Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

Was ist wirklich noch von Bedeutung in den liebenden Armen Gottes?

10. Juni 2020 in Jugend, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich bin geliebt. Gott liebt mich. Er liebt mich ohne Erwartungen, ohne Bedingungen, ohne Gegenleistung. Seine Liebe hüllt mich ein und ist der Stöpsel für alle offenen Enden meines Lebens - Die Jugendkolumne von kath.net von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Entspannen ist wirklich eine Kunst. Mir fällt das total schwer. Es ist tatsächlich leichter für mich, immer wieder über meine Grenze zu gehen, anstatt einfach mal zu denken „was solls?!“ und loszulassen.

Aufgaben, Aufgaben, Aufgaben… Du musst, du sollst, du brauchst…

Ich bin komplett verspannt, mein Tinitus pfeift und ich schaff es einfach nicht, runterzufahren.

Wenn dann noch jemand kommt und ich auch nur im Entferntesten das Gefühl habe „oje… der braucht jetzt etwas von mir“, werde ich innerlich panisch und äußerlich sehr abweisend und distanziert. Der Witz ist, die Angst vor noch mehr Stress macht mir noch mehr Stress.

Ich kann anscheinend nur Frieden finden, wenn ich Dinge abgeschlossen und erledigt habe.

Das Blöde ist nur, wann ist man denn jemals wirklich mit allem fertig?!


Das wird nie passieren.

Also entweder brennt bei mir bald die Sicherung durch oder ich lerne endlich, dem Leben mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Wie schlimm ist es tatsächlich, ungebügelte Wäsche im Schrank zu haben? Darf man unausgepackte Umzugskartons einfach noch eine Weile stehen lassen? Brauche ich sofort eine Lösung, wie man einem autobahngrauen Sofa Wärme und Gemütlichkeit einhaucht? Wird das Kloster in sich zusammenfallen, wenn ich mal eine Woche Urlaub nehme?

Ich glaube, es könnte mir ganz gut tun, mein Leben mal neu zu bewerten und für mich festzulegen, was wirklich wichtig ist. Momentan steht Arbeit (ob privat oder beruflich) ganz oben bei mir. Zum einen auch, weil ich es liebe, anzupacken und zu handeln, aber auch weil in meinem Kopf ein großes „DU MUSST.“ steht.

In Wahrheit gibt es sehr wenige Dinge, die ich wirklich MUSS. Sterben zum Beispiel. So vieles ist nur eine Frage meines Willens. Ich muss den Bus nicht noch erwischen, ich will den Bus noch erwischen. Das ist ein Unterschied. Ich habe es in der Hand, ob ich mir den Stress mache oder nicht. Ich hab es in der Hand, wie ich mein Leben gestalte.

Ich frage mich, was mache ich eigentlich nur, um andere oder mich selbst nicht zu enttäuschen oder um irgendwas zu beweisen oder um anerkannt und respektiert zu werden. Was mache ich nicht alles, um mir selbst Wert zu geben und mir Liebe „zu verdienen“?

„Wenn nicht der HERR das Haus baut, mühen sich umsonst, die daran bauen. Wenn nicht der HERR die Stadt behütet, wacht umsonst, der sie behütet. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; was recht ist, gibt der HERR denen, die er liebt, im Schlaf.“ (Psalm 127,2)

Ich weiß, dass Gott mich liebt, aber ich weiß auch, dass er nicht nachts vom Himmel herabfährt und mein Bad putzt oder meine Wohnung fertig einräumt.

Nein, Gott erledigt nicht meine Arbeit für mich. Aber Gott gibt mir das, was mein Leben wirklich füllt. Er gibt mir das, worauf alle mein Streben und Mühen im Letzten hinausläuft.

Ich bin geliebt. Gott liebt mich.  Er liebt mich ohne Erwartungen, ohne Bedingungen, ohne Gegenleistung. Seine Liebe hüllt mich ein und ist der Stöpsel für alle offenen Enden meines Lebens.

Ich glaube, Gott genießt es, wenn wir schlafen, weil wir dann nichts mehr tun, außer zu empfangen.

Was ist wirklich noch von Bedeutung in den liebenden Armen Gottes?

Also lege ich mich heute einfach hin, wie Jesus im Boot in Mitten des tosenden Sturms und ruhe in der Liebe Gottes, die alles zum Schweigen bringt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  2. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  3. Brennt dein Herz noch für Gott?
  4. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  5. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  6. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  7. Gnade in jedem Augenblick
  8. Die Sehnsucht Christi nach dir
  9. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  10. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  11. "Derselbe Polarstern"
  12. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  13. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz