Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Umgang mit Missbrauch: „Ja, es gab einen geheimen Schrank“

30. Jänner 2020 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kölner Prälat Robert Kümpel räumt im „Domradio“-Interview ein, dass es im Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln in der Vergangenheit Fehler gegeben habe.


Köln (kath.net) „Ja, es gab einen geheimen Schrank, wo solche Fälle untergebracht wurden. Damit sollte gewährleistet werden, dass sich der Zugang zu den Akten auf wenige Personen beschränkte. Diese Akten sollten dann nach der Vorschrift des Codex alle zehn Jahre vernichtet werden.“ Das räumt der Kölner Prälat Robert Kümpel im Gespräch mit dem Kölner „Domradio“ ein. Er war von 1984 bis 1996 Personalchef und acht Jahre Regens im Priesterseminar, später Missbrauchsansprechpartner. Allerdings sei die Aktenvernicht „nicht immer konsequent durchgeführt“ worden. Heute halte er „es für wichtig, dass solche Akten überhaupt nicht mehr vernichtet werden, damit man später die getroffenen Entscheidungen noch nachvollziehen kann“.


„Lange Jahre‘“ sei seines Wissens nach „überhaupt kein kirchenrechtlicher Strafprozess gegen Missbrauchstäter durchgeführt worden“. Die Verantwortlichen hätten versucht, „die Fälle auf der Verwaltungsebene zu lösen“. Der Bischof konnte entscheiden, konnte Priester suspendieren und konnte Täter in den Ruhestand versetzen. Das war alles möglich, aber kirchenrechtliche Prozesse sind in dieser Weise kaum je geführt worden, soweit ich mich erinnern kann.“

Früher habe man sich bei Vorwürfen in die Richtung des sexuellen Missbrauchs „bemüht, die Fakten zu analysieren, und dann haben wir – wenn uns das klar war – überlegt, ob man den Priester überhaupt noch weiter im Dienst einsetzen konnte. Wir haben den Täter – soweit ich mich entsinne – ausnahmslos zu einem namhaften Psychotherapeuten geschickt. Der hat ihn dann begutachtet, ob und, wenn ja, wie und wo ein zukünftiger Einsatz möglich sein könnte. Das wurde dann sehr genau überlegt. Ich würde heute im Rückblick sagen – und das werfe ich mir vor –, was nicht gut gelaufen ist: Ich hätte mich stärker dafür einsetzen müssen, dass wir viel strikter und konsequenter gegen diese Täter vorgehen.“ Allerdings sei damals „die Tragweite dieser Verbrechen noch nicht so bewusst“ gewesen, „wie das heute der Fall ist“.

Link zum Interview im „Domradio“: Erzbistum Köln räumt Fehler im Umgang mit sexuellem Missbrauch ein - "Ja, es gab einen geheimen Schrank"


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Köln

  1. Katholische Kirchgemeinde in Düsseldorf lädt zu Gottesdienst zum CSD ein
  2. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  3. Kita des Erzbistums Köln – Kritik an ‚geschütztem Raum’ für Masturbation
  4. Kölner Erzbistum streicht Dom aus dem Logo
  5. Angriffe auf Kardinal Woelki aus den eigenen Reihen
  6. Kardinal Woelki gewinnt erneut gegen BILD vor Gericht
  7. "Anbetung ist unser Dienst"
  8. Kölner Theologie-Hochschule weist FAZ-Behauptungen zurück!
  9. Deutsche Medien verbreiten nach Kleriker-Hetze Fake-News über Kardinal Woelki
  10. Kardinal Woelki obsiegt vor Gericht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz