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Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht

25. Dezember 2019 in Aktuelles, 22 Lesermeinungen
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Papst Franziskus beim Segen ‚Urbi et Orbi’: aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde in dieser Nacht erneut der menschgewordene Gottessohn geboren. Sein Name ist Jesus, das bedeutet ‚Gott rettet’. Die Botschaft im Wortlaut


Rom (kath.net) Zum Weihnachtsfest spendete Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ – „der Stadt und dem Erdkreis“ – den traditionellen Weihnachtssegen. Dabei gedachte er verschiedener problematischen Situationen auf der Welt und wiederholte seine Ansicht hinsichtich des Phänomens der Migrationen:

„Der Sohn Gottes, der vom Himmel auf die Erde gekommen ist, gebe denen Schutz und Geleit, die wegen diesem und anderem Unrecht in der Hoffnung auf ein sicheres Leben emigrieren müssen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, Wüsten und Meere, die zu Friedhöfen werden, zu überqueren. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, unsagbare Misshandlungen, Knechtschaft jeder Art und Folter in den unmenschlichen Auffanglagern zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie abweist von Orten, wo sie eine Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten und die sie auf Mauern der Gleichgültigkeit stoßen lässt“.


Kath.net veröffentlicht die Botschaft von Papst Franziskus „Urbi et Orbi“ vom 25. Dezember 2019 im Wortlaut:

»Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht« (Jes 9,1)

Liebe Brüder und Schwestern, frohe Weihnachten!

Aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde in dieser Nacht erneut der menschgewordene Gottessohn geboren. Sein Name ist Jesus, das bedeutet „Gott rettet“. Der Vater, die ewige und unendliche Liebe, hat ihn in die Welt gesandt, nicht um sie zu verurteilen, sondern um sie zu erlösen (vgl. Joh 3,17). Der Vater hat ihn geschenkt, aus unermesslicher Barmherzigkeit heraus. Er hat ihn für alle geschenkt. Er hat ihn für immer geschenkt. Und er wurde geboren wie ein kleines Flämmchen, das im Dunkel und in der Kälte der Nacht angezündet worden ist.

Dieses Kind, von der Jungfrau Maria geboren, ist das Wort Gottes, das Fleisch geworden ist. Es ist das Wort, das das Herz und die Schritte Abrahams auf das verheißene Land hingelenkt hat und das weiterhin diejenigen anzieht, die auf die Verheißungen Gottes vertrauen. Es ist das Wort, das die Juden auf ihrem Weg aus der Knechtschaft in die Freiheit geleitet hat und das weiterhin die Unfreien aller Zeiten, auch der unseren, ruft, aus ihren Gefängnissen auszubrechen. Es ist das Wort, das heller als die Sonne strahlt und in einem kleinen Menschenkind Fleisch annimmt, in Jesus, dem Licht der Welt.


Deshalb ruft der Prophet: »Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht« (Jes 9,1). Ja, in den Herzen der Menschen gibt es Finsternis, doch das Licht Christi ist heller. Es gibt die Finsternis innerhalb der persönlichen, familiären und sozialen Beziehungen, doch das Licht Christi ist heller. Es gibt die Finsternis bei den wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Konflikten, doch das Licht Christi ist heller.

Möge Christus das Licht für die vielen Kinder sein, die unter dem Krieg und den Konflikten im Nahen Osten und in verschiedenen Ländern der Erde leiden. Er richte das geschätzte syrische Volk auf, das immer noch kein Ende der Feindseligkeiten findet, die das Land in diesem Jahrzehnt zerrissen haben. Er sensibilisiere das Gewissen der Menschen guten Willens. Er rege die Regierungen und die internationale Gemeinschaft an, Lösungen zu finden, welche die Sicherheit und das friedliche Zusammenleben der Volker dieser Region garantieren und ihrem Leiden ein Ende setzen. Er stehe dem libanesischen Volk bei, dass es aus der aktuellen Krise herausfindet und seine Berufung wiederentdeckt, eine Freiheitsbotschaft und ein Modell harmonischen Zusammenlebens aller zu sein.

Der Herr Jesus möge ein Licht für das Heilige Land sein, wo er, der Erlöser der Menschen, geboren wurde und wo weiterhin viele mit Anspannung, aber ohne sich entmutigen zu lassen, Tage des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstandes erhoffen. Er tröste den Irak, der von gesellschaftlichen Spannungen durchzogen ist, und den Jemen, der durch eine schwere humanitäre Krise geprüft wird.

Das kleine Kind aus Betlehem gebe dem gesamten amerikanischen Kontinent Hoffnung, wo einige Nationen eine Periode gesellschaftlicher und politischer Unruhen durchleben. Es mache dem geschätzten venezolanischen Volk Mut, das seit langen von politischen und gesellschaftlichen Spannungen geprüft wird. Es möge ihm nicht die Hilfe, der es bedarf, vorenthalten. Es segne die Anstrengungen derer, die sich für Gerechtigkeit und Versöhnung einsetzen und für die Überwindung der verschiedenen Krisen und der vielen Formen der Armut, welche die Würde des Menschen verletzen.

Er, der Retter der Welt, möge ein Licht sein für die geschätzte Ukraine, die auf der Suche nach konkreten Lösungen für einen dauerhaften Frieden ist.

Der Herr, der geboren wurde, möge ein Licht für die Völker Afrikas sein, wo weiterhin gesellschaftliche und politische Situationen bestehen, welche die Menschen zur oft Emigration zwingen und sie so der Heimat und der Familie berauben. Er gebe der Bevölkerung der östlichen Regionen der Volksrepublik Kongo Frieden, die von andauernden Konflikten gequält wird. Er tröste alle, die unter Gewalt, Naturkatastrophen oder gesundheitlichen Notständen leiden.

Er stehe denen bei, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, besonders die entführten Missionare und Gläubigen, wie auch die Menschen, die Angriffen radikaler Gruppierungen zum Opfer fallen, besonders in Burkina Faso, Mali, Niger und Nigeria.

Der Sohn Gottes, der vom Himmel auf die Erde gekommen ist, gebe denen Schutz und Geleit, die wegen diesem und anderem Unrecht in der Hoffnung auf ein sicheres Leben emigrieren müssen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, Wüsten und Meere, die zu Friedhöfen werden, zu überqueren. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie dazu zwingt, unsagbare Misshandlungen, Knechtschaft jeder Art und Folter in den unmenschlichen Auffanglagern zu ertragen. Es ist die Ungerechtigkeit, die sie abweist von Orten, wo sie eine Hoffnung auf ein würdiges Leben haben könnten und die sie auf Mauern der Gleichgültigkeit stoßen lässt.

Der Immanuel möge Licht für die gesamte verletzte Menschheit sein. Er möge unser oft verhärtetes und egoistisches Herz erweichen und uns zu Werkzeugen seiner Liebe machen. Er möge durch unsere armen Gesichter hindurch den Kindern auf der ganzen Welt sein Lächeln schenken: den verlassenen und denen, die Gewalt erlitten haben. Durch unsere schwachen Arme möge er die Armen bekleiden, die keine Kleidung besitzen, er möge den hungrigen Brot schenken, er möge die Kranken pflegen. Er möge mit unserer unsteten Begleitung den alten und einsamen Menschen, den Migranten und den sozialen Außenseitern nahe sein. Er möge an diesem Festtag allen seine zärtliche Liebe schenken und die Finsternis dieser Welt erhellen.


Die Weihnachtsglückwünsche des Papstes in deutscher Sprache:

Liebe Brüder und Schwestern,

nochmals wünsche ich euch allen Frohe Weihnachten, die ihr aus allen Teilen der Welt auf diesen Platz gekommen seid, wie auch denen, die mit uns über Fernsehen, Radio und andere Kommunikationsmittel verbunden sind. Ich danke euch für eure Teilnahme an diesem Tag der Freude.

Wir alle sind gerufen, der Welt Hoffnung zu bringen, indem wir mit Worten und vor allem mit dem Zeugnis unseres Lebens verkünden, dass Jesus, unser Friede, geboren ist.

Bitte vergesst nicht, für mich zu beten. Euch allen eine weihnachtliche Gesegnete Mahlzeit und auf Wiedersehen!


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Lesermeinungen

 Montfort 28. Dezember 2019 

Lieber @Zeitzeuge,

danke!

Ich bin immer froh, wenn Sie aus Sachkenntnis und gläubigem Herzen die passenden Angaben zu Lehramtstexten und theologischer Literatur beisteuern.

Ihnen und Ihrer Familie - auch in aller Bedrängnis und Mühe durch gesundheitliche Probleme - gesegnete und erholsame Weihnachtsfesttage in gemeinsamer Freude!
Ihr Montfort


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 Chris2 28. Dezember 2019 
 

Es ist also die Ungerechtigkeit,

die junge Männer "zwingt", Frauen, Kinder und Alte zurückzulassen - vielleicht sogar im Elend oder gar schutzlos angesichts islamistischer Bedrohungen -, um in Europa ein besseres Leben zu beginnen? Und war es die Gerechtigkeit, die z.B. den Berlin-Attentäter zwang, in Italien seinen Betreuer mit einem Messer lebensgefährlich zu verletzten und seine Unterkunft abzufackeln, bevor er endlich nach seiner vorzeitigen Haftentlassung ohne Papiere und als "frisch Geflüchteter" nach Deutschland kommen durfte, um zu morden? Oder fast identisch der Mörder von Maria L., der in Griechenland wegen eines Mordversuches an einer Frau eingesessen hatte - die Behörden auch hier dank der "Politik" ahnungslos? Oder der / die Mörder von Chemnitz? Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen...
Die Aufnahme von mindestens hunderttausenden junger muslimischer Männer "im besten wehrfähigen Alter" ohne Papiere wird uns irgendwann dermaßen um die Ohren fliegen, dass uns hören und sehen vergehen wird...


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 Diadochus 28. Dezember 2019 
 

"Prüft alles, das Gute behaltet." (1 Thess. 5, 21)

Bei Papst Franziskus gehört alles auf den Prüfstand. Das meiste gehört ins Feuer geworfen. Kann sich denn der Papst im Glaubensgehorsam nicht so ausdrücken, wie sich die Kirche in der Tradition immer schon ausgedrückt hat?


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 Zeitzeuge 28. Dezember 2019 
 

Lieber Monfort!

Danke für die präzise und schöne
Augustinus-Exegese!

Ich wünsche Ihnen und allen hier
einen gesegneten, besinnlichen Tag.


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 Montfort 28. Dezember 2019 

Augustinus spricht wesentlich differenzierter - und setzt Maria und die Kirche nicht gleich!

"Maria hat leiblich das Haupt des Leibes geboren. Die Kirche gebiert geistig die Glieder jenes Hauptes." (De virgin. 2)

"Was Maria dem Fleische nach verliehen ward, besitzt die Kirche dem Geiste nach: Maria gebar den Einen - die Kirche gebiert die vielen, die durch den Einen eins werden." (serm. 195,2)

Doch hat Maria den Sohn Gottes, der durch den Heiligen Geist aus ihr Fleisch angenommen, nicht nur leiblich, sondern ebenso geistig empfangen hat.

Die Kirche, geboren aus der Hingabe des menschgewordenen Gottessohnes, nimmt Ihn geistig auf (was für jedes Glied der Kirche gilt, für jede gläubige Seele) und gebiert geistig (!) die Glieder seines Leibes, ähnlich wie Maria als die "Mutter der Kirche".

Maria ist leiblich-geistig die Mutter Jesu Christi, des Hauptes der Kirche, aus dem auch sie als Glied der Kirche "geboren" ist; sie ist geistig die "Mutter der Kirche", also der Glieder des Leibes Christi.

Die Kirche ist in Ähnlichkeit zu Maria die "Mutter der Glieder des Leibes Christi".


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 Montfort 27. Dezember 2019 

@Pacelli.Eugenio - Augustinus spricht von einer "Ähnlichkeit",

was Sie und der Papst da konstruieren, wäre aber eine Gleichsetzung von Maria und Kirche!

Lesen wir doch in der von Ihnen zitierten Augustinus-Rede weiter:
""Wenn du es genau betrachtest, so gebiert sie Christus, weil die Getauften seine Glieder sind. 'Ihr seid der Leib Christi und seine Glieder' sagt der Apostel. Wenn sie also Glieder Christi gebiert, so ist sie Maria aufs Äußerste ähnlich (simillima)." (serm. Guelferb I,8)

Also nochmals: Maria gebiert den menschgewordenen Gottessohn in der Ordnung der Natur und in der Ordnung der Gnade; sie gebiert die Glieder der Kirche in der Ordnung der Gnade.

Die Kirche gebiert in Ähnlichkeit zu Maria die Glieder der Kirche, des Leibes Christi, in der Ordnung der Gnade. Sie selbst aber wird aus der Hingabe Christi geboren. Man kann aber nicht sagen, die Kirche hätte "den menschgewordenen Gottessohn geboren" - weder einmal noch "neuerlich" -, denn das wäre Häresie.


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 Adamo 27. Dezember 2019 
 

Jesus hatte noch einen Bruder!

Da steht aber nichts davon in der Bibel.
Er hieß "OWIE". Denn in der 3.Strophe von "Stille Nacht" steht es doch:
"Gottes Sohn o wie lacht".

(alter Witz zur Aufheiterung)


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 Montfort 27. Dezember 2019 

@Eugenio.Pacelli - Nicht verdrehen

Ja, Maria ist die Mutter Jesu und in der Ordnung der Gnade auch die Mutter der Kirche.

Aber man darf Maria und die Kirche nicht identisch setzen - schon gar nicht in der Ordnung der Natur.

Die Kirche bringt auch die Glieder des Leibes Christi nur in der Ordnung der Natur hervor. Aber die Kirche bringt weder in der Ordnung der Gnade nach in der Ordnung der Natur das Haupt der Kirche, den menschgewordenen Gottessohn hervor, er wird nicht aus der Kirche geboren.


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 Montfort 27. Dezember 2019 

Werter @hape, @Hadrianus Antonius und Zeitzeuge

Ich halte die PF'sche Aussage jedenfalls für verfehlt.

Denn: Die Kirche selbst wurde erst aus der Lebenshingabe des aus der Jungfrau Maria geborenen menschgewordenen Gottesssohn geboren - im Bild:sie ging aus seiner Seitenwunde hervor.

Die Formulierung "neuerlich/ neulich geboren" hat PF aus der Inkarnationsbetrachtung der Exerzitien des hl. Ignatius. Für die innerliche Betrachtung stimmt es - so ist auch die Tradition bus Angelus Silesius zu verstehen. Für die historische Tatsache der Geburt des Erlösers Jesus Christus ist allein wahr: "...geboren ais der Jungfrau Maria".

Alle Verwirrtaktiken hat @Hadrianus Antonius ja bestens aufgezeigt.

Durch Deine heilige Menschwerdung, errette uns, o Herr!


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 SalvatoreMio 27. Dezember 2019 
 

Pfingstmontag: Gedenken an Maria als Mater Ecclesiae.

@hape
Danke für die freundlichen Worte.So lernen wir voneinander und bereichern uns, und das ist kostbar. Pfingstmontag: Gedenken an Maria als Mater Ecclesiae: das war mir neu!


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 hape 27. Dezember 2019 

Werter @SalvatoreMio, lieber @Zeitzeuge,

vielleicht ist es tatsächlich keine Schnoddrigkeit. Aber um darzustellen, dass der Mensch gewordene Sohn Gottes aus dem Schoß der Mutter Kirche geboren wurde, würde sich der Pfingstmontag wohl besser eignen als der Segen Urbi et Orbi an Weihnachten. Pfingstmontag ist nämlich der von Papst Franziskus eigens festgelegte Feiertag zum Gedenken an Maria als Mater Ecclesiae.

Was Papst Franziskus dann auch noch mit „erneut geboren“ meint, will ich lieber garnicht erst wissen. Jesus wurde jedenfalls nur einmal geboren und er ist auch nur einmal gestorben. –

Sei’s drum. Auf das eine Missverständnis mehr oder weniger zwischen Papst Franziskus und mir kommt es nun auch nicht mehr an.

Aber Ihnen, werter @SalvatoreMio und Ihnen lieber @Zeitzeuge, Ihrem Sohn und Ihrer Familie, – gesegnete Weihnachten!


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 Hadrianus Antonius 27. Dezember 2019 
 

Boshafte Schnoddrigkeit

Daß Maria die "Mutter der Kirche" sei, wurde im 2. Vatikan. Konzil von nicht wenigen inzwischen hochbegeisterten Kadinälen und Bischöfen als neues Leitmotiv hervorgesprescht (wa die marianische Diskussionen noch mehr anheizte);
Kommentar damals v. Joseph Ratzinger an anderen Periti: "Jetzt sind sie (jene Bischöfe) total verrückt geworden"...
(Verzeihung @Gandalf ;-) )
J.Ratzinger schrieb dann hinterher ein schönes Büchlein "Maria-Kirche in Ursprung"- theologisch sicherer formuliert.
Das Wort "erneut" ist natürlich Unsinn.
Christus wurde ein einziges Mal geboren, und wohl in 4 vor Christus.
Die Einzigartigkeit dieses Geschehens widerspiegelt sich in unserer Zeitrechnung.
Besonders boshaft ist dieses Durcheinanderbringen von Maria mit der Kirche Mutter (und ggf. Pachamama) bei der jetzigen Verwirrung der Gläubigen.
Psychiatrisch gut bekannt und von PaterGeneral Kolvenbach SJ damals schon bemerkt.
OIIC
TQA


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 Zeitzeuge 27. Dezember 2019 
 

Lieber Hape!

Wie haben die Hörer wohl diese Worte
verstanden? Es werden nicht viel Patristiker darunter gewesen sein!

Ein zusätzliches Augustinus-Zitat
hätte wohl besser als Erklärung
hinzugefügt werden sollen:

"Maria hat leiblich das Haupt dieses
Leibes (der Kirche!) geboren,

Die Kirche gebiert geistig die
Glieder jenes Hauptes."

Aus "De virgine 2", zitiert bei:

A. Zumkeller: Das Mönchtum des hl.
Augustinus, 1968,
Seite 376

Eine Predigt oder Ansprache sollte
prinzipiell Fragen beantworten aber
keine Fragen bei den Gläubigen hinterlassen.

Ich wünsche Ihnen und allen hier einen
gesegneten, besinnlichen Johannestag!


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 SalvatoreMio 27. Dezember 2019 
 

Wirklich keine Schnoddrigkeit ...

@hape
Sehr geehrter "Hape". Ich glaube, Sie verstehen zu können, denn man wird "immer mißtrauischer". Aber es ist wirklich keine Irrlehre. Ich erlaube mir, noch einmal die Worte von Pacelli.Eugenio zu bedenken! Sie treffen den Kern der Sache!


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 Pacelli.Eugenio 27. Dezember 2019 
 

Die Aussage des Papstes ist urkatholisch!

Vorsicht, Vorsicht mit vorschnellen Häresievorwürfen.

Augustinus sagt mit Blick auf die KIRCHE: "Wenn du es genau betrachtest, so gebiert sie Christus, weil die Getauften seine Glieder sind" (Sermo Guelferb. I 8). Oder auch Ambrosius, für den Maria der Typos der Kirche ist(Expos. in Lucam II 7 (BKV Bd. 21, 1915,53).).
Angelus Silesius weitet die Aussage sogar auf jeden einzelnen Christen: "Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren."


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 hape 27. Dezember 2019 

Schnodderigkeit, neue Lehre oder Privatmeinung?

„Aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde erneut der menschgewordene Gottessohn geboren.“ – Bestand die Kirche denn schon vor der Geburt Jesu? Ich dachte, sie sei erst von Jesus gestiftet worden und nicht umgekehrt. Ist das Schnoddrigkeit, eine neue Lehre oder die Privatmeinung des Papstes? –

„Geboren von der Jungfrau Maria“ ... Die Menschwerdung der 2. göttl. Person aus der Jungfrau Maria. Das ist Weihnachten. Das bekennen wir im Credo. Das zählt.

Beim Segen „Urbi et Orbi“ wünsche ich mir höchste Verbindlichkeit in den päpstlichen Aussagen. An diesem Tag schaut die ganze Welt auf den Papst. Die Welt hat ein Recht darauf, dass der Papst ihr das Licht der von Gott geoffenbarten Wahrheit zeigt. Er soll darüber aufklären, warum es richtig ist, allein diesem Licht zu folgen. Der Papst soll helfen, das göttliche Licht von Irrlichtern zu unterscheiden.

Schnodderigkeit in Form und Inhalt der Verkündigung ist dabei nur verwirrend und droht, die Kirche selbst als Irrlicht darzustellen.


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 Josephus 27. Dezember 2019 
 

Vätertheologie- keine Häresie!

Der heilige Augustinus führt aus: "Wenn du es genau betrachtest, so gebiert sie [= die Kirche] Christus, weil die Getauften seine Glieder sind." (Sermo Guelferb. I 8)


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 SalvatoreMio 26. Dezember 2019 
 

Jesus- aus dem Schoß der Mutter Kirche geboren...

"Aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde in dieser Nacht erneut der menschgewordene Gottessohn geboren".
Ich könnte diese Worte akzeptieren:
1) Wir sagen doch auch: "Christus soll in UNS geboren werden" - d. h., wir möchten, dass er in uns immer mehr Gestalt annimmt.
2) Ich könnte diesen Ausdruck auch in folgendem Sinn verstehen:
Christus kommt in der hl. Nacht zu uns in der Gestalt des Brotes durch Mutter Kirche - also in dem Sinn, wie die Kirche es das ganze Jahr lang feiert, wenn Christus spricht: "Nehmt und esst, das ist mein Leib ..."


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 Montfort 26. Dezember 2019 

@Alpenglühen - Leider kein Übersetzungsfehler!!!

Auf einen Übersetzungsfehler hatte ich auch gehofft - umsonst.

Das italienische Original lautet: "Dal grembo della madre Chiesa, questa notte è nato nuovamente il Figlio di Dio fatto uomo. Il suo nome è Gesù, che significa Dio salva."

Auf Deutsch wird also korrekt übersetzt: "Aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde in dieser Nacht erneut der menschgewordene Gottessohn geboren. Sein Name ist Jesus, das bedeutet „Gott rettet“."

Es scheint eine handfeste HÄRESIE zu sein, dass der "menschgewordene Gottessohn" "diese Nacht neuerlich geboren wurde" "aus dem Schoß der Mutter Kirche".

@Josephus: Die Sakramente der Kirche und die durch sie immer neu geschenkte Gegenwärtigsetzung der Ereignisse der Heilsgeschichte hat der menschgewordene Gottessohn, der aus Maria geboren wurde, SELBST gestiftet und ist SELBST in ihnen gegenwärtig! Nicht die Kirche bringt Christus hervor, sondern die Kirche wird aus der Hingabe Jesu geboren!


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 Stefan Fleischer 25. Dezember 2019 

Gott rettet

Diese Aussage wurde damals, in meinem Religionsunterricht und meiner Internatszeit immer im Sinn von Ps 130,8 und anderen ähnlichen Aussagen der Schrift gedeutet. "Ja, er wird Israel erlösen / von all seinen Sünden." Oder habe ich das damals falsch verstanden?


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 Josephus 25. Dezember 2019 
 

Vergegenwärtigung der Heilsereignisse

Liturgisch-sakramental wird uns in der Feier der Kirche das Heilsgeschehen vergegenwärtigt. In diesem Sinn gibt es ein ständiges "Heute" der Heilsereignisse. Die Grundlage ist und bleibt aber das, was ein für allemal in der Geschichte des Heiles geschehen ist. Allfällige Spekulationen über einen von der Glaubenslehre abweichenden Sinn erübrigen sich.


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 Alpenglühen 25. Dezember 2019 

evtl. Übersetzungsfehler??

Zitat:“ Aus dem Schoß der Mutter Kirche wurde in dieser Nacht erneut der menschgewordene Gottessohn geboren.“ Zitat Ende
Liegt evtl. ein Übersetzungsfehler vor, oder habe ich eine Änderung des Katechismus bzw. des CREDO nicht mitgekriegt?
Denn ich bekenne im CREDO: „Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen. Den Schöpfer des Himmels u. der Erde. U. an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn unsern Herrn. Empfangen durch den Hl. Geist, geboren von der Jungfrau Maria.“
Ist dieses Bekenntnis jetzt falsch?
„Aus dem Schoß der Mutter Kirche“? Das klingt für mich, als hätte nicht der Gottessohn Christus die Kirche gegründet, sondern die Institution Kirche hätte Christus „erfunden“ u. würde jetzt IHN jedes Jahr neu gebären.
„…erneut geboren..“, oder soll uns damit evtl. die Lehre der Wiedergeburt aus Hinduismus u. Buddhismus nahe gebracht werden, da ja alle Religionen gleich sind? ;)“


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