SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
- Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
- THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
- Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
- Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
- Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
- „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
- 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
- Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
- Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
- „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
- „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
- Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
- Streit um Papstkreuz im Wiener Donaupark
- Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
| 
Schwarz: Schlagzeilen wie "Ostern abgesagt" schmerzen11. April 2020 in Österreich, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
St. Pöltner Bischof wendet sich in "Kirche bunt" gegen Verkürzung von Ostern auf Brauchtum, betont Frohbotschaft auch in Corono-Zeiten - "Hauskirche ist keine 'Do it yourself'-Messe, sondern würdige Ergänzung und lebendiger Ort der Christusbeziehung" St.Pölten (kath.net/ KAP)
Irreführende Schlagzeilen wie "Ostern abgesagt" oder "Ostern fällt aus" schmerzen den St. Pöltner Bischof Alois Schwarz gegenwärtig besonders. Demgegenüber betonte er im Interview mit der Osterausgabe der Kirchenzeitung "Kirche bunt": "Ostern fällt niemals aus, Ostern findet statt: Die Auferstehung unseres Herrn erlöst und befreit, wo auch immer wir sind und nicht nur in diesen Tagen." Die bleibende große Frohbotschaft für die Welt gilt nach den Worten des Bischofs auch und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie: "Das Leben setzt sich gegen den Tod durch." Er vertraue auf einen "Gott, der der Herr der Geschichte ist, der dem Leid und der Not, der Armut und dem Tod, die wir derzeit ganz stark spüren, nicht das letzte Wort lassen wird", sagte Schwarz.
Neben dem Mitfeiern der heiligen Messe - das heuer für die allermeisten Christen nur via Medien möglich ist - sei die gelebte Hauskirche im kleinen Familienkreis eine Möglichkeit, Verbundenheit aufrecht zu erhalten und den Glauben zu vertiefen. Dazu hielt der Bischof fest: "Wichtig ist es mir zu betonen: Hauskirche war und ist keine 'Do it yourself'-Messe, sondern würdige Ergänzung und lebendiger Ort der Christusbeziehung." Hauskirche habe im Leben der Gläubigen immer eine wichtige Rolle gespielt - im Sinne von gemeinsam beten, gemeinsam feiern, gemeinsamem Ausrichten auf Christus.
Neue Wege durch Digitalisierung
Durch die Corona-Krise werden sich nach den Worten von Bischof Schwarz für die Kirche Fragen ergeben wie "Wagen wir uns auf zusätzlichen Wegen weiter? Erreichen wir plötzlich Menschen, die wir bisher nicht erreicht haben? Bewegen wir uns mit der Digitalisierung als Kirche nun in einem Raum, der durch das Tun immer vertrauter wird?" Da Menschen physisch-soziale Wesen sind, werde "digital" niemals "real" ersetzen, ist sich Schwarz sicher. Präsenz in digitalen Welten könne jedoch Möglichkeiten eröffnen, die in realen Begegnungen münden.
In diese Richtung geht auch die Antwort des St. Pöltner Bischofs auf Fragen wie: Was macht die Kirche eigentlich jetzt in diesen Zeiten, wo keine Messen gefeiert werden, wo es keine Begegnung zwischen Seelsorgern und Menschen geben darf? Dazu präzisierte Schwarz: "... wo es keine physische Begegnung geben darf!" Es gebe sehr wohl persönlichen telefonischen, schriftlichen Kontakt, und auch die betende Komponente sei pastoral und sozial. Derzeit gebe es eine außergewöhnliche Situation, die pastorale Kreativität und ungewohnte Herangehensweisen hervorbringe, so der Bischof. Freilich: "Es ist ein schmaler Grat, der hier begangen wird: Wie lange ist lange genug, um die Gesundheitskrise wirklich hinter sich zu lassen?" Auch auf Ebene der Bischofskonferenz gebe es hier viele Gespräche und Abstimmungsarbeit, berichtete Schwarz.
Auf die Frage von "Kirche bunt" nach seiner derzeit größten Freude und auch Sorge nannte Bischof Schwarz zunächst die beobachtbare Welle der Hilfsbereitschaft, das Gemeinschaftsdenken und den großen Willen, die Krisenzeit gemeinsam zu bestehen. Sorge bereiteten ihm die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie mit so vielen Arbeitslosen, Alten, Kranken und auch Sterbenden in Isolation. "Die Coronakrise ist ein Brennglas auf die Stärken und Schwächen unserer Zeit", so der Eindruck von Bischof Schwarz.
Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Bischof Schwarz bei der Amtseinführung (C) Diözese St. Pölten

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Montfort 11. April 2020 | |  | Danke allen Bischöfen und Priestern für das, was sie jetzt "kreativ" und verantwortlich tun! Aber: "Dazu präzisierte Schwarz: "... wo es keine physische Begegnung geben darf!" Es gebe sehr wohl persönlichen telefonischen, schriftlichen Kontakt, und auch die betende Komponente sei pastoral und sozial. Derzeit gebe es eine außergewöhnliche Situation, die pastorale Kreativität und ungewohnte Herangehensweisen hervorbringe, so der Bischof."
Unter Einhaltung großzügiger (!) Sicherheitsabstände sollten doch in großen Räumen und besonders im Freien echte Begegnungen "von Angesicht zu Angesicht" möglich sein: zur Beichte, zum Segen, zur Mitfeier von (Freiluft-)Andachten und Feld-Messen, Eucharistischen Prozessionen, Maiandachten...
Es kann nicht sein, dass es "physische Begegnungen" auf Distanz überall geben darf (Handel, Gesundheitswesen...), nur nicht mit einem Priester...
Für die seelische Gesundheit ist auch die echte Seelsorge "von Angesicht zu Angesicht" notwendig.
Bitte, liebe Bischöfe, um etwas mehr "pastorale Kreativität" - es werden nicht "die Massen" kommen, aber...! |  7
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuOstern- Neue Perspektive auf die Auferstehung einnehmen
- Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
- Patriarch Bartholomaios: Ostern immer gemeinsam feiern
- Ukrainischer Bischof: "Gott ist unsere einzige Zuflucht"
- Der auferstandene Christus: der endgültige Wendepunkt der menschlichen Geschichte
- Großerzbischof: "Auch in der Ukraine ist Christus auferstanden"
- Zeitung: Ostern womöglich erstmals ohne Segen des Papstes
- Weißes Haus: keine religiösen Motive auf Ostereiern bei der traditionellen Osterfeier
- Kardinal Nichols verbietet Ostertriduum im Alten Ritus für Erzdiözese Westminster
- Warum die Ostergeschichte wahr ist
| 





Top-15meist-gelesen- Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
- ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
- SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
- „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
- Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
- Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
- „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
- Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
- Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
- Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
- Ein Frühstück für den Verleugner
- Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
- „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
- THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
- Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden
|