Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  2. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  3. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  4. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  5. Papst in Buchbeitrag: Corona lässt Leben neu auf Gott ausrichten
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Vier ganz konkrete Wege, wie die Menschen, heute, Gott begegnen können!
  8. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  9. Die Welt heilen
  10. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  11. Weinhostien für das evangelische Abendmahl in Zeiten von Corona
  12. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  13. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  14. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  15. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an

Kirche in Mexiko und Vatikan untersuchen Vertuschungsvorwürfe

7. März 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius bestätigt Untersuchungen gegen vier mexikanische Bischöfe - Papst schickt obersten Missbrauchs-Aufklärer Scicluna ins Land - In den vergangenen Jahren bisher 217 mexikanische Geistliche aus dem Klerikerstand entlassen


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Die katholische Kirche wird nach Aussagen des päpstlichen Nuntius in Mexiko, Erzbischof Franco Coppola, im Mai mit Untersuchungen der Vertuschungsvorwürfe gegen vier mexikanische Bischöfe beginnen. Im Skandal um sexuellen Missbrauch durch Priester solle damit einer Kultur des Schweigens und der Angst begegnet werden, zitierten mexikanische Medien am Donnerstag (Ortszeit) den diplomatischen Vertreter des Vatikan in Mexiko.

In dieser Woche wurde bekannt, dass Papst Franziskus seinen obersten Missbrauchs-Aufklärer nach Mexiko schickt, um dort das Vorgehen der Kirche gegen sexuellen Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen zu unterstützen. Wie die Mexikanische Bischofskonferenz und die Apostolische Nuntiatur mitteilten, wird Maltas Erzbischof Charles Scicluna ab 20. März ermitteln. Um Sciclunas Einsatz hatten Mexikos Bischöfe selbst gebeten. Ihnen gehe es darum, "die Opfer in ihrem Leid zu begleiten, Gerechtigkeit zu suchen und zur Heilung beizutragen", erklärten sie in einem Schreiben. Coppola sagte am Donnerstag, die Delegation komme ohne Vorurteile und nicht, um zu richten.


Scicluna ist bereits seit Jahren an der vatikanischen Glaubenskongregation als Ermittler tätig und war dabei mit der Untersuchung mehrerer Missbrauchsskandale befasst. Bei seinem aktuellen Auftrag wird der Kirchenrechtler vom ebenfalls an der Glaubenskongregation tätigen spanischen Priester Jordi Bertomeu begleitet.

Ähnlich wie bei früheren Einsätzen sind auch diesmal der Empfang von Missbrauchsbetroffenen und die Anhörung ihrer Vorwürfe die wichtigsten Aufgaben Sciclunas. Ort ist die Nuntiatur in Mexiko-Stadt, die in ihrem Aufruf an Betroffene "völlige Vertraulichkeit" zusicherte. Zum Auftakt seiner einwöchigen Ermittlungen wird Scicluna alle Bischöfe Mexikos treffen, zudem steht eine Begegnung mit den Provinzoberen der in Mexiko tätigen Ordensgemeinschaften auf dem Programm.

Ziel des Einsatzes sei es, "das Nulltoleranz-Prinzip im Zivil- und Kirchenrecht besser zu verankern", hieß es in dem vom Bischofskonferenz-Vorsitzenden, Erzbischof Rogelio Cabrera Lopez, und Generalsekretär Alfonso Miranda Guardiola unterzeichneten Brief. Die Bischofskonferenz verpflichtet sich in dem Schreiben zur "Auslöschung der Geißel des Missbrauchs" in der katholischen Kirche Mexikos.

Im Jänner hatte sich die Bischofskonferenz für eine Anzeigenpflicht bei Missbrauchsvergehen ausgesprochen und die Einsetzung einer Ermittlungskommission angekündigt. Anlass war eine Welle von Klagen gegen mexikanische Priester: Laut dem spanischen Onlineportal elpais.com gab es seit 2010 insgesamt 426 entsprechende Gerichtsverfahren, wobei sich 271 Fälle direkt auf Kindesmissbrauch und 155 weitere auf andere Vergehen wie etwa Kinderpornografie bezogen. 253 Gerichtsverfahren sind laut "El Pais" bereits abgeschlossen, 173 noch bei der Justiz anhängig. Den Angaben zufolge wurden in den vergangenen Jahren bisher 217 mexikanische Geistliche aus dem Klerikerstand entlassen.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 7. März 2020 

Danke, lieber @Zeitzeuge, für die Erinnerung -

ein wirklich deutlicher Hinweis.

"Missbrauchs-Vertuschung im Namen der Missbrauchs-Aufklärung" scheint auch in der Kirche hoch im Kurs zu sein - vor allem in homosexuellen und ephebophilen Kreisen und Lobbies... :-(


3

0
 
 Fink 7. März 2020 
 

"Kindesmissbrauch" - ist das die richtige Bezeichnung ?

Andernorts hat sich herausgestellt, dass die Opfer des sexuellen Missbrauchs meistens (oft gleichgeschlechtliche) Jugendliche (Adoleszente, "Minderjährige") waren!
Also nicht "Kinder", sondern "Jugendliche".


5

0
 
 Zeitzeuge 7. März 2020 
 

EB Scicluna: Fragwürdiger "Oberaufklärer", oder etwa nicht?

Im Link ein kath.net Artikel über
Erzbischof Scicluna, der m.E. sehr
zu Denken gibt!

www.kath.net/news/67363


4

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. BDKJ richtet Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ein
  2. USA: Gegen Ex-Kardinal McCarrick werden neue ungeheuerliche Vorwürfe erhoben
  3. Experte: Vatikan drängt stärker auf Anzeige von Missbrauch
  4. BILD berichtet über Viganòs schwere Vorwürfe gegen einen deutschen Prälaten
  5. Verbot von Kinder-Sexpuppen!
  6. Bistum Limburg ließ Vertuschungsstrategien bei Missbrauch rekonstruieren
  7. Argentinischer Nacktselfie-Bischof arbeitet wieder im Vatikan
  8. Pentin: „Keine Vatikan-Antwort auf Nachfragen nach McCarrick-Report“
  9. Lyon: Fünf Jahre Haft für Ex-Priester wegen Missbrauchs
  10. Köln: Pressekonferenz zur „Unabhängigen Untersuchung“ wird verschoben








Top-15

meist-gelesen

  1. Papst em. Benedikt XVI. an Gesichtsrose erkrankt und „äußerst gebrechlich“
  2. Vatikan unterstützt Bischof, der sein Priesterseminar wegen Widerstands gegen Handkommunion schließt
  3. Die Theologie versagt auf ganzer Linie
  4. „Papst Benedikt selbst ist optimistisch, dass er bald wieder zu Kräften kommt“
  5. Schwedischer Kardinal Arborelius: „Wir haben nicht diesen Gegensatz zwischen Priestern und Laien“
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Neues kath.net-Kult-T-Shirt: Crux Sacra Sit Mihi Lux
  8. Tödlich verunglückt: Trauer um zwei Seelsorger
  9. 27-Jähriger macht mit 15-Kilo-Kreuz eine Bußwallfahrt durch Polen
  10. Kataloniens Präsident kündigt Sanktionen gegen Kardinal Omella an
  11. "Tötungswillige Ärzte gesucht!"
  12. Vatikanist Edward Pentin: Franziskus-Nachfolger ist „wahrscheinlich konservativ“
  13. EKD-Kopf Bedford-Strohm kündigt Kurswechel an - „Zusammenarbeit mit NGOs wie Sea-Watch“
  14. Kathedrale von Sheffield löst um „Inklusion“ willen traditionsreichen Kirchenchor auf
  15. Prominenter US-Priester verteidigt seine offene Unterstützung für Trump

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz