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Beten statt Arzt - Fünf Jahre Haft für evangelikales Ehepaar

18. Februar 2020 in Österreich, 28 Lesermeinungen
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In Österreich wurde vergangene Woche ein Ehepaar wegen Vernachlässigung einer unmündigen Person mit Todesfolge nicht rechtskräftig zu fünf Jahren Haft verurteilt.


Krems (kath.net)
In Österreich wurde vergangene Woche ein Ehepaar wegen Vernachlässigung einer unmündigen Person mit Todesfolge nicht rechtskräftig zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dies berichtet der "Standard." Laut dem Medienbericht hat das Paar eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung ihrer 13-jährigen Tochter nicht behandeln lassen wollen. Stattdessen wurde für die Tochter gebetet. Der Vater erklärte im Gericht, dass er und seine Ehefrau gehofft hätten, "dass Gott ihr hilft". "Wir glauben auch daran, dass Gott Tote auferwecken kann". Beide gehören der "Gemeinde Gottes", einer evangelikalen Religionsgemeinschaft an.


Laut dem Bericht hatten ihre Eltern der 13-Jährigen angeboten, zum Arzt zu fahren, sie wollte aber nicht und wollte lieber auf Gott vertrauen.

Für das Ehepaar ist der Besuch des Krankenhauses laut dem Bericht ein "Zeichen schwachen Glaubens". Die Mutter erklärte bei der Verhandlung auch, dass sie jetzt nach dem Tod der Tochter zum Teil enttäuscht von Gott sei. "Keine Mama möchte doch, dass ihr Kind stirbt".

Rudolf Mayer, der Verteidiger der beiden, meinte, dass die Beschuldigten beim Ableben der 13-Jährigen nicht nur am Bett gesessen seien, sondern "im festen Vertrauen darauf, dass Gott eingreifen wird", gefastet und gebetet hätten.

Wörtlich meinte er laut "Standard": "Es ist nicht absurd, an Wunder und Wunderheilungen zu glauben, sonst wäre unter anderem auch die katholische Kirche absurd".


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Lesermeinungen

 Descartes 24. Februar 2020 
 

@Sagittarius

Es ist nicht sinnvoll zu behauten, wenn die Eltern Atheisten gewesen wären, dann wären sie auch Kommunisten oder ähnliches. Schauen Sie sich um und Sie werden viele Menschen sehen, die nicht an einen Gott glauben und trotzdem friedliche Bürger der Gesellschaft sind und die Medizin in Anspruch nehmen, wenn sie sie benötigen. Atheisten sind nicht automatisch Anhänger autoritärer Ideologien wie sie sie manche Diktatoren vertreten haben, vielleicht genausowenig wie Christen.


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 stephanus2 21. Februar 2020 
 

"Es ist nicht absurd...

an Wunder zu glauben, sonst wäre auch die kath. Kirche absurd". Nun: natürlich kann Gott Wunder wirken. Man kann es aber nicht herbeibitten, - beten-, -fasten.-erzwingen. Man kann es erbitten und darauf hoffen. Aber doch nicht immer erfüllt Gott einem die Erwartungen und Wünsche , die man hat, das wäre doch vermessen. Habe ich oder mein Kind eine Krankheit, dann bete ich u n d tue das medizinisch Notwendige, das ist doch klar. Das kann ich doch nicht vernachlässigen.Gott hilft doch oft durch die richtige Therapie, den richtigen Arzt.


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 Sagittarius 20. Februar 2020 
 

@OStR Ing.-Wiss. Peter Roesch

Ja, das Unglück wäre so nicht passiert, aber dafür wäre die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches höher gewesen, dass das Kind verhütet, abgetrieben oder später einmal euthanasiert worden wäre.
Schauen sie einmal auf die vielen Millionen Opfer von irregeleiteten Atheisten: Französische Revolution, Kommunistische Revoltuion, chinesiches Revolution uws...


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 OStR Ing.-Wiss. Peter Roesch 20. Februar 2020 
 

Wären sie doch Atheisten gewesen . . .

. . dann würde die Tochter noch leben, und dieses irdische Unglück wäre nicht passiert.
Oder etwa nicht?


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 St. Hildegard 20. Februar 2020 
 

@Sagittarius

Ich würde zwar nicht sagen, dass Gott IMMER den natürlichen Weg wählt und den übernatürlichen nur, wenn die Ärzte mit ihrem Latein am Ende sind.
Denn es hat schon Fälle gegeben, da wurden kurzfristig Operationen abgesagt, weil sich plötzlich Krankheitsbilder in Wohlgefallen aufgelöst haben.
Aber diese Personen suchten einen Arzt auf UND begannen zu beten, sie haben damit erst einmal alle Wege offen gehalten und selbst das Mögliche getan, das ist der Unterschied.


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 Sagittarius 20. Februar 2020 
 

Sünder der Vermessenheit

Wenn man meint, man könne von Gott etwas erzwingen, wenn man nur fest genug daran glaubt, nannte man das früher die Sünde der Vermessenheit. Ein typisches Beispiel war Martin Luther: „Sündige Tapfer und glaube noch tapferer“. So etwas geht gar nicht.
Gott geht immer erst den natürlichen Weg (Gebt ihr ihnen zu essen), und nur wenn das nicht geht den übernatürlichen Weg (Wunder). Als Jesus Gott gebeten hat, dass Gott den Kelch an ihm vorübergehen lassen solle, hat ER auch gebetet: „Nicht mein Wille soll geschehen, sondern DEINER!“. Hätte die Familie nach dem Willen Gottes gefragt, hätte sie erkennen können, dass Gott ihnen schon längst einen Heilsweg zur Verfügung gestellt hat: Arzt und Krankenhaus.
Wenn man den natürlichen Heilsweg, den Gott uns anbietet, aber ausschlägt, muss man sich nicht wundern, wenn kein Wunder geschieht.


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 winner 20. Februar 2020 
 

Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen

Wenn ich das lese werde ich traurig.
Bei so einer christlichen Familie mit so viel Gottvertrauen. Die Tochter hat sich frei entschieden.
Ich finde es nicht richtig zu sagen, die Familie hat die falsche Bibelstelle gewählt od. es wurde Gott auf die Probe gestellt. Viele Heilige sind so gestorben. Wir dürfen uns von dem Gerichtsurteil nicht blenden lassen.
Der Herr stillt mein Verlangen; / er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, / ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, / dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.


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 Aquilinus 19. Februar 2020 
 

@Descartes

Bei Abraham kam der Befehl von Gott aus, weil er Abraham prüfen wollte. Bei der Familie kam die Initiative von ihnen selber, aber wir dürfen Gott nicht auf die Probe stellen, aber Gott uns schon. Das ist ein großer Unterschied!!! Das steht auch so in der Bibel.


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 St. Hildegard 19. Februar 2020 
 

@Descartes

In diesem tragischen Fall hat aber wohl nicht Gott befohlen, dass die Familie keinen Arzt aufsuchen soll, also hinkt der Vergleich.
Gott wirkt im Übernatürlichen, aber eben genauso im Natürlichen (sprich: durch die Kompetenz der Ärzte, wirksame Therapien). Der Fehler dieser Familie war, dass sie das von vorne herein abgelehnt und somit einen ebenfalls göttlichen Heilsweg negiert hat.
Womöglich steckte bei der Tochter noch die Angst vor dem Krankenhaus dahinter, oder die Familie dachte - wie es der Text ja auch andeutet: Uns als Christen steht der direkte Weg offen, Medikamente sind was für Ungläubige. Das hat aber dann aber mit gläubigem Vertrauen nichts zu tun.


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 Descartes 19. Februar 2020 
 

Was ist mit Abraham, der Isaak opfern sollte?

Er hat versucht auszuführen, was er fest glaubte, dass Gott ihm befohlen hätte. Aber Gott hat eingegriffen und das Menschenopfer vermieden. Die Familie hier hat - nicht zuletzt die Tochter selbst - fest daran geglaubt, dass sie auf Gott vertrauen können. Warum hat Gott nun nicht eingegriffen wie bei Abraham?
Wenn Gott bei der Fast-Opferung Isaaks genauso nicht gehandelt hätte wie bei dem jetzt verhandelten Fall, dann wäre Isaak von seinem Vater ermordet und verbrannt worden. Man kann doch nicht sagen, die Familie sei "irregeleitet", aber Abraham nicht.


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 Aquilinus 18. Februar 2020 
 

Du sollst Gott nicht auf die Probe stellen!

Der Teufel hatte genau mit dieser Glaubensproblematik versucht, Jesus zu töten: In der Bibel steht doch, dass die Engel dich auf ihren Händen tragen.
Wenn man also eine Treppe benutzt, anstatt aus dem Fenster zu springen, wäre das schon ein Zeichen von Glaubensschwäche. Jesus antwortete auf dies teuflische Falle mit einem anderen Bibelwort: Du sollst Gott nicht auf die Probe stellen! Man darf nie eine Bibelstelle einseitig herauspicken und verabsolutieren. Deswegen brauchen wir auch das Lehramt, das für uns die Bibel authentisch auslegt. Sola Scriltura ohne Lehramt geht schief. Mein Beileid für diese irregeleitete Familie.


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 OStR Ing.-Wiss. Peter Roesch 18. Februar 2020 
 

Da hilft alles Gerede nichts!

In Wahrheit rührt diese Begebenheit an den Grundfesten des christlichen Glaubens. Montfort zitiert Jesus Sirach, alttestamentlich. Die unglücklichen Eltern werden sich aber an Matthäus orientiert haben, neutestamentlich: Bittet, und Euch wird gegeben. - Und was heißt das jetzt für den Beter?


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 Montfort 18. Februar 2020 

Fortsetzung Jesus Sirach 38

11 Bring Räucherwerk und ein Gedächtnisopfer aus feinstem Weizenmehl dar! Mache eine Gabe so reichlich, wie es möglich ist!
12 Gib dem Arzt seinen Platz, denn auch ihn hat der Herr erschaffen! Er bleibe dir nicht fern, denn er ist notwendig!
13 Zur rechten Zeit liegt in ihren Händen das Gelingen,
14 denn auch sie werden zum Herrn beten, dass er ihnen Genesung gelingen lasse und Heilung um des Lebens willen.
15 Wer gegen seinen Schöpfer sündigt, der ihn gemacht hat, möge in die Hände des Arztes fallen.


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 Montfort 18. Februar 2020 

Ja, die Weisheit des Jesus Sirach hätten den Eltern und dem Mädchen geholfen:

Jesus Sirach 38

1 Ehre einen Arzt wegen seiner nützlichen Dienste mit gebührenden Ehren, denn auch ihn hat der Herr erschaffen!
2 Denn vom Höchsten stammt die Heilung und vom König erhält er ein Geschenk.
3 Das Wissen des Arztes erhöht sein Haupt und bei Großen wird er bewundert.
4 Der Herr hat aus Erde Heilmittel erschaffen, ein kluger Mann wird sie nicht ablehnen.
5 Ist nicht Wasser durch Holz süß geworden, um seine Kraft erfahrbar zu machen?
6 Er selbst gab den Menschen Wissen, um durch seine Wundertaten gerühmt zu werden.
7 Durch sie hat er geheilt und ihr Leiden weggenommen.
8 Mit diesen wird der Salbenmischer eine Mischung anfertigen. Seine Werke sind nicht abgeschlossen und sein Friede liegt auf dem Angesicht der Erde.
9 Kind, in deiner Krankheit sei nicht unachtsam, sondern bete zum Herrn und er selbst wird dich heilen!
10 Beseitige einen Fehler und bereite die Hände! Reinige das Herz von allen Sünden!


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 queenbix 18. Februar 2020 

Eine zerstörte Familie!

Der Hinweis auf Sirach 38 ist es, was den Eltern fehlte (oder ist Sirach eines der Bücher, die in protestantischen Kreisen nicht Teil der Bibel sind?).

Schrecklich finde ich, dass die restlichen Kinder mitbestraft sind. Sie haben jetzt keine große Schwester mehr, gleichzeitig sind sie noch der Mutter und des Vaters beraubt, die in Haft sind. Krass!

Das kann schwere emotionale Schäden bei den Kindern verursachen. So ist es ... wenn jemand Schuld auf sich lädt, trifft die Strafe nicht nur ihn allein, sondern auch alle, die ihn lieben.


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 berno 18. Februar 2020 
 

Erinnert mich an den Witz:

Hochwasser. Ein Mann sitzt auf dem Dach seines Hauses und wartet darauf, dass Gott ihn rettet.
Kommt die Feuerwehr im Boot vorbei und sagt: "Steig ein!"
Der Mann: "Nein, Gott wird mich retten."
Das Wasser steigt.
3 Stunden später kommt wieder ein Boot vorbei, von der Feuerwehr:
"Steig ein, es wird höchste Zeit". Der Mann entgegnet bibeltreu: "Nein, Gott wird mich retten."
Das Wasser steigt.
4 Stunden später kommt das Boot zum 3. Mal vorbei, aber der Mann weigert sich immer noch einzusteigen, weil Gott ihn retten würde.
Naja, es klappt halt nicht, der Mann ertrinkt, kommt in den Himmel vor Gottes Thron und beschwert sich: "DU hast gesagt, Du würdest mich retten, und ich bin ertrunken!"
Darauf Gott zum Mann: "Also, mein Lieber, weißt Du, ich hab Dir DREI MAL die Feuerwehr vorbeigeschickt, und Du bist nicht eingestiegen!

Aber wenn's um Kinder geht noch mal eine Drehung tragischer ... Dass das Kind selbst nicht zum Arzt wollte, sagt gar ncihts, bei dem Einfluss der Eltern ...


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 Smaragdos 18. Februar 2020 
 

Protestantischer Fideismus statt katholisches "Fides et Ratio"

Hier zeigt sich ein typisch protestantisches Problem: der Fideismus. Für Martin Luther war der menschliche Verstand ja durch und durch verdorben durch die Sünde. Nur der Glaube rettet.

Diese Einseitigkeit gibt es im Katholizismus nicht: hier gehen Verstand und Glaube Hand in Hand. Konkret in diesem Fall hätte das geheissen: erst den Arzt aufsuchen, und dann, wie Don Giovanni sagt, wenn menschlich gesehen nichts mehr hilft, auf ein übernatürliches Wunder hoffen.

Die Denkweise dieser Eltern war ein Kurzschluss mit bitteren Folgen. Trotzdem all mein Beileid.


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 Veritatis Splendor 18. Februar 2020 

Die Wahrheit macht frei

Arme Familie, arme evangelikale Sektenanhänger! NB: Auch für Zeugen Jehovas sind Bluttransfusionen tabu.

Wir können so dankbar sein, den katholischen Glauben geschenkt bekommen zu haben, welcher zugleich befreiend und vernünftig ist!


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 St. Hildegard 18. Februar 2020 
 

@antony

Diese Vorbehalte kann ich aber durchaus nachvollziehen. Auch ich würde mich nur einem Therapeuten anvertrauen wollen, der selbst gläubig ist bzw. ein christliches Menschenbild hat. Ich wüsste auf Anhieb nicht, wo man solche Therapeuten findet ...


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 St. Hildegard 18. Februar 2020 
 

@horologius

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Ein solcher "Glaube" ist noch nicht einmal mehr biblisch. Sicher, in aussichtslosen Fällen mag Beten helfen - aber generell gilt (und das gilt für alle Probleme): Das, was wir auf weltlicher Ebene tun können, um ein Problem zu lösen, das müssen wir auch tun.
Interessant wäre auch zu erfahren, warum die Familie keinen Arzt aufsuchen wollte. Falls da versteckte Ängste oder gar Misstrauen gegenüber den Ärzten dahinter steckt, dann hilft auch Beten wahrscheinlich nicht. Denn Beten gründet auf Vertrauen.


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 antony 18. Februar 2020 

Diese Haltung trifft man auch in katholischen Kreisen ab und zu an, wenn es um Psychiatrie und ...

... Psychotherapie geht.


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 horologius 18. Februar 2020 
 

Ja, beten und Arzt!

Sir 38,1 Ehre einen Arzt wegen seiner nützlichen Dienste mit gebührenden Ehren, denn auch ihn hat der Herr erschaffen!
Wenn meine Frau noch nie einen Arzt konsultiert hätte.....


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 Chris2 18. Februar 2020 
 

Erinnert mich an den Pastor in der Schlangengrube,

der sich in Gefahr begeben hatte, um seine Gemeinde zu stärken. Im festen Glauben, dass Gott ihn beschützen würde (wie es ja auch in der Bibel steht), stieg er zu den Giftschlangen, wurde gebissen und starb. Sein Denkfehler war, dass er sich selbst aktiv und unnötig in Gefahr begeben hatte und quasi Gott zwingen wollte, ihn zu schützen.
Wie dem auch sei: Die bedauernswerten Eltern haben jetzt viel Zeit, nachzudenken. Möge ihr tragischer Fall ähnliche Dramen verhindern, dessen richtige Lehre lautet: Bei möglicherweise schwerer Erkrankung; Beten UND Arzt.


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 Hausfrau und Mutter 18. Februar 2020 
 

Ich bin entsetzt!

Pankreatitis wird meistens durch Alkoholkonsum ausgelöst, wobei hier keinen Hinweis dafür oder dagegen vorliegt. Diese Krankheit läßt sich (beim Alkoholverzicht und Schonkost) meistens medikamentös (bis Insulin!) behandeln. Operation (also Gallsteine entfernen) ist häufig ein Teil der Behandlung.
Zu welchem Recht hat man dem Mädchen diese Hilfe verweigert? Mit Glauben hat das nichts zu tun, sondern gehört schon für mich zum Bereich der Aberglaube.

H&M


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 lakota 18. Februar 2020 
 

Beten UND Arzt

hätte dem Mädchen vielleicht geholfen.

Aber so: "Für das Ehepaar ist der Besuch des Krankenhauses laut dem Bericht ein "Zeichen schwachen Glaubens". Die Mutter erklärte bei der Verhandlung auch, dass sie jetzt nach dem Tod der Tochter zum Teil enttäuscht von Gott sei."
"Meine Wege sind nicht eure Wege..." und Gott ist doch kein Automat, wo man auf einen Knopf drückt und das gewünschte kommt heraus.
Mir tun die Eltern leid, auch weil sie sich jetzt vielleicht fragen, ob sie nicht doch ins Krankenhaus hätten gehen sollen.


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 DonGiovanni 18. Februar 2020 
 

Oje, das tut mir leid.
Finde aber, dass die Eltern genug gestraft sind; hätte es nicht eine Bewährungsstrafe auch getan?
Im Allgemeinen sehe ich auch das Problem, dass bei Freikirchen manchmal die objektive Führung der Gläubigen fehlt und sich diese dann im Irrtum verfangen.
Natürlich gibt es Wunder, auch Heilungswunder und das nicht wenige. Aber Gott hat uns auch die Ärzte und die Medizin gegeben. Diese "Ressourcen" müssen einmal genützt werden und nur bei jemanden, dem die Ärzte nicht mehr helfen können, darf man einzig und allein auf ein Wunder hoffen.
Natürlich darf und soll auch jede therapeutische Maßnahme mit Gebet (und Fasten) begleitet werden.
Es braucht beides.
Und an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung muss man nicht sterben.
Das Mädchen wird im Himmel sein, weil sie wirklich auf Gott vertraut hat. Gott weiß ja um die Umstände.
Beten wir aber für sie, dass Gott ihr in allem seine Barmherzigkeit erweist.


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 gebsy 18. Februar 2020 

Dass die Verstorbene

nicht behandelt werden wollte, ist ein neuer Aspekt in diesem tragischen und denkwürdigen Fall.
Die Unmündigkeit der 13-Jährigen ist für die Rechtsprechung entscheidend ...


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 Micha1984 18. Februar 2020 

Was soll man da sagen!

Erstmal - herzliches Beileid an die Eltern! Niemand sollte sein Kind verlieren und ich stell mir die Situation unendlich schmerzlich vor.

Zweitens - haben wir hier nicht ein verqueres Gottesbild. Bei mir stellen sich die Nackenhaare auf. Gott nicht auf die Probe stellen, sollte man nicht vergessen. So beten, auch zum Beispiel in den Fürbitten am Sonntag, dass Gott Spielraum hat zu wirken. Ihn nicht festlegen.
Das Vertrauen auf Gott und die eigene Hinwendung auf Ihn finde ich wunderschön, auch hier in diesem tragischen Fall, aber die eigene Verantwortung hier auf Erden sollten wir trotzdem wahrnehmen.


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