Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  4. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  5. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  6. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  7. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  8. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  11. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  12. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  13. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  14. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  15. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“

Gott straft nicht - oder doch?

4. April 2020 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Dann können wir uns damit zufrieden geben zu wissen - das heisst zu glauben - dass er immer nur das Beste für uns will und tut, auch dort, wo er uns seine Gründe nicht erklärt.» Ein Beitrag von Stefan Fleischer.


Grenchen (kath.net)
In meiner Jugend fiel noch oft das Wort: "Gott straft schnell und gerecht" und auch das andere: "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher". Heute heisst es meist: "Gott ist Liebe. Er versteht alles und verzeiht alles". Die Frage, ob Gott straft oder nicht, wenn ja, wann wie und wo, wenn nein warum nicht, dürfte die Menschen seit jeher beschäftigt haben. Für mich ist das Handeln Gottes in der Geschichte so unbegreiflich wie Gott selbst. Im Grunde ist dies eine Frage des Gottesbildes. Und so, wie jedes einseitige Gottesverständnis an Gott vorbei denkt, so dürfte auch jede einseitige Aussage in dieser Frage an der Wahrheit vorbeireden.

Sicher ist: "Gott ist Liebe, Gottes Barmherzigkeit ist grenzenlos" aber genau "Gott ist Gerechtigkeit" Wie er beides unter einen Hut bringt, das werden wir, das werde ich hier auf Erden nie wirklich begreifen.

Sicher ist auch: Gott hat dem Menschen die Freiheit gegeben bis hin zur Freiheit sich gegen ihn zu stellen, sich seinem Willen zu widersetzen. Diese Freiheit nimmt er nie zurück. Aber auch hier; wie Gott damit umgeht, dass wir unsere Freiheit missbrauchen und damit seine Pläne mit uns durchkreuzen, und nicht nur das sondern auch, dass wir damit seine Pläne mit unseren Nächsten und der ganzen Welt durcheinanderbringen, auch das werden wir hier und jetzt nie wirklich verstehen.

Der Schlüssel dürfte es sein, wenn wir uns wieder voll der ganzen unermesslichen und daher unbegreiflichen Grösse Gottes bewusst werden, wenn wir immer und überall daran denken, dass er allwissend, und allmächtig ist, unabhängig von Raum und Zeit und insbesondere auch davon, wie wir ihn uns vorstellen, was wir von ihm denken, was er in unseren Augen tun und lassen sollte. Dann leuchtet und hin und wenig etwas davon auf was es heisst: "Seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken und seine Wege sind nicht unsere Wege!» Dann können wir seine Selbstoffenbarung an uns annehmen als sein ungeschuldetes Geschenk an uns. Dann können wir uns damit zufrieden geben zu wissen - das heisst zu glauben - dass er immer nur das Beste für uns will und tut, auch dort, wo er uns seine Gründe nicht erklärt.

In dieser Sichtweise können wir ruhig auch vieles als "Strafe" Gottes ansehen oder zumindest als dringliche Mahnung zur Umkehr. Wir wissen, dass, selbst wenn Gott uns "straft", das nicht Rache oder Vergeltung, sondern dass auch das nur ein Akt seiner Liebe zu uns ist. Das ist unser Glaube. Auf diesem Glauben baut unsere Hoffnung auf ihn. Diese Hoffnung führt uns dann zur Dankbarkeit und damit zur Liebe ihm gegenüber in allen Situationen des Lebens, auch dort, wo wir sagen müssen: "Ich begreife Dich überhaupt nicht mehr, mein Herr und mein Gott. Aber ich muss ja Dich auch gar nicht verstehen, besonders dort nicht, wo das meine menschliche Begrenztheit übersteigt."

"Wir preisen Dich, Herr Jesus Christus und danken Dir, denn durch Dein (unbegreifliches) Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst!" Wer könnte schon behaupten, er hätte das Geheimnis unserer Erlösung auch nur ein bisschen verstanden?




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gott

  1. "Am Ende wartet Gott – warum Denken in die Anbetung führt"
  2. Gott in Frankreich
  3. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie - Leseprobe 2
  4. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie
  5. Die Lehninsche Weissagung
  6. Gott und die Welt
  7. Gott und die Welt
  8. Gibt es einen Gott oder keinen?
  9. Verteidigung des Primats des Allerhöchsten - Worte des ewigen Lebens
  10. Gott macht unruhig






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  6. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  10. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  11. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  12. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  13. Das Maß vor dem Gesetz. Würde, Recht und die Grenzen der Macht
  14. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  15. Papst reagiert bestürzt auf Ermordung von Bischof Afonso/Mosambik

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz