Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. Kirche im Verfall
  5. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  6. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  9. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  10. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  11. THESE: Warum die UNO weg muss!
  12. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung

Mein Weg als Freimaurer - Leseprobe 4

6. Juni 2020 in Buchtipp, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Freimaurerei zielt darauf ab, die Gesellschaften weltweit zu transformieren. Ein Buch von Serge Abad-Gallardo. Leseprobe 4


Linz (kath.net)
Der Anfang und das Ende des freimaurerischen Jahres werden mit Festen zu Ehren des scheidenden und des wiederkehrenden »Lichts« begangen. Eine dieser Zeremonien endet mit einem Ritual, das auf einen Christen beruhigend wirken könnte, sich aber bei näherem Hinsehen als ein Zerrbild der Eucharistie erweist: Der jüngste Lehrling und der älteste Meister der Loge stellen sich zu beiden Seiten des Altars der Gelöbnisse auf und brechen das Brot. Jeder zerteilt auf seiner Seite einen Brotlaib, der von den anwesenden Freimaurern weitergereicht wird, damit alle Logenmitglieder sich ein Stück davon nehmen und »kommunizieren«.

Ich war mehr als irritiert, als der Meister vom Stuhl bei dieser Gelegenheit, wie im Ritual wortwörtlich vorgesehen, »Luzifer, dem Morgenstern« dafür dankte, dass er der Freimaurerei »das Licht« bringe, damit diese es ihrerseits an die Menschheit weitergebe. Ich wunderte mich, dass mir dieser satanische Bezug bislang nie aufgefallen war. Es beunruhigte mich, dass dem Fürsten dieser Welt solche Ehre zuteilwurde. Also wandte ich mich beim Brudermahl an den Meister vom Stuhl:

‒ »Diese Anrufung Luzifers hat mich sehr überrascht! Sich auf einen Dämon zu berufen, ist doch recht ungewöhnlich, oder nicht? Ich finde das sehr verwirrend!«

‒ »Ich verstehe, dass du dich aufregst«, antwortete er, »aber in Wirklichkeit ist Luzifer nicht der Dämon, für den du ihn hältst. Ganz im Gegenteil! Die Kirche hat die Wahrheit verfälscht (sic). Luzifer heißt "Lichtbringer". Und wenn man weiß, wie obskurantistisch die katholische Kirche sein kann, dann muss man sich nicht wundern, dass sie diesen gütigen Engel zum Dämon erklärt hat! Luzifer ist ein wohltätiger Engel, den wir Freimaurer uns zum Vorbild nehmen müssen. Wie die Freimaurer bringt er der Welt das Wissen. Später, wenn du den Hochgraden angehörst, wirst du das besser verstehen.«


Ich war beruhigt. Wenn der Papst, wie mir ein Freimaurer aus den Hochgraden versichert hatte, einer der »bösen Gesellen« war, die Hiram getötet hatten, und wenn die Kirche den Menschen das ersehnte Licht verweigerte, dann war es schließlich auch nicht weiter erstaunlich, dass sie Luzifer verteufelte und ihn zu Unrecht als Dämon abstempelte.
Überdies war meine theologische Bildung damals praktisch nicht vorhanden. Ich dachte, Satan sei der Teufel und Luzifer jemand anders, vermutlich ein Engel, auf keinen Fall aber der Fürst der Dämonen. Später jedoch, als mir erste Zweifel kamen, ob mein freimaurerischer Weg mit meinem wiederaufkeimenden Glauben vereinbar sei, beschloss ich, mir Klarheit zu verschaffen. Und stellte Recherchen an.

Ich wollte den Glauben verstehen und kennenlernen. Zudem wurde in den Hochgraden alles immer doppeldeutiger. Und paradoxerweise gleichzeitig immer klarer. Ich verlor jegliches Vertrauen in das, was ich in der Loge zu hören bekam, und so machte ich mich auf die Suche und stieß auf einen - allerdings antifreimaurerischen - Text, der die Freimaurerei als satanische Religion bezeichnete: »In der Zeitschrift Adelphi Quarterly (einer New-Age-Zeitschrift) Nr. 3, Jg. 1992, Seite 7, steht geschrieben, dass die Freimaurerei als eine Schule der Luzifer-Bruderschaft gegründet worden ist.« Außerdem beschloss ich, die Schriften gelehrter Freimaurer einer näheren Überprüfung zu unterziehen.

Oswald Wirth listet in einem seiner Bücher die Namen der Personen auf, auf die er sich bezieht. Er schreibt: »Ragon, Éliphas Lévi, Albert Pike und vor allem Goethe sind durch ihre Schriften meine Lehrer gewesen.« Okkultisten! Albert Pike, Freimaurer des XXXIII. Grades, hatte meines Wissens mehrere Jahrzehnte lang im Süden der Vereinigten Staaten als Souveräner General-Inspekteur des AASR gedient und enge Beziehungen zum Ku-Klux-Klan unterhalten. Und auch dieser freimaurerische Würdenträger -  einer der bedeutendsten Vertreter der Freimaurerei - war Satanist gewesen!
Ich erfuhr, dass dieser Erlauchte Bruder der Freimaurerei den Einfluss Luzifers auf die Freimaurerei näher beschrieben und bestätigt hatte: »Die freimaurerische Religion muss für uns alle, die Eingeweihten der Hochgrade, in der Reinheit der luziferischen Lehre bewahrt werden.

kath.net Buchtipp
Mein Weg als Freimaurer - ich diente Luzifer, ohne es zu wissen
Von Serge Abad-Gallardo
Media Maria Verlag 2020
ISBN: 9783947931156
Broschur, 224 Seiten
Preis: Euro 19,50

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

Link zum kathShop

Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus, Linz:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Buchhandlung Provini Berther GmbH, Chur:
Für Bestellungen aus der Schweiz/Liechtenstein: [email protected]

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der Provini Buchhandlung (Auslieferung Schweiz und Lichtenstein) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Freimaurer

  1. ‚Tiefe Resonanz‘ mit Prinzipien der Freimaurerei – Großmeister lobt Wirken von Papst Franziskus
  2. Spanische Freimaurer loben Papst Franziskus’ Engagement für den ‚Tag der Geschwisterlichkeit’
  3. Mein Weg als Freimaurer - Leseprobe 3
  4. Mein Weg als Freimaurer - Leseprobe 2
  5. Mein Weg als Freimaurer - Leseprobe 1
  6. Kroatien: Generalstaatsanwalt tritt wegen Freimaurerei zurück
  7. Wien: Plädoyer für Aussöhnung von Kirche und Freimaurern
  8. Papst lehnt libanesischen Botschafter wegen Freimaurerei ab
  9. Der 'Kampfbund Satans'?
  10. Der 'Kampfbund Satans'?







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  12. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  13. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  14. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  15. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz