Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Wenn sich der Islam radikalisiert

8. Februar 2020 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Angriffe auf Christen in einem ursprünglich friedlichen Land - Ein Beitrag aus der VISION2000


Wien (kath.net/VISION2000)
Zwei Drittel der Bevölkerung von Burkina Faso sind Muslime, die bisher friedlich mit den Christen zusammenlebten und vielfach gute Beziehungen mit ihnen pflegten. In letzter Zeit sind die Christen dort jedoch mit einem noch nie dagewesenen Anstieg des Islamismus und mit Gewalttaten konfrontiert. Im Folgenden ein Gespräch mit Br. Philippe Bai, der seit 40 Jahren in Burkina Faso lebt.

Sie unterrichten als Mitglied der Schulbrüder. Sind die Spannungen in Ihren Schulen spürbar?

Br. Philippe Bai: Irgendetwas verhärtet sich. In meiner Schule in Bobo-Dioulasso gibt es Anzeichen der Radikalisierung unter den Schülern. Eine Schülerin veränderte ihr Verhalten, nachdem sie sich einem radikalen Islam zugewendet hatte – und sie ist nicht die einzige. Einige Burschen geben Mädchen nicht mehr die Hand. Andere Jugendliche verurteilen die Treffen der Führer unterschiedlicher Religionen. Das sei unrein. Das sind bedrohliche Zeichen, umso mehr als die Islamisten vor allem unter Jugendlichen werben. Terroristen rekrutieren vor allem unter Jungen aus schwierigen sozialen Verhältnissen und machen aus ihnen Killer. (…)


Seit kurzem ist Burkina Faso Schauplatz von christenfeindlichen Handlungen. Wie ist das Klima vor Ort?

Philippe Bai: Es gibt keinen Schrecken und keine Hysterie. Allerdings macht sich Angst breit, das ist nicht zu leugnen. Nach dem Sturz von Präsident Blaise Compaoré im Jahr 2015 haben in Burkina Gewalthandlungen zugenommen, ausgehend insbesondere von Mali. Seit damals gibt es einen starken Anstieg der Gewalttätigkeit.
Wie gut auch die Beziehungen zwischen den Gemeinschaften sein mögen, so kann heute doch niemand sagen, er sei wirklich in Sicherheit. Die Angriffe in den letzten zwei Monaten haben eindeutig die Christen im Visier, was früher weniger der Fall war. Heute teilen sie die Leute nach der Religion, um dann die Chris­ten umzubringen. Dort wird gezielt vorgegangen. Ja, es gibt die Angst, aber die Leute setzen ihr Vertrauen auf Gott.

Was ist der Ursprung der Spannungen zwischen Muslimen und Christen?

Philippe Bai: Natürlich gibt es Spannungen. Jetzt aber muss man eine Veränderung im Islam befürchten. Im Süden des Landes vertreten Gruppen, die kürzlich islamisiert wurden, dass sie die wahren Muslime sind. Sie folgten einem reineren Islam, einem authentischeren. Und sie sind für Radikalisierung weitaus anfälliger. Dieses Erwachen des Islam ist nicht spezifisch für Burkina. Solange Präsident Blaise Compaoré im Amt war, blieb das Land vor Gewalthandlungen verschont. Aber heute nehmen die Unordnung, die Gewalt zu.

Auszug aus einem Gespräch, das Raphaël Habrard und Thomas Belleil für Famille Chrétienne v. 23.7.19 geführt haben.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  2. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  3. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  6. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  7. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  8. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  9. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  10. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz