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Vatikan macht mit neuen Bestimmungen "Alte Messe" vielfältiger

26. März 2020 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Neue Erlässe der Glaubenskongregation billigen sieben einleitende Gebete zum Hochgebet für die "außerordentliche Form" des römischen Ritus und ermöglichen Feier neuerer Heiliger


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat das Angebot liturgischer Texte für die sogenannte "Alte Messe", also die "außerordentliche Form" des römischen Ritus, erweitert. Zudem wurde der liturgische Kalender so verändert, dass in Gottesdiensten, die sich nach den bis 1962 geltenden Vorgaben richten, auch Heilige jüngeren Datums gefeiert werden können. Die für traditionalistische Belange zuständige Glaubenskongregation erließ am Mittwoch entsprechende Dekrete auf Latein.

Der Erlass "Cum sanctissima" führt eine grundsätzliche Möglichkeit ein, um jeden nach 1962 kanonisierten Heiligen an seinem Fest liturgisch zu feiern. Dies geschieht durch eine Ausweitung der Regeln, die den Umgang mit Festen und Gedenktagen unterschiedlichen liturgischen Ranges betreffen. Laut einer Erläuterung zu dem Dekret ist die Feier neuerer Heiliger als eine Option zu betrachten und bleibt deshalb freiwillig. Zugleich betont die Glaubenskongregation, solche optionalen Heiligenfeste stellten im römischen Ritus keine absolute Neuheit dar.

Für die Messfeier nach dem alten Ritus werden mit dem Dekret "Quo magis" sieben einleitende Gebete zum Hochgebet, sogenannte Präfationen, gebilligt. Drei dieser Präfationen waren einer erläuternden Mitteilung zufolge in der Vergangenheit auf Regionen in Frankreich und Belgien beschränkt. Vier andere Präfationen sind auf bestimmte Anlässe wie Engel- oder Märtyrergedenken bezogen. Alle Texte stammen in den Kernteilen aus antiken Quellen, wie die Kongregation betonte. Zu beiden Neuerungen hieß es, die entsprechenden Arbeitsaufträge stammten noch von Papst Benedikt XVI. (2005-2013).

Mit dem Erlass "Summorum Pontificum", der am 14. September 2007 in Kraft trat, gab Benedikt XVI. die Feier der älteren Form der Liturgie weitgehend wieder frei. Seitdem kennt die katholische Kirche offiziell zwei Formen des römischen Ritus: die "ordentliche Form" nach den liturgischen Büchern, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) herausgegeben wurden, und die "außerordentliche Form" nach den Büchern, die 1962 gültig waren, also vor Beginn des Konzils.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 mameschnue 29. März 2020 

Lücke geschlossen

Gerade die Unmöglichkeit, Heilige, die nach 1962 kanonisiert wurden, zu feiern, war für mich immer ein grosses Manko des a.o. Ritus. Nun wurde diese Lücke geschlossen, und das ist doch sehr zu begrüssen.


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 Hadrianus Antonius 26. März 2020 
 

Eppur si muove...

Die Abneigung zu der Tradition ist wohl enorm tief verwurzelt, auch auf etwas anständigeren Foren:
Da wird salopp von "Alten Messe" /"forma extraordinaria" gesprochen, wobei der "novus ordo" doch am Anfang des 2. Vat. Konzils auf Latein vorgesehen war und hinterher der Freimaurer Bugnini doch erst richtig loslegte...
Und die Fertigstellung der modernen Präfationen in einer Trattoria in Trastevere ist auch ein starkes Stück.
Der "ordo novus" wurde dann eine sehr lange Weile auch noch mit "vetus ordo" (lies: "der alte, verschlissene Ordo") kontrastiert, wobei P. Benedikt XVI am Ende seines kurzen Pontifikats dann doch eher zu dem mehr respektablen "usus antiquior" ("Altehrwürdiger Brauch") wechselte.
Der Kalenderzusatz für de nach 1962 kanonisierte Heiligen war übrigens ein lang gehegter Wunsch der Traditionsfreundlichen.
@Zeitzeuge: falsch, man hat nur 35 Jahre getrödelt.
Omnia instaurare in Christo.


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 Stanley 26. März 2020 
 

Was wir brauchen ist die Einheit im Ritus, nicht die Vielfalt!

Anderen Quellen zufolge, stammen vier der sieben neuen Präfationen aus der "Neuen Messe" nach dem Novus Ordo von Papst Paul VI.!
Umgekehrt übernimmt die "Neue Messe" überhaupt nichts aus dem Missale Romanum von 1962!
Noch nicht einmal die von Papst Benedikt XVI. neu formulierte Karfreitagsfürbitte "für die Bekehrung der Juden" fand Eingang in den Novus Ordo.
Die Freiwilligkeit der Anwendung der "Vielfältigkeit" für die sogenannte "außerordentliche Form" des Römischen Ritus schafft in der Praxis nur einen heillosen Streit und weitere Spaltungen innerhalb der Traditionsbewegung.

Zuerst müssen Vatikan und Weltklerus ohne Wenn und Aber zu ihrer eigenen Tradition, zum wahren Glauben und zur wahren, unverfälschten Lehre zurückkehren.
Zuerst muss wieder da angeknüpft werden, wo man 1962 aufgehört hat.
Alles andere ist nichts als Augenwischerei.


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 Zeitzeuge 26. März 2020 
 

Haben die zur Zeit nichts Besseres zu tun?

Kardinal Ladaria könnte z.B. mit dem

Allerheiligsten durch die Straßen

gehen und den eucharistischen Segen

spenden, seine Mitarbeiter könnten

Gebete, Litaneien und sinnvolle

Vorschläge für eine Epidemie-Seelsorge

ausarbeiten.

Zum Thema: Kein Freund des klassischen

Ritus hat die GK um Änderungen gebeten,

allerdings sind die Neuerungen (vorerst?)

optional.

Allein den Betern kann es noch gelingen!


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 ThomasR 26. März 2020 
 

entscheidend, daß alle Gläubigen in allen Pfarren in jeder Diözese

erstmal über die Regelungen von Motu Proptrio Summorum Pontificium offiziell z.B. im Pfarrbrief informiert werden, daß allen Gläubigen (in jeder Pfarre der Welt) zusteht das Lesen der alten Messe zu beantragen und dass das Lesen der alten Messe nicht an die Zelebrationsorte der Petrusbruderschaft beschränkt ist.
Trotz so einer Möglichkeit nach Motu Proptrio Summorum Pontificium wird in keinem deutschen diözesanen Priesterseminar (beim Irrtum bitte korrigieren) die alte Messe gepflegt bzw. die Priesterausbildung in beiden liturgischen Formen des RR angeboten.
Es bedeutet nichts mehr und nichts weniger als Schließung von meisten Priesterseminaren, da die Entscheidungsträger scheinen im Namen der Kirchenpolitik (es gibt keine bessere liturgische Form- beide Formen sind gleichwertig und beide Formen sind auch erhaltungswürdig) die Zeichen der Zeit nicht zu erkennen.


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