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Erzbischof Lackner will intensiven Dialog mit der Politik pflegen

25. Juni 2020 in Österreich, 14 Lesermeinungen
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Neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz im Kathpress-Interview über seine zentrale Botschaft an die Menschen: "Gib Gott in deinem Leben eine Chance!"


Wien (kath.net/KAP) Für Fundamentalopposition gegen die Regierung ist Erzbischof Franz Lackner nach eigenen Worten nicht zu haben, wohl aber wird er sich auch in seiner neuen Rolle als Vorsitzender der Bischofskonferenz für den intensiven Dialog mit der Politik einsetzen. Das hat Lackner im Kathpress-Interview betont. Als Themen, die ihm ein besonderes Anliegen sind, nannte er u.a. die Familien, die Armen und Flüchtlinge. Zur Debatte um das Arbeitslosengeld wollte Lackner nur soviel sagen, dass er einst, als er in jungen Jahren selbst arbeitslos war, nur eine sehr geringe Unterstützung bekommen habe. Hier habe sich seither doch einiges verbessert; freilich, könnte das Arbeitslosengeld schon auch noch höher ausfallen.

 

Lackner plädierte für einen Dialog auf Augenhöhe mit allen gesellschaftlichen Akteuren. Die Kirche habe etwa gerade was die Frage der Menschenwürde oder auch der Menschlichkeit betrifft, allgemeingültige Orientierungspunkte zu bieten. Der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz sprach in diesem Zusammenhang auch von "Leuchttürmen", an denen sich der politische und gesellschaftliche Diskurs orientieren könnte bzw. sollte.


 

Lackner unterstrich weiters, dass die Bischöfe die einschränkenden Corona-Maßnahmen - u.a. das Aussetzen der öffentlichen Gottesdienste - aus Verantwortungsbewusstsein beschlossen hätten. Es habe dafür von so mancher Seite auch Kritik gegeben. Positiv wolle er aus der Coronakrise mitnehmen, "dass auch eine neue Nachdenklichkeit entstanden ist". Lackner verwies auf den schottischen Schriftsteller Bruce Marshall. Dieser habe einst gesagt: "Nur zwei Dinge können die Welt retten. Beten und Denken. Nur schade, dass die, die viel beten, selten denken, und die, die viel denken, selten beten."

 

Auf die Zahl der Gottesdienstbesucher nach den Lockerungen angesprochen, meinte Lackner, dass noch durchaus Luft nach oben wäre. Während der Zehn-Quadratmeter-Regelung hätten 300 Menschen im Salzburger Dom Platz gefunden, gekommen waren dann aber nur rund 150. Wobei freilich auch die Gäste bzw. Touristen ja noch ausgefallen seien. In den Pfarren wären die Kirchen schon voller gewesen, so Lackner.

 

Zur Frage, wie ein Ordensmann und Franziskaner sich im Bischofsamt zurechtfindet, gab der Erzbischof einen ganz persönlichen Einblick in sein Leben. "Jeden Tag frühmorgens gehe ich meine Runden durch die Salzburger Innenstadt und im Dom bete ich dann täglich vor dem Altar des Heiligen Franziskus, dass ich meine franziskanische Berufung nicht verliere, was nicht immer ganz einfach ist." Er habe sich inzwischen aber auch in seiner Rolle gut eingefunden, so der Erzbischof.

 

Zur Frage, was seine zentrale Botschaft an die Menschen sei, antwortete Lackner mit einem Wort, dass ihm einst ein Militärseelsorger im Rahmen seiner eigenen Berufungsgeschichte gesagt habe: "Gib Gott in deinem Leben eine Chance!" - "Dafür ist die Kirche da und dafür bin ich Bischof, um den Leuten das zu sagen.", so Lackner.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto (c) kathpress/Hermann Klingen


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Lesermeinungen

 KurtM 29. Juni 2020 
 

@H.v.KK

Was hat das mit Erzbischof Lackner zu tun?


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 H.v.KK 27. Juni 2020 
 

H.v.KK

Politisierende Bischöfe,Klimaretter,Genderisten und ähnliche "Hirten" fehlen uns wie der sprichwörtliche Kropf!


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 lesa 26. Juni 2020 

Denken ohne Gebet führt ins Nichts

@Winrod: Danke für den Einwand. Es ist nämlich genau umgekehrt. Denken ohne Beten kann in die Katastrophe führen. „Unsicher sind die Berechnungen der Sterblichen und hinfällig unsere Gedanken.“ (Weih 9, 14)"Fülle der Weisheit ist die Gottesfurcht. Sie labt die Menschen mit ihren Früchten". (Jes Sir 1, 16)Diese Weisheit ist ohne Gebet aber nicht zu erlangen.
Gott- und gebetslose „Denker“ haben in der Geschichte bis zum heutigen Tag einen Scherbenhaufen produziert. Bis zum heutigen Tag veranlassen sie mit ihren Gesetzen, dass einer dem anderen frei nach Gusto den Garaus machen kann und nennen das Übel, „das wirre Gemisch von Blut und Mord, Diebstahl und Betrug, Umkehrung der Werte Aufruhr und Verdorbenheit“ (vgl Weish 14, 22 ff) auch noch „Gleichberechtigung“.
Nur die Verbindung von Vernunft und Glaube, von Denken und Gebet kann noch retten. Andernfalls wird der Karren halt an die Wand gefahren bis gar NICHTS mehr geht.


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 Andrzej123 25. Juni 2020 
 

@Schlegl: "wir sind in Österreich ein Missionsgebiet"

Sehr war!
Doch wieviel Kapazität wird man dafür noch haben bei "Intensivem Dialog mit Politik"?

Man muss befürchten, dass gewählt wird, was in Wirklichkeit das unwichtigere ist und dem wichtigen damit ausgewichen wird.


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1
 
 Winrod 25. Juni 2020 
 

Das Zitat von Bruce Marshall könnte den Eindruck erwecken,

dass Beten dem Denken im Wege steht und Denken dem Beten. Dieser Eindruck wäre aber fatal und verfälscht die Wirklichkeit.
Insofern ist das Zitat etwas irreführend.


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 SCHLEGL 25. Juni 2020 
 

@ JuM+

Es ist schade, dass Sie mein Posting offensichtlich nicht verstanden haben! Die Allerseligste Jungfrau und Gottesmutter war bekanntermaßen "voll der Gnade" und frei von der Erbsünde (Dogma 1854).
Und mit ihr vergleichen Sie die jungen Menschen von heute, die nicht selten aufgrund der Schuld von Eltern und Großeltern, oder ihre Umgebung, in völliger Gottferne leben.
Würde man nach Ihrer Methode über die Leute drüberfahren, erreichte man das Gegenteil! Das sage ich Ihnen als Priester mit 45 Dienstjahren und Religionsprofessor am Gymnasium nach 40 Dienstjahren.


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 laudeturJC 25. Juni 2020 

@SCHLEGL

Vielen Dank für Ihre Stellungnahme, die alle nötigen Informationen enthält, um Ihre Position in dieser Frage richtig einordnen und verstehen zu können.


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 JuM+ 25. Juni 2020 
 

@ SCHLEGL

Unsere Gottesmutter Maria hat Gott nicht nur eine Chance gegeben, sondern JA gesagt und "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. (Lk 1,38).
Nicht "Gib Gott eine Chance", sondern Heiligung ist des Christen Mission!


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 SCHLEGL 25. Juni 2020 
 

@ laudeturJC

Sie kennen sicher dem Satz: "So mancher findet nur deshalb ein Haar in jeder Suppe, weil er sich darüber beugt und so lange den Kopf schüttelt, bis eines hinein fällt ( sein eigenes)". Die Ausdrucksweise des Erzbischofs klingt ein bisschen flapsig,aber wir sind in Österreich ein Missionsgebiet! Ich habe 40 Jahre in AHS Religion unterrichtet und hätte vielleicht auch mal im Unterricht einen solchen Satz gebraucht. Für unsere jungen Leute ist Gott nicht mehr selbstverständliche Realität, wie das bei uns der Fall ist. Gerade als Priester und Seelsorger der griech. kath.Ukrainer bemerke ich den Unterschied zwischen Jugendlichen in Österreich und Ukraine. Allerdings schiebt sich schön langsam die westliche Lebensart auch in die Ukraine."Gib Gott eine Chance" bedeutet daher auch mit der Präsenz Gottes als Herrn der Geschichte im eigenen Leben zu rechnen. Daher finde ich Ihre Wortmeldung gegenüber dem Erzbischof als unangemessen.


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 laudeturJC 25. Juni 2020 

@norbertus52

Sie dürfen davon ausgehen, dass ich dies in meiner Stellungnahme berücksichtigt habe. Der gleiche Satz z.B. von Kardinal Sarah geäussert, wäre etwas anderes gewesen. Viele Äusserungen über Jahre ergeben einen gewissen spirituellen Kontext. Von Kardinal Sarah werden wir deswegen solche Sprüche eher nicht hören, von EB Lackner, dem Stichwortgeber für Benediktionsfeiern für gleichgeschlechtliche Paare, dagegen schon. Wenn Sie diese Spur weiterverfolgen, werden Sie fündig...


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 Stefan Fleischer 25. Juni 2020 

@ norbertus52

Vermutlich habe ich mich schlecht ausgedrückt. Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass solche Aussagen eben sowohl richtig als auch falsch bei den Lesern ankommen können. Es wird heute oft zu wenig überlegt, wie das, was man sagt, bei anderen ankommt. Dass auch mir das passiert zeigen die Reaktionen hier.


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 norbertus52 25. Juni 2020 
 

@Stefan Fleischer @laudeturJC

Natürlich haben Sie beide recht. Aber vielleicht ist es nur eine andere Wortwahl des Erzbischofs. Bei der Gottesmutter nennen wir es "Offen sein für den Anruf Gottes" - "Ja sagen" zum Willen Gottes. Vielleicht meint der Erzbischof auch dies mit seinen Worten. Es muss ja nicht immer gleich alles negativ ausgelegt werden.


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 laudeturJC 25. Juni 2020 

"Gib Gott in deinem Leben eine Chance!"

Ein typisches Beispiel für die heutige Umwertung aller Werte und auch für die Umdeutung von Begriffen. Es ist genau andersherum richtig: Gott bietet den Menschen in Christus das ewige Heil an - Er ist der Geber der „Chance“! Nicht „Gott eine Chance“ zu geben, sondern Gottesfurcht ist der Anfang der Weisheit. Würde jemand mit Gottesfurcht sagen: ‚Also gut, Gott, ich geb dir mal `ne Chance...‘? Dort liegt wohl das Problem auch dieses Kirchenmannes.


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 Stefan Fleischer 25. Juni 2020 

"Gib Gott in deinem Leben eine Chance!"

Wenn ich an den Religionsunterricht meiner Jugend zurück denken, so stellt sich mir bei solchen Aussagen doch immer wieder die Frage, ob Gott wohl damit zufrieden ist, wenn ich ihm einfach eine Chance gebe. Uns wurde damals immer wieder gesagt, dass Gott uns immer wieder eine Chance gibt, dass er im Gegenzug aber erwartet, dass wir uns bemühen uns immer wieder ganz ihm zu geben.


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