Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Mosambik: Es droht eine Hungersnot

20. Februar 2020 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Gewaltwelle im Norden Mosambiks schwillt immer weiter an. Allein am 29. und 30. Januar 2020 habe es in der Provinz Cabo Delgado sechs Angriffe gegeben, die eine allgemeine Flucht zur Folge hatten.


Wien-München (KIN)
Die Gewaltwelle im Norden Mosambiks schwillt immer weiter an. Allein am 29. und 30. Januar 2020 habe es in der Provinz Cabo Delgado sechs Angriffe gegeben, die „eine allgemeine Flucht zur Folge hatten und eine große Spur der Zerstörung hinterlieߓ, erklärte Bischof Luiz Fernando Lisboa im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Lisboa leitet das Bistum Pemba, das sich im Nordosten Mosambiks befindet. Die Region wird seit Oktober 2017 von terroristischen Anschlägen heimgesucht.

Einer der neuerlichen Attacken habe eine Landwirtschaftsschule in dem Ort Bilibiza gegolten, rund zweihundert Kilometer von Pemba entfernt. „Das ist eine Hochschule mit 500 Studenten“, erklärte Lisboa. „Die Schule wurde niedergebrannt. Unsere Sicherheitskräfte können die Angriffe ohne internationale Hilfe nicht eindämmen.“

Terrornetzwerke ins Ausland?

Der Bischof geht davon aus, dass bereits mindestens 500 Menschen seit Ausbruch des Terrors ihr Leben verloren haben. Viele Opfer seien enthauptet worden. Die Ursachen und Hintermänner des mutmaßlichen islamistischen Terrors liegen immer noch im Unklaren. Es gibt auch keine verlässlichen Zahlen darüber, wie groß die Terroreinheiten sind.

Es verdichten sich die Anzeichen, dass das Nachbarland Tansania Rekrutierungs- und Zufluchtsort für extremistische Kämpfer sein könnte und diese sich unbemerkt zwischen den beiden Ländern bewegen. Sollten diese Vermutungen zutreffen, „wäre das besorgniserregend“, sagte Lisboa. „Denn wenn es ein internationales Netzwerk gibt, sind die Terroreinheiten stärker und schwieriger aufzuhalten.“

Die Auswirkungen auf die Bevölkerung seien verheerend, erklärte der Bischof: „Die Dörfer leeren sich, die verbliebenen Einwohner bestellen die Felder nicht mehr.“ Eine Hungersnot stehe bevor. Dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zufolge sind über 100 000 Menschen im Norden Mosambiks auf der Flucht. Nicht nur der Terror, auch die Verwüstungen durch Wirbelsturm „Kenneth“ Ende April 2019 habe viele Menschen obdachlos gemacht, sagte Lisboa.

Kirchliche Mitarbeiter bleiben, wenn alle gehen

Der Bischof ist sich im Klaren, dass er selbst Ziel eines Terroranschlags werden könnte. „Aber ich habe keine Angst. Ich versuche meine Aufgabe zu erfüllen.“ Diese bestehe vor allem darin, die Missionare zu unterstützen, „die vor Ort in der Schusslinie stehen. Sie sind sehr mutig.“ Während andere Organisationen gefährliche Orte längt verlassen hätten, sei die Kirche noch präsent und „wie eine Oase, zu der die Menschen gehen können, um zu weinen oder Hilfe zu suchen“, so der Bischof.

Unterstützung dafür komme auch von „Kirche in Not“, betonte Lisboa: „beispielsweise durch Fahrzeuge für Priester, damit sie ihre Gemeinden erreichen können, oder durch Hilfen für die Aus- und Weiterbildung von Seminaristen. ,Kirche in Not‛ hat viel geholfen. Ohne diese Hilfe wäre es sehr schwierig, unsere Arbeit zu machen.“

Um den Einsatz der Kirchen für notleidende Menschen in Mosambik weiterhin unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – entweder online unter: www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Mosambik


Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten:

Kirche in Not Österreich
Kirche in Not Deutschland
Kirche in Not Schweiz

Foto: Heilige Messe unter freiem Himmel mit Bischof Luiz Fernando Lisboa in Mosambik. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche in Not

  1. Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von "Kirche in Not“ ernannt
  2. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  3. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  4. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  5. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  6. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  7. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  8. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  9. Kirchliche Schule in Karakosch (Nordirak) wiedereröffnet
  10. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht







Top-15

meist-gelesen

  1. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  2. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  3. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  4. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  5. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  6. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  9. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  10. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  11. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  12. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  13. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  14. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  15. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz