Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. MAGNIFICA HUMANITAS
  11. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  12. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  13. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘

Indien: Bischöfe kritisieren Vorstoß für neues Abtreibungsgesetz

10. Februar 2020 in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Derzeit werden in Indien 6,4 Millionen Abtreibungen pro Jahr durchgeführt - Regierung plant Legalisierung bis zur 24. Schwangerschaftswoche


Neu-Delhi (kath.net/KAP) Heftige Kritik der katholischen Kirche sowie von Lebensschutz-Bewegungen hat der Vorstoß der indischen Regierung für eine Ausweitung der Frist für legale Abtreibungen von der 20. auf die 24. Schwangerschaftswoche hervorgerufen. Eine entsprechende Gesetzesvorlage war am Mittwoch vorgelegt worden und soll nun im Parlament verhandelt werden, berichtete das römische Nachrichtenportal "Asianews" am Donnerstag.

In Indien wurden medizinische Abtreibungen 1971 bis zur 12., später bis zur 20. Schwangerschaftswoche erlaubt. Der nunmehrige Regierungsvorstoß schaffe eine "Atmosphäre, derzufolge Abtreibungen keine Grenzen mehr haben soll", mahnte Bischof Paul Mulassery, der Vorsitzender der Familienkommission des Bischofsrates von Kerala. Seitens der Kirche sei klar, dass "kein Unterschied zwischen einem ungeborenen Kind und einem neugeborenen Baby" bestehe.


In Indien werden laut einer Studie der Ipas Development Foundation jährlich rund 6,4 Millionen Abtreibungen vorgenommen. Mindestens die Hälfte davon geschieht illegal ohne ärztliche Aufsicht oder unter auch das Leben der Mütter gefährdenden Umständen. Verboten, aber dennoch ungebrochen weit verbreitet ist auf dem Subkontinent die Praxis des Femiszids, wonach vor allem Mädchen abtrieben werden. Das Ergebnis ist mittlerweile ein bereits enormes Ungleichgewicht der Geschlechter in der Bevölkerung.

Während Gesundheitsminister Prakash Javadekar die geplante, bisher nur für Missbildungen des Fötus oder bei Todesrisiko der schwangeren Mutter vorbehaltene Fristverlängerung als "progressive Reform" und als Hilfe für Vergewaltigungsopfer, Mädchen mit Behinderungen und Minderjährigen, die ihre Schwangerschaft womöglich nicht bemerkt haben" bezeichnete, kündigten Lebensschutz-Gruppen Proteste an. "Femiszid und Totschlag" würden dadurch einzig noch mehr zunehmen, warnte das Pro-Life-Komitee von Kerala. Indien verletze damit das Recht auf Leben als sein oberstes Gebot.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt
  2. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  3. Weniger Zeit zum Nachdenken, höherer Druck – was die Abtreibungszahlen aussagen
  4. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  5. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  8. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  9. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  10. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. MAGNIFICA HUMANITAS
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  8. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  9. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  10. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  11. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  12. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  13. „Die Genderideologie ist zutiefst reaktionär“
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz