Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden

12. Februar 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die unendliche Liebe Gottes, die Kraft, die aus den Tränen kommt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Doch über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems werde ich einen Geist des Mitleids und des flehentlichen Bittens ausgießen. Und sie werden auf mich blicken, auf ihn, den sie durchbohrt haben. Sie werden um ihn klagen, wie bei der Klage um den Einzigen; sie werden bitter um ihn weinen, wie man um den Erstgeborenen weint“ (Zac 12,10).

In der heutigen Katechese zur sechste Generalaudienz des Jahres 2020 setzte Papst Franziskus seine am letzten Mittwoch begonnene Reihe zu den Seligpreisungen fort und stellte die heutige Betrachtung unter das Thema: „Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,4).


Die Trauer, so der Papst, habe in der Heiligen Schrift eine doppelte Bedeutung. Man trauere, weil einem das Leid und der Tod eines lieben Menschen nahegingen oder man beweine die eigenen Sünden, durch die man Gott und dem Nächsten wehgetan habe.

Beiden Aspekten sei gemeinsam, dass die Tränen ein Ausdruck der Liebe seien. Solche Trauer „hilft uns dabei, den unersetzlichen Wert und die heilige Würde eines jeden Menschen zu erkennen“ .

Auch die Trauer angesichts der eigenen Sünde, darüber, dass man Böses getan und Gutes unterlassen habe, dass man seine Beziehung zu Gott verraten und zu wenig geliebt habe, sei ein Geschenk Gottes, „und die Erkenntnis der eigenen Sünden ist ein Werk des Heiligen Geistes“: „Denken wir an den heiligen Petrus, wie er weinte, als er erkannte, dass er den Herrn verraten hatte. Aufgrund eben dieser Tränen durfte er in der Liebe reifen“.

Ephrem der Syrer „schrieb einmal, dass ein von Tränen gereinigtes Gesicht unsagbar schön sei. Ja, weise und seligzupreisen ist derjenige, der aus Liebe trauert, denn er wird den Beistand des Heiligen Geistes erfahren, jene Zärtlichkeit Gottes, die vergibt und alles zum Guten führt“.

Wenn wir uns immer vor Augen hielten, dass Gott „uns nicht nach unseren Sünden behandelt und uns nicht nach unseren Fehlern vergütet“, lebten wir in Barmherzigkeit und Mitleid, „und die Liebe scheint in uns auf. Möge der Herr uns die Liebe in Fülle schenken“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Herzlich grüße ich die Pilger deutscher Sprache, insbesondere die Seminaristen des Bischöflichen Priesterseminars Fulda. Lasst uns den Trauernden beistehen mit der tröstlichen Botschaft des Glaubens. Bitten wir auch um die schmerzhafte aber heilsame Erkenntnis unserer Sünden und um den Trost und die Freude der Vergebung!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  12. Februar 2020 
 

Teil 2

Indes befiehlt uns der Herr, nicht bloß über unsere eigenen Sünden zu trauern, sondern auch über die Sünden der anderen. So waren die Seelen der Heiligen gestimmt, eines Moses, Paulus, David; sie alle haben oft für fremde Sünden Buße getan.


4
 
  12. Februar 2020 
 

Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden

Selig sind die Trauernden denn sie werden getröstet werden.
Übrigens meint er auch hier wieder nicht solche, die aus irgendeinem Grunde trauern, sondern jene die über ihre Sünden trauern. Ja jede andere Art von Trauer ist sogar strenge verpönt, nämlich diejenige, die nur irdischen Motiven entspringt. Das nämlich lehr uns auch Paulus, wenn er sagt: 2 Kor 7:10 Die gottgewollte Traurigkeit verursacht nämlich Sinnesänderung zum Heil, die nicht bereut zu werden braucht; die weltliche Traurigkeit aber führt zum Tod.
Die ihre eigenen Sünden so bereuen, wie es sich gebührt, bewiesen große Einsicht und Weisheit. Trost werden diese finden in diesem wie im anderen Leben. Wenn du also getröstet werden willst so trauere! Da nun aber Gottes Liebe zu den Menschen sehr groß ist, so wollte er, dass sein Entgelt nicht bloß im Nachlass der Sündenstrafen besteht, und in der Verzeihung der Sündenschuld, sondern er macht sie auch glücklich und lässt ihnen großen Trost zuteilwerten.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Generalaudienz

  1. Liebst du mich? – Das Gespräch zwischen Jesus und Petrus
  2. Kohelet: die ungewisse Nacht des Sinns und der Dinge des Lebens
  3. Judit. Eine bewundernswerte Jugend, ein großzügiger Lebensabend.
  4. Noomi, das Bündnis zwischen den Generationen, das die Zukunft eröffnet
  5. Ehre deinen Vater und deine Mutter: Liebe zum gelebten Leben
  6. Der Osterfriede und Dostojewskis Legende vom Großinquisitor
  7. Treue gegenüber der Heimsuchung durch Gott für die kommende Generation
  8. Das Abschiednehmen und das Erbe: Erinnerung und Zeugnis
  9. Das Alter, eine Ressource für die unbeschwerte Jugend
  10. Die Langlebigkeit: Symbol und Chance







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz