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Das Gebet – das Rufen zu Gott

6. Mai 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: eine neue Katechesenreihe zum Gebet, Atem des Glaubens. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Generalaudienz in der Zeit der Seuche in Live-Streaming über Fernsehen und Internet aus der Bibliothek der ehemaligen Papstwohnung im Apostolischen Palast. Papst Franziskus begann eine neue Reihe von Katechesen über das Gebet.

Das Gebet sei der Atem des Glaubens und sein ureigener Ausdruck. Es sei wie ein Ruf, der aus dem Herzen dessen emporsteige, der an Gott glaube und sich ihm anvertraue.

„Wir sehen dies sehr schön an der Gestalt des blinden Bartimäus im Evangelium. Ganz auf sich allein gestellt, ruft er aus vollem Hals, als Jesus vorbeikommt“, so der Papst. Er sei ein Bild des beharrlichen Beters, der sich nicht von den Einwänden anderer abhalten lasse. Das Rufen dieses Bettlers „ist ein Bekenntnis seines Glaubens, es wird zur Bitte und rührt Jesu Herz“.


Der Herr sehe die Kraft seines Glaubens, der um das Geschenk des Heils flehe und Gottes Erbarmen auf sich ziehe. Das Gebet komme aus einem demütigen Herzen, das um die Unzulänglichkeit unseres Menschseins wisse, und entspringe unserer Sehnsucht nach Gott.

„Die Demut ist die Grundlage des Betens«, sagt der Katechismus, denn »der Mensch ist vor Gott ein Bettler“: im Herzen des Menschen gebe es eine Stimme, die nach dem Sinn unseres irdischen Lebensweges fraet und Gott anrufe:

„Ja, der gesamten Schöpfung, die bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt (Röm 8,22), ist dieses Flehen eingeschrieben. Auch sie bittet, dass das Geheimnis des Erbarmens Gottes seine endgültige Erfüllung findet“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Von Herzen grüße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Das Gebet ist der schönste Ausdruck des Glaubens in Gott und des Vertrauens in seine barmherzige Liebe. Bitten wir Gott, uns ein demütiges Herz zu schenken, dass alles von ihm erhofft und immer den Durst nach ihm verspürt. Der auferstandene Herr erfülle in dieser österlichen Zeit unsere Herzen mit seinem Frieden und seiner Freude.


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