Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  7. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  8. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  9. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  10. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  11. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  14. Propst Höslinger: Papst Leo hat Ruhe in die Kirche gebracht
  15. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab

Sterbeforscher: "Gläubigen Menschen fällt es leichter zu sterben"

8. März 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leiter des Viktor-Frankl-Instituts, Batthyany: Beste Vorbereitung auf Tod beginnt im Alltag bei Einsicht, dass Leben begrenzt und "einmaliges Geschenk" ist


Linz (kath.net/KAP) Gläubigen Menschen fällt es am Ende ihres Lebens leichter zu sterben, weil sie sich eingebettet fühlen: Darauf hat der Sterbeforscher und Leiter des Viktor-Frankl-Instituts in Wien, Alexander Batthyany, im Interview mit der Kirchenzeitungs-Kooperationsredaktion (aktuelle Ausgabe) hingewiesen. "Sie fallen nicht ins Bodenlose, sondern in die Hände Gottes zurück", meinte der Kognitionswissenschaftler. So hoffe der religiöse Mensch bereits zu Lebzeiten, dass "sein Tun in einer gewissen Barmherzigkeit aufgehoben und dass er vom ersten bis zum letzten Augenblick gewollt ist", erklärte Batthyany, der u.a. an der Universität Wien lehrt und forscht.


Die beste Vorbereitung auf den Tod beginne - egal ob gläubig oder nicht - aber bereits im Alltag und der Einsicht, dass das Leben begrenzt und ein "einmaliges Geschenk" sei. Im Alltag würden Menschen jedoch eher dazu neigen, den Tod zu verdrängen und so leben, "als wäre jeder Tag korrigierbar", so der Autor zahlreicher Publikationen über Sterbeforschung.

Am Ende des Lebens wollten aber alle Sterbende auf ein gutes Leben zurückzublicken. Dazu gehörten auch Sinnfragen, wie "Wozu war ich da?" oder "War es gut, was ich gemacht habe?". Es gehe dabei weniger um ein gemütliches oder bequemes Leben, sondern die Frage nach den "ureingensten Fußspuren, die wir hinterlassen", erklärte Batthyany, der derzeit u.a. zu einem Hospizprojekt in Moskau forscht.
Einsicht bis zuletzt möglich

Der Kognitionswissenschaftler bezeichnete es als "das letzte Geschenk an das Leben, Schuldgefühle zuzulassen und zumindest innerlich ein anderer zu werden"; so würden die meisten Sterbenden gar mit Reue auf Dinge zurückblicken, die sie verabsäumt haben. Wachstumsprozesse seien bis zum letzten Atemzug möglich, betonte Batthyany. So sei ein Mensch durch das Einsehen seines falschen Handelns "damit weiser geworden als der, der damals falsch gehandelt hat".

Schon vor dem Tod sei es wichtig sich vor Augen zu führen, was alles "nicht schiefging, sondern gelungen ist, anstatt nur auf das zu schauen, was man gerne hätte oder glaubt, haben zu müssen". Dann werde einem bewusst, wie "beschenkt wir sind", so Batthyany. Und weiter: "Wir verarmen geistig und seelisch weniger durch das, was wir nicht bekommen, als durch das, was wir nicht geben - Liebe, Wohlwollen, Freundlichkeit, Dankbarkeit."

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Der Umgang mit dem Tod
  2. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  3. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 4
  4. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 3
  5. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 2
  6. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 1
  7. Der Tod - Meditationen über einen Lebensweg
  8. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  9. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  10. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  9. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  10. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  13. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  14. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  15. Weltweit gibt es 1,42 Milliarden Katholiken

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz