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Shalom der wahre Friede15. April 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Franziskus: Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Mittwoch in der Osteroktav, Generalaudienz in der Zeit der Seuche in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zu den Seligpreisungen fort und befasste sich mit der siebten Seligpreisung: Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden (Mt 5,9).
Das Wort Frieden könnten wir dabei verschieden verstehen. Da sei zum einen das biblische Shalom, das Fülle und ein ganzheitliches Wohlergehen auf dem Fundament der göttlichen Wahrheit und Gerechtigkeit bezeichne.
Heute hingegen herrsche eine eher psychologisch-subjektive Auffassung von Frieden im Sinn von Ruhe, innerem Gleichgewicht und Zufriedenheit vor. Doch brauchten wir auch eine gewisse Unruhe für unser Reifen und eine innere Ruhe könne andererseits von Lauheit, Gleichgültigkeit und falscher Anpassung herrühren.
Der Herr wolle unsere falschen Sicherheiten erschüttern, um uns zum Heil zu führen. Er gebe seinen Frieden nicht, wie die Welt ihn gibt (vgl. Joh 14,27). Sein Friede sei die Teile zu vereinigen (Eph 2,14), die Parteien zu versöhnen, und diese Einigung vollbringe er, indem er seinen Leib hingebe.
Entsprechend sollen auch wir als Christen mit ganzer Hingabe und mit der wahrhaft schöpferischen Kraft der göttlichen Liebe immer und überall am Aufbau seines Reiches mitwirken. So werden wir in Christus zu Söhnen und Töchtern Gottes.
Der wahre Shalom und wahres inneres Gleichgewicht fließen aus dem Frieden Christi, so der Papst abschließend, der von seinem Kreuz kommt und eine neue Menschheit hervorbringt, die in einer unendlichen Schar von Heiligen und Heiligen inkarniert ist, erfinderisch, kreativ, die immer neue Wege der Liebe gefunden haben. Dieses Leben als Kinder Gottes, die durch das Blut Christi ihre Brüder und Schwestern suchen und finden, ist das wahre Glück. Selig, wer diesen Weg einschlägt.
Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:
Liebe Brüder und Schwestern, frohe, gesegnete Ostern! Jesus hat sich mit seinem ganzen irdischen Leben, bis hin zum Tod am Kreuz, hingegeben, um die Menschen mit Gott zu versöhnen. In der tiefen Einheit mit Gott findet auch der Mensch wieder zu einem gesunden Verhältnis zu seinen Mitmenschen, zu sich selbst und zur ganzen Schöpfung. Dieser Friede Christi sei immer mit euch!

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