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"Ihr Brief ist polemische Hetze!"

4. Mai 2020 in Jugend, 20 Lesermeinungen
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"Die Wahrheit des Glaubens als Schimpfwort zu verwenden finde ich nicht nur dreist, sondern eines Ordensmannes gänzlich unwürdig." - Offener Brief des 20-jährigen Constantin Mucha an Salvatorianer-Pater Erhard Rauch zu #Corona-Gottesdienstverboten


Wien (kath.net)
Sehr geehrter Pater Erhard Rauch!

Mein Name ist Constantin Mucha und ich bin ein 20-jähriger Katholik. Ich würde gerne auf Ihre Stellungnahme auf der Website der Salvatorianer bezüglich der CoVid-19-Gottesdienstverbote antworten. Diese Antwort soll versuchen Ihre Argumente kritisch zu hinterfragen und wird auch meine persönliche Meinung zu den Gottesdienstverboten deutlich zum Vorschein bringen.

Gleich zu Ihrer Überschrift „»Wahrer« Glaube oder Hausverstand“, damit tun Sie so, als ob es schlecht wäre, wenn Menschen der Meinung sind, dass sie nach dem wahren Glauben streben. Auch im Verlauf Ihres offenen Briefes verwenden Sie immer wieder – leider eigentlich immer abwertend – den Begriff „wahre Gläubige“. Dies finde ich sehr traurig, weil in der Kirche geht es seit zwei Jahrtausenden um Wahrheit und was der wahre Glaube ist, denn für uns ist es alles andere als irrelevant, ob jemand glaubt Jesus ist wahrer Gott und wahrer Mensch oder nicht. Nur um hier ein Beispiel zu bringen. Die Wahrheit des Glaubens als Schimpfwort zu verwenden finde ich nicht nur dreist, sondern eines Ordensmannes gänzlich unwürdig.

Nun zu den Behauptungen, die Sie aufgestellt haben. Gleich ganz am Anfang Ihres Briefes kritisieren Sie eine Einstellung die ich Fideismus nennen würde, also nur Glaube, kein Verstand. Diese Einstellung ist natürlich abzulehnen und hat in der katholischen Kirche nichts zu suchen, da es bei uns immer um ein Zusammenspiel von Glaube und Vernunft geht. Aber diese Einstellung bemerke ich bei der von Ihnen angesprochenen Personengruppe nicht, nehmen wir zum Beispiel das Video, auf das Sie sich indirekt beziehen. Darin bitten junge Katholiken die Bischöfe, öffentliche Hl. Messen wieder zu erlauben, allerdings nicht einfach so, wie sie vor der Coronavirus-Pandemie stattgefunden haben, sondern diese Gläubigen stellen sich explizit zur Verfügung, um alles Menschenmögliche zu tun, damit das Ansteckungsrisiko möglichst gering bleibt. Ihnen sind die andern Menschen nicht egal, sondern gerade aus Rücksicht auf die Schwächeren unserer Gesellschaft wollen sie helfen, indem sie Ordnerdienste versehen, beim Desinfizieren der häufig benutzen Stellen helfen usw. Dass Sie – als Priester und damit als Stellvertreter Christi – diese großartigen Menschen als „verantwortungslos und unsolidarisch“ bezeichnen, finde ich einfach nur abscheulich. Denn diese Christen sind nicht nur bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich mit den Schwächeren der Gesellschaft solidarisch zu zeigen, sondern sie setzen auch ihren Verstand ein, um an den bestmöglichen Lösungen mitzuarbeiten.

Beschäftigen wir uns jetzt mit Ihrer Kritik, warum Gläubige sich darüber beschweren, dass ihnen der Zugang zu den Sakramenten faktisch verwehrt wird. Nun diese Situation ist absolut neuartig: Nicht mehr weltliche Herrscher verbieten den Christen, die Heilige Messe zu feiern, sondern die eigenen Bischöfe verbieten die öffentlichen Messfeiern. Natürlich löst diese Situation bei vielen Gläubigen ein großes Unverständnis aus und sie fragen sich, was nun das Beste sei: Einfach nur abzuwarten und zu beten, dass es bald wieder möglich ist die Sakramente zu empfangen oder die Bischöfe inständig zu bitten dies wieder möglich zu machen. Ein dritter Weg wäre auch einfach, die Bestimmung der Bischöfe zu ignorieren und ungehorsam zu sein, indem man versucht, irgendwie an die Sakramente heranzukommen. Besondere Zeiten brauchen besondere Maßnahmen, diese Phrase ist in den letzten Tagen wohl sehr oft gefallen, und genau das gilt auch für den Schrei der Sehnsucht von Katholiken nach den Sakramenten. Selbstverständlich hat niemand von uns ein Recht auf Sakramente, aber genausowenig haben die Bischöfe das Recht, die Sakramente gänzlich einfach den Gläubigen zu verwehren, ohne eine ausreichende Begründung darzulegen, warum Baumärkte wichtiger und sicherer sind als die Spendung der Sakramente.

Leider fehlt bei Ihrer Behauptung, dass „ein großer Ansteckungsherd von einer kirchlichen Gruppe ausgegangen, die es ja besser gewusst hat“, jegliche Angabe von Quellen, so dass es mir nicht möglich war, dies in irgendeiner Art und Weise zu verifizieren oder zu falsifizieren. Denn gerade bei dieser Behauptung wäre es sehr interessant, ob diese Christen irgendeine Art von Sicherheitmaßnahmen getroffen haben, oder nicht. Wenn Sie allerdings keine Quellen angeben, ist leider der Verdacht gegeben, dass diese Behauptung unter Angstmache einzuordnen ist, die ja leider auch unsere Regierung möglicherweise bewusst betrieben hat (siehe das geleakte Sitzungsprotokoll).

Sie sprachen davon, dass diese Menschen, die ihre Sehnsucht nach der Heiligen Messe ausdrücken, überheblich seien, da sie von „unseren“ Heiligen Messen sprachen. Vielleicht haben Sie Recht und diese Wortwahl ist etwas unglücklich, aber wer sagt, dass diese Christen dieses Pronomen egoistisch nur für sich gemeint haben? Denn ich glaube, dass diese Katholiken es im Sinne einer in diesen Tagen (ab und zu wohl etwas zu viel) zitierten Stellvertretung gemeint haben. Also „unsere“ im Sinne der ganzen Kirche gehörig. Und Sie können wohl schwer abstreiten, dass Jesus Christus seiner Kirche die Allerheiligste Eucharistie geschenkt hat, und damit „gehört“ sie der Kirche im weitesten Sinne, aber der ganzen Kirche und das sind nicht nur die Kleriker. Das ist nämlich auch so ein Punkt, den ich nicht ganz verstehe: Wie wollen die Bischöfe und auch die Priester die Gläubigen, die jetzt auf den eucharistischen Herrn verzichten müssen, verstehen, da sie ja selbst nicht davon betroffen sind? Alle Priester können weiter für sich die Heilige Messe feiern und den eucharistischen Heiland empfangen.

Ein weiterer Punkt Ihrer Argumentation war, dass es ja einige Gebiete auf dieser Erde gibt, wo viele Gläubige oft mehrere Jahre keine Heilige Messe mitfeiern können. Und Sie haben Recht, das ist furchtbar! Aber Laien den Vorwurf zu machen, dass dies so ist, finde ich inakzeptabel. Sollte es tatsächlich einen Priesterüberschuss in Europa geben – was ich nicht glaube, es kann nur sein, dass die Priester zu wenig missionarisch sind und deshalb ihre Gemeinden zu klein sind – dann wäre es doch Aufgabe dieser Priester, sich ernsthaft zu fragen, ob Gott sie nicht in ein Gebiet mit viel zu wenig Priestern ruft, oder nicht?

Nun zu Ihrem Appell „lasst hier bei uns die Bischöfe mit den Fachleuten weitermachen“, Sie tun da ja so als gäbe es nur eine einzige Meinung bei den Experten. Aber das ist objektiv falsch, es gibt ziemlich unterschiedliche Meinungen unter Fachleuten, wie sich dieser Virus ausbreitet und was angemessene und gute Maßnahmen zu seiner Eindämmung sind. Nur so mal ganz nebenbei bemerkt: Politiker als Fachleute für eine Pandemie zu bezeichnen finde ich eigentlich einfach nur lächerlich. Die Bischöfe wurden ganz sicher nicht von Gott berufen, um sich blind irgendwelchen Fachleuten unterzuordnen. Dass die Bischöfe sich den Rat von Experten in solch schwierigen Situationen holen, halte ich für selbstverständlich, allerdings von unterschiedlichen Experten, die unterschiedliche Perspektiven auf diese Pandemie haben. Vor allem da unsere Bundesregierung nicht klar sagt, wer in ihrem Expertenstab sitzt und so ist zu fürchten, dass überdurchschnittlich viele Mathematiker und Modellexperten mitreden, allerdings gibt es bei allen Maßnahmen zum Beispiel auch die psychologische Komponente zu erwägen, denn die getroffenen Maßnahmen haben noch nicht näher bekannte Folgen für die Psyche der Menschen. Da halte ich es für notwendig, dass die Bischöfe die Regierung darauf aufmerksam macht, dass Menschen nicht nur aus einem Leib bestehen, sondern auch aus einem Geist und einer Seele. Was nützt es, wenn der Körper der Menschen komplett gesund ist, aber ihre geistige Komponente wird krank? Aber was die Bischöfe mit diesem Rat dann machen ist gänzlich die Verantwortung der Bischöfe, und falls Gläubige da den Eindruck haben, die Bischöfe gehen in eine falsche Richtung, ist es völlig angebracht, wenn diese ihre Zweifel zum Ausdruck bringen. Hier kommt nämlich das Gewissen ins Spiel und das haben Sie in Ihrem Brief leider in keinster Weise erwähnt. Und auch so eine Erinnerung für Sie nebenbei, der Heilige Geist wirkt nicht nur bei den in der Hierarchie der Kirche weit obenstehenden Bischöfen, sondern auch bei den ganz normalen Laien.

Abschließend bleibt mir zu sagen, dass ich Ihren Brief argumentationstechnisch, menschlich und christlich nicht in Ordnung finde. Denn in ihm setzten Sie statt auf tragfähige Argumente hauptsächlich auf polemische Hetze gegen von Ihnen ironisch genannten „wahren Gläubige“. Ich hoffe Sie überdenken Ihre Argumente, entschuldigen sich bei den ehrlich engagierten Christen und versuchen Ihren Beitrag zu leisten, damit möglichst viele Gläubige bald wieder die - für uns Katholiken lebensnotwendigen - Sakramente empfangen können, denn dazu wurden Sie von Gott berufen.

Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen

Constantin Mucha





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Lesermeinungen

 lesa 5. Mai 2020 

Beten wir für solche Geplagte

Vielleicht hat Herr Rauch ein Leben lang in den Irrtümern der "68iger-Theologie" gefangen, bei diesen frischen jungen Leuten gespürt, dass da eine Generation heranwächst, die vom authentischen Glauben erfüllt sind - und dass sie in der Wahrheit sind. Und was man im stillen Kämmerchen als wahr spürt, aber nicht zugeben mag, hasst man und will es vernichten - und sei es verbal.
Wie wichtig ist authentische Glaubensverkündigung, auch um vielleicht solche Schicksale zu verhindern, indem sie durch klare Orientierung die Wahrheit finden!


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 Andrzej123 4. Mai 2020 
 

bzgl des Adressaten Erhard Rauch

sei auf folgenden Vorwurf/ Vorgang verwiesen:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190925_OTS0200/ex-maennerordenchef-rauch-strafrechtlich-verurteilt


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 nazareth 4. Mai 2020 
 

@P. Rauch

Jetzt habe ich den Brief gelesen. Wie schrecklich. Schlimmer als ich dachte. Erschütternde Haltung eines katholischen Priesters.


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 athanasius1957 4. Mai 2020 
 

Einfach grandiose Replik auf die "Worte" des Hoch"un"würdigen P. Rauch!

Ihnen, Herr Mucha, meinen tiefsten Respekt vor Ihrem Antwortschreiben.
Bzgl. P. Rauch kann man nur sagen:
ein echter post-68 und V2-Verseuchter, dem heute mit 70 Jahren das Katholischsein aber auch sein Priestertum mehr oder weniger unter den Fingern zerbröselt.
Würde er diese beiden o.a. Vorgaben "Katholischsein und sakramentales Priestertum" ernst nehmen und sie nicht in Permanenz sezieren und analysieren, dann wäre er auch ein "wahrer Gläubiger" geblieben und würde wahrscheinlich auch die Soutane oder zumindest den Priesterkragen auf den im Web befindlichen Bildern tragen.


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 SalvatoreMio 4. Mai 2020 
 

EIN LICHTSTRAHL!

Solche jungen Leute sind ein Lichtstrahl und lassen hoffen! Herr Mucha zeigt sich mutig (was vielen Erwachsenen fehlt), aber zugleich mit gesundem Menschenverstand!
Danke, Herr Mucha, und Ihnen Gottes Segen!


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 Montfort 4. Mai 2020 

Gratulation diesem 20-Jährigen, der mehr Herz und Verstand als ein alter SDS-Ordensmann

in Bezug auf den Eucharistieempfang beweist.

Den bereits im September 2019 "wegen übler Nachrede strafrechtlich verurteilten" (nach § 111 StGB, Strafe: 30 Tagessätze a EUR 4,- samt Eintrag ins Strafregister) P. Erhard Rauch SDS könnten die verleumdeten jungen Katholiken wohl eigentlich klagen.

Der junge Autor hat sogar die ungeheuerlichste Verleumdung in P. Rauchs Brief "nobel verschwiegen":

"ICH NENNE SOLCHE MENSCHEN nicht gläubig, sondern ASOZIAL. Aber deswegen sind wahrscheinlich diese Zwischenrufer auch nicht zu Bischöfen erwählt worden…"

Gott sei's gedankt, dass der 70-jährige P. Rauch (der vielleicht nur Angst um sein eigenes Leben hat?) nicht zum Bischof ernannt wurde - die jungen Katholiken aber (die Männer unter ihnen natürlich), die zeigen, dass sie wirklich "unerschrocken" aus der Eucharistie leben und bereit sind, im kirchlichen Dienst Herz und Verstand einzusetzten, haben da vielleicht noch eine Chance... ;-)

www.salvatorianer.at/site/de/home/aktuelles/article/1642.html


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 nazareth 4. Mai 2020 
 

@Pater Erhard Rauch:wie viel Sehnsucht nach dem Herrn, im Hl. Sakrament zugegen, leuchtet auf in ihrem Statement? Wie viel verzehrende Leidenschaft den lebendigen Christus in Eucharistie,Sakramentenspendung und Begleitender Seelsorge den anvertrauten Menschen zu bringen ruft aus ihrem Statement heraus? Wie viel Freude und Unterstützung über und für so eine katholische Jugend die lautstark für ihre Überzeugungen Eintritt und tatkräftig nach Lösungen sucht für die Sehnsucht, Kirche wahrhaftig zu leben? Selbstoffenbarung nennt man das. Oft schwiege man besser. @Constantin: Lieber Constantin. Auch von mir ein "Hut ab" für die Geduld auf dieses Statement so einzugehen,für das in der Liebe bleiben bei aller Klarheit und für deinen Einsatz für die Wiederkunft des Herren,denn er wird dich/euch gläubig vorfinden. Meine Kinder sind auch Feuer und Flamme und lieben die Kirche,sie geben auch mir neues Feuer! Danke noch einmal. Mega!


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 Steve Acker 4. Mai 2020 
 

".ein großer Ansteckungsherd von einer kirchlichen Gruppe ausgegangen, die es ja besser gewusst hat“

Dieser Punkt bezieht sich mit Sicherheit auf die freikirchliche Veranstaltung in Mulhouse(Elsass) vom 17.-24.feb.
Es stimmt eben nicht das die Veranstalter es besser gewusst haben.
Zu dem Zeitpunkt wurde allerorts in Mitteleuropa noch gesagt: alles halb so wild.
Die Veranstaltung dauerte eine Woche, fand in einer Halle statt, mit 2000 teilnehmern.
Also überhaupt nicht vergleichbar mit einem 1stündigen Gottesdienst mit umfangreichen Sicherheitsmassnahmen.
Aber sie wird immer als Vorwand genutzt um Heilige Messen zu verbieten oder einzuschränken.
Traurigerweise sogar von Kirchenleuten.

Großer Dank an Constantin Mucha für seine Replik an Pater Rauch.


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 Steve Acker 4. Mai 2020 
 

".ein großer Ansteckungsherd von einer kirchlichen Gruppe ausgegangen, die es ja besser gewusst hat“

Dieser Punkt bezieht sich mit Sicherheit auf die freikirchliche Veranstaltung in Mulhouse(Elsass) vom 17.-24.feb.
Es stimmt eben nicht das die Veranstalter es besser gewusst haben.
Zu dem Zeitpunkt wurde allerorts in Mitteleuropa noch gesagt: alles halb so wild.
Die Veranstaltung dauerte eine Woche, fand in einer Halle statt, mit 2000 teilnehmern.
Also überhaupt nicht vergleichbar mit einem 1stündigen Gottesdienst mit umfangreichen Sicherheitsmassnahmen.
Aber sie wird immer als Vorwand genutzt um Heilige Messen zu verbieten oder einzuschränken.
Traurigerweise sogar von Kirchenleuten.

Großer Dank an Constantin Mucha für seine Replik an Pater Rauch.


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 elisabetta 4. Mai 2020 
 

Mir scheint,

dass die Gläubigen, welche sich mit ihren Anliegen und Sorgen schriftlich an die für diese aktuelle kirchliche Situation Mitverantwortlichen gewendet haben, mit einem bischöflichen „Musterbrief“ abgespeist werden. Allzu viele Passagen der vorgebrachten Argumente, warum so und nicht anders gehandelt wird, kommen mir bekannt vor. Sie waschen sich die Hände in Unschuld wie Pilatus. Im heutigen Evangelium geht es um bezahlte Knechte, die nicht Hirten sind und ihre Schafe im Stich lassen. Das erinnert mich frappant an den derzeitigen kirchlichen Zustand.


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 lesa 4. Mai 2020 

Das eucharistische Opfer - das aktuell mächtigste Eingreifen Gottes in die Welt (P. Conrad)

Eine hervorragende Analyse des Briefes von P. Rauch bzw. Antwort darauf von einem 20-Jährigen! Unterscheidung der Geister, Klarsicht, Mut zum Zeugnis - vorbildlich. Klasse, danke!
@Michael 58: Danke für die Ergänzung:
"Selbstverständlich hat niemand von uns ein Recht auf Sakramente..." "Doch, Gläubige haben ein Recht auf Sakramente" mit Angabe aus dem CIC.

"Niemand hat "ein Recht" auf die Eucharistie stimmt insofern, dass sie in sich reines Geschenk ist, die Gabe aller Gaben, die man nur dankend EMPFANGEN, aber nicht "einfordern" kann. Diese Gabe beinhaltet Aktualisierung der Hingabe Christi, in die derjenige hineingenommen wird, der würdig kommuniziert. Eucharistie heißt lobpreisende Danksagung und Feier dieser Wirklichkeit. Wer kommuniziert, kann auch zu Brot werden für die Welt, meist auf eine den Augen verborgene Weise. Es gibt nichts Wichtigeres und Wirksameres als die Eucharistie und Teilnahme daran.Corona kann die Quelle des kirchlichen Lebens neu erkennen helfen.


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 exnonne 4. Mai 2020 
 

volle Zustimmung

Ich kann Herrn Mucha nur zustimmen. Allzu wenige haben in dieser Situation ihr Hirtenamt ernst genommen. Es war sogar verboten, den Gläubigen wenigstens an Ostern die heilige Kommunion für den Hausgottesdienst zu bringen. Mit etwas Fantasie und Kreativität wäre sicher einiges machbar gewesen.
Und jetzt, da Eucharistiefeiern endlich wieder erlaubt sind, will man uns mancherorts mit WGF oder sonstigen Andachten abspeisen, die wir auch zu Hause feiern könnten. Wer gern die heilige Messe mitfeiern möchte, wird als unsolidarisch und rücksichtslos gebrandmarkt. Man nehme den Tod von Mitmenschen in Kauf, weil man sich an der heiligen Hostie infizieren könne!
All diese möchte ich fragen: Nehmt ihr im Supermarkt euer Rückgeld/eure EC-Karte nicht mehr in Empfang, nur weil die Kassiererin sie in der Hand hatte? Schickt ihr etwa andere einkaufen und setzt sie damit einem Infektionsrisiko aus?
In der Kirche werden die hygienischen Vorgaben genau beachtet. Lasst uns also unsere Eucharistie feiern!


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 girsberg74 4. Mai 2020 
 

@Michael 58: „Recht auf Sakramente“

Sie schreiben, dass Sie kein Kirchenrechtsexperte seien.

Scheren Sie sich nicht darum, sie können sich auf den Salvatorianer-Pater Erhard Rauch und seinen „Hausverstand“ berufen.


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 girsberg74 4. Mai 2020 
 

@Michael 58: „Recht auf Sakramente“

Sie schreiben, dass Sie kein Kirchenrechtsexperte seien.

Scheren Sie sich nicht darum, sie können sich auf den Salvatorianer-Pater Erhard Rauch und seinen „Hausverstand“ berufen.


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 lakota 4. Mai 2020 
 

Besser kann man es nicht ausdrücken!

Sehr gut geantwortet auf die überheblichen Angriffe des Paters. Ich freue mich, daß es noch so gläubige junge Leute gibt!


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 Glaube13 4. Mai 2020 
 

Chapeau!

Oder auf gut deutsch,-Hut ab.
Für Ihre Meinungsäußerung Constantin Mucha, 20 Jahre jung. Diesen Hut zieht vor Ihnen ein 65jähriger Bruder im Glauben.Der Klerus, soweit ich es verfolgen konnte, hat sich in dieser Krise, oft nicht als Hirte, zu erkennen gegeben. Im Gegenteil. Häufig entstand der Eindruck, der Hirte ist mal eben weg und die Herde alleine. Ich glaube, dass dadurch für die Glaubensgemeinschaft, ein deutlicher Schaden entstanden ist. Viele Gläubige haben die Erfahrung gemacht, in dieser, für uns alle, bisher einmaligen Krise, alleine ohne "ihre Kirche" zu stehen.Nachdem nun wieder Gottesdienste wenn auch in eingeschränkter Form, erlaubt sind und die Vorlaufzeit zur Vorbereitung ausreichend war, ist es unverständlich, dass man nicht am erstmöglichsten Tag die Messe feiert.Sondern noch fast eine ganze Woche verstreichen lässt.
Ich möchte nicht verkennen, dass es auch positive Beispiele von guten Hirten gibt. Ihnen allen sei an dieser Stelle auch einmal von Herzen gedankt.


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 Winrod 4. Mai 2020 
 

Die Übermacht des "Hausverstandes"

ist die Arroganz.


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 Michael 58 4. Mai 2020 
 

Recht auf Sakramente

Es ist wohltuend zu wissen, dass es engagierte und mutige junge Menschen gibt.

Danke für den offenen Brief.

Eine kleine Ergänzung:

"Selbstverständlich hat niemand von uns ein Recht auf Sakramente..." Doch, Gläubige haben ein Recht auf Sakramente.


"Can. 843 — § 1 Die geistlichen Amtsträger dürfen die Sakramente denen nicht verweigern, die gelegen darum bitten, in rechter Weise disponiert und rechtlich an ihrem Empfang nicht gehindert sind."

Die Einschränkung "..rechtlich an ihrem Empfang gehindert sind." wird wohl in Bezug auf das Kirchenrecht zu verstehen sein. Und ich denke, dass keine Bischofskonferenz so mir nichts dir nichts das Recht hat, das Kirchenrecht außer Kraft zu setzen.

Was ich hinzufügen möchte: Ich bin kein
Kirchenrechtsexperte!


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 Chris2 4. Mai 2020 
 

Alles gerät aus den Fugen. In München

ermittelt jetzt der "Staatsschutz" [!] gegen einen bekannten Islamkritiker (Michael Stürzenberger), nachdem dieser von einem Moslem beleidigt und geschlagen wurde. Denn: "Bei einem der Beteiligten [dem Opfer!] liegen Erkenntnisse bzgl. einer staatsschutzrelevanten [!] Islamfeindlichkeit [!] vor. Dies ist auch Gegenstand der Ermittlungen." (soweit die verlinkte Pressemeldung der Polizei, die kryptischer kaum sein könnte). Scharia nochmal! Nur gut, dass es in Deutschland keine Islamisierung gibt und Christenfeindlichkeit durch Islamisten hierzulande ebenso früh und gnadenlos als "staatsgefährdend" verfolgt wird... (Sarkasmus Ende)

www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/312966


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 Quirinusdecem 4. Mai 2020 
 

zusätlich noch überheblich

...schließe mich an. Ich würde allerdings noch hinzufügenn daß es hier sogar eine überhebliche und arroganten Haltung zeigt..


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