Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

'Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen' (Psalm 23)

8. April 2020 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich bin nicht allein. Das ist das größte Geschenk dieser Fastenzeit für mich. Ich habe eine Herde. Ich habe einen Hirten. Nichts fehlt mir, Gott, bei dir - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Rom (kath.net)
Dieser denkwürdige Frühling zeigt mir das sehr deutlich. Gott versorgt. Er versorgt mich mit dem, was ich wirklich brauche. Und offensichtlich brauche ich sehr vieles nicht.

Aber was ich brauche, ist Beziehung. Verbunden sein.
Ich brauche eine Herde, mit der ich durch dick und dünn gehen kann.

Leider sind viele meiner Beziehungen für gewöhnlich Fernbeziehungen. Mein Verlobter, meine Familie, viele gute Freunde - alles Fernbeziehungen.
Aber die Welt steht Kopf und so lebe ich ausgerechnet in dieser spannenden Zeit mal nicht allein.

Und das ist überraschenderweise nicht nur schön, sondern auch echt herausfordernd. Ich bin es so gewohnt, alleine zu sein, dass mich diese unverhoffte Veränderung der Umstände ganz aus dem Konzept gebracht hat.

Meine schöne Routine, einfach „futsch“. Plötzlich kann ich nicht mehr einfach nur mein Ding machen.
Nein. Jetzt heißt es, Rücksicht nehmen, Kompromisse machen.

Meine Bedürfnisse aussprechen und die Bedürfnisse des anderen respektieren. Kreative Ideen für die gemeinsame Zeit sammeln und umsetzen. Grenzen setzen.

Prioritäten neu ordnen. Konflikte aushalten und lösen. Gemeinsam beten. Zuhören. Hinhören. Wahrnehmen. Um Verzeihung bitten und verzeihen. Nicht alles so ernst nehmen. Herausforderungen mit Humor begegnen. Mich mutig zeigen.

Mich mutig auf den anderen einlassen. Verletzlich sein.
Es gibt so viel zu lernen. Gott weiß wirklich genau, was ich brauche - nämlich ein Gegenüber mit dem ich mich konfrontieren und schleifen kann. Ein Gegenüber mit dem ich wachsen kann.

Bequemlichkeit, Alltagstrott, Gewohnheiten, Egoismus, Kontrolle - adieu. Aber am Ende aller Mühen wartet immer die Liebe. Eine Liebe die meinem Leben erst wirklich Sinn und Tiefe gibt.

Das ist meine Erkenntnis der letzten Wochen. Mein kostbarster Schatz im Leben sind meine Beziehungen. Meine Beziehung zu Gott, zu meinem Verlobten, zu meiner Familie, zu meinen Freunden.
Darauf und daran sollte ich bauen!
Wie viel Zeit, Mühe, Geld und Sorgen habe ich in den Monaten vor dem Virus für Dinge investiert, die mir jetzt gar nicht durch den Tag helfen würden.

Was mich trägt, sind die Momente miteinander. Was mich trägt, ist die Gewissheit, nicht allein zu sein. Wie so viele bin ich völlig unvorbereitet in diese Krise gestolpert und habe überhaupt nichts unter Kontrolle und keinen Plan. Trotzdem erlebe ich keinen Mangel. Nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Ich fühle mich reicher als je zuvor. Nicht materiell gesehen, aber im Herzen.

Ich bin nicht allein. Das ist das größte Geschenk dieser Fastenzeit für mich. Ich habe eine Herde. Ich habe einen Hirten. Nichts fehlt mir, Gott, bei dir.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wir werden erwartet“
  3. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  4. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  5. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  6. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  7. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  10. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  11. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  12. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  13. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  14. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  15. Drei Stunden im Fegefeuer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz