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Papst erinnert im leeren Petersdom an Tod Jesu

10. April 2020 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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Päpstlicher Hausprediger Cantalamessa bei Karfreitagsliturgie: Pandemie hat Menschheit brüsk aus "Illusion der Allmacht" gerissen, Viruskrise aber keine Strafe Gottes


Vaikanstadt (kath.net/KAP) In einem von Stille und Ernst geprägten Gottesdienst hat Papst Franziskus am Karfreitagabend im Petersdom des Todes Jesu gedacht. Zu Beginn betete er am Boden ausgestreckt vor einem mittelalterlichen Kreuz, das seit dem Pestjahr 1522 in Rom besonders verehrt wird. Wegen der Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie fand der Gottesdienst praktisch ohne Gläubige statt. Die Feier im Vatikan wurde über TV, Radio und Online-Streaming-Dienste übertragen.

Im Mittelpunkt des Karfreitag steht die Erinnerung an das Leiden Jesu und seinen Tod am Kreuz. Aus Anlass der Corona-Pandemie änderte der Vatikan die Liturgie. In die Reihe der zehn großen Karfreitagsfürbitten wurde eine elfte eingefügt; darin beteten Franziskus und die ganze Kirche um Trost und Kraft für Erkrankte und medizinisches Personal sowie um Frieden für die Verstorbenen.

Die vorgesehene Verehrung des Kreuzes durch Berührung und Kuss führte zur Vermeidung von Ansteckungen allein der Papst durch. Zuvor verharrte er minutenlang schweigend mit gesenktem Kopf vor dem Kruzifix.

Der Prediger des Papstes, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, sagte in seiner Ansprache, die Pandemie habe die Menschheit brüsk aus einer "Illusion der Allmacht" gerissen. Zugleich verwahrte er sich gegen eine Deutung solcher Unglücke als göttliche Strafe. "Gott leidet wie jeder Vater und jede Mutter", er lasse nur der Freiheit des Menschen wie auch der Freiheit der Schöpfung ihren Lauf, sagte Cantalamessa.

Die Krise bringe die Solidarität zwischen den Menschen zum Vorschein, betonte Cantalamessa. Das Virus kenne keine Grenzen und habe "alle Barrieren und Unterschiede eingerissen". Die schlimmste "Rezession" wäre, wenn die jetzt gezeigten gemeinsamen Anstrengungen nicht über die Pandemie hinaus Bestand hätten.

Weiter verwies der Kapuziner auf das Mobilisierungspotenzial in der Krise. Jetzt sei es an der Zeit, die "grenzenlosen Ressourcen, die für die Rüstung aufgewendet werden", für Gesundheitsvorsorge, Armutsbekämpfung und ökologische Aufgaben einzusetzen. Damit hinterlasse man der kommenden Generation eine Welt, die "ärmer an Dingen und Geld, aber reicher an Menschlichkeit" sei, so Cantalamessa.

Dem Gottesdienst wohnten außer Personen mit liturgischen Aufgaben nur rund ein Dutzend Ordensfrauen, Geistliche und Laien in getrennten Bänken bei. Eine Eucharistiefeier fand an diesem Tag nach katholischer Tradition nicht statt.

Auch der traditionelle Kreuzweg mi Papst Franziskus am späteren Freitagabend (21 Uhr) erfolgt ohne Teilnahme von Gläubigen. Die Feier, die den Weg Jesu zum Kreuz aus der Sicht heute leidender Menschen betrachtet, wurde vom römischen Kolosseum auf den abgesperrten Petersplatz verlegt. In früheren Jahren zählte die von Kerzen erhellte Zeremonie vor dem antiken Amphitheater zu den stimmungsvollsten Momenten der römischen Osterfeierlichkeiten.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich



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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 15. April 2020 
 

"Wie die Wölfe heulen alle mit gleicher Stimme" ...

@ Elija-Paul: Ob durch deutsche Bischöfen oder aus Rom - von überall tönt das Gleiche: "Gott straft nicht!" Woher kommt eigentlich diese Weisheit? Können wir uns anmaßen, Gott zu kennen und zu durchschauen? Das ist doch irrwitzig! - Viele Mit-Katholiken halten das Alte Testament für minderwertig und überholt durch das NT. Doch die gesamte Schrift, mit der selbst Jesus erzogen wurde, ist Gottes Offenbarung. Die dort erwähnten Strafgerichte und Heimsuchungen dürfen wir nicht einfach beiseite schieben wegen Jesu' Menschenfreundlichkeit. Seine Worte: "Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt" (Lk 13, 4.5) gelten ebenso wie seine Barmherzigkeit.


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 lesa 13. April 2020 

Nicht verharmlosen, was die Bibel sagt Teil - 1

Auszug in 3 Teilen eines differenzierten Artikels von P. St. Frey:
"Wie oft drohte Gott dem israelitischen Volk mit Strafgerichten, falls es nicht von seinen Sünden ablasse und zu Ihm zurückkehre? Aber Ebenso oft zog Er auch seine strafende Hand zurück und erbarmte sich seines Volkes, sobald es Ihn reumütigen Sinnes um Erbarmen anrief. Als der König David aus Stolz gegen den Willen Gottes eine Volkszählung veranstaltet hatte, „sandte der Herr die Pest über Israel ..., und es starben aus dem Volk siebzigtausend Mann“ (2 Sam 24,15). Sobald David um Verzeihung gefleht und auf Geheiß des Propheten Gad ein Opfer dargebracht hatte, „zeigte sich der Herr gnädig gegen das Land, und die Plage wurde von Israel weggenommen.“ „Der Herr erbarmte sich über das Elend und sprach zu dem Engel, der das Volk schlug: Genug, ziehe deine Hand zurück.“ Die Urteile Gottes sind ein tiefer Abgrund, sagt der Psalmist. Ganz werden wir darum die Ratschlüsse Gottes erst in der Ewigkeit verstehen können.


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 lesa 13. April 2020 

Nicht verharmlosen, was die Bibel sagt - Teil 2

Die Heimsuchungen Gottes sind Aufrufe zur Bekehrung
„Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe“, spricht der Prophet Hesekiel (33,11). Wenn Gott die Menschen auf Erden züchtigt, hat Er immer deren Heil im Auge. Solange wir Menschen ans Irdische verhaftet oberflächlich dahinleben, kommen wir oft gar nicht auf die Idee, unsere „Maulwurf-Perspektive“ aufzugeben, die Augen zu Gott zu erheben, nach Ihm zu fragen und ein Ihm wohlgefälliges Leben anzustreben. Darum muss Gott uns mit heilsamen Erschütterungen heimsuchen. „Not lehrt beten“, sagt das Sprichwort.


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 lesa 13. April 2020 

Nicht verharmlosen, was die Bibel sagt - Teil 3

Gott wäre nicht die personale Liebe und die ewige Güte, wenn Er sich nicht immer erbarmen würde, insbesondere wenn die Menschen aufrichtigen Herzens Ihn um Hilfe anrufen. Es kann niemals einen Grund geben, jemals an Gott zu zweifeln oder gar zu verzweifeln. Gott verlässt uns nie, wenn nur wir Ihn nicht verlassen. Und hätten wir das Unglück, Ihn verlassen zu haben, wäre es nie zu spät, zu Ihm zurückzukehren. Wir ruhen geborgen in Seiner Hand, und ohne Ihn kann uns kein Haar gekrümmt werden (Lk 21,18).
Ein wahrer Christ verliert auch in Zeiten höchster Not das Gottvertrauen nicht, ist Er doch Gottes sicher, denn „denen, die Gott lieben, gereicht alles zum Besten“ (Röm 8,28).
Ahmen wir den Gebets- und Bußeifer früherer Generationen nach! Und vergessen wir nicht, für alle jene zu beten, die von der Coronaepidemie in besonderem Maß betroffen sind: Erkrankte und Sterbende, Ärzte und Krankenhelfer. Wo die Not am größten, ist Gott am näch


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 Rolando 11. April 2020 
 

Fortsetzung

um den Menschen zu einem Schrei nach Gott zu bewegen. Die Herzensgebete, die atheistische Soldaten in Schützengräben verfassten, gehen in diese Richtung. Gott Leid zufügen kann der Mensch nicht, das ging nur, da Gott Mensch wurde, somit ist nur die Menschennatur vom Gottessohn Jesus leidensfähig. Ich hab oft darüber nachgedacht, er legte das Leiden in die sichtbare Ebene des Menschen. Erst gestern dachte ich mir, wieso ist Jesus dreimal gefallen, beim Kreuzweg? Wollte er nicht die Schwere der Sünde zeigen, die sogar den Sohn Gottes niederdrückt? Im Hinblick auf die Ewigkeit, ist die Sünde das Schlimmste an sich, die ganze Erde kann vergehen, doch die Sünde kann zum Verlorengehen der Seele führen, was schlimmer ist als die Zerstörung der Erde. Jesus machte das, und auch seine Liebe zu uns Geschöpfen sichtbar.


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 Rolando 11. April 2020 
 

Dazu ein paar Gedanken,

Gott ist die Liebe, er kann nicht anders als lieben.
Der dreifaltige Gott, Vater, Sohn und der Hl. Geist sind die Einheit der Liebe, der vollkommenen Liebe. Doch wie sieht es mit dem Blick Gottes auf seine Geschöpfe aus? Kann er sich freuen, kann er traurig sein, betrübt, besorgt? Ich denke mal, da der Mensch nach dem Abbild Gottes gemacht ist, hat Gott auch diese, sagen wir mal, Gefühlsregungen, jedoch vollkommen unter „Kontrolle“, nicht wie wir, die Möglichkeit ins Extreme abzugleiten, da wir dem Einfluss des Versuchers gegenüberstehen, ihm durch unsere Sünden Rechte gegeben haben und geben. Die Sorge Gottes ist immer auf die Liebe ausgerichtet. Geht der Mensch in die Irre, sucht Gott Möglichkeiten den Menschen in Situationen zu Entscheidungen zu bewegen, indem er sich frei für oder gegen ihn entscheiden kann. Der Entzug der lebensnotwendigen Dinge, das Hineinstellen in Todesangstsituationen sind Mittel, wo Gott dem Widersacher begrenzen Spielraum gibt, um den Menschen zu einem Sch


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 Zeitzeuge 11. April 2020 
 

Werter Elijah-Paul,

Der Satz "GOTT leidet........"

ist objektiv häretisch, da er dem

Dogma von der Unveränderlichkeit

GOTTES widerspricht, dann würde der

Schöpfer auf die Ebene des Geschöpfs

herabgezogen werden, im Text bei

Vatican-news ist das "leiden" in

Anführungsstriche gesetzt worden,

das reicht aber m.E. nicht aus.

Bzgl. Strafcharakter der COVID19-

Seuche behaupte ich nicht, daß die

Zulassung dieser Seuche eine Strafe

GOTTES ist, aber absolut ausschliessen

könnte das nur jemand, der eine be-

sondere Offenbarung in diesem Sinne

hätte!

Mehr zur Unveränderlichkeit GOTTES

im Link, zur Vertiefung dient:

Hans Pfeil:

Die Frage nach der Veränderlichkeit
und Geschichtlichkeit GOTTES

in MThZ 31 (1980), H 1, S. 1-23,

so online abrufbar.

www.glaubenswahrheit.org/predigten/reihen/199001/19900211/


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 Elija-Paul 10. April 2020 
 

Das ist viel zu wenig!

"Gott leidet wie jeder Vater und jede Mutter", er lasse nur der Freiheit des Menschen wie auch der Freiheit der Schöpfung ihren Lauf, sagte Cantalamessa."

Wäre es so, dann hätte die Menschheit sich schon längst vernichtet und Interventionen der Muttergottes z.B. in Fatima wären sinnlos! Es ist schon sehr weit gekommen, daß man nichts oder nur sehr wenig durch die Leitung der Kirche von einem Aufruf zur Bekehrung hört. Wahrscheinlich würde auch eine Muttergotteserscheinung , welche zur Buße und Umkehr aufruft, die Dinge beim Namen nennt, "umschifft" werden - eine Privaterscheinung, der wahrscheinlich nur "Frömmler" eine Wichtigkeit beimessen. Es ist leider soweit mit den Verantwortlichen gekommen - wir haben keine Hirten mehr. Entweder man schläft oder heult im schlimmsten Fall mit den Wölfen, wenn man nicht gerade selbst zum Wolf geworden ist!


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