Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

"Gott braucht nicht mehr als mein Senfkorn"

13. Mai 2020 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Demut ist ein guter Unkrautvernichter oder zumindest ein gutes Mittel um Böses in mir zurechtzustutzen - Die Jugendkolumne von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)
Ich habe erkannt, dass ich immer wieder zulasse, dass Neid und Missgunst meine Gedanken und meine Beziehungen vergiften. Ich schäme mich, darüber zu schreiben, weil ich nicht will, dass diese Seite von mir aufgedeckt wird. Aber wie, wenn nicht so, soll die Dunkelheit in mir weichen? Wie kann etwas heil und hell werden, wenn es nicht ans Licht kommt?

Es braucht ganz schön viel Mut, mir einzugestehen, dass das Problem nicht die anderen sind und wie sie mit mir umgehen, sondern dass die Wurzel für Schmerz und unangenehme Gefühle, für Unfrieden und Bitterkeit, in mir liegt.

Aber was mache ich damit? Immer wieder stelle ich Gott diese Frage. Was kann ich tun?


Das blöde ist ja, dass ich keine Möglichkeit habe, diese giftige Wurzel der Sünde in mir einfach auszureißen.

Aber ich bemerke, dass sie umso mehr wächst, je länger ich nicht hinschaue und sie im Dunkeln wuchern lasse. Dann verschlingt sie immer mehr Gutes und Schönes in mir und macht mich bitter. Ich will dieses Unkraut nicht länger verbergen und die Fehler bei den anderen suchen.

Fakt ist, ich mache Fehler. Ich brauche Hilfe und Erlösung.

Ich glaube, Demut ist ein guter Unkrautvernichter oder zumindest ein gutes Mittel um Böses in mir zurechtzustutzen. Ich merke, je ehrlicher ich zu mir selbst bin und je mehr Frieden ich mit meiner Unvollkommenheit schließe, desto freier werde ich. Die Liebe hat wieder mehr Raum zum Wachsen.

„Bevor du krank wirst, werde demütig! Zur Zeit der Sünden zeige Umkehr!“ Jesus Sirach 18,21

Dieser Weisheitsspruch in der Bibel hat mich richtig fasziniert. Man sagt ja auch im Volksmund „krank vor Neid sein“. Es liegt offenbar viel Heil darin, mich selbst im rechten Licht zu sehen, nicht kleiner oder größer als ich tatsächlich bin.

Und noch etwas ist mir klar geworden. Nichts, was ich in dieser Welt erreichen oder besitzen oder tun könnte, wird meinen Wert vermehren oder vermindern. Ich bin immer gleich wertvoll in Gottes Augen.

Das ist richtig tief und daran habe ich bestimmt noch eine Weile zu kauen. Aber es tut richtig gut, dass zu hören. Es ist wie Balsam auf offenen Wunden und es nimmt ungemein viel Druck heraus. Dieses ganze innere Getriebensein weicht einem wohligen Frieden.

Ich will mir das immer wieder neu bewusst machen, besonders in den Momenten, wo ich mich anderen unterlegen fühle und Gedanken des Mangels habe, die mich in Neid und Missgunst treiben.

Was auch geschieht, ich bin gut genug. Gott braucht nicht mehr, als mein Senfkorn. Er sieht alles und weiß alles. Und er liebt mich. Er liebt das ganze Paket.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Rosenzweig 16. Mai 2020 

Danke - liebe Lucia Kirchgasser..

-
leider habe ich erst eben hier gelesen u. danke
Ihnen für diesen so wertvollen u. aussagestarken Beitrag.

Ja - die DEMUT - isr der unverzichtbare Unkrautvernichter in den Problemen auch meines ICH`s und habe mich in Ihrem wertvollen Gedankenaustausch im heilsamen Selbsterkennen erneut wiedergefunden.
-
In diesem "Senftkorn" Ihnen, liebe Lucia- dankbar verbunden-
wie auch Ihnen, liebe Maria A. für Ihre wervollen "Zitate Hilfen"!

Herzlich "Vergelt`s Gott" - u. einen gesegnet frohen Sonntag Ihnen u. uns allen wünschend - verbunden..


2
 
 Maria A. 15. Mai 2020 
 

Danke!

Liebe Lucia!
Ihr Artikel hat mir sehr gefallen und geholfen. Ich finde es wirklich sehr mutig von ihnen, das zu schreiben. Man ist so blind bei sich selbst. Dr.Raph.Bonelli hat einmal in einem Vortrag über die 7 Hauptsünden in etwa so gesagt: Wer sich da nicht bei mindestens 2-3 selber findet, der ist nicht ehrlich.
Es war für mich sehr hilfreich, das so gerade heraus gesagt zu bekommen. Und auch das Büchlein "Selbsterkenntnis" von Fr.Gabriele Kuby hat mir sehr geholfen, ehrlicher bei mir zu schauen. Ich kann auch nur jedem raten, diese unangenehmen Dinge (deren man sich so schämt)demütig in die Beichte zu bringen (Jesus weiß es ja eh schon) und Jesus zu bitten, das wegzunehmen. Denn mit eigener Anstrengung vertut man nur seine Zeit.
Auch mir hilft oft das Wort von Jesus: Liebe mich so, wie du bist. Denn wenn du wartest, bis du heilig bist, wirst du mich nie lieben.
Danke! Jesus segne sie.


2
 
 Diadochus 13. Mai 2020 
 

Unfriede

Der Unfriede ist immer ein Zeichen dafür, dass die Freundschaft mit Jesus Christus, der der Friede ist, gestört ist. Wie gelange ich wieder zu diesem Frieden? Liebe Lucia, schön, wenn Du so gewissenhaft Gewissenserforschung betreibst, damit die Liebe wieder wachsen kann, anstelle des Unkrauts, damit das Senfkorn in der Demut wachsen kann. Der Friede sei mit Dir.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz