einer Volksabstimmung im Mai 2018 wurde die Abtreibung in Irland ab 1. Januar 2019 legalisiert.


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