Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  4. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  5. Unsolidarisch, egoistisch und verletzend
  6. Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory
  7. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  8. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  9. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  10. Wir waren wochenlang sehr diszipliniert, jetzt wird's unsinnig

Appell für Lebensschutz und ein Sterben in Würde

1. Mai 2020 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


DBK-Vorsitzender Bischof Bätzing eröffnet Wallfahrt in Kevelaer mit öffentlichem Gottesdienst


Kevelaer (kath.net/DBK) Die Kevelaerer Wallfahrtszeit ist heute (1. Mai 2020) mit einem Gottesdienst durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, eröffnet worden. Bereits vor längerer Zeit hatte die Wallfahrtsleitung den Limburger Bischof zu diesem Gottesdienst eingeladen. Angesichts der Corona-Pandemie und ersten Lockerungen für Gottesdienste ist die Eröffnung der Wallfahrt in Kevelaer eine der ersten öffentlichen größeren Eucharistiefeiern, an der 150 Gläubige in der Basilika teilnehmen konnten.

In seiner Predigt würdigte Bischof Bätzing die vielen kreativen Ideen, die in den vergangenen Wochen in Familien und Gemeinschaften entstanden seien, als die Messe nicht zusammen gefeiert werden konnte. Die kleinen Zeichen hätten „tragende“ Bedeutung bekommen, „denn sie trugen und tragen weiterhin viele Menschen in dieser so anspruchsvollen Zeit eingeschränkter Sozialkontakte und solidarischer Sorge um die besonderen Risikogruppen“.

Bischof Bätzing ging insbesondere auf das fast 400 Jahre alte Gnadenbild von Kevelaer ein, das eine Muttergottes mit Kind und königlichen Kronen zeigt. „Corona“ heiße Krone. „Diesen Namen trägt eine Gruppe von viralen Krankheitserregern seit 1968, weil sie unter dem Elektronenmikroskop mit ihren Fortsätzen auf der kugelförmigen Hülle wie von Kronen oder einem Strahlenkranz geschmückt aussehen. Diese gefährliche Krankheit zeigt eine trügerische Hoheit. Und nicht selten ist es so. Was überaus anziehend und verlockend daherkommt, entpuppt sich manchmal im Leben als großer Schaden, ob es materieller Besitz ist, besonders attraktiv scheinende Ideen und Ideologien sind, Angebote in Werbung und Medien und vieles andere“, so Bischof Bätzing. „Die Krone dieses Virus ist eine Plage der Menschheit. Wie eine Dornenkrone hat sie sich auf unser Leben gelegt und verursacht so viel Leid, Tod, Ängste und Unheil. Das alles wird uns über Jahre und Jahrzehnte belasten.“

In diesen Wochen, so Bischof Bätzing, werde viel geweint, beispielsweise um die Schwerkranken auf den Intensivstationen und die Sterbenden, die ihren letzten Weg unbegleitet gehen mussten. Für ihn sei der Mantel Mariens auf dem Gnadenbild von großer Signalwirkung, denn es gehe darum, den Schwächsten menschliche Zuwendung und Geborgenheit zu schenken, sie „mit dem ‚Pallium‘ zu umhüllen, ihnen mit palliativer Sorge zu helfen auf dem letzten Lebensabschnitt. Den Sterbenden alle nötige Hilfe an schmerzlindernder Medizin und stärkender menschlicher Begleitung und Seelsorge zukommen zu lassen: Das ist und bleibt unsere christliche Antwort auch auf den manchmal aus Verzweiflung geäußerten Wunsch, langes und unerträgliches Leiden beenden zu wollen“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Kritik übte Bischof Bätzing am Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020, mit dem die geschäftsmäßige Suizidbeihilfe für rechtens erklärt wurde. Das erschüttere ihn und stelle einen „tiefen Einschnitt in die Rechtskultur und die ethischen Grundwerte unseres Landes dar. Galt bislang das Recht des Lebens als oberstes Prinzip und der Schutz des Lebens als vornehmste Pflicht des Staates, so wird nun die autonome Selbstbestimmung des Menschen darüber gestellt und die Selbsttötung sozusagen zum Inbegriff der Autonomie des Menschen, die von Staat und Gesellschaft zu respektieren sei“. Das Urteil fordere Christinnen und Christen heraus, „ganz entschieden für die Heiligkeit und Unverfügbarkeit des Lebens einzutreten, für das Lebensrecht der Schwachen, Kranken, Leidenden und Sterbenden. Sie haben Lebensanspruch und Lebensrecht bis zum letzten Atemzug“. Bischof Bätzing betonte, dass auch das Recht auf Selbstbestimmung des Einzelnen ein hohes Gut sei. Dem Respekt vor dem menschlichen Leiden und vor freien Entscheidungen werde dadurch viel eher entsprochen, wenn menschenwürdiges Leben bis zum Ende und damit menschenwürdiges Sterben möglich blieben. „Darum werden wir unseren Einsatz für die Palliativmedizin und die Hospizarbeit verstärken und gegen allen ökonomischen Kostendruck dafür öffentlich eintreten“, betonte Bischof Bätzing. „Der weite Mantel menschlicher Fürsorge ist bei weitem der sicherste Raum für menschliches Leben und Sterben in Würde. Das ist in dieser Zeit vielleicht die wichtigste Botschaft des Gnadenbildes von Kevelaer.“

Foto (c) Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 2. Mai 2020 

Eine sehr dankenswerte Ansprache!
@gebekrev: Fleißig für ihn beten!


2

0
 
 gebekrev 1. Mai 2020 
 

Lobenswert aber.

Die Äußerungen des Vors.d.DBK sind lobenswert, aber die Äußerungen über
Segnung von Gleichgeschlechtlichen sowie
die Weihe von Frauen zu Priesterberufen
an anderer Stelle kann nicht hingenommen
Werden.


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. „Ihr tötet 100.000 junge George Floyds pro Jahr, verdient damit Geld“
  2. Angst vor säkularer Mehrheit: katholische Hochschulen verraten Werte
  3. Corona gefährdet das Leben ungeborener Kinder
  4. „Jede Woche muss eine Woche für das Leben sein“!
  5. „Jede Woche muss eine Woche für das Leben sein“!
  6. US-Erzbischof: Abtreibung und Euthanasie sind die Lebensschutzthemen
  7. Lateinamerikanische Lebensschützer danken Präsident Trump
  8. ‚Arche’-Gründer Vanier für assistierten Suizid, unklar zu Abtreibung
  9. Stiftungspreis für Mechthild Löhr (CDL) und FamilienAllianz
  10. Demokratische (!) Senatorin Katrina Jackson sprach beim March for Life








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!
  3. Der Neoprotestantismus bricht sich seine Bahn
  4. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums
  5. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  6. Bloße Aussage, Corona ist keine Strafe Gottes, völlig unzureichend
  7. Wegfall der 10-Quadratmeter-Regel pro Person - Maskenpflicht fast abgeschafft!
  8. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  9. Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory
  10. Kardinal Müllers „Corona-Verschwörungstheorie“ im Kreuzverhör

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz