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Lyon: Fünf Jahre Haft für Ex-Priester wegen Missbrauchs

17. März 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Urteil im Fall Preynat bekanntgegeben - Dem ehemaligen Seelsorger wird vorgeworfen, in den 1980er- und 1990er-Jahren Dutzende Kinder sexuell missbraucht zu haben - Als Zeuge hatte das männliche Opfer François Devaux ausgesagt


Paris (kath.net/KAP/red) In Frankreich ist der ehemalige Priester Bernard Preynat wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Ein Gericht in Lyon gab am Montag das Strafmaß für den heute 75-jährigen Mann bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte mindestens acht Jahre Gefängnis gefordert. Ob eine der beiden Seiten Berufung gegen das Urteil einlegen wird, war vorerst nicht bekannt. Als Zeuge hatte das männliche Opfer François Devaux ausgesagt. Er berichtete von „Leid und Wut“ über den Priester, der ihn missbrauchte. Er habe als Heranwachsender versucht Selbstmord zu begehen. Sein Schicksal habe er aus Achtung vor dem Priestertum jahrzehntelang verschwiegen.

Dem ehemaligen Seelsorger wird vorgeworfen, in den 1980er- und 1990er-Jahren Dutzende Kinder sexuell missbraucht zu haben. Die Verhandlungstage in dem Prozess hatten bereits Mitte Jänner stattgefunden und für großes öffentliches Aufsehen gesorgt. Preynat gab während des Prozesses einen Großteil seiner Taten zu und bat die Opfer um Verzeihung. Ein französisches Kirchengericht hatte ihn wegen der Taten bereits im vergangenen Juli aus dem Klerikerstand entlassen.

Im Zusammenhang mit dem Fall Preynat hatte sich in den vergangenen Monaten auch der langjährige Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin (69), vor der französischen Justiz verantworten müssen. Ende Jänner wurde er in einer Berufungsverhandlung in zweiter Instanz vom Vorwurf der Nichtanzeige sexueller Übergriffe freigesprochen.

Sein Amt als Erzbischof legte Barbarin trotz des Freispruchs in die Hände des Papstes, um ein neues Kapitel für die Erzdiözese Lyon aufzuschlagen, die er seit 2002 geleitet hatte. Am 6. März nahm der Papst das Rücktrittsangebot Barbarins an.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 19. März 2020 
 

@Hausfrau&Mutter

Zu Ihrem Verständnis:
Es tst nicht "der Medienskandal gegen Kardinal Barbarin" sondern: "der Skandal von Kard. Barbarin in den Medien".
Barbarin hat diesen und andere stinkende Fälle verzögert, trottelnd angepackt, Rücksprache mit dem Vatikan genommen (da hat er die Interessen des "organisierten Klerikalisms" über die Essenz des Evangeliums und die Botschaft Jesu Christi gesetzt) und dann hat er vor ganzer Öffenlichkeit und vor zahlreichen von ihm und seinen Diensten zusammengetrommelten Presseleuten abstruse und total unmögliche Aussagen von sich gegeben.
"Dieu merci la plus grande partie des cas sont prescrits".
Das ist theologischer Unsinn und tiefste Beleidigung der Opfer und vor allem: Unseres Herrn Jesus Christus.
Nach diesem Schund kann er sich nur für immer in eine Klause mit stillem Gebet zurückziehen.
Madagascar braucht solche Personen übrigens nicht.


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 [email protected] 18. März 2020 
 

"das Böse zu unterlassen - habe ich gemeint


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 [email protected] 18. März 2020 
 

Ungerecht

Ich finde nicht gut, dass auf das Alter bezüglich eines Verbrechens, dass er ja begangen hat, Rücksicht genommen werden darf hier finde ich auch nicht die Milde "weil er nicht vorbestraft ist" gut. Wir reden nicht über Diebstahl oder Unterschlagung (die selbstverständlich auch nicht gut zu heißen sind, bei welchen aber wenigstens die gestohlenen Dinge zumindest teilweise zurückgegeben werden können). Aber wer gibt denn den Opfern das verlorene Vertrauen wieder, wer kann die psychischen und physischen Erkrankungen die sie noch immer haben - zur
Gänze heilen. Sie werden ein Leben lang leiden - können oft kein geregeltes Leben führen und da lässt man Barmherzigkeit walten. Hat der Priester einmal in Ausübung seines Amtes als "Arzt der Seele" (der er eigentlich sein sollte) daran gedacht, was er den Kindern und Jugendlichen antut. Er, der geweihte Priester von Gott berufen, der gelobt hat Gott mit ganzem Herzen zu dienen, der auch gelobt hat, das Gute zu tun und das Böse zu tun.


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0
 
 Hausfrau und Mutter 17. März 2020 
 

wenn ich denke...

an den Medienskandal gegen den Kardinal Barbarin, der zum Zeitpunkt des sexuellen Missbrauchs nicht zuständig war, und sehe diese recht niedrige (mild) Strafe, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Die Begründung der milde Strafe ist m.E. reines Zynismus: "Le tribunal a tenu compte de la chronologie, de l’âge du prévenu, de son casier judiciaire vierge" also der Gericht hat die Chronologie, das Alter des Angeklagten, sein, die Tatsache, dass er nicht vorbestraft (!!!!!!) berücksichtigt.

H&M


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