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Kardinal Woelki: 'Alle meine Befürchtungen eingetreten'

1. Februar 2020 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
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Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat schwere Kritik am ersten "Synodaler Weg"-Treffen in Deutschland geübt.


Köln (kath.net)
Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat schwere Kritik am 1. Treffen des Synodalen Weges in Deutschland geübt und in einem Interview mit dem Domradio klargemacht, dass alle seine Befürchtungen eingetreten seien. Er hatte große Sorge, dass hier quasi ein protestantisches Kirchenparlament durch die Art der Verfasstheit und der Konstituierung dieser Veranstaltung implementiert werde. Das sei für ihn auch eingetreten. Die wesentlichen Voraussetzungen ekklesiologischer Art mit Blick auf das, was Katholische Kirche ist, werden laut Woelki in vielen Redebeiträgen ignoriert. "Das ist ja auch schon das sehr deutlich prägende Bild beim Einzug zum Gottesdienst gewesen, als Bischöfe und Laien alle gemeinsam eingezogen sind und somit zum Ausdruck gebracht wurde, dass da jeder gleich ist. Und das hat eigentlich nichts mit dem zu tun, was Katholische Kirche ist und meint.", betonte Woelki


Die hierarchische Verfasstheit der Kirche, wie sie auch im Zweiten Vatikanischen Konzil ja noch einmal dokumentiert ist und auch in "Lumen gentium" zum Ausdruck gebracht werden, werde dadurch infrage gestellt. "Ich halte das für äußerst bedenklich.", betonte der Kardinal, der auch kritisiert, dass bei der synodalen Versammlung Macht ausgeübt wurde, indem nicht alle Rederecht erhalten haben, die sich gemeldet haben.

Abschließend betonte Woelki: "Der Glaube, so wie er in den Konzilien und auch von den apostolischen Ursprüngen her grundgelegt ist, kann hier nicht irgendwie abgerissen oder jetzt neu erfunden werden. Es gibt Voraussetzungen. Auch das gehört in einen geistlichen Prozess hinein, das wahrzunehmen und vertieft zu reflektieren und nicht als alten Kaffee abzutun – weil ich es vielleicht nicht verstehe."

Foto (c) Erzbistum Köln


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