Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

„Heißt es beim DRK schon ‚Beratung zum Schwangerschaftsabbruch‘?“

7. Mai 2020 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Ich stolperte buchstäblich über die Information bzgl. ‚Beratung zum Schwangerschaftsabbruch‘.“ Gastkommentar von Monika Brudlewsky


Börde (kath.net) Während meiner Zeit im Bundestag gab es für mich persönlich einige Schwerpunkte, vor allem eben die Menschenrechte. Dazu passend war für mich ein Thema stets besonders wichtig: der Schutz des menschlichen Lebens von der Zeugung an bis zum natürlichen Tod. Sicher können sich viele noch an die leidenschaftlichen Diskussionen in den 90 er Jahren zum § 218 erinnern. Es endete letztlich darin, dass sich die Mehrheit des Bundestages (zu der ich zwar nicht gehörte), für die Indikationslösung entschied, bei der eine Notlage der werdenden Mutter nachgewiesen werden sollte, ehe man der Schwangeren den Schein für eine Abtreibung auszuhändigen durfte.

Wir sind uns zwar im Nachhinein einig, und unsere Gruppe um Werner und Hüppe wusste es damals schon, dass diese rechtfertigende Indikation längst nicht bei allen Schwangeren vorliegt, die den Schein ausgehändigt bekommen. Aber einen anderen Gesetzestext konnte man bei dieser Zusammensetzung des Parlamentes einfach nicht erreichen. Dadurch ist ein häufiger Missbrauch dieses Gesetzes leider möglich geworden.


Und dieses Thema hat mich vor einigen Wochen (bei CORONA – Beginn) wieder mal so richtig erreicht, und sehr betroffen gemacht, als ich unweit meiner Wohnung an der Tür des DRK-Kreisverbands oben gezeigten Zettel entdeckte. Ich stolperte buchstäblich über die Information bzgl. „Beratung zum Schwangerschaftsabbruch“.

In dem damals verabschiedeten Gesetz war immer noch von einer „Schwangerenberatung“ die Rede, weil die Beratung ja ergebnisoffen sein sollte. Aber nun heißt es beim DRK tatsächlich schon „Beratung zum Schwangerschaftsabbruch“? Das ist m. E. wirklich schlimm und sollte in den Kreisverbänden doch einmal angesprochen werden. Ich hatte mich mit einer E-Mail schon an Frau Hasselfeldt, die Präsidentin des DRK, gewandt, die mich dann auch selbst anrief. Sie will das Thema bei der nächsten Versammlung unbedingt ansprechen, aber sie kann keine Anweisungen geben.

Denn gerade auch in den Ländern der ehemaligen DDR ist das Verständnis zum Schwangerschaftsabbruch immer noch etwas anders als z. B. in Bayern. Die Kreisverbände entscheiden erfahrungsgemäß selbst.

Und darum wende ich mich auf diesem Wege an alle, doch einmal auch bei sich zu Hause genauer nachzusehen, wie die DRK-Beratungsstellen und auch alle anderen Beratungsstellen in Deutschland mit diesem Thema bzw. mit diesem Gesetz umgehen.

Monika Brudlewsky (CDU) war von 1990 – 2002 Bundestagsabgeordnete für Sachsen-Anhalt (Wahlkreis: Harz/Vorharz). Von 1992 bis 1996 war sie Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Dokumentationsfoto des kritisierten Aushanges:




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  4. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  5. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen
  6. US-Bischöfe rufen Amerikaner zu Gebet und Aktionen gegen Abtreibungspillen auf
  7. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  8. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  9. ‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt
  10. Knappe Mehrheit der US-Amerikaner für Abtreibung nur in wenigen Ausnahmen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  4. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  5. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  6. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  7. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt
  8. Damit die nächste Saat aufgehen kann
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  12. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  15. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz