Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  5. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  6. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  14. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  15. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung

Liturgiewissenschaftler mahnt zu mehr Hygiene in Gottesdiensten

28. März 2020 in Aktuelles, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Theologe Feulner in "Herder Korrespondenz": Lehre aus Corona-Krise ziehen


Freiburg (kath.net/KAP) Als Lehre aus der Corona-Krise hat der Wiener Liturgiewissenschaftler Hans-Jürgen Feulner katholische Priester für die Zeit nach der Pandemie zu mehr Hygiene im Gottesdienst aufgerufen. "Es muss eigentlich selbstverständlich sein, dass sich Priester und Kommunionsspender vor Beginn der Messfeier gründlich die Hände reinigen und zusätzlich vor und nach der Austeilung der Kommunion die Hände desinfizieren", schreibt Feulner in der in Deutschland erscheinenden Zeitschrift "Herder Korrespondenz" (April).

Die derzeitigen Beschränkungen bei der Versammlungsfreiheit seien "sicherlich alles nachvollziehbare und verantwortungsbewusste Entscheidungen" zugunsten des Gesundheitsschutzes. Hygienische Mindeststandards müssten im Bereich der Liturgie sicherlich auch nach der gegenwärtig außerordentlichen Situation eingehalten werden, empfahl der Theologe. Körperkontakt wie das Händereichen beim Friedensgruß, und das häufige Berühren von Gegenständen in den Gottesdiensten sollten besonders während der alljährlich wiederkehrenden Saison der regulären Erkältungskrankheiten möglichst vermieden werden.
Vorsicht bei Kelchkommunion

Vorbehalte äußerte Feulner gegenüber dem Trinken aus dem Kelch bei einer Kommunion unter beiden Gestalten: Es sei ein Irrtum zu meinen, die Ansteckungsgefahr dabei sei nicht größer als bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel: Weder die Vergoldung des Kelches noch der relativ geringe Alkoholgehalt des eucharistischen Weines würden laut dem Liturgiewissenschaftler genügen, um vor allem widerstandsfähige Viren - wie Herpes, Hepatitis-C, Grippe oder auch das neuartige SARS-CoV-2 - rasch und effektiv abzutöten.

Bei der Aufbewahrung der Hostien und des Messweins in der Sakristei müsse "die gleiche hygienische Achtsamkeit wie in der Eucharistiefeier" gelten. Für die Ostkirchen empfiehlt der auf Liturgiehygiene spezialisierte Theologe das regelmäßige Abwischen von Ikonen und Reliquien mit einem mit 70-prozentigem Alkohol getränkten Tuch.

Zugleich erinnerte Feulner daran, dass die Kirche auch schon vor der Corona-Pandemie auf Hygiene in ihrem Gottesdienst geachtet habe. So hätte etwa der Weihrauch - durch seine Boswelliasäuren - bereits in der Antike neben der kultischen Dimension auch eine "lufthygienische" und desinfizierende Wirkung gehabt. Zum Beispiel beim Totenkult seien damit nicht nur unangenehme Gerüche vertrieben worden. Und Salz sei nicht umsonst seit dem 6. Jahrhundert dem Weihwasser zugefügt worden - im Bewusstsein von dessen reinigender und fäulnishemmender Wirkung.

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Symbolbild (c) Pixabay


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  3. „O Sapientia“ – O Weisheit
  4. „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
  5. „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
  6. „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
  7. „O Clavis David“ – Der Schlüssel zur Freiheit
  8. „O Radix Jesse“ – Hoffnung aus dem Stumpf
  9. „O Adonai“ – Der Gott im Feuer und der ausgestreckte Arm
  10. Die adventlichen O-Antiphonen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  13. Gott schütze Venezuela!
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. So fühlt sich Nachhausekommen an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz