Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  9. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  10. Zwei Formen - ein Ritus
  11. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  12. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  13. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  14. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  15. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst

Gemischte Bilanz zu Vatikan-Initiative gegen Missbrauch

19. Februar 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Internationale Opfervertreter bei Pressegespräch in Rom: Papst und Kirche hätten einerseits "sehr viel erreicht, indem sie das Thema zum weltweiten Gespräch gemacht haben", andererseits gebe es etliche offene Frage


Rom (kath.net/KAP) Ein Jahr nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan ziehen Opfervertreter eine gemischte Bilanz. Einerseits hätten der Papst und seine Organisatoren "sehr viel erreicht, indem sie das Thema zum weltweiten Gespräch gemacht haben", sagte Anne Barret Doyle von der US-Organisation BishopAccountability.org am Montag in Rom. Auch neue Gesetze wie "Vos estis lux mundi", das die Verfahren bei Verdacht auf Missbrauch regelt, ebenso wie die Aufhebung des Päpstlichen Geheimnisses seien wichtige Schritte. Andererseits gebe es etliche offene Fragen; zudem sei in vielen Ländern bisher wenig geschehen.

"Wie werden die neuen Regeln durchgesetzt? Welche Folgen habe Verstöße? Was geschieht, wenn es keine staatliche Mitteilungspflicht gibt?", kritisierte Phil Saviano an dem im Mai verfügten Erlass des Papstes. Saviano hatte sich als einer der ersten von Missbrauch Betroffenen öffentlich zu Wort gemeldet, was mit zu den Berichten des "Boston Globe" 2002 führte.


Zu oft bräuchten Bischöfe noch den kombinierten Druck von Opferverbänden und Medien, kritisierte Matthias Katsch vom "Eckigen Tisch" in Deutschland. "Was die Bischöfe dazu bringt, etwas zu tun, sind schlechte Schlagzeilen, nicht die Verbrechen des Missbrauchs", so Doyle.

In ihrer Bilanz für einige Länder mit großer katholischer Bevölkerung zogen die Vertreter ebenfalls eine gemischte Bilanz. Zwar gebe es hier und dort endlich weitere Maßnahmen. Allzu oft aber geschehe wenig und das zu langsam oder gar nichts.

In einigen Ländern bereiteten zudem die Konkordate zwischen Vatikan und dem Staat Probleme. In Spanien und Italien etwa verhinderten diese Übereinkommen noch immer einen angemessenen Zugriff staatlicher Behörden auf kirchliche Akten. Deswegen würden sich Opferverbände auch an UN-Organisationen wenden. Aktuell geschehe dies in Genf, wo Opfervertreter Fälle von langjährigem Missbrauch in zwei von einem Orden geführten Heimen in Italien und Argentinien vortrügen, so Katsch.

Die vielen, teils auch kleinen Ordensgemeinschaften stellen nach Aussage von Katsch ein weiteres Problem dar. Während vielerorts Diözesen inzwischen handelten, unternähmen etliche dieser Gemeinschaften viel zu wenig. Zudem würden sie lediglich von der relativ kleinen Ordenskongregation im Vatikan kontrolliert. "Was umgekehrt heißt: Viele Orden machen noch, was sie wollen", kritisierte Katsch.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 19. Februar 2020 
 

Nicht interessiert und sehr inert

Der Mißbrauch im kirchlichen Rahmen wurde im Vatikan schon ab 1995 energisch angegangen, und wohl von Joseph Card. Ratzinger.
Es wurde enorm viel sabotiert und renitent agiert, nicht zuletzt von dem Modernistenclan unter Martini und Danneels ("Papst HJohannes XXIV" in spe).
Die Hirten der modernen Kirche haben sich da nicht mit Ruhm bekleckert.
Der jetzige Oberkommandeur hat diesbezüglich schwere Führungs- und Aktionsdefizite gezeigt.
Die Reisen nach Chile und Irland illustrierten das eklatant.
Und die jetzige Camarilla im domus Sta Marta ist mehr dann oberflächlich involviert.
Was man noch immer nicht sagt: das Problem der Pädophilie in der Kirche ist ein Problem von Ephebophilie, und sehr eng mit Homophilie verknüpft.
K. Jorge Bergoglio bleibt da in seinem Büchlein "Sobre la tierra..." sehr sehr undeutlich und vage und auch nicht festgelegt :-(


2
 
 Stefan Fleischer 19. Februar 2020 

Nur so nebenbei

In unserer Zeitung ist heute eine kleine Notiz zum Missbauchsskandal bei den Boy Scouts of America (BSA) zu lesen. Zwischen 1944 und 2016 haben sich - gemäss den vorliegenden Zahlen - 7'800 Pfadfinderführer an 12'000 Opfer vergangen. Der Verband hat Insolvenz angemeldet um alle Opfer entschädigen zu können. Das entschuldigt natürlich die Fehler unserer Kirche nicht, aber auch nicht die einseitige Berichterstattung unserer Medien.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  4. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  5. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  6. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  7. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  8. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  9. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  10. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  11. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  12. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  13. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  14. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!
  15. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz