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Um Nichtkatholiken nicht zu verletzen: Bischof verzichtet auf Credo

15. Jänner 2020 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Aus Rücksicht auf anwesende Orthodoxe und Waldenser solle jeder sein Glaubensbekenntnis leise beten, schlug ein italienischer Bischof bei der Messe am 6. Januar vor.


Pinerolo (kath.net/lifesitenews/jg)
Derio Olivero, der Bischof von Pinero (Italien), hat bei der Messe am 6. Januar (Hochfest der Erscheinung des Herrn) das gemeinsam gebetete Glaubensbekenntnis ausfallen lassen.

Am Ende seiner Predigt bei der „Messe der Völker“, an der neben Katholiken auch Angehörige anderer Religionen und ziviler Behörden teilnahmen, sagte er, aus Rücksicht auf die anwesenden Orthodoxen, Waldenser und Nichtgläubigen werde das Credo leise gebetet. In Stille könne jeder sein eigenes Glaubensbekenntnis rezitieren, schlug der Bischof vor.


Mehrere katholische Teilnehmer an der Messe berichteten der Zeitung La Nuova Bussola Quotidiana, dass auf die Aufforderung von Bischof Olivero ein „peinliches Schweigen“ gefolgt sei, bevor die Liturgie fortgesetzt worden sei.

Ein Vertreter der Diözese wollte die Entscheidung des Bischofs damit rechtfertigen, dass das stille Beten dazu beitragen könne, das Glaubensbekenntnis besser zu verinnerlichen.

In einer Stellungnahme betonte Bischof Olivero seine Treue zum Römischen Messbuch. Bei der Messe am 6. Januar habe er wegen der Anwesenheit von Orthodoxen und Waldensern angeordnet, das Credo leise zu beten, damit jeder sein Glaubensbekenntnis reflektieren könne. Er sehe darin keinen Verstoß gegen die liturgischen Vorschriften.

Das Römische Messbuch gibt folgende Vorschrift zum Glaubensbekenntnis: „Das Glaubensbekenntnis ist an den Sonntagen und Hochfesten vom Priester gemeinsam mit dem Volk zu singen oder zu sprechen. Das kann auch bei besonderen Feiern von größerer Festlichkeit geschehen.“ (Missale Romanum Nr. 68)



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