Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  4. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  5. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  6. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  7. Die Welt heilen
  8. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  11. Ich glaube an … Engel?
  12. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  13. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  14. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  15. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!

Vorsicht mit Pauschalurteilen

24. April 2020 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Es gibt in der Corona-Pandemie Vorwürfe gegen die Kirche und gegen Bischöfe, sie hätten sich gegenüber dem staatlichen Versammlungsverbot in Kirchen zu unterwürfig gezeigt.“ Gastbeitrag von Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken


Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) In der Nazizeit gab es den Reichsbischof Müller, genannt „Reibi“. Er versuchte die evangelische Kirche an das vorherrschende Regime anzupassen und in eine „Reichskirche“ zu verwandeln. Diese „Reichskirche“ trug alle Forderungen der Nazis mit, z B. die absurden Thesen vom Vorrang der „Nordischen Rasse“, den Antisemitismus etc. dagegen regte sich der Widerstand der „Bekennenden Kirche“.

Die katholische Kirche in Deutschland zeigte sich gegen Anbiederungen an das Regime gefestigt. Nicht jeder Bischof war ein Löwe, wie Graf Galen von Münster oder Bischof Graf Preysing von Berlin. Aber die Einbindung in die Universalkirche hat eine Anpassung an die Hitlerdiktatur verhindert. Soviel vorweg!

Es gibt in der Corona-Pandemie Vorwürfe gegen die Kirche und gegen Bischöfe, sie hätten sich gegenüber dem staatlichen Versammlungsverbot in Kirchen zu unterwürfig gezeigt. Dass mit diesem Verbot grundlegende Menschenrechte, wie das Gebot der Religionsfreiheit tangiert wird, steht außer Zweifel. Deswegen ist dieses Verbot ständig zu überprüfen, ob und in welchem Umfang, es auch im Vergleich zu anderen Bereichen der Gesellschaft, noch gerechtfertigt ist. Man kann aber dem säkularen Staat nicht vorhalten, er würde damit versuchen, Glaubensinhalte zu verändern, wie das die Nationalsozialisten versucht haben.

Heute gibt es solche Gefährdungen aus dem Inneren der Kirche. Man denke z.B. an den „Synodalen Weg“. Hier hat eine deutliche Mehrheit beschlossen, auch Glaubenswahrheiten zur Disposition zu stellen und damit dem Druck der „Reformer“ in der Kirche und dem Druck der Medien nachzugeben. Aber nun auch die fünf Bischöfe, die sich gegen den Beschluss gestemmt haben, in diese Art von „Reibi-Vergleich“ miteinzubeziehen, selbst, wenn sie aus Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung den staatlichen Vorgaben zunächst zugestimmt haben, ist ungerecht.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 24. April 2020 

Nicht alles ist einfach drin

Danke für den Artikel. Es zeigt sich allerdings, wie sensibel das Thema der Religion und der Religionsausübung ist. In Zeiten der geistigen Bedrohung durch gottwidrige, spalterische Tendenzen auch innerhalb der Kirche und der damit einhergehenden Haltlosigkeit, zu der nun die Corona-Krise gekommen ist, ganz besonders.


3

0
 
 Ad Verbum Tuum 24. April 2020 

Man sah sie nicht kämpfen!

Es war eine m.E. leichtfertige Hinnahme. Nur seeeehr wenige haben sich frühzeitg um Lockerungen bemüht.
Eine kämpfende Kirche habe ich in großen Teilen nicht erlebt.
(Jeder Einzelhändler kämpft mehr um seine Rechte ...)


11

0
 
 girsberg74 24. April 2020 
 

Sehr geehrter Hubert Gindert,

auch ich gehöre zu den Kritikern von Bischöfen, doch nie aus Prinzip, sondern immer aus gegebenem Anlass und zwar ohne „Mundschutz“. Anlässe gab / gibt es oft genug.

Was man zu Recht kritisieren durfte, war der vorauseilende Gehorsam von einem sehr ansehnlichen,
Hierarchen gegenüber der Politik; Ich muss zugeben, ich habe nicht alle geprüft, doch der ist so gut wie immer dabei. In der Folge stellen sich Fragen nach Unabhängigkeit, nach der Hirteneigenschaft; befehlen kann jeder, der dafür die „potestas“ hat.

Dankbar bin ich Ihnen, lieber Hubert Gindert, für den Hinweis auf den historischen „Reibi“. Wenn ich unter dessen „geistigen Söhnen“ mich umsehe und von fünf Ausnahmen lese, so muss ich schließen, dass wir gegenwärtig um die dreißig „Reibis“ zu zählen hätten.

Ich kann nur hoffen, dass der Rucksack auf dem „synodalen Weg“ den einen oder anderen noch richtig drückt und diesen auf den rechten Weg zurückführt.


12

0
 
 Seeker2000 24. April 2020 
 

Ohne "Dann", kein "Jetzt"

Selbst unterstellt, die Bischöfe hätten lediglich aus "Schutz für die Bevölkerung" Mitte März dem Treiben der Bundesregierung bzw. den Länderregierungen zugestimmmt, dann kann und darf so eine Entscheidung nicht getroffen werden, ohne, dass zu dem "JETZT machen wir das als Erstes" mal so auch schon von Anfang an die Überlegung da sein muss "wie lange und was DANN". Diese Überlegung gab es nie. Man hat sich einfach mit vorauseinlendem Gehorsam dem Staat unterworfen, anstelle von Anfang an zu sagen: "ja, aber nur max. bis z. B. Palmsonntag. Dann muss eine andere Lösung da sein." Nach der ersten Entscheidung im März hat man sich zurückgelehnt und alle Entscheidung nur dem Staat überlassen. Das sieht man auch daran, dass während der Zeit (6 Wochen!)kein einziges Konzept arbeitet wurde für das DANN. Es wurde noch nicht einmal gegen die Regelung aufbegehrt, bzw. erst dann, als die "lästigen Laien" reihenweise Klagen eingereicht haben.
Ist das die Vorstellung von LEITUNGsgewalt? Oje!


13

0
 
 Stefan Fleischer 24. April 2020 

Hier möchte ich

einen Aphorismus anfügen, den ich soeben gelesen habe:
"Wir leben in einer Zeit.
in welcher der Ungehorsam behauptet,
er sei eine Tugend."
Natürlich ist das sehr einseitig und überspitzt. Aber sich darüber Gedanken zu machen ist sicher nicht verboten.


7

0
 
 proelio 24. April 2020 
 

Synodaler Weg - Ermächtigungsgesetz der Nazis

Diesen Vergleich zog kein geringerer als der ehemalige Glaubenspräfekt Kardinal Müller. Und er hat Recht damit. Die deutschen Bischöfe versuchen, auf diesem Weg die katholische Glaubens- und Morallehre auf den Kopf zu stellen. Eine Ungeheuerlichkeit, die den Nazis nie gelungen ist...


15

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischöfe

  1. Hilfswerk der US-Bischöfe soll Unterstützung radikaler Gruppen beenden
  2. Jüngster katholischer Bischof der Welt wurde geweiht
  3. Erklärung von Bischöfen sorgt für Kopfschütteln
  4. Papst nimmt Rücktritt von Weihbischof in US-Diözese Buffalo an
  5. Amt beschert Bischof "schlaflose Nächte und freudiges Staunen"
  6. Brasilianischer Bischof tritt aus Erschöpfung zurück
  7. Kurienkardinal Ouellet: Einer von drei Bischofskandidaten lehnt ab
  8. US-Bischof: Knochenmarkspende für unbekannte Frau
  9. Neuseeländischer Bischof tritt wegen sexueller Affäre zurück
  10. 'Causa Alois Schwarz' - Papst Franziskus kündigt in Brief Gespräch an








Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Der Graben zwischen Rom und der deutschen Ortskirche wird immer tiefer
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  6. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  9. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  10. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  11. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  12. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  13. Päpstliche Akademie für das Leben verteidigt ihr jüngstes „Gott-loses“ Dokument zur Covid-Pandemie
  14. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  15. Hubschrauber am Landeplatz der Arche Noah

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz