12 Februar 2020, 12:00
QUERIDA AMAZONIA - Teil 2
 
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kath.net dokumentiert das nachsynodale Apostolische Schreiben zur Amazonassynode von Papst Franziskus - Wortlaut auf kath.net - TEIL 2

TEIL 2 des Schreibens:

74. Ebenso steht die Beziehung zu Jesus Christus, dem wahren Gott und wahren Menschen, dem Befreier und Erlöser, nicht in einem unversöhnlichen Widerspruch zu dieser ausgesprochen kosmischen Weltanschauung, welche die indigene Völker kennzeichnet, denn er ist auch der Auferstandene, der alles durchdringt[105]. Für die christliche Erfahrung »finden alle Geschöpfe des materiellen Universums ihren wahren Sinn im menschgewordenen Wort, denn der Sohn Gottes hat in seine Person einen Teil des materiellen Universums aufgenommen, in den er einen Keim der endgültigen Verwandlung hineingelegt hat«[106]. Er ist herrlich und geheimnisvoll gegenwärtig im Fluss, in den Bäumen, in den Fischen, im Wind, da er als Herr über die Schöpfung regiert, ohne je seine verklärten Wunden zu verlieren, und in der Eucharistie nimmt er die Elemente der Welt an und verleiht allem den Sinn einer österlichen Gabe.

Soziale und geistliche Inkulturation

75. Diese Inkulturation muss angesichts der Situation der Armut und Verlassenheit so vieler Einwohner Amazoniens notwendigerweise einen ausgesprochen sozialen Charakter haben und von einer entschlossenen Verteidigung der Menschenrechte geprägt sein, um das Antlitz Christi zum Leuchten zu bringen, der sich »mit besonderer Zärtlichkeit mit den Schwächsten und Ärmsten identifizieren wollte«[107]. Denn »vom Kern des Evangeliums her erkennen wir die enge Verbindung zwischen Evangelisierung und menschlicher Förderung«[108], und das bedeutet für die christlichen Gemeinschaften auch ein klares Engagement für das Reich der Gerechtigkeit durch eine Förderung derer, die ins Abseits geraten sind. Dazu ist eine angemessene Unterweisung der pastoral Tätigen in der Soziallehre der Kirche äußerst wichtig.

76. Gleichzeitig muss die Inkulturation des Evangeliums in Amazonien das Soziale besser mit dem Geistlichen verbinden, damit die Ärmsten nicht außerhalb der Kirche nach einer Spiritualität suchen müssen, die ihrer Sehnsucht nach dem Transzendenten entspricht. Dabei kann es weder um eine entfremdende individualistische Religiosität gehen, die das soziale Bedürfnis nach einem würdigeren Leben zum Schweigen bringt, noch um eine Herabstufung der transzendenten und spirituellen Dimension, so als ob die materielle Entwicklung dem Menschen genügen würde. Von daher sind wir gefordert, diese beiden Dinge nicht nur nebeneinanderzustellen, sondern sie auf einer tieferen Ebene miteinander zu verbinden. So wird die wahre Schönheit des Evangeliums aufleuchten, das zur Fülle des Menschseins führt, das den Einzelnen und den Völkern vollkommene Würde verleiht sowie das Herz und das ganze Leben erfüllt.

Ansatzpunkte für eine Heiligkeit amazonischer Prägung

77. Auf diese Weise können Zeugnisse einer für das Amazonasgebiet charakteristischen Heiligkeit entstehen, die keine Kopien von Modellen anderer Orte sind, einer Heiligkeit, die aus Begegnung und Hingabe, aus Kontemplation und Dienen, aus empfänglicher Einsamkeit und gemeinsamem Leben, aus freudiger Nüchternheit und Kampf für die Gerechtigkeit besteht. Diese Heiligkeit erreicht »jeder auf seinem eigenen Wege«[109], und das gilt auch für die Völker, wo die Gnade sich inkarniert und mit unverwechselbaren Merkmalen aufleuchtet. Stellen wir uns eine Heiligkeit vor, die die Züge des Amazonasgebietes trägt und die dazu berufen ist, die Weltkirche herauszufordern.

78. Ein Prozess der Inkulturation, der nicht nur individuell, sondern auch gemeinschaftlich geschieht, erfordert eine respektvolle und verständnisvolle Liebe zu den Menschen. In einem Großteil Amazoniens hat man diesen Prozess bereits begonnen. Vor mehr als vierzig Jahren betonten die Bischöfe des peruanischen Amazonasgebiets, dass in vielen der in dieser Region lebenden Bevölkerungsgruppen »die Adressaten der Verkündigung, die von einer vielfältigen und sich wandelnden eigenen Kultur geprägt sind, das Evangelium bereits ansatzweise angenommen haben«, da sie »bestimmte Züge einer katholischen Volksfrömmigkeit tragen, die, auch wenn sie vielleicht ursprünglich von pastoralen Mitarbeitern angestoßen wurden, heute etwas sind, das sich das Volk zu eigen gemacht, ja sogar in seinen Akzenten verändert und von Generation zu Generation weitergegeben hat«[110]. Wir sollten nicht vorschnell einige religiöse Ausdrucksformen, die sich spontan aus dem Leben der Völker ergeben, als Aberglaube oder Heidentum bezeichnen. Vielmehr gilt es den Weizen zu erkennen, der inmitten des Unkrautes wächst, denn »in der Volksfrömmigkeit kann man die Art und Weise wahrnehmen, wie der empfangene Glaube in einer Kultur Gestalt angenommen hat und ständig weitergegeben wird«[111].

79. Es ist möglich, sich in irgendeiner Weise auf ein indigenes Symbol zu beziehen, ohne dass man es notwendigerweise als Götzendienst betrachten müsste. Ein Mythos von spirituellem Sinngehalt kann aufgegriffen und muss nicht immer als heidnischer Irrtum angesehen werden. Einige religiöse Feste enthalten eine sakrale Bedeutung und sind Gelegenheiten des Zusammenkommens und der Brüderlichkeit, auch wenn eventuell ein langsamer Reinigungs- oder Reifungsprozess erforderlich ist. Ein echter Missionar befasst sich damit, die berechtigten Anliegen hinter diesen religiösen Ausdrucksweisen zu entdecken, die manchmal unvollkommen und bruchstückhaft sind oder Irrtümer enthalten, und versucht, aus einer inkulturierten Spiritualität heraus darauf eine Antwort zu finden.

80. Dies wird zweifelsohne eine Spiritualität sein, die ausgerichtet ist auf den einen Gott und Herrn. Zugleich soll sie aber auch fähig sein, mit den alltäglichen Bedürfnissen der Menschen in Kontakt zu kommen, die ein würdiges Leben suchen, die sich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen wollen, die Frieden und Harmonie finden sowie familiäre Probleme lösen wollen, die Heilung ihrer Krankheiten ersehnen und ihre Kinder glücklich aufwachsen sehen wollen. Die schlimmste Gefährdung für sie wäre es, wenn man sie von der Begegnung mit Christus fernhalten würde, indem man ihn als Feind der Freude oder als jemanden darstellt, der den Wünschen und Ängsten der Menschen gegenüber gleichgültig ist[112]. Heute ist es unerlässlich zu zeigen, dass die Heiligkeit den Menschen nichts an »Kraft, Leben oder Freude«[113] nimmt.

Die Inkulturation der Liturgie

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81. Die Inkulturation der christlichen Spiritualität in den Kulturen der ursprünglichen Völker findet in den Sakramenten einen besonders wertvollen Weg, weil in ihnen das Göttliche und das Kosmische, die Gnade und die Schöpfung vereint sind. In Amazonien sollten sie nicht als etwas verstanden werden, das mit der Schöpfung nichts zu tun hat. Sie »sind eine bevorzugte Weise, in der die Natur von Gott angenommen wird und sich in Vermittlung des übernatürlichen Lebens verwandelt«[114]. Sie sind eine Vollendung des Geschaffenen, in dem die Natur zum Ort und Instrument der Gnade erhoben wird, um »die Welt auf einer anderen Ebene zu umarmen«[115].

82. In der Eucharistie wollte Gott »auf dem Höhepunkt des Geheimnisses der Inkarnation […] durch ein Stückchen Materie in unser Innerstes gelangen. […] [Sie] vereint Himmel und Erde, umfasst und durchdringt die gesamte Schöpfung«[116]. Aus diesem Grund kann sie eine »Motivation hinsichtlich unserer Sorgen um die Umwelt [sein] und richtet uns darauf aus, Hüter der gesamten Schöpfung zu sein«[117]. »Wir entfliehen [also] nicht der Welt, noch verleugnen wir die Natur, wenn wir Gott begegnen möchten«[118]. Das erlaubt uns, in der Liturgie viele Elemente der intensiven Naturerfahrung der Indigenen aufzugreifen und eigene Ausdrucksformen in den Liedern, Tänzen, Riten, Gesten und Symbolen anzuregen. Bereits das Zweite Vatikanische Konzil hatte zu einem solchen Bemühungen um die Inkulturation der Liturgie bei den indigenen Völkern aufgerufen[119], aber es sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, und wir sind in dieser Richtung kaum vorangekommen[120].

83. Mit dem Sonntag verbindet »die christliche Spiritualität den Wert der Ruhe und des Festes […]. Der Mensch neigt dazu, die kontemplative Ruhe auf den Bereich des Unfruchtbaren und Unnötigen herabzusetzen, und vergisst dabei, dass man so dem Werk, das man vollbringt, das Wichtigste nimmt: seinen Sinn. Wir sind berufen, in unser Handeln eine Dimension der Empfänglichkeit und der Unentgeltlichkeit einzubeziehen«[121]. Die indigenen Völker wissen um diese Unentgeltlichkeit und gesunde kontemplative Muße. Unsere Feiern sollten ihnen helfen, diese Erfahrung in der Sonntagsliturgie zu machen und dem Licht des Wortes und der Eucharistie zu begegnen, das unser konkretes Leben erhellt.

84. Die Sakramente zeigen und vermitteln den nahen Gott, der barmherzig zu seinen Kindern kommt, um sie zu heilen und zu stärken. Sie müssen daher vor allem für die Armen zugänglich sein und dürfen niemals aus finanziellen Gründen verweigert werden. Auch ist angesichts der Armen und Vergessenen des Amazonasgebietes kein Platz für eine Disziplin, die ausschließt und entfernt, weil sie auf diese Weise von einer Kirche, die zu einer Zollstation geworden ist, letztlich verworfen werden. Vielmehr gilt: »In den schwierigen Situationen, welche die am meisten Bedürftigen erleben, muss die Kirche besonders achtsam sein, um zu verstehen, zu trösten, einzubeziehen, und sie muss vermeiden, diesen Menschen eine Reihe von Vorschriften aufzuerlegen, als seien sie felsenstark. Damit bewirkt man nämlich im Endeffekt, dass sie sich gerade von der Mutter verurteilt und verlassen fühlen, die berufen ist, ihnen die Barmherzigkeit Gottes nahezubringen«[122]. Für die Kirche kann die Barmherzigkeit zu einem rein romantischen Ausdruck werden, wenn sie nicht konkret im pastoralen Wirken sichtbar wird.[123]

Die Inkulturation der Dienste und Ämter

85. Die Inkulturation muss sich auch auf konkret erfahrbare Weise in den kirchlichen Organisationsformen und in den kirchlichen Ämtern entwickeln und widerspiegeln. Wenn Spiritualität inkulturiert wird, wenn Heiligkeit inkulturiert wird, wenn das Evangelium selbst inkulturiert wird, können wir nicht umhin, auch hinsichtlich der Art und Weise, wie kirchliche Dienste strukturiert und gelebt werden, an Inkulturation zu denken. Die kirchliche Pastoral ist in Amazonien nicht sehr präsent, was zum Teil auf die immense territoriale Ausdehnung mit vielen schwer zugänglichen Orten, auf die große kulturelle Vielfalt, auf die schwerwiegenden sozialen Probleme wie auch auf die Entscheidung einiger Völker, sich abzuschotten, zurückzuführen ist. Dies kann uns nicht gleichgültig lassen und erfordert eine diesen Umständen entsprechende mutige Antwort der Kirche.

86. Es ist notwendig, dass der kirchliche Dienst so gestaltet wird, dass er einer größeren Häufigkeit der Eucharistiefeier dient, auch bei den Gemeinschaften, die ganz entlegen und verborgen sind. In Aparecida konnte man die Klage vieler Amazonasgemeinden hören, die »über lange Zeit die sonntägliche Eucharistiefeier entbehren müssen«[124]. Aber gleichzeitig werden Amtsträger gebraucht, die das Empfinden und die Kulturen des Amazonasgebietes von innen her verstehen können.

87. Die Art und Weise der Gestaltung des Lebens und der Ausübung des Priesteramtes ist nicht monolithisch und nimmt an verschiedenen Orten der Erde unterschiedliche Ausformungen an. Deshalb ist es wichtig, zu bestimmen, was dem Priester in besonderer Weise zukommt, was nicht delegierbar ist. Die Antwort liegt im heiligen Sakrament der Weihe begründet, das ihn Christus, dem Priester, gleichgestaltet. Und die erste Schlussfolgerung ist, dass dieser ausschließliche Charakter, der in den heiligen Weihen empfangen wird, ihn allein befähigt, der Eucharistie vorzustehen[125]. Das ist sein spezifischer, vorrangiger und nicht delegierbarer Auftrag. Einige meinen, dass das, was den Priester auszeichnet, die Macht ist, die Tatsache, dass er die höchste Autorität innerhalb der Gemeinschaft ist. Aber der heilige Johannes Paul II. erklärte, dass, obwohl das Priestertum als „hierarchisch“ betrachtet wird, dieser Dienst keine Überordnung gegenüber den anderen bedeutet, sondern dass »sie völlig auf die Heiligkeit der Glieder des mystischen Leibes Christi ausgerichtet ist«[126]. Wenn gesagt wird, dass der Priester „Christus das Haupt“ darstellt, dann bedeutet das vor allem, dass Christus die Quelle der Gnade ist: Er ist das Haupt der Kirche, denn er hat »die Kraft, allen Gliedern der Kirche Gnade einzuflößen«[127].

88. Der Priester ist Zeichen dieses Hauptes, das die Gnade vor allem im Feiern der Eucharistie ausgießt, die Quelle und Höhepunkt allen christlichen Lebens ist[128]. Darin besteht seine große Amtsgewalt, die nur im Weihesakrament empfangen werden kann. Deshalb kann nur er sagen: „Das ist mein Leib“. Auch andere Worte kann nur er sprechen: „Ich spreche dich los von deinen Sünden“. Denn die sakramentale Vergebung steht im Dienst einer würdigen Eucharistiefeier. Diese beiden Sakramente bilden die Mitte seiner exklusiven Identität[129].

89. Unter den besonderen Umständen Amazoniens, vor allem im tropischen Regenwald und in abgelegeneren Gebieten, muss ein Weg gefunden werden, um diesen priesterlichen Dienst zu gewährleisten. Die Laien können das Wort verkünden, unterrichten, ihre Gemeinschaften organisieren, einige Sakramente feiern, verschiedene Ausdrucksformen für die Volksfrömmigkeit entwickeln und die vielfältigen Gaben, die der Geist über sie ausgießt, entfalten. Aber sie brauchen die Feier der Eucharistie, denn sie »baut die Kirche«[130], und daraus folgt, dass die christliche Gemeinde »aber nur auferbaut [wird], wenn sie Wurzel und Angelpunkt in der Feier der Eucharistie hat«[131]. Wenn wir wirklich glauben, dass dies so ist, ist es dringend notwendig zu verhindern, dass den Amazonasvölkern diese Nahrung des neuen Lebens und des Sakraments der Versöhnung vorenthalten wird.

90. Diese drängende Notwendigkeit veranlasst mich, alle Bischöfe, besonders die Lateinamerikas, zu ermutigen, nicht nur das Gebet um Priesterberufungen zu fördern, sondern auch großzügiger zu sein und diejenigen, die eine missionarische Berufung zeigen, dazu zu bewegen, sich für das Amazonasgebiet zu entscheiden[132]. Gleichzeitig ist es notwendig, die Struktur und den Inhalt sowohl der Erstausbildung als auch der ständigen Weiterbildung der Priester gründlich zu überprüfen, damit sie die für den Dialog mit den Kulturen des Amazonasgebiets erforderlichen Haltungen und Fähigkeiten erwerben können. Diese Ausbildung sollte in hohem Maße pastoral sein und ein Wachstum priesterlicher Barmherzigkeit fördern[133].

Gemeinschaften voller Leben

91. Andererseits ist die Eucharistie das große Sakrament, das die Einheit der Kirche darstellt und verwirklicht[134], und sie wird gefeiert, »damit wir, die wir weit verstreut leben und einander fremd und gleichgültig sind, vereint und gleichberechtigt zu Freunden werden«[135]. Wer der Eucharistie vorsteht, muss Sorge tragen für die Gemeinschaft, die keine verarmte Einheit ist, sondern die vielfältigen Reichtümer an Gaben und Charismen aufnimmt, die der Geist in der Gemeinde ausgießt.

92. Deshalb erfordert die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt, dass dieser vielgestaltige Reichtum entfaltet wird. Priester werden benötigt, dies schließt aber nicht aus, dass für gewöhnlich die ständigen Diakone – die im Amazonasgebiet noch viel mehr sein sollten –, die Ordensfrauen und die Laien selbst wichtige Verantwortung für das Wachstum der Gemeinschaften übernehmen und dass sie in der Ausübung dieser Aufgaben dank einer angemessenen Begleitung reifen.

93. Es geht also nicht nur darum, eine größere Präsenz der geweihten Amtsträger zu ermöglichen, die die Eucharistie feiern können. Dies wäre ein sehr begrenztes Ziel, wenn wir nicht auch versuchen würden, neues Leben in den Gemeinden zu wecken. Wir müssen die Begegnung mit dem Wort und das Wachstum in der Heiligkeit durch verschiedene Laiendienste fördern, was eine biblische, dogmatische, spirituelle und praktische Ausbildung als auch verschiedene Programme zur Fortbildung voraussetzt.

94. Eine Kirche mit amazonischen Gesichtszügen erfordert die stabile Präsenz reifer und mit entsprechenden Vollmachten ausgestatteter Laien-Gemeindeleiter[136], die die Sprachen, Kulturen, geistlichen Erfahrungen sowie die Lebensweise der jeweiligen Gegend kennen und zugleich Raum lassen für die Vielfalt der Gaben, die der Heilige Geist in uns sät. Denn dort, wo eine besondere Notwendigkeit besteht, hat der Heilige Geist bereits für die Charismen gesorgt, die darauf antworten können. Dies setzt in der Kirche die Fähigkeit voraus, der Kühnheit des Geistes Raum zu geben sowie vertrauensvoll und konkret die Entwicklung einer eigenen kirchlichen Kultur zu ermöglichen, die von Laien geprägt ist. Die Herausforderungen Amazoniens verlangen von der Kirche eine besondere Anstrengung, um eine Präsenz in der Fläche zu erreichen, was nur zu verwirklichen ist, wenn die Laien eine wirksame zentrale Rolle innehaben.

95. Viele Personen des geweihten Lebens haben ihre Kräfte und einen großen Teil ihres Lebens für die Verkündigung des Reiches Gottes im Amazonasgebiet hingegeben. Das geweihte Leben nimmt mit seiner Fähigkeit zum Dialog, zur Synthese, zur konkreten Gestaltung und zur Prophetie in dieser pluralen und harmonischen Zusammensetzung der Kirche Amazoniens einen besonderen Platz ein. Aber es bedarf einer neuen Anstrengung der Inkulturation, welche die Kreativität, den missionarischen Mut, die Sensibilität und die besondere Stärke des Gemeinschaftslebens miteinbezieht.

96. Die Basisgemeinden boten echte Erfahrungen von Synodalität auf dem Weg der Evangelisierung der Kirche in Amazonien, wenn es ihnen gelang, die Verteidigung der sozialen Rechte mit der missionarischen Verkündigung und der Spiritualität zu verbinden. Oft waren sie »Schulen der Ausbildung von Christen, die sich als Jünger und Missionare des Herrn engagiert für ihren Glauben eingesetzt haben. Viele ihrer Mitglieder haben sogar ihr Leben dafür hingegeben.«[137]

97. Ich ermutige zur Vertiefung der gemeinsamen Aufgabe, die mittels dem kirchlichen Netzwerk Amazoniens REPAM und anderen Vereinigungen vollbracht wird, um zu festigen, was schon die Bischofsversammlung in Aparecida gefordert hat, nämlich »zwischen den Ortskirchen der verschiedenen südamerikanischen Länder, die sich im Amazonasbecken befinden, eine Gesamtpastoral mit jeweils angepassten unterschiedlichen Prioritäten [zu] etablieren«[138]. Dies gilt besonders für die Beziehung zwischen benachbarten Ortskirchen.

98. Abschließend möchte ich daran erinnern, dass unsere Planungen nicht immer stabile Gemeinschaften zum Ziel haben können, da es im Amazonasgebiet eine große interne Mobilität und eine ständige Migration – oft eine Pendelmigration – gibt und »die Region „faktisch“ zum Migrationskorridor geworden« ist[139]. Die »amazonische Transhumanz ist als pastorales Problem bisher weder gut verstanden noch angemessen bearbeitet worden«[140]. Aus diesem Grund müssen wir an Gruppen von Wandermissionaren denken, und »die Ordensfrauen und -männer sollte man dabei unterstützen, sich an die Seite der Ausgeschlossenen und Ärmsten zu begeben, um mit ihnen auf dem Weg zu sein«[141]. Andererseits sind hier auch unsere städtischen Gemeinden gefragt, vor allem in den Peripherien einfallsreich und großzügig verschiedene Angebote zur Begleitung und Aufnahme für die Familien und die jungen Menschen, die aus dem Landesinneren zu ihnen kommen, zu entwickeln.

Die Kraft und die Gabe der Frauen

99. In Amazonien gibt es Gemeinschaften, die lange Zeit hindurch sich gehalten und den Glauben weitergegeben haben, ohne dass dort – manchmal jahrzehntelang – ein Priester vorbeigekommen wäre. Dies ist der Präsenz von starken und engagierten Frauen zu verdanken, die, gewiss berufen und angetrieben vom Heiligen Geist, tauften, Katechesen hielten, den Menschen das Beten beibrachten und missionarisch wirkten.

Jahrhundertelang hielten die Frauen die Kirche an diesen Orten mit bewundernswerter Hingabe und leidenschaftlichem Glauben aufrecht. Mit ihrem Zeugnis haben sie uns alle bei der Synode angerührt.

100. Dies ist eine Einladung an uns, unseren Blick zu weiten, damit unser Verständnis von Kirche nicht auf funktionale Strukturen reduziert wird. Ein solcher Reduktionismus würde uns zu der Annahme veranlassen, dass den Frauen nur dann ein Status in der Kirche und eine größere Beteiligung eingeräumt würden, wenn sie zu den heiligen Weihen zugelassen würden. Aber eine solche Sichtweise wäre in Wirklichkeit eine Begrenzung der Perspektiven: Sie würde uns auf eine Klerikalisierung der Frauen hinlenken und den großen Wert dessen, was sie schon gegeben haben, schmälern als auch auf subtile Weise zu einer Verarmung ihres unverzichtbaren Beitrags führen.

101. Jesus Christus zeigt sich als der Bräutigam der Eucharistie feiernden Gemeinschaft in der Gestalt eines Mannes, der ihr vorsteht als Zeichen des einen Priesters. Dieser Dialog zwischen Bräutigam und Braut, der sich in der Anbetung vollzieht und die Gemeinschaft heiligt, sollte nicht auf einseitige Fragestellungen hinsichtlich der Macht in der Kirche verengt werden. Denn der Herr wollte seine Macht und seine Liebe in zwei menschlichen Gesichtern kundtun: das seines göttlichen menschgewordenen Sohnes und das eines weiblichen Geschöpfes, Maria. Die Frauen leisten ihren Beitrag zur Kirche auf ihre eigene Weise und indem sie die Kraft und Zärtlichkeit der Mutter Maria weitergeben. Auf diese Weise bleiben wir nicht bei einem funktionalen Ansatz stehen, sondern treten ein in die innere Struktur der Kirche. So verstehen wir in der Tiefe, warum sie ohne die Frauen zusammenbricht, so wie viele Gemeinschaften in Amazonien auseinandergefallen wären, wenn es dort keine Frauen gegeben hätte, die sie aufrechterhalten, bewahrt und sich ihrer angenommen hätten. Hier wird sichtbar, was ihre spezifische Macht ist.

102. Wir müssen die vom Volk geschätzten Fähigkeiten, welche die Frauen im Amazonasgebiet so in den Mittelpunkt gerückt haben, weiterhin fördern, auch wenn die Gemeinden heute neuen Gefahren ausgesetzt sind, die es zu anderen Zeiten nicht gab. Die gegenwärtige Situation verlangt, dass wir das Entstehen anderer spezifisch weiblicher Dienste und Charismen anregen, die auf die besonderen Bedürfnisse der Amazonasvölker in diesem Moment der Geschichte reagieren.

103. In einer synodalen Kirche sollten die Frauen, die in der Tat eine zentrale Rolle in den Amazonasgemeinden spielen, Zugang zu Aufgaben und auch kirchlichen Diensten haben, die nicht die heiligen Weihen erfordern, und es ihnen ermöglichen, ihren eigenen Platz besser zum Ausdruck zu bringen. Es sei daran erinnert, dass ein solcher Dienst Dauerhaftigkeit, öffentliche Anerkennung und eine Beauftragung durch den Bischof voraussetzt. Das bedeutet auch, dass Frauen einen echten und effektiven Einfluss in der Organisation, bei den wichtigsten Entscheidungen und bei der Leitung von Gemeinschaften haben, ohne dabei jedoch ihren eigenen weiblichen Stil aufzugeben.

Horizonte jenseits der Konflikte erweitern

104. Es kann vorkommen, dass an einem bestimmten Ort die in der Pastoral Tätigen für die anstehenden Probleme sehr unterschiedliche Lösungen für naheliegend halten und deshalb scheinbar entgegengesetzte kirchliche Herangehensweisen befürworten. In solch einem Fall ist es wahrscheinlich, dass die wahre Antwort auf die Herausforderungen der Evangelisierung darin besteht, beide Lösungsansätze zu überwinden und andere, vielleicht ungeahnte, bessere Wege zu finden. Der Konflikt wird auf einer höheren Ebene überwunden, wo sich jede der beiden Seiten mit der jeweils anderen zu etwas Neuem verbindet, aber dennoch sich selbst treu bleibt. Alles entscheidet sich »auf einer höheren Ebene, welche die wertvollen innewohnenden Möglichkeiten und die Polaritäten im Streit beibehält«[142]. Andernfalls verstricken wir uns im Konflikt, »verlieren wir die Perspektive, unsere Horizonte werden kleiner, und die Wirklichkeit selbst zerbröckelt«[143].

105. Dies bedeutet keineswegs, Probleme zu relativieren, ihnen auszuweichen oder die Dinge so zu belassen, wie sie sind. Wahre Lösungen werden nie dadurch erreicht, dass man die Kühnheit verwässert, sich vor konkreten Anforderungen drückt oder die Schuld woanders sucht. Im Gegenteil, der Ausweg wird durch ein „Überfließen“ gefunden, indem man über die Dialektik, die die Sicht begrenzt, hinausgeht, um das Größere zu erkennen, das Gott uns schenken will. Aus diesem mutig und engagiert angenommenen Geschenk, aus dieser unerwarteten Gabe, die eine neue und größere Kreativität weckt, werden wie aus einer üppigen Quelle die Antworten fließen, die die Dialektik uns nicht sehen ließ. In seinen Anfängen verbreitete sich der christliche Glaube in bewundernswerter Weise dank dieser Logik; sie ermöglichte es ihm, sich von seinem hebräischen Ursprung her in den griechisch-römischen Kulturen zu inkarnieren und bei seinem Übergang verschiedene Gestalt anzunehmen. Ähnlich fordert uns Amazonien in diesem Moment der Geschichte heraus, begrenzte Perspektiven und pragmatische Lösungen, die bei Teilaspekten der großen Herausforderungen stehen bleiben, zu überwinden, um nach breiter angelegten und kühneren Wegen der Inkulturation zu suchen.

Ökumenisches und interreligiöses Zusammenleben

106. In einem plurireligiösen Amazonien brauchen wir Gläubigen Möglichkeiten zum Gespräch und zum gemeinsamen Einsatz für das Gemeinwohl und die Förderung der Ärmsten. Wir brauchen nicht irgendwelche Abstriche zu machen oder mit unseren eigenen Überzeugungen, die uns viel bedeuten, hinter dem Berg zu halten, um andersdenkenden Menschen begegnen zu können. Wenn einer glaubt, dass der Heilige Geist in denen, die anders sind, wirken kann, dann wird er versuchen, sich von diesem Licht bereichern zu lassen, aber er wird es aus dem Innersten seiner eigenen Überzeugungen und seiner eigenen Identität heraus aufnehmen. Denn je tiefer, solider und reicher eine Identität ist, desto mehr wird sie andere mit ihrem spezifischen Beitrag bereichern.

107. Wir Katholiken besitzen in der Heiligen Schrift einen Schatz, den andere Religionen nicht annehmen, auch wenn sie manchmal mit Interesse darin lesen und sogar einige ihrer Inhalte schätzen lernen. Wir versuchen etwas Ähnliches zu tun im Blick auf die heiligen Texte anderer Religionen und Religionsgemeinschaften, deren »Vorschriften und Lehren […] nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet«[144]. Wir haben ebenso einen großen Reichtum in den sieben Sakramenten, die einige christliche Gemeinschaften nicht in ihrer Gesamtheit oder im gleichen Sinne annehmen. Wir glauben fest an Jesus als den einzigen Erlöser der Welt, gleichzeitig hegen wir eine tiefe Verehrung für seine Mutter. Obwohl wir wissen, dass dies nicht bei allen christlichen Konfessionen der Fall ist, fühlen wir uns verpflichtet, Amazonien den Reichtum dieser herzlichen mütterlichen Liebe zu vermitteln, als deren Hüter wir uns fühlen. Und so werde ich dieses Schreiben dann mit einigen Worten an Maria beschließen.

108. All das sollte uns nicht zu Feinden machen. In einem wahren Geist des Dialogs wächst die Fähigkeit, den Sinn dessen zu verstehen, was der andere sagt und tut, auch wenn man es nicht als eigene Überzeugung für sich selbst übernehmen kann. Auf diese Weise wird es möglich, aufrichtig zu sein und das, was wir glauben, nicht zu verbergen, dabei aber doch weiter im Gespräch zu bleiben, Berührungspunkte zu suchen und vor allem gemeinsam für das Wohl Amazoniens zu arbeiten und zu kämpfen. Die Kraft dessen, was alle Christen eint, ist von unermesslichem Wert. Wir schenken dem, was uns trennt, so viel Aufmerksamkeit, dass wir manchmal das, was uns verbindet, nicht mehr schätzen oder würdigen. Und was uns verbindet, ist das, was es uns möglich macht, in der Welt zu sein, ohne von irdischer Immanenz, geistiger Leere, bequemem Egozentrismus, oder einem konsumorientierten und selbstzerstörerischen Individualismus verschlungen zu werden.

109. Alle Christen sind wir eins im Glauben an Gott, den Vater, der uns das Leben schenkt und uns so sehr liebt. Uns verbindet der Glaube an Jesus Christus, den einzigen Erlöser, der uns mit seinem heiligen Blut und seiner glorreichen Auferstehung befreit hat. Uns eint die Sehnsucht nach seinem Wort, das unsere Schritte leitet. Uns eint das Feuer des Geistes, das uns zur Mission antreibt. Uns verbindet das neue Gebot, das Jesus uns hinterlassen hat, die Suche nach einer Zivilisation der Liebe, die Leidenschaft für das Reich, das mit ihm zu errichten der Herr uns ruft. Uns eint der Kampf für Frieden und Gerechtigkeit. Uns eint die Überzeugung, dass nicht alles mit diesem Leben einmal endet, sondern dass wir zum himmlischen Festmahl berufen sind, wo Gott alle Tränen trocknen und entgegennehmen wird, was wir für die Leidenden getan haben.

110. All das verbindet uns. Warum sollten wir dann nicht auch gemeinsam kämpfen, gemeinsam beten und Seite an Seite arbeiten, um die Armen Amazoniens zu verteidigen, um das heilige Antlitz des Herrn sichtbar zu machen und uns seiner Schöpfung anzunehmen?

SCHLUSS

DIE MUTTER AMAZONIENS

111. Nachdem ich einige Visionen geteilt habe, ermutige ich alle, auf konkreten Wegen weiterzugehen, die die Realität des Amazonasgebietes verwandeln und es von den Übeln, die es heimsuchen, befreien können. Richten wir nun unseren Blick auf Maria, die Christus uns zur Mutter gegeben hat. Obgleich sie die eine Mutter aller ist, zeigt sie sich in Amazonien auf verschiedene Weisen. Wir wissen, dass »die Indigenen auf vielfältige Weise in lebendiger Beziehung zu Jesus Christus stehen; aber vor allem der marianische Weg hat zu dieser Begegnung geführt«[145]. Angesichts der Schönheit des Amazonasgebiets, die wir bei der Vorbereitung und Durchführung der Synode immer mehr entdecken durften, halte ich es für das Beste, dieses Schreiben mit einem Gebet zur Gottesmutter zu beschließen:

Mutter des Lebens,
in deinem mütterlichen Schoß nahm Jesus Gestalt an, er, der Herrscher über alles Seiende.
Als der Auferstandene hat er dich mit seinem Licht verwandelt
und zur Königin der ganzen Schöpfung gemacht.
Deshalb bitten wir dich, Maria,
herrsche im pochenden Herzen Amazoniens.

Zeige dich als Mutter aller Kreatur, in der Schönheit der Blumen, der Flüsse, des großen Flusses, der dieses Gebiet durchzieht, und all dessen, was sich in seinen Wäldern regt.
Beschütze mit deiner Liebe diese überbordende Schönheit.

Bitte Jesus, dass er seine ganze Liebe ausgieße über die Männer und Frauen, die dort leben, damit sie fähig werden, diese Schönheit zu bewundern und zu bewahren.

Gib, dass dein Sohn in ihren Herzen geboren wird, damit er in Amazonien, in seinen Völkern und Kulturen erstrahle mit dem Licht seines Wortes, mit dem Trost seiner Liebe, mit seiner Botschaft der Brüderlichkeit und Gerechtigkeit.

Gib, dass auch bei jeder Eucharistiefeier sich in uns so großes Staunen regt über die Herrlichkeit des Vaters.

Mutter, sieh auf die Armen Amazoniens, denn ihre Heimat wird weiter zerstört für schäbige Interessen. Wie viel Schmerz und Elend, wie viel Verwahrlosung und Rücksichtslosigkeit in diesem reich gesegneten Land übervoll von Leben!

Rühre die Mächtigen in ihrem Empfinden an, denn, obgleich wir das Gefühl haben, es sei zu spät,
rufst du uns zu retten,
was noch am Leben ist.

Mutter mit durchbohrtem Herzen,
die du in deinen gedemütigten Kindern und in der verwundeten Natur leidest, herrsche du in Amazonien zusammen mit deinem Sohn.
Herrsche du, auf dass sich keiner mehr als Herr des Werkes Gottes fühle.

Auf dich vertrauen wir, Mutter des Lebens, verlass uns nicht in dieser dunklen Stunde. Amen.

Gegeben zu Rom, bei Sankt Johannes im Lateran, am 2. Februar, dem Fest der Darstellung des Herrn, im Jahr 2020, dem siebten meines Pontifikats.

FRANZISKUS


_____________________

[1] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 49: AAS 107 (2015), 866.

[2] Instrumentum laboris, 45.

[3] Ana Varela Tafur, »Timareo«, in: Lo que no veo en visiones, Lima 1992.

[4] Jorge Vega Márquez, »Amazonia solitária«, in: Poesía obrera, Cobija / Bolivien 2009, 39.

[5] Red Eclesial Panamazónica (REPAM), Brasilien, Síntesis del aporte al Sínodo, 120; vgl. Instrumentum laboris, 45.

[6] Ansprache an die Jugendlichen, São Paolo (10. Mai 2007), 2: L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 37 (2007), Nr. 21 (25. Mai 2007), 6.

[7] Vgl. Alberto C. Araújo, »Imaginario amazónico«, in: Amazonia real: amazoniareal.com.br. (29. Januar 2014).

[8] Paul VI., Enzyklika Populorum progressio (26. März 1967), 57: AAS 59 (1967), 285.

[9] Johannes Paul II., Ansprache an die Päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften (27. April 2001), 4: AAS 93 (2001), 600.

[10] Vgl. Instrumentum laboris, 41.

[11] 5. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Aparecida (29. Juni 2007), 473.

[12] Ramón Iribertegui, Amazonas: El hombre y el caucho, hrsg. Apostolisches Vikariat von Puerto Ayacucho / Venezuela, Monographie, Nr. 4, Caracas 1987, 307ff.

[13] Vgl. Amarílis Tupiassú, »Amazônia, das travessias lusitanas à literatura de até agora«, in: Estudos Avançados, Bd. 19, Nr. 53, São Paolo (Januar/April 2005): »Tatsächlich ging nach dem Ende der ersten Kolonialisierung der Weg Amazoniens als eine der weltlichen Gier unterworfene Region weiter. Nun geschah dies dank einer neuen Rhetorik […] seitens von „Zivilisationsbringern“, die nicht einmal einer Personifizierung bedürfen, um die neuen Facetten der alten Auslöschung, die jetzt als langsamer Tod daherkommt, zu erzeugen und zu vermehren.«

[14] Bischöfe des brasilianischen Amazonasgebiets, Carta al pueblo de Dios, Santarém / Brasilien (6. Juli 2012).

[15] Johannes Paul II., Botschaft zum Weltfriedenstag 1998, 3: AAS 90 (1998), 150.

[16] 3. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Puebla (23. März 1979), 6.

[17] Instrumentum laboris, 6. Mit dem Breve Veritas ipsa (2. Juni 1537) verurteilte Paul III. die Rassenthesen, indem er den Indios – ob sie nun Christen waren oder nicht – die Würde der menschlichen Person zuerkannte. Er sprach ihnen das Recht auf Besitz zu und verbot ihre Versklavung. Er sagte, dass »sie Menschen sind wie die anderen [...] und ihrer Freiheit und des Besitzes ihres Hab und Guts nicht beraubt werden dürfen, selbst wenn sie den Glauben an Jesus Christus noch nicht angenommen haben«. Diese Lehre haben die Päpste immer wieder bekräftigt: Gregor XIV. in der Bulle Cum sicuti (28. April 1591); Urban VIII. in der Bulle Commissum Nobis (22. April 1639); Benedikt XIV. in der an die Bischöfe Brasiliens gerichteten Bulle Immensa Pastorum Principis (20. Dezember 1741); Gregor XVI. im Breve In supremo (3. Dezember 1839); Leo XIII. im Brief an die Bischöfe Brasiliens über die Sklaverei (5. Mai 1888); Johannes Paul II. in der Botschaft an die Ureinwohner Amerikas, Santo Domingo (12. Oktober 1992), 2: L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 22 (1992), Nr. 45 (6. November 1992), 13.

[18] Frederico Benício de Sousa Costa, Carta pastoral (1909), hrsg. Imprensa do governo do Estado de Amazonas, Manaus 1994, 83.

[19] Instrumentum laboris, 7.

[20] Ansprache anlässlich des 2. Welttreffens der Volksbewegungen, Santa Cruz de la Sierra / Bolivien (9. Juli 2015): L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 45 (2015), Nr. 29 (17. Juli 2015), 15.

[21] Ansprache bei der Begegnung mit den Völkern Amazoniens, Puerto Maldonado / Peru (19. Januar 2018): AAS 110 (2018), 300.

[22] Instrumentum laboris, 24.

[23] Yana Lucila Lema, Tamyahuan Shamakupani (Con la lluvia estoy viviendo), 1, abrufbar unter: http://siwarmayu.com/es/yana-lucila-lema-6-poemas-de-tamyawan-shamukupani-con-la-lluvia-estoy-viviendo/.

[24] Ecuadorianische Bischofskonferenz, Cuidemos nuestro planeta (20. April 2012), 3.

[25] Nr. 142: AAS 107 (2015), 904-905.

[26] Nr. 82.

[27] Ebd., 83.

[28] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 239: AAS 105 (2013), 1116.

[29] Ebd., 218: AAS 105 (2013), 1110.

[30] Ebd.

[31] Vgl. Instrumentum laboris, 57.

[32] Vgl. Evaristo Eduardo de Miranda, Quando o Amazonas corria para o Pacífico, Petrópolis 2007, 83-93.

[33] Juan Carlos Galeano, »Paisajes«, in Amazonia y otros poemas, hrsg. Universidad Externado de Colombia, Bogotá 2011, 31.

[34] Javier Yglesias, »Llamado«, in: Revista peruana de literatura, Nr. 6 (Juni 2007), 31.

[35] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 144: AAS 107 (2015), 905.

[36] Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christus vivit (25. März 2019), 186.

[37] Ebd., 200.

[38] Videobotschaft für das Welttreffen mit den indigenen Jugendlichen, Soloy / Panama (18. Januar 2019).

[39] Mario Vargas Llosa, Prolog aus El Hablador, Madrid (8. Oktober 2007).

[40] Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christus vivit (25. März 2019), 195.

[41] Johannes Paul II., Enzyklika Centesimus annus (1. Mai 1991), 50: AAS 83 (1991), 856.

[42] 5. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Aparecida (29. Juni 2007), 97.

[43] Ansprache bei der Begegnung mit den Völkern Amazoniens, Puerto Maldonado / Peru (19. Januar 2018): L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 48 (2018), Nr. 4 (26. Januar 2018), 13.

[44] Instrumentum laboris 123, e.

[45] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 144: AAS 107 (2015), 906.

[46] Vgl. Benedikt XVI., Enzyklika Caritas in veritate (29. Juni 2009), 51: AAS 101 (2009), 687: »Die Natur ist besonders in unserer Zeit so sehr in die Dynamik der sozialen und kulturellen Abläufe integriert, dass sie fast keine unabhängige Variable mehr darstellt. Die fortschreitende Wüstenbildung und die Verelendung mancher Agrargebiete sind auch Ergebnis der Verarmung der dort wohnenden Bevölkerungen und der Rückständigkeit.«

[47] Botschaft zum Weltfriedenstag 2007, 8: L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 36 (2006), Nr. 51/52 (22. Dezember 2006), 10.

[48] Enzylika Laudato si’ (24. Mai 2015), 16, 91, 117, 138, 240: AAS 107 (2015), 854, 884, 894, 903, 941.

[49] Dokument Bolivia: informe país. Consulta pre sinodal (2019), 36; vgl. Instrumentum laboris, 23.

[50] Instrumentum laboris, 26.

[51] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 146: AAS 107 (2015), 906.

[52] Documento con aportes al Sínodo de la Diócesis de San José del Guaviare y de la Arquidiócesis de Villavicencio y Granada(Kolumbien); vgl. Instrumentum laboris, 17.

[53] Euclides da Cunha, Los Sertones (Os Sertões), Buenos Aires 1946, 65-66.

[54] Pablo Neruda, »Amazonas«, in Canto General (1938), I, IV.

[55] REPAM, Dokument Eje de Fronteras. Preparación para el Sínodo de la Amazonia, Tabatinga / Brasilen (13. Februar 2019), 3; vgl. Instrumentum laboris, 8.

[56] Amadeu Thiago de Mello, Amazonas, patria da agua.

[57] Vinicius de Moraes, Para vivir un gran amor, Buenos Aires 2013, 166.

[58] Juan Carlos Galeano, »Los que creyeron«, in: Amazonia y otros poemas, hrsg. Universidad Externado de Colombia, Bogotá 2011, 44.

[59] Harald Sioli, A Amazônia, Petrópolis 1985, 60.

[60] Johannes Paul II., Ansprache an die Teilnehmer des Kongresses zum Thema „Umwelt und Gesundheit“ (24. März 1997), 2:L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 27 (1997), Nr. 30 (25. Juli 1997), 12.

[61] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 34: AAS 107 (2015), 860.

[62] Vgl. ebd., 28-31: AAS 107 (2015), 858-859.

[63] Ebd., 38: AAS 107 (2015), 862.

[64] Vgl. 5. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Aparecida (29. Juni 2007), 86.

[65] Vgl. Enzyiklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 38: AAS 107 (2015), 862.

[66] Vgl. ebd., 144, 187: AAS 107 (2015), 905-906, 921.

[67] Vgl. ebd., 183: AAS 107 (2015), 920.

[68] Ebd., 53: AAS 107 (2015), 868.

[69] Vgl. ebd., 49: AAS 107 (2015), 866.

[70] Vorbereitungsdokument für die Sonderversammlung der Bischofssynode für das Amazonasgebiet, 8.

[71] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 56: AAS 107 (2015), 869.

[72] Ebd., 59: AAS 107 (2015), 870.

[73] Ebd., 33: AAS 107 (2015), 860.

[74] Ebd., 220: AAS 107 (2015), 934.

[75] Ebd., 215: AAS 107 (2015), 932.

[76] Sui Yun, Cantos para el mendigo y el rey, Wiesbaden 2000.

[77] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 100: AAS 107 (2015), 887.

[78] Ebd., 204: AAS 107 (2015), 928.

[79] Vgl. Dokumente von Santarém (1972) und Manaus (1997) in: Nationale Bischofskonferenz von Brasilien, Desafio missionário. Documentos da Igreja na Amazônia, Brasilia 2014, 9-28 und 67-84.

[80] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 220: AAS 105 (2013), 1110.

[81] Ebd., 164: AAS 105 (2013), 1088-1089.

[82] Ebd., 165: AAS 105 (2013), 1089.

[83] Ebd., 161: AAS 105 (2013), 1087.

[84] So das Zweite Vatikanische Konzil in Nr. 44 der Pastoralkonstitution Gaudium et spes: »Von Beginn ihrer Geschichte an hat [die Kirche] gelernt, die Botschaft Christi in der Vorstellungswelt und Sprache der verschiedenen Völker auszusagen und darüber hinaus diese Botschaft mit Hilfe der Weisheit der Philosophen zu verdeutlichen, um so das Evangelium sowohl dem Verhältnis aller als auch berechtigten Ansprüchen der Gebildeten angemessen zu verkünden. Diese in diesem Sinne angepasste Verkündigung des geoffenbarten Wortes muss ein Gesetz aller Evangelisation bleiben. Denn so wird jedem Volk die Fähigkeit, die Botschaft Christi auf eigene Weise auszusagen, entwickelt und zugleich der lebhafte Austausch zwischen der Kirche und den verschiedenen nationalen Kulturen gefördert.«

[85] Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland (29. Juni 2019), 9. L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 49 (2019), Nr. 28 (12. Juli 2019), 8.

[86] Vgl. Vinzenz von Lérins, Commonitorium primum, Kap. 23: PL 50, 668: »Ut annis scilicet consolidetur, dilatetur tempore, sublimetur aetate«.

[87] Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland (29. Juni 2019). L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 49 (2019), Nr. 28 (12. Juli 2019). Vgl. das Gustav Mahler zugeschriebene Zitat: »Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers«.

[88] Ansprache an die Repräsentanten von Wissenschaft und Kultur, Coimbra (15. Mai 1982), L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 12 (1982), Nr. 26 (25. Juni 1982), 6.

[89] Botschaft an die Ureinwohner Amerikas, Santo Domingo (12. Oktober 1992), 6: Insegnamenti, 15/2 (1982), 346; vgl.Ansprache an den nationalen Kongress der kirchlichen Bewegung für kulturelles Engagement (16. Januar 1982), 2: Insegnamenti, 5/1 (1982), 131.

[90] Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Vita consecrata (25. März 1996), 98: AAS 88 (1996), 474-475.

[91] Vgl. Nr. 115: AAS 105 (2013), 1068.

[92] Ebd., 116: AAS 105 (2013), 1068.

[93] Ebd.

[94] Ebd., 129: AAS 105 (2013), 1074.

[95] Ebd., 116: AAS 105 (2013), 1068.

[96] Ebd., 117: AAS 105 (2013), 1069.

[97] Ebd.

[98] Johannes Paul II., Ansprache an die Vollversammlung des Päpstlichen Rats für die Kultur (17. Januar 1987): L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 17 (1987), Nr. 7 (13. Februar 1987), 8.

[99] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 129: AAS 105 (2013), 1074.

[100] 4. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Santo Domingo (12-28. Oktober 1992), 17.

[101] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 198: AAS 105 (2013), 1103.

[102] Vgl. Joseph Ratzinger, Zur Lage des Glaubens. Ein Gespräch mit Vittorio Messori, München 21986, 211-212.

[103] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 198: AAS 105 (2013), 1103.

[104] Pedro Casaldáliga, »Carta de navegar (por el Tocantins amazonico)«, in El tiempo y la espera, Santander 1986.

[105] Thomas von Aquin erklärt das folgendermaßen: »Auf drei Weisen ist Gott in den Dingen [gegenwärtig]. In allgemeiner Weise ist er [im Geschaffenen] durch seine Macht, Gegenwart und sein Sein. Auf andere Weise ist er in den Heiligen, nämlich durch die Gnade. In einzigartiger Weise ist er in Christus, durch die [hypostatische] Union« (Ad Colossenses, II, 2).

[106] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 235: AAS 107 (2015), 939.

[107] 3. Vollversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Puebla (23. März 1979), 196.

[108] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 178: AAS 105 (2013), 1094.

[109] Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium über die Kirche, 11; vgl.: Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate (19. März 2018), 10-11.

[110] Apostolische Vikariate des Peruanischen Amazonasgebiets, »Segunda asamblea episcopal regional de la selva«], San Ramón / Peru (5. Oktober 1973); in: Éxodo de la Iglesia en la Amazonia. Documentos pastorales de la Iglesia en la Amazonia peruana, Iquitos 1976, 121.

[111] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 123: AAS 105 (2013), 1071.

[112] Vgl. Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate (19. März 2018), 126-127.

[113] Ebd., 32.

[114] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 235: AAS 107 (2015), 939.

[115] Ebd.

[116] Ebd., 236: AAS 107 (2015), 940.

[117] Ebd.

[118] Ebd., 235: AAS 107 (2015), 939.

[119] Vgl. Konstitution Sacrosanctum Concilium über die heilige Liturgie, 37-40, 65, 77, 81.

[120] Bei der Synode wurde ein eigener „amazonischer Ritus” vorgeschlagen.

[121] Enzyklika Laudato si’ (24. Mai 2015), 237: AAS 107 (2015), 940.

[122] Nachsynodales Apostolisches Schreiben Amoris laetitia (19. März 2016), 49: AAS 108 (2016), 331; vgl. ebd., 305: AAS 108 (2016), 436-437.

[123] Vgl. ebd., 296, 308: AAS 108 (2016), 430-431, 438.

[124] 5. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerikka und der Karibik, Schlussdokument von Aparecida (29. Juni 2007), 100e.

[125] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Sacerdotium ministeriale an die Bischöfe der Katholischen Kirche zu einigen Fragen bezüglich des Dieners der Eucharistie (6. August 1983): AAS, 75 (1983) 1001-1009.

[126] Apostolisches Schreiben Mulieris dignitatem (15. August 1988), 27: AAS 80 (1988), 1718.

[127] Thomas von Aquin, Summa Theologiae III, 8, 1, resp.

[128] Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret Presbyterorum ordinis über Dienst und Leben der Priester, 5; Johannes Paul II., Enzyklika Ecclesia de Eucharistia (17. April 2003), 22: AAS 95 (2003), 448.

[129] Dem Priester ist auch die Spendung der Krankensalbung vorbehalten, da diese im inneren Zusammenhang mit der Vergebung der Sünden steht: »Und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben« (Jak 5, 15).

[130] Katechismus der Katholischen Kirche, 1396; vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Ecclesia de Eucharistia (17. April 2003), 26: AAS95 (2003), 451; Henry de Lubac, Betrachtung über die Kirche, Paris (1968), 101.

[131] Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret Presbyterorum ordinis über Dienst und Leben der Priester, 6.

[132] Es macht nachdenklich, dass es in einigen Ländern des Amazonasgebiets mehr Missionare für Europa oder die Vereinigten Staaten gibt, als solche, die bereit sind, in den eigenen Vikariaten Amazoniens mitzuhelfen.

[133] Bei der Synode wurde auch über fehlende Seminare zur Priesterausbildung Indigener gesprochen.

[134] Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen gentium über die Kirche, 3.

[135] Paul VI., Predigt am Hochfest des Leibes und Blutes Christi / Fronleichnam, 17. Juni 1965: Insegnamenti 3 (1965), 358.

[136] Der Bischof kann wegen Priestermangels »einen Diakon oder eine andere Person, die nicht die Priesterweihe empfangen hat, oder eine Gemeinschaft von Personen an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei beteiligen« (Codex des kanonischen Rechts, 517 § 2).

[137] 5. Generalversammlung des Episkopats von Lateinamerika und der Karibik, Schlussdokument von Aparecida (29. Juni 2007), 178.

[138] Ebd., 475.

[139] Instrumentum laboris, 65.

[140] Ebd., 63.

[141] Ebd., 129, d, 2.

[142] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium (24. November 2013), 228: AAS 105 (2013), 1113.

[143] Ebd., 226: AAS 105 (2013), 1112.

[144] Zweites Vatikanisches Konzil, Erklärung Nostra aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, 2.

[145] Consejo Episcopal Latinoamericano (CELAM), III Simposio latinoamericano sobre Teología india, Guatemala-Stadt (23.-27. Oktober 2006).



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