Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  3. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  4. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  5. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  6. Leo XIV. über Papst Franziskus: Ein großes Geschenk für die Welt
  7. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  8. ‚Augustiner für den Frieden‘ – Der spätere Leo XIV. bei einer Friedensdemonstration in Rom 1983
  9. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  10. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  11. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Israel: Haftstrafe für zwei Soldaten nach schwerem Vandalismus an Kruzifix
  15. Finanzströme des Islam-Terrors: Hisbollah-Netzwerke bis nach Österreich aktiv

Kurienbischof verteidigt Kommunion für argentinischen Präsidenten

11. Februar 2020 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nur ausdrücklich exkommunizierten Personen sei die Kommunion zu verweigern, behauptete Bischof Sorondo. Argentiniens Präsident Fernandez ist geschieden und lebt mit seiner Lebensgefährtin zusammen. Er will die Abtreibung in Argentinien legalisieren.


Vatikan (kath.net/lifesitenews/jg)
Bischof Marcelo Sánchez Sorondo, der Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften und der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, hat seine Entscheidung verteidigt, dem argentinischen Präsidenten Alberto Fernandez und dessen Lebensgefährtin die Kommunion zu spenden.

Der ebenfalls aus Argentinien stammende Sorondo zelebrierte die Messe in der Krypta des Petersdoms, an welcher Präsident Alberto Fernandez und seine Lebensgefährtin Fabiola Yañez teilnahmen. Fernandez ist seit 2005 geschieden und lebt mit Yañez zusammen. Der Präsident will die Abtreibung in Argentinien legalisieren.

Fernandez und Yañez wurden nach der Messe von Papst Franziskus in einer Privataudienz empfangen. Dabei wurde das Thema Abtreibung im Gegensatz zu einem vom Vatikan veröffentlichten Kommunique nicht angesprochen. Präsident Fernandez bestand darauf, diesen Passus zu ändern, woraufhin der Vatikan ein neues Kommunique herausgab.


Diane Montagna, die für LifeSiteNews arbeitet, befragte Sorondo einige Tage nach der Messe zu seiner Entscheidung, den beiden die Kommunion zu spenden. Sorondo rechtfertigte sich mit dem Argument, dass nur exkommunizierten Personen die Kommunion zu verweigern sei. Andere Positionen seien „die Meinung einiger Bischöfe in ihrem Land“, sagte Sorondo mit Bezug auf die aus den USA stammende Montagna.

Can. 915 des Kirchenrechts lautet: „Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden Exkommunizierte und Interdizierte nach Verhängung oder Feststellung der Strafe sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren.“

Sorondo vertrat die Ansicht, die Verweigerung der Kommunion für Pro-Abtreibungspolitiker widerspreche der Interpretation der Kirche, ebenso wie derjenigen der Bischofskonferenzen von Italien, Argentinien und den USA. Auch der Papst sehe das anders.

Montagna wandte ein, dass Bischofskonferenzen in dieser Angelegenheit wenig zu sagen hätten. Sorondo entgegnete, dass Papst Johannes Paul II. allen die Kommunion gespendet habe, einschließlich Politikern die für Abtreibung eingetreten seien.

Der Kurienbischof behauptete, dass Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation einen Brief an die Bischöfe der USA geschrieben habe, in welchem er zugestimmt habe, dass Pro-Abtreibungspolitikern die Kommunion gespendet werden dürfe, weil diese nicht exkommuniziert seien.

Dies habe sich auf eine Diskussion im Jahr 2004 in den USA bezogen, schrieb Montagna. In diesem Jahr kandidierte der Demokrat John Kerry, ein katholischer Pro-Abtreibungspolitiker gegen den Amtsinhaber George W. Bush. Kardinal Ratzinger schrieb in dieser Angelegenheit zwei Briefe an die US-Bischofskonferenz. Im ersten Brief stellte er fest, dass Can. 915 des CIC bei Politikern, die sich für liberale Abtreibungs- und Euthanasiegesetze engagieren, anzuwenden sei. Diese Politiker dürften die Kommunion nicht empfangen, so lange sie objektiv im Stand der Sünde seien. Die Bischofskonferenz veröffentlichte eine Stellungnahme, in welcher die Entscheidung dem Bischof überlassen bleibt, der „im Einklang mit den kanonischen und pastoralen Prinzipien“ zu handeln habe. Ratzinger habe dies in einem zweiten Brief bestätigt. Der damalige Präfekt der Glaubenskongregation habe aber nicht der Ansicht zugestimmt, Pro-Abtreibungspolitikern die Kommunion zu spenden, weil diese nicht exkommuniziert seien.


Link zum Artikel von Diane Montagna mit dem vollständigen Interview mit Bischof Sorondo (englisch):

Vatican bishop defends giving Communion to pro-abortion Argentine president and mistress


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Vatikan

  1. Der Petersdom feiert das 400-jährige Weihejubiläum: „Die Pfarrkirche der Welt“
  2. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  3. Australischer Bischof wird als oberster Kirchenrechtsexperte in den Vatikan berufen
  4. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  5. Immobilienprozess im Vatikan muss teils neu aufgerollt werden
  6. Nach Randalen und Pinkelattacken: Petersdom installiert Schutz für Hauptaltar
  7. US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Burch: „Die moralische Autorität der Kirche ist unübertroffen“
  8. Norwegischer Bischof Varden: Der hl. Bernhard von Clairvaux „war und ist faszinierend“
  9. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  10. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Christus, das Licht der Jugend und der Familien
  4. Marx erlaubt Segnung homosexueller Paare
  5. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  9. Diplomatischer Coup: US-Präsident Trump verhindert Hinrichtung von acht Frauen im Iran
  10. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  11. US-Moderator Sean Hannity hat die katholische Kirche verlassen.
  12. Der Fall „Correctiv“: Ein journalistischer Sündenfall und seine Folgen
  13. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  14. Bischof Ivo Muser: "Der größte Mangel, den wir in unserer Diözese haben, ist der Gläubigenmangel"
  15. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz