Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  2. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  3. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  4. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  5. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Hagia Sophia als Moschee - Ein deutscher Jesuitenpater 'jubelt'
  8. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  9. Augsburger Bischof Meier: Jahr ohne Priesterweihen wäre „keine Katastrophe“
  10. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  11. Apostolischer Vikar: Umwidmung der Hagia Sophia nachvollziehbar
  12. Kretschmann: Abtreibungspflicht für Ärzte wird es nicht geben
  13. Entbehrliches Christentum?
  14. „Türkische Moschee in Köln wurde von Bundesregierung zur evangelischen Kirche umgewidmet“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

Montenegro: Metropolit Amfilohije erneut von Polizei verhört

25. Juni 2020 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Serbisch-orthodoxe Kirche hatte wegen Coronavirus-Pandemie unterbrochene Kreuzprozessionen im Widerstand gegen umstrittenes neue Religionsgesetz wieder aufgenommen


Podgorica (kath.net/KAP) In Montenegro ist der serbisch-orthodoxe Metropolit Amfilohije (Radovic) erneut von der Polizei wegen angeblicher Missachtung des Versammlungsverbots im Zuge der Corona-Pandemie verhört worden. Der 83-jährige Metropolit sei am Montag sechs Stunden lang auf dem Polizeipräsidium in der Hauptstadt Podgorica befragt worden, wie der Pressedienst der Serbisch-orthodoxen Kirche mitteilte. Zuvor hatte die serbisch-orthodoxe Kirche in Montenegro am Wochenende in mehreren Städten die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Kreuzprozessionen im Zeichen des Widerstands gegen das umstrittene neue Religionsgesetz wieder aufgenommen.

 

Metropolit Amfilohije selbst war am Sonntag an der Spitze einer großen Prozession durch die Straßen Podgoricas gezogen. Danach sagte der Metropolit vor Journalisten: "Die Menschen haben sich friedlich versammelt, vor allem, um den Namen Gottes zu loben und die von den Vorfahren ererbten Heiligtümer zu verteidigen. Sie verlangen, dass die Regierung auf die illegalen Teile des neuen Religionsgesetzes verzichtet, mit denen die Würde Montenegros, die Würde des Parlaments, die Würde des Volkes verletzt wird".


 

In Montenegro untersagen die Behörden wegen der Pandemie nach wie vor öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern. Vor der Prozession wurde nach Kirchenangaben ein Akathistos gebetet und eine Botschaft Amfilohijes verlesen. Darin seien Prozessionsteilnehmer ausdrücklich aufgefordert worden, den Corona-bedingten staatlichen Vorschriften zu entsprechen.

 

Als angeblicher "Organisator" der Prozession wurde der Metropolit anderntags in das Polizeipräsidium in Podgorica vorgeladen. Kleriker und Laien versammelten sich derweil in kleinen Gruppen vor dem Polizeigebäude, berichteten lokale Medien. Die Rechtsvertreter Amfilohijes warfen u.a. dem Staatsanwalt "unprofessionelles" Verhalten vor und mutmaßten, die Befragung habe wegen "Anordnungen von höherer Stelle" stattgefunden. Einer der Anwälte sprach von einer "Schande für die Regierung",

 

Der serbisch-orthodoxe Metropolit war bereits Mitte April in der orthodoxen Osterwoche von der montenegrinischen Polizei vorgeladen und verhört worden. Zuvor hatte er in Cetinje das Begräbnis eines bekannten Historikers gehalten. Die staatlichen Quarantäne-Maßnahmen würden religiöse Riten nicht untersagen, sagte Amfilohije damals. Es sei daher offensichtlich, dass ein Vorwand gesucht werde, um Repräsentanten der Kirche als "gesellschaftlich unerwünschte Gruppe" erfolgen zu können.

 

Die Spannungen zwischen der in Montenegro dominierenden, Belgrad unterstellten serbisch-orthodoxen Kirche und der Politik in Montenegro nahmen in den vergangenen Monaten immer weiter zu. Hintergrund ist u.a. ein umstrittenes neues Gesetz zur Registrierung kirchlicher Gebäude und Immobilien. Die serbisch-orthodoxe Kirche steht in Montenegro in einem Konkurrenzverhältnis zur neuen autonomen montenegrinisch-orthodoxen Kirche (MOK), die von der aktuell politisch Verantwortlichen in Podgorica unterstützt wird.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto © Wikipedia/Presidential Press and Information Office/CC-BY 4.0


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 26. Juni 2020 
 

Ich war zusammen mit P. Bernhard im Wiener Priesterseminar, er ist nach 2 Jahren in Heiligenkreuz eingetreten wurde ebenso wie ich 1975 geweiht, weshalb wir im Jahr 2000 unser silbernes Priesterjubiläum mit Kardinal Dr. Franz König im Stephansdom gefeiert haben. In dieser Sache ist die Lehre der Kirche eindeutig. Natürlich feiert die Kirche die Heilige Messe für die Verstorbenen und betet darin für sie. Krankheiten von Vorfahren können sich auf die Nachkommen auswirken, wenn sie genetisch bedingt sind. Die Sünden der Ahnen können sich jedoch nicht als Krankheiten und Leiden auf die Nachkommen übertragen, sofern sie nicht genetisch bedingt sind.


2

1
 
 Rolando 26. Juni 2020 
 

Schlegl

Die Lehre der Kirche ist, eine Einheit der leidenden Kirche im Fegefeuer, der streitenden Kirche auf Erden, der triumphierenden Kirche im Himmel. D.h. der Eine tritt für den Anderen ein. Papst Franziskus bezeichnete die Leidenden und Kranken in Fatima 2017, (ich war beim Papstbesuch dort), die Schätze der Kirche. Die Sünde ist die Ursache vieler Krankheiten, die Eigene und die der Vorfahren kann es auch sein. Ich würde an Ihrer Stelle mal mit P. Bernhard diese Sache besprechen, er kann es viel besser als ich. Die Liebe wirkt durch Leid, durch Sühne für andere. Ich behaupte nicht, daß sich Vorfahrenschuld generell in Krankheiten niederschlägt, ich schrieb, sie kommt zur Geltung, es kann sein.


2

0
 
 SCHLEGL 26. Juni 2020 
 

@Rolando

Ihr Zitat: "Da kommt auch die Auswirkung der Vorfahrenschuld, welche nicht gebeichtet wurde, zur Geltung." Sie behaupten, dass schwere Schuld von Vorfahren sich als Krankheit in den folgenden Generationen niederschlägt?! Ein solches Gottesbild ist mit dem 1. Johannesbrief (GOTT IST DIE LIEBE!) nicht vereinbar.
Ich halte es für unverantwortlich, wenn ein Christ/Seelsorger einem kranken Menschen so etwas einredet, wie man Ihnen erklärt hat,Ihr Asthma käme als Folge eines Suizides eines Vorfahren. Die kath.Kirche verweigert heute keinem Selbstmörder das kirchliche Begräbnis, weil durch die Forschungen von Prof. Erwin Ringel klar wurde, dass ein praesuicidales Syndrom, das einem Selbstmord vorangeht,den Patienten derart einengt, dass in den meisten Fällen keine schwere Schuld zustandekommt. Bei aller Wertschätzung von P. Bernhard und indischen Priestern,widerspricht eine solche Position der LEHRE der Kirche.


1

2
 
 Rolando 26. Juni 2020 
 

Schlegl, zum Artikel, „Das Gebet Davids“ Fortsetzung

Genial, wie Gott es macht, durch Krankheiten der Nachkommen kann Vorfahrenschuld gesühnt werden. Durch stellvertretendes Eintreten kann die Seele im Fegefeuer schneller frei werden, die Sühne der Nachkommen ist nicht mehr notwendig, die Krankheit wird geheilt. Je nach Gebet und Opfer der Nachkommen oder auch Glaubenslosigkeit hat die Vorfahrenschuld verschieden starke Auswirkungen. Vielleicht können Sie mit P. Bernhard Vosicky mal darüber reden.
Ich schreibs hier, beim gestrigen Artikel ging es nicht.


2

0
 
 Rolando 26. Juni 2020 
 

Schlegl, zum Artikel, „Das Gebet Davids“

Werter Monsignore Schlegl, hier ein paar Schriftstellen zur Vorfahrenschuld, Ex 20,5-6, Num 14,18, Jer 32,18, Jes 14,21, 1Kön 21,22, Ps 79,8. Priester die im Heilungs-und Befreiungsdienst stehen, bezeugen die Auswirkungen und die Heilungsmöglichkeiten von der Vorfahrenschuld. Z. B. P. Bernhard Vosicky, Stift Heiligenkreuz, auch viele indische katholische Exerzitienleiter. Ich sag mal so, es ist vielleicht deswegen keine Lehre der Kirche, weil es nicht offiziell gelehrt wird, jedoch immer mehr durchbricht, durch Erfahrungen. Die Heilung vom Blindgeborenen ist zur Verherrlichung Gottes, in diesem Fall, man kann da nicht generell ableiten, es gäbe keine Auswirkungen der Vorfahrenschuld. Ein Exerzitienmeister sagte es mal so, die Schuld der Vorfahren gibt dem Teufel Rechte, da kann er die Nachkommen leichter beeinflussen, z.B. Süchte. Ich wurde selbst von Asthma geheilt, den Folgen eines Selbstmordes von Vorfahren. Genial, wie Gott es macht, durch Krankheiten der Nachkommen kann Vorfahrens


2

0
 
 SCHLEGL 25. Juni 2020 
 

@ SandraBorn

Warum so aufgeregt? Mir war der Name "Nordmazedonien" entfallen. Gerade als langjähriger Seelsorger der ukrainisch griech. kath. Kirche sind mir die politischen Übergriffe mit dem Segen verschiedener orth. Hierarchen ein Begriff. Die griech.kath.Ukrainer haben unsäglich unter dem vom KGB infiltrierten Patriarchat von Moskau gelitten! 16 Bischöfe wurden ermordet, nur Kardinal Jozef Slipyj hat Sibirien überlebt.
Mir ging es nicht um die geschichtliche Mitschuld einzelner Völker, sondern um die latenten Spaltungstendenzen in der orth. Kirche. Das diese Kirche sich am Balkan und nicht nur dort politisch instrumentalisieren ließ,ist auch bekannt. Patriarch Pavle war zu alt und zu schwach sich Milosevic und Genossen zu widersetzen. Der junge serb. orth. Bischof von Österreich,ist von ganz anderem Schlag und sieht seine Kirche nicht in erster Linie als Erhalterin der nationalen Identität,sondern als Botschafterin des Christentums, weshalb er sehr um den Religionsunterricht müht!


3

0
 
 SandraBorn 25. Juni 2020 
 

"Republik Skopje"???!?

@SCHLEGL: Was ist bitte "Republik Skopje"?
Können Sie sich an den offiziell anerkannten Namen halten?

Ansonsten, kann ich nur sagen: Pest oder Cholera.
Sowohl die serbisch-orthodoxe, als auch die orthodoxe Kirche in Montenegro hat die Kriegshandlungen gegen Krosatien befürwortet, Montenegriner haben die barbarischen Beschuss und Zerstörung Dubrovniks zu verantworten. Alles mit dem Segen der orthodoxen Kirche!


2

3
 
 SCHLEGL 25. Juni 2020 
 

Der Phyletismus- das Hauptproblem der Orthodoxen

Hier wird das Problem der Nationalkirchen in der Orthodoxie sichtbar! Der Zerfall "Jugoslawiens" hatte Folgen. Montenegro u. Republik Skopje wollten nicht nur von Serbien, sondern auch von der serb. orth. Kirche los. Ähnliches geschah nach dem Zerfall des Sowjetimperiums. Weil immer die Gefahr besteht, dass eine orth. Nationalkirche von einer Regierung einer Nation instrumentalisiert wird, kommt es in Teilgebiete nicht selten zur Ausprägung einer nationalen orth.Kirche. Nach dem Zerfall der Sowjetunion trennte sich z.B. die orth.Kirche von Estland von Moskau (die russ. Kirche wurde dem politischen Kurs Putins angepasst) und unterstellte sich dem Patriarchat von Konstantinopel. Dasselbe ist vor mehr als einem Jahr in der Ukraine passiert, wobei die orth. Kirche der Ukraine bis zur gewaltsamen Eingliederung des Landes in die Sowjetunion selbstständig war. In Wien gibt es neben dem Metropoliten einen zuständigen Bischof für die Serben, Bulgaren u. Rumänen,das ist paradox!


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  2. Kyrill I. zu Hagia Sophia: „Ich bin zutiefst besorgt“
  3. Berg Athos ab 1. Juni wieder für Pilger zugänglich
  4. Griechenland: Orthodoxe Ostern werden nicht verschoben
  5. Moskauer Patriarch: Gläubige sollen wegen Corona zu Hause beten
  6. Corona: Orthodoxe Kirche ruft ihre Gläubigen weltweit zum Gebet auf
  7. Experte: In Orthodoxie noch kein "Schisma im strengen Sinne"
  8. Türkei: Syrisch-orthodoxer Abt aus Gefängnis entlassen
  9. Moskauer Patriarch fordert zum Weihnachtsfest orthodoxe Einheit
  10. Metropolit Hilarion feierte Nikolausfest am Heiligengrab in Bari








Top-15

meist-gelesen

  1. Medienbericht: Papst Franziskus hat Dokument für die Kurienreform unterzeichnet
  2. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  3. Entbehrliches Christentum?
  4. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  5. „Türkische Moschee in Köln wurde von Bundesregierung zur evangelischen Kirche umgewidmet“
  6. Augsburger Bischof Meier: Jahr ohne Priesterweihen wäre „keine Katastrophe“
  7. Papst nahm Rücktritt von Medjugorje-Gegner Bischof Peric an
  8. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  9. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  10. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  11. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  12. Gott hab ihn selig!
  13. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  14. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  15. Überraschende Wende: Macron will identischen Nachbau des Notre-Dame-Vierungsturms

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz