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Französisches Innenministerium: 2019 1.052 antichristliche Taten

29. Jänner 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Auch in Deutschland Vandalismus gegenüber Kirchen – „Ich glaube, am meisten trifft uns, dass wir unsere Kirchen nicht mehr aufmachen können“, erläutert dem „Domradio“ Büroleiterin Regina Kasper von Sankt Matthias/Berlin


Paris (kath.net/pl) Das Pariser Innenministerium veröffentlichte die Zahlen zu rassistischen und antireligiösen Vorfällen im vergangenen Jahr. Demnach wurden in Frankreich 1.052 antichristliche Taten aktenkundig, die Zahl blieb im Vergleich zu 2018 stabil. Antisemitische Vorfälle stiegen um 27 Prozent auf 687 an. Recht niedrig ist die Zahl antimuslimischer Vorfälle: 154 Fälle wurden den Behörden bekannt. Auch hier lässt sich allerdings ein drastischer Anstieg beobachten, denn dies sind 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Darüber berichtete „Radio Vatikan/Vatican News“. Bei den antichristlichen und antimuslimischen Akten gehe es um Angriffe auf Eigentum, erläuterte das Innenministerium, bei den antisemitischen Vorfällen sei es sogar zu Angriffen auf Menschen gekommen.


Auch in Deutschland steigt der Vandalismus gegenüber Kirchen an. Der Kulturreferent der Deutschen Bischofskonferenz, Jakob Johannes Koch, schreibt in der „Herder Korrespondenz“, dass Kirchen aktuell stärker als noch vor zehn Jahren von kriminellen Übergriffen bedroht seien. Der DBK-Experte schreibt wörtlich: „Vandalismen an religiösen Stätten haben in Deutschland krass zugenommen – krass nicht nur im Ausmaß, sondern auch in der Qualität.“ Diebstahl und Vandalismus in Kirchen seien dabei seiner Einschätzung nach „nie nur Vermögensdelikte und Sachbeschädigung, sondern stellen auch psychische Gewalt dar“. Er nennt als Beispiele: Jesuskind-Diebstähle aus Weihnachtskrippen, eingeworfene Kirchenfenster an Silvester, Vandalismus an Grab- und Gipfelkreuzen. Belegt sei auch, dass Täter Fäkalien in Weihwasser hinterließen.

„Ich glaube, am meisten trifft uns, dass wir unsere Kirchen nicht mehr aufmachen können“, erläutert zum Thema Vandalismus gegen Kirchen Regina Kasper, die Büroleiterin der katholischen Kirchengemeinde Sankt Matthias in Berlin-Schöneberg, gegenüber dem Kölner „Domradio“. Man erlebe „alle Formen von Vandalismus“, „von aufgebrochenen Opferstöcken über Urin im Weihwasserbecken bis hin zum Stehlen von Kerzenleuchtern“, aber auch Teerbomben, „eine Teerbombe, das war sehr hässlich, sehr dreckig, sehr schwarz und sehr schwer wegzukriegen“.

Symbolbild: Vandalismus gegen ein Kreuz



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