09 Februar 2020, 12:13
Salz und Licht
 
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Franziskus: der Jünger Jesu ist Licht, wenn er seinen Glauben außerhalb enger Räume zu leben weiß, wenn er das Licht der Wahrheit in Situationen zu bringen versteht, die durch Heuchelei und Lüge verunreinigt sind. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Salz der Erde – Licht der Welt: Angelus am fünften Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Tagesevangelium (Mt 5,13-16):

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr, außer weggeworfen und von den Leuten zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

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Jesus verwende eine symbolische Sprache, um denjenigen, die ihm folgen wollen, einige Kriterien für die lebendige Gegenwart und das Zeugnis in der Welt aufzuzeigen.

Erstes Bild: das Salz. Salz sei das Element, das Geschmack verleihe und Lebensmittel vor dem Verderben bewahre. Der Jünger sei daher aufgerufen, die Gefahren, die ätzenden Keime, die das Leben der Menschen verunreinigen, von der Gesellschaft fernzuhalten. Es gehe darum, der Sünde und dem moralischen Abstieg zu widerstehen, die Werte der Ehrlichkeit und Brüderlichkeit zu bezeugen, ohne sich der weltlichen Schmeichelei von Karrieredenken, Macht und Reichtum hinzugeben.

Es sei das „Salz“ des Jüngers, der sich trotz der täglichen Misserfolge aus dem Staub seiner eigenen Fehler erhebe und mit Mut und Geduld jeden Tag neu beginne, um den Dialog und die Begegnung mit anderen zu suchen.

Es sei das „Salz“ des Jüngers, der nicht nach Zustimmung und Lob suche, sondern sich bemühe, eine demütige und konstruktive Präsenz zu sein, in Treue zu den Lehren Jesu, der in die Welt gekommen sei, nicht um bedient zu werden, sondern um zu dienen: „Und diese Haltung ist dringend erforderlich.

Das zweite Bild sei das des Lichts. Das Licht zerstreue die Dunkelheit und lasse uns sehen. Jesus „ist das Licht, das die Finsternis vertrieben hat, aber sie bleibt weiterhin in der Welt und in den Menschen“. Es sei die Aufgabe des Christen, das Licht Christi in der Welt hell scheinen zu lassen und und sein Evangelium zu verkünden.

Es ist ein Aufstrahlen, das auch aus unseren Worten kommen könne, aber es müsse vor allem aus unseren guten Werken. Ein Jünger und eine christliche Gemeinschaft seien das Licht der Welt, wenn sie andere zu Gott führten „und jedem helfen, seine Güte und Barmherzigkeit zu erfahren“. Der Jünger Jesu sei Licht, wenn er seinen Glauben außerhalb enger Räume zu leben wisse, wenn er helfe, Vorurteile und Verleumdungen abzubauen und das Licht der Wahrheit in Situationen zu bringen, die durch Heuchelei und Lüge verunreinigt seien.

Jesus lade uns ein, keine Angst zu haben, in der Welt zu leben, auch wenn es in ihr manchmal Bedingungen von Konflikten und Sünde gebe. Angesichts von Gewalt, Ungerechtigkeit und Unterdrückung könne sich die Kirche nicht in sich selbst verschließen oder sich in der Sicherheit ihrer eigenen Klausur verstecken. Sie dürfe ihre Mission der Evangelisierung und des Dienstes nicht aufgeben.

Die Kirche „widmet sich mit Großzügigkeit und Zärtlichkeit den Kleinen und Armen, sie hört auf den Schrei der Letzten und Ausgeschlossenen, weil sie sich bewusst ist, dass sie eine pilgernde Gemeinschaft ist, die dazu berufen ist, die rettende Gegenwart Jesu Christi in der Geschichte zu verlängern“.

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