05 Januar 2020, 12:00
'Das größte Geschenk, das wir haben können, ist die Vergebung'
 
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Samuel Koch begeisterte am Samstag Abend mit einer theatralisch-unterhaltsamen Manier tausende Teilnehmer der MEHR - Von Roland Noé

Augsburg (kath.net/rn)
Und dann kam Samuel. In einer einmaligen theatralisch-unterhaltsamen Manier sorgte am Samstag am Abend bei der MEHR der Mann, der durch seinen "Wetten, dass...?“-Unfall bekannt wurde, für Standing Ovations und vor allem für Nachdenklichkeit. Mit „Die spinnen“ reagierte er humorvoll auf den Applaus. Auch Understatements hörten die Teilnehmer in der gepackt vollen Messehalle: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich hier doch zu ein bis zwei Menschen sprechen darf.“ Zu Beginn wurde filmisch kurz sein Schicksal dargestellt. „Der dämliche Unfall, der mir den Unfall eingebrockt hat“, meinte Koch dazu und erzählte dann in einer witzig-nachdenklichen Weise, wie sein Leben alleine kompliziert wurde, um einen Niesreiz nachzukommen.

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Er stellte dann sein Prinzip „1+“ , welches er von seinem Vater vermittelt bekommen hatte. „In meiner Kindheit bekam ich vermittelt, dass mein Wert nicht von der Leistung abhängt.“ Das Prinzp „1+“ heißt, dass man bedingungslos geliebt werde. Dies sei übermenschlich und göttlich. „So stelle ich mir auch Gott vor, er liebt mich so wie ich bin. Mehr muss ich dazu nicht leisten.“

Die meisten Leute leben aber heute nach dem Prinzip „Tun, haben, sein“ „Sie tun etwas, dann haben sie etwas, dann erst sind sie etwas.“ Man müsse aber das Prinzip umdrehen auf „Sein, Haben, Tun“. „Ich bin schon wertvoll, einfach, weil ich bin. Selbst wenn das Tun wegbricht, sind wir am Schluss immer noch wer.“ In der englischen Sprache werde dies gut ausgedrückt. Diese spricht von „human being“ und nicht von „human doing“.

Seine Hauptbotschaft an die Teilnehmer der MEHR war: „Ihr braucht nichts tun, aber tut was!" und „Du kannst etwas tun, ganz egal wie deine Umstände sind. Aber du musst nichts tun, um etwas wert zu sein, denn dein Wert hängt nicht von deiner Leistung ab.“

Seine Botschaft an die Teilnehmer war auch, dass man nicht zu schnell urteilen solle. Koch gab dazu einen kurzen Einblick in die Judas-Figur, die er im Theater von Mannheim spielte. „Das größte Geschenk, das wir haben können, ist die Vergebung.“ Am Ende des Vortrags betete Samuel gemeinsam mit Johannes Hartl für die Teilnehmer.

VIDEO: Samuel Koch





Bericht von Linda aus Augsburg



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