Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  2. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  3. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  4. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  5. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  8. Hagia Sophia als Moschee - Ein deutscher Jesuitenpater 'jubelt'
  9. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  11. Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar
  12. Entbehrliches Christentum?
  13. Kretschmann: Abtreibungspflicht für Ärzte wird es nicht geben
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

"Bibelbischof": Neue Einheitsübersetzung Herausforderung und Chance

8. März 2020 in Österreich, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


St. Pöltner Weihbischof Leichtfried: Vertraute Bibelstellen "klingen auf einmal anders", daher nun wieder "neu auf den Text selbst hineinhören" - Neue Lektionare "sehr gut aufgenommen"


Salzburg (kath.net/KAP) Für den österreichischen "Bibel-Bischof" Anton Leichtfried ist die revidierte Einheitsübersetzung Herausforderung und Chance zugleich. Vertraute Bibelstellen würden auf einmal anders klingen. "Ein vielleicht auch persönlich liebgewonnenes Bibelwort heißt auf einmal gar nicht mehr so", sagte der St. Pöltner Weihbischof in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift für Liturgie und Bibel "Heiliger Dienst" (4/2019). Man müsse daher nun wieder "neu auf den Text selbst hineinhören", so Leichtfried, der zuständiger Referatsbischof der Österreichischen Bischofskonferenz für Liturgie und Bibel ist.

Seit dem Ersten Adventsonntag 2018 hält die revidierte Einheitsübersetzung der Bibel nach und nach Einzug in die katholischen Pfarren und somit auch in die Gottesdienste. Die damit auch neu eingeführten Messlektionare seien "sehr gut aufgenommen worden", meinte Leichtfried. Für ein Fazit sei es zwar noch zu früh, "aber insgesamt sind die Rückmeldungen recht positiv".


Änderungen in der Einheitsübersetzung gab es zum Beispiel in der Einleitung der Paulusbriefe: So heiße es nun nicht mehr "an die Korinther", sondern "an die Gemeinde in Korinth", erläuterte Weihbischof.

In der konkreten Situation im Kirchenraum, sollte das Lektionar einen eigenen Ort haben, sagte Leichtfried, "im Idealfall ist es der Ambo", wo die Heilige Schrift nicht nur gelesen, sondern auch ausgelegt werde. Das sei im "Zeitalter, wo wir von Informationen überflutet werden, wichtig". Dann wisse die Pfarrgemeinde, dass das, was vom Ambo aus vorgelesen wird, nicht irgendein Text sei, sondern die "Heilige Schrift, das Wort Gottes für mich", so der heimische "Liturgie-Bischof".

Die seit 1969 geltende Leseordnung wurde in den neuen Lektionaren im Übrigen beibehalten. Noch bis 2022 erfolgt schrittweise die Einführung der weiteren Teilbände. Auch die Herausgabe eines neuen Evangeliars ist geplant.

Derzeit laden auch drei "Jahre der Bibel" (2018-2021) dazu ein, sich mehr mit dem "Buch der Bücher" zu beschäftigen. Das Projekt "Bibel-Hören. Lesen. Leben" wird vom Österreichischen Katholischen Bibelwerk gemeinsam mit den Pastoralämtern umgesetzt. Ziel der zahlreichen Initiativen, Projekte und Veranstaltungen ist es, "dazu zu ermutigen, das eigene Leben mehr an der Bibel auszurichten und die Bibel als 'Seele der Pastoral' ins Bewusstsein zu bringen", wie es auf der Website www.jahrderbibel.at heißt. Nächster Höhepunkt ist eine biblische Festwoche, bei der von 25. September bis 4. Oktober verschiedenste Veranstaltungen zur Bibel in ganz Österreich stattfinden werden.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Einsiedlerin 11. März 2020 
 

@Eselchen

Die neue Übersetzung ist großteils sehr nah am Urtext, daher etwas holprig. Andererseits werden Begriffe mit sehr modernen deutschen Worten widergegeben, was dann stellenweise ein komisches Gesamtbild gibt. Jedenfalls regen mich solche Übersetzungsauffälligkeiten an, in anderen Übersetzungen nachzulesen.


0

0
 
 Eselchen 10. März 2020 
 

Besser zu verstehen

So wurde uns die Neufassung ja verkauft.
Allein im Evangelium des vergangenen 2. Fastensonntags, kam die Floskel: Und siehe...an einer Stelle sogar am Beginn des Satzes, 2 mal direkt hintereinander vor. Schrecklich zu lesen und trägt überhaupt nichts zum Verständnis bei. Inzwischen ist die Lutherbibel besser zu lesen!


0

0
 
 Einsiedlerin 9. März 2020 
 

@Johannes12

Wer die Heilige Schrift nicht kennt, kennt Gott nicht. Es ist enorm wichtig, die Bibel zu kennen. Ich habe viele deutsche Übersetzungen, auch fremdsprachige Bibeln. Wichtig sind auch Bibelkurse und Exegesen mit guten Priestern. Ich stelle immer wieder fest, dass sich das Lehramt der kath. Kirche auf die Bibel gründet. Genau das hat mich nach meiner Bekehrung zu Jesus ganz schnell wieder zur RKK geführt. Viele Katholiken, die nicht Bibelleser sind, jammern sehr viel über die verstaubte Kirche, weil sie keine Ahnung haben, was Jesus gesagt hat bzw. weil sie bei den Lesungen in der Hl. Messe nicht aufpassen und das Wort Gottes nicht in in Herz lassen.


4

0
 
 Johannes12 9. März 2020 
 

Bibel lesen ist wichtig!

Sehr lange war es für Katholiken nicht üblich täglich in der Bibel zu lesen.

Die Kirche versucht nun die Menschen zum Lesen der Bibel zu motivieren.

Auch der Papst hat ausdrücklich dazu aufgerufen vor allem jetzt in der Osterzeit.

Zumal ist zu sagen, dass wer die Bibel nicht gut kennt ohne Waffen in den Kampf zieht. Jeder sollte erkennen, dass das Wort Gottes eine große Bereicherung ist. ZB die Psalmen lassen und erkennen was Gott von uns will und wie man ihm gefällt. Oder der Psalm 103 wo man erfährt, wie groß die Gnade Gottes ist. Dieser Psalm wird sicher oft bei der Beichte als Busse auferlegt, was sehr gut ist!

Wenn man schon nur schwer gerettet wird, wenn man die Heilige Schrift kennt, wie unwahrscheinlich ist es, wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt.

Sicherlich braucht es aber auch die Hilfe der Kirche damit man die Texte auch richtig versteht. Man sollte sich mit der Tradition der Kirchenväter beschäftigen und vor lesen die Bibel beten und dies mit großer Demut tun


5

0
 
 lesa 9. März 2020 

Des Kaisers neue Kleider ...

@Salvian: Vielen Dank, dass Sie die widergöttliche Prozedur, die von so vielen nicht durchschaut bzw. ängstlich abgenickt wird, ziemlich deutlich beim Namen nennen! Es handelt sich hier eindeutig um Gender-Gehirnwäsche, die bekanntlich schleichend vor sich geht und sich, entsetzlicherweise, in die Bibel hineingeschlichen hat. Aber dass DIESER Kaiser keine Kleider anhat, das scheint nun doch zu schwierig, über die Lippen zu bringen ...


8

0
 
 Salvian 9. März 2020 

Theologen-Neusprech

Was ist der Grund dafür, dass die Einleitung der Paulusbriefe plötzlich geändert wurde? Im griechischen Original sind die Briefe an die Römer, die Korinther usw. adressiert, ebenso in der Vulgata, der Luther-Bibel und allen deutschen katholischen Fassungen einschließlich der neuen Einheitsübersetzung von 2016. Warum glauben unsere Bischöfe jetzt, nicht mal vier Jahre später, den authentischen Bibeltext manipulieren zu müssen? Weil sie auf die ideologische Vorstellung hereingefallen sind, das sog. generische Maskulinum würde Frauen diskriminieren? Das ist Schwachsinn, denn egal ob "der" Mensch oder "die" Person: In der Mehrzahlform ist jeder Mann und jede Frau immer nur "mitgemeint". Das für ungerecht zu halten, ist ein typisches Luxusproblem unserer überakademisierten Gesellschaft und führt zur politisch korrekten Verhunzung unserer Sprache. Wollen unsere Bischöfe durch die Hintertür die "Bibel in gerechter Sprache" - ein anmaßender Name für eine dreiste Urkundenfälschung - einführen?


12

0
 
 lesa 9. März 2020 

Wort GOTTES?

@Stefan Fleischer: Danke! Nicht wenige Stellen wurden zwar sogar besser übersetzt, Aber wenn eine Übersetzung Stellen enthält, die Kernaussagen der Botschaft manipulieren, anstatt wiedergeben …!


5

0
 
 laudeturJC 9. März 2020 

Kein Vorurteil... @Stefan Fleischer:

Damit sind sind Sie am Kernpunkt des Problems. Nicht nur dieser neuen Bibelübersetzung, sondern der Theologie und der Liturgie, ja der ganzen Kirche seit 50 Jahren....


8

0
 
 Stefan Fleischer 8. März 2020 

Vielleicht ist es ein Vorurteil

aber irgendwie glaube ich zwischen den beiden Übersetzungen, neu und alt, einen Unterschied im Gottesverständnis zu spüren zwischen einem Gott der mit uns und für uns da ist und einen Gott für den, zu dessen Ruhm und Ehre, wir geschaffen wurden. Es ist der Unterschied zwischen gottzentriert und menschzentriert. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.


11

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bibel

  1. USA: NFL-Star empfiehlt Bibellesen
  2. „Herr, sprich nur ein Wort“
  3. Papst führt gemeinsamen Bibel-Sonntag für die Kirche ein
  4. Pence: „Die Bibel bleibt!“
  5. USA: Keine China-Zölle für Bibel-Importe
  6. Forderungen – ein Weg in eine bessere Welt?
  7. Gott ist die Liebe – der Gott der Bibel?
  8. Christen müssen eine neue Leidenschaft für die Bibel entdecken
  9. „Meditationen über Lukas“
  10. „Die Bibel ist Gottes Wort und nicht bloß schöne antike Literatur“








Top-15

meist-gelesen

  1. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  4. Entbehrliches Christentum?
  5. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  6. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  7. Papst nahm Rücktritt von Medjugorje-Gegner Bischof Peric an
  8. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  9. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  10. Gott hab ihn selig!
  11. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  12. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  13. Überraschende Wende: Macron will identischen Nachbau des Notre-Dame-Vierungsturms
  14. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  15. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz