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#Corona - Das Aufleben einer neuen Untergrundkirche

30. März 2020 in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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In Österreich dürfen Priester nur mehr "Private Messen" feiern. Manche feiern dies nach wie vor in der Kirche, wo sich Gläubige auch zum "privaten Gebet" einfinden. Auch die Hl. Eucharistie wird Gläubigen, die das wünschen, nicht verwehrt.


Wien (kath.net/rn)
In nicht wenigen Ländern auf der Welt sind derzeit aufgrund des Coronavirus öffentlichen Gottesdienste eingeschränkt oder verboten, was offensichtlich an der gläubigen Kirchenbasis für deutlichen Unmut sorgt. Auch nicht wenige Priester sind über die Situation alles andere als glücklich, befolgen zwar die Anordnungen und bieten trotzdem eingeschränkt Heilige Messen (ohne Predigten) an. So feiern laut kath.net vorliegenden Informationen in Österreich weiterhin dutzende Pfarrer in mehreren österreichischen Diözesen ihre "privaten" Heiligen Messen in den Kirchen, die auch offen zugänglich sind. "Wo soll ich denn die Messe sonst feiern, wenn nicht in der Kirche?", argumentiert ein Pfarrer.

Das Kuriose ist: Beides ist auch legal: Die Feier der "privaten Messe" und dass Kirchen von Gläubigen zum "privaten Gebet" besucht werden dürfen, dass sich dies zufällig zeitlich überschneiden kann, bietet derzeit den Spielraum für ein neues "Untergrundkirchendasein". kath.net sind auch mehrere Pfarrer bekannt, die bei den Sonntagsmessen auch den Gläubigen, die dies wünschen, die Heilige Eucharistie reichen.

Andrea Riccardi, der Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio, hat laut "vaticannews" bereits vor einigen Tagen das Verbot von Gottesdiensten wegen des Coronavirus scharf kritisiert und gemeint, dass man sich vielleicht von der großen Protagonistin der Zeit – der ‚Angst‘ – mitreißen hat lassen. Er verwies dazu auf Untersuchungen des US-amerikanischen Soziologen Rodney Stark über das Verhalten der frühen Christen bei Epidemien, die eben nicht wie die Heiden aus der Stadt und vor den anderen geflüchtet seien. Stattdessen hätten sie durch den Glauben motiviert sich gegenseitig besucht und unterstützt, gemeinsam gebetet und die Toten begraben. Riccardi kritisiert, dass die jüngsten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus den Raum der Kirche banalisieren und dabei die Gesinnung der Regierenden offenbaren, da gleichzeitig viele Geschäfte, Supermärkte offen geblieben seien. Die Gotteshäuser seien nicht nur risikobehaftete „Versammlungsorte“, sondern auch Orte des Geistes.


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Lesermeinungen

 lassie 30. März 2020 
 

Untergrundkirche

Es ist tatsächlich so, wie in Zeiten der Christenverfolgung.
Ich würde aber davor warnen, jetzt nur die Schuld bei den Bischöfen und Priestern zu suchen. Es gib nämlich auch die andere Seite. Ich weiß konkret von zwei Pfarren, wo der Priester so wie oben gesagt in der Kirche die private Hl. Messe gefeiert hat. Aber das hat dann lieben Mitchristen - oder sollte man besser sagen "Denunzianten" - nicht gefallen. Die haben das angezeigt und dann musste die Polizei die Hl. Messe unterbrechen. Also den Ball flach halten, und nicht weitergeben, wenn die Hl. Messe so offen gefeiert wird. Nur persönlich an vertrauenswürdige Leute weitergeben.


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 Stefan Fleischer 30. März 2020 

Ich erinnerte mich soeben an

das Kapitel 9 des ersten Buches der Nachfolge Christi von Thomas von Kempen. Ich werde es mir in einer ruhigen Stunde wieder einmal zu Gemüte führen müssen.


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 tabita 30. März 2020 

evt. kann man mit einer Unterschrift beitragen

das totale Gottesdienstverbot, was werktags, bei großen Kirchen..., nicht nachvollziehbar ist, solange man noch einkaufen u.Ä.darf, politisch mal überdenken zu lassen. Jemand hat schon einmal damit begonnen (wird leider bis Ostern nicht mehr zu schaffen sein):
https://www.openpetition.de/petition/online/grosse-kirchen-keine-gottesdienste-verbot-von-gottesdiensten-in-der-kirche-muss-aufgehoben-werden


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 doda 30. März 2020 

Ich kenne 3 Priester, die in Deutschland vom Bischof zurückgepfiffen wurden.


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 Fischlein 30. März 2020 
 

Wo sind die deutschen Priester?

@Lilia
Ich kann nur sagen, dass es solche gibt.
Leider darf ich keine Werbung für unseren Ort machen.


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 elisabetta 30. März 2020 
 

@Gandalf

Dass auf unbestimmte Zeit, jedenfalls über Ostern hinaus, JESUS und Seine Priester von der österr. Bischofskonferenz in brüderlicher Eintracht unter Quarantäne gestellt werden, bestätigt wieder einmal ihren Kleinglauben. Sie sind diejenigen, die die Gläubigen im Stich lassen und nicht der einzelne Priester, der liebend gerne seiner Pflicht nachkommen würde, aber bei Nichtbefolgung mit Repressalien zu rechnen hat, die vielleicht seiner Pfarre mehr schaden würden als nützen. Umso mehr werden uns diese Priester ins Gebet bei der Hl. Messfeier mit hineinnehmen, davon bin ich überzeugt.


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 priska 30. März 2020 
 

Ja diese Priester sind Helden ,bei unsere Pfarre darf ich in der Kirche nicht mal einen Rosenkranz beten, so groß ist die Angst des Priesters .Gott sei Dank werden uns im Fernsehen Heilige Messen angeboten. Doch die Sehnsucht wieder eine Heilige Messe zu feiern und das Sakrament wo Jesus als wahrer Gott und Mensch zugegen ist ,ist groß, und wenn ich am grün Donnerstag nicht Kommunizieren darf ist das für mich ein schwacher Trost geistig zu Kommunizieren! Ich bete für alle Priester die für die Menschen da sind und ihnen die Heilige Kommunion spenden ,dass Sie gesund bleiben und unter dem Schutz der Mutter Gottes stehen. Vergelts Gott allen Priestern die in dieser schweren Zeit für das Gläubige Volk da sind!


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 Gandalf 30. März 2020 

Ein heißer TIpp!

Bitte sprecht eure Priester, Pfarrer usw. auf diese Lösung an... man muss es nicht auf die große Glocke hängen, aber viele Priester freuen sich vielleicht sogar über eine Anstoß von den Gläubigen und brauchen eine Ermutigung...


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 Lilia 30. März 2020 
 

Wo sind die deutschen Priester, die genauso mutig und seeleneifrig sind?!


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 griasdigott 30. März 2020 

Trost-Hoffnungsschimmer -Vorbild

Ich hatte mich auch schon gefragt, ob die Priester jetzt am Küchentisch oder ähnlichem die Hl. Messe feiern müssen. Wie in schlimmsten Verfolgungszeiten oder wie im Gefängnis!

Ja ich wünschte mir auch, dass, wenn ich auf ein Gebet in der Kirche verweile, zufällig eine Hl. Messe gefeiert würde.

Ich wünschte mir, dass von irgendwoher ein Tipp käme.

Aber er kommt einfach nicht. Bis jetzt nicht. Tut sich gerade was? Vielleicht auch bald bei uns? Ach, ich beginne schon wieder zu träumen.

Am Sonntag war ich mit meinem Ehemann auf ein Gebet in der Kirche. Nach ein paar Minuten kam noch ein jüngeres Paar. Keine Sorge. Mindestens 10 Meter Abstand.
Wenn jetzt ein Priester gekommen wäre, die Hl. Messe zu lesen, dann hätten wir alle an einer verbotenen Veranstaltung teilgenommen nicht wahr?! Das ist absolut unverständlich!

Aber es gibt sie noch, die Priester, die keine Mietlinge sind, sondern wahre Diener Gottes.

Ein kleiner Trost. Ein Hoffnungsschimmer. Vorbild !


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 JuM+ 30. März 2020 
 

Wann kommt der endlich der kath.net-Aufruf an die Kirchen-Amtsträger unter Ausschluß der Gläubigen?

Wir dürfen in den Supermarkt zum Brot-Kaufen, aber das Brot des ewigen Lebens wird uns verwehrt!


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 Gandalf 30. März 2020 

An die Priester!

Bitte schreibt uns, wo dies noch so praktiziert wird, gerade vor ein paar Minuten wieder ein Mail bekommen: "Ich praktiziere es genauso wie in dem Artikel beschrieben. Ich dachte schon, ich bin ganz allein mit dieser Praxis."


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 Zeitzeuge 30. März 2020 
 

Lieber Gandalf,

im Link zusätzliche Infos, nicht nur

für Freunde des a.o. Ritus der hl.

Messe, darin auf die weiterführenden

Links achten.

Ich sende das zur Kenntnisnahme, eine öffentliche


Empfehlung meinerseits ist damit nicht
verbunden!

Allein den Betern kann es noch gelingen!

www.summorum-pontificum.de/


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 Gandalf 30. März 2020 

Die Helden!

Diese Priester (ich kenn einige) sind Helden, weil sie die Gläubigen nicht im STich lassen! DANKE!


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