Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  9. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  10. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  11. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  12. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. "Ich glaube, dass ich glaube"
  15. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“

Nigeria: „Dunkelheit hat sich ausgebreitet, doch sie hat nie gewonnen“

16. Jänner 2020 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Betrachtung eines Priesters zu den jüngsten Gewalttaten an Christen


Nigeria (kath.net/KIN)
Am 26. Dezember 2019 hat die Terrorgruppe „Islamic State West Africa Province” (ISWAP) ein Video veröffentlicht. Darin wird gezeigt, wie die Terroristen zehn Geiseln den Kopf abschlagen. Eine weitere Geisel wurde vor laufender Kamera erschossen. Die Namen der Getöteten sind bislang unbekannt. Ein früheres Video enthüllt, dass es sich um Geiseln aus den nigerianischen Bundesstaaten Borno und Yobe handelt.

Der von ISWAP und Boko Haram verübte Terror hat die Nigerianer tief erschüttert, vor allem die Christen. Sie wurden durch eine weitere Schreckensmeldung vom zweiten Weihnachtstag in einen Schockzustand versetzt: Bei einer Hochzeitsfeier im Bundesstaat Borno wurden einige Gäste enthauptet.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat mit Panachy Longinus Ogbede, dem Pfarrer der katholischen Gemeinde „Mariä Heimsuchung“ in Lagos, über die Morde gesprochen. Hier seine Betrachtung der Ereignisse:


„Wir dürfen nie Gewalt akzeptieren. Sie ist nicht Teil unserer Kultur. Die Nigerianer sind traditionell dafür bekannt, Diskussionen zu führen; unsere Vorväter haben uns beigebracht, dass das Prinzip ,Auge um Auge, Zahn um Zahn῾ dazu führt, dass alle blind und zahnlos zurückbleiben. Es gibt immer bessere und produktivere Wege.

„Egoismus und Relativismus haben sich überall breitgemacht“

Doch viele Menschen denken anders. Für sie wäre es gut, wenn sie eine stärkere Beziehung zu Gott hätten. Dies würde zu positiveren Beziehungen mit ihren Mitmenschen führen. Durch den Glauben wird der andere Mensch in unseren Augen geheiligt. Wir verlieren schnell unseren Sinn für das Heilige, ebenso wie unseren Sinn für die Gemeinschaft.

Egoismus und Relativismus haben sich überall breitgemacht, und wir haben vergessen, dass es immer noch objektive Wahrheiten gibt. Es ist nicht recht, Brüder und Schwestern zu töten. Es ist nicht recht, grausam zu sein. Ich flehe Boko Haram und ISWAP an, ihr Handeln zu überdenken.

Christen können die Heimat nicht verlassen

Fest steht, dass die Christen ihre Heimat nicht verlassen können. Wohin sollten sie auswandern? Und für wie lange? Wir sind Fremde – egal, wo wir hingehen. Die Heilige Schrift hat uns harte Zeiten vorausgesagt, doch harte Zeiten bleiben nicht für immer.

Das Leben ist voll von Höhen und Tiefen, die häufig das Ergebnis menschlichen Eigennutzes sind. Und es wird immer einen Judas unter den Jüngern geben. Es wird immer ein Kind geben, das sich verirrt, das nach links geht, wenn alle anderen nach rechts gehen. Und wenn es das tut, wird es merken, dass dies selten zum Erfolg führt.

„Christus hat seine Kirche nie im Stich gelassen“

Gerade wenn die Dinge wanken, eröffnen sich uns Chancen des Wachstums. Um dieses Wachstum zu erreichen, müssen wir Instabilität, Unvollkommenheit und Unsicherheit akzeptieren. Es gibt Licht am Ende des Tunnels, doch wir müssen durch den Tunnel gehen, bevor wir das Licht erreichen können.

Auch die ersten Apostel mussten Verfolgung erleiden. Doch Christus hat seine Kirche nie im Stich gelassen. Ohne ihn wären wir alle nicht mehr da. Dunkelheit hat sich ausgebreitet, doch sie hat nie gewonnen.”


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nigeria

  1. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  2. "Wenn die Demokraten die Macht haben, schauen sie bei der Ermordung der Christen in Nigeria weg"
  3. Nigeria. Mehr als 60 Christen in zwei Monaten im Bundesstaat Benue getötet
  4. Nigeria: Bischof bestürzt über die Ermordung von Priestern: „Niemand ist mehr sicher“
  5. Nigeria: Kirche beklagt „schleichenden Genozid“ an Christen
  6. Kirchen in Nigeria beklagen zunehmende Gewalt gegen Christen
  7. Nigeria: Sophia hat wieder eine Stimme
  8. Nigeria: Entführter 75-jähriger Priester ist wieder frei
  9. Nigeria: 17-Jährige seit drei Jahren verschleppt
  10. Nigeria: „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  11. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz