Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

"Papst Franziskus hat mich die ganze Zeit unterstützt!"

20. April 2020 in Interview, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Pell: „Wenn man gewissen langjährigen Mitarbeitern in Rom glaubt, dann haben auch Amtsträger des Vatikans etwas mit meinem Gefängnisaufenthalt zu tun.“ - Auszüge aus Interview mit SKY NEWS exklusiv bei kath.net in deutscher Sprache


Sydney (kath.net)
Kardinal George Pell meinte, dass gewisse langjährige Mitarbeiter in Rom glauben, dass seine Verurteilung und sein Gefängnisaufenthalt in Australien mit den Schwierigkeiten in Verbindung stehen, die er, als Leiter der Finanz-Reformen, „korrupten Amtsträgern im Vatikan“ bereitet hat.

Andrew Bolt führte vor einigen Tagen mit Kardinal Pell ein Interview, dass in Australiens „Sky News“ veröffentlicht wurde. Er hat dem Kardinal die Frage gestellt, ob er je daran gedacht hat, dass die Schwierigkeiten, die er korrupten Amtsträgern im Vatikan bereitet hat, mit den Schwierigkeiten, denen er in Australien ausgesetzt war, in Verbindung stehen. Pell hat darauf geantwortet: Das glauben die meisten langjährigen Mitarbeiter in Rom, die Finanz-Reformen gutheißen.

Pell meinte auch, dass, seiner Meinung nach, zu viele Leuten „von einer Möglichkeit auf eine Wahrscheinlichkeit und dann auf einen Fakt schließen“. Er habe keine Beweise für eine Verbindung zwischen seiner Arbeit für den Vatikan, und die Vorwürfe und seine darauffolgende Verurteilung in Australien.

Trotzdem bekannte Pell, dass er sehr erfreut sei, dass ein Großteil der Finanz-Korruption im Vatikan aufgedeckt wurde und klar geworden ist, dass er in Rom gegen diese Korruption vorgegangen ist.

„Ich hatte Furcht, dass unsere ganze Arbeit für 10 Jahre oder so in der Senke verschwinden würde. Wenn es dann erneut aufgedeckt werde, könnten die Lästerer sagen „Nun, Pell und Casey waren die Verantwortlichen und haben ein Auge zugedrückt oder nichts gemacht“, so der Kardinal.

„Gott sei Dank ist das jetzt alles vorbei. Denn kurz vor Weihnachten und um Weihnachten herum, wurde eine Serie von Artikeln veröffentlicht, zwei davon in London, die viele Dinge aufgedeckt haben. Es ging zum Beispiel um einen verheerenden Ankauf, und es wurde sehr klar gesagt, wie hartnäckig wir gegen diese Dinge vorgegangen sind.“

Bolt hat Pell auch über seine Beziehung zu Papst Franziskus befragt. Denn diese beiden haben unterschiedliche theologische Blickpunkte und Positionen, wenn es um Dinge wie z.B. den Klimawandel geht. Pell meinte, dass er von Papst Franziskus jegliche Unterstützung erfahren habe.

Bolt: Sie und der Papst stehen sich nicht nahe. Er ist politisch sehr auf der „Linken Seite“ und predigt von der Erderwärmung. Sie sind ein Konservativer und ein Klimaskeptiker. Er war bis jetzt ein schwacher Leiter, aber Sie haben von Ihrer Kirche Reformen gefordert, vor allem finanzielle Reformen. Hat der Papst Sie trotzdem in dem jetzigen Thema so unterstützt, wie Sie sich das vorgestellt haben?

Pell: Völlig! Meine theologischen Ansichten gleichen sich nicht ganz mit denen von Papst Franziskus. Aber ich habe im Kardinalsrat, dem Rat seiner engsten Berater, mitgearbeitet. Er ist der Nachfolger Petri. Ihm gebührt Respekt und ich denke, dass er meine Aufrichtigkeit schätzt und dass ich vielleicht Dinge sage, die andere nicht sagen würden. Ich denke, er respektiert mich dafür. Er hat zwar gesagt, dass er das australische Gerichtsvorgehen respektiert, aber er hat mich die ganze Zeit unterstützt.

Auf die Frage von Bolt, wie hoch er die Korruption im Vatikan einschätzt, hat Pell geantwortet, dass er nicht glaubt, dass sie bis zum Papst gehe.

Bolt: Wie weit geht die Korruption im Vatikan?

Pell: Wer weiß? Man ist sich nicht ganz sicher wie weit es geht.

Bolt: Ich habe es so beschrieben, dass es bis zu den Füßen des Papstes geht. Nicht bis zum Papst persönlich, aber knapp vor die Füße des Papstes. Ist das falsch?

Pell: Ja. Ich…. Wir haben da zum Beispiel den Staatssekretär Kardinal Parolin – er ist sicher nicht korrupt. Es ist eine interessante These wie weit die Korruption geht. Im November letzten Jahres, hat Kardinal Parolin die katholischen Medien darüber informiert, dass er als Verantwortlicher einen 50-Millionen-Dollar Kredit gewährt hat, um dem Vatikan zu helfen ein Skandal-behaftetes italienisches Krankenhaus zu kaufen. Außerdem hat er von einer katholischen Organisation in den USA, im Nachhinein, noch 25 Millionen Dollar erbeten, um diesen Kredit bezahlen zu können. Parolin gibt jedoch keinen Hinweis darauf, dass der Antrag auf die 25 Millionen Dollar auf einen Antrag des Papstes zurückgeht.

Als Bolt Pell zu einigen anderen australischen Erzbischöfen befragte, die „in die Irre gegangen sind“ und ihn nicht klar unterstützt haben, antwortete Pell ganz einfach: „Das ist das Leben! Es hat mich jedoch überrascht, dass nicht einmal meine theologischen Gegenspieler im Rom, die Geschichten geglaubt haben.“

COPYRIGHT der Übersetzung by kath.net / Sr. Benjamin Elisabeth


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pell

  1. ‚Dieses Pontifikat ... eine Katastrophe’ – Franziskus-kritische Denkschrift von Kardinal Pell
  2. Pell unmittelbar vor seinem Tod: Die Kirche muss sich von diesem ‚toxischen Albtraum’ befreien
  3. Kardinal Pell zum Synodalen Weg: Papst wird eingreifen und Schisma verhindern
  4. Kardinal Pell: Deutsche Bischöfe haben die Pflicht, die Lehre der Kirche zu verkünden
  5. Kardinal Pell: Anhaltspunkte, aber keine Beweise für vatikanische Intrige
  6. ‚Dem Vatikan droht eine langsame Pleite’ – Kardinal Pell
  7. ‚Prison Journal’ – die Bulldogge und ein katholischer ‚Haka’
  8. "Ich danke Ihnen für Ihr Zeugnis!"
  9. Eine finstere Affäre, befeuert von Gerüchten
  10. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“







Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  2. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  3. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fast der gleiche Glaube?
  8. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  9. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  10. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  11. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  12. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  13. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  14. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  15. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz