Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  3. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  8. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  11. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“

Montenegro: Metropolit Amfilohije erneut von Polizei verhört

25. Juni 2020 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Serbisch-orthodoxe Kirche hatte wegen Coronavirus-Pandemie unterbrochene Kreuzprozessionen im Widerstand gegen umstrittenes neue Religionsgesetz wieder aufgenommen


Podgorica (kath.net/KAP) In Montenegro ist der serbisch-orthodoxe Metropolit Amfilohije (Radovic) erneut von der Polizei wegen angeblicher Missachtung des Versammlungsverbots im Zuge der Corona-Pandemie verhört worden. Der 83-jährige Metropolit sei am Montag sechs Stunden lang auf dem Polizeipräsidium in der Hauptstadt Podgorica befragt worden, wie der Pressedienst der Serbisch-orthodoxen Kirche mitteilte. Zuvor hatte die serbisch-orthodoxe Kirche in Montenegro am Wochenende in mehreren Städten die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochenen Kreuzprozessionen im Zeichen des Widerstands gegen das umstrittene neue Religionsgesetz wieder aufgenommen.

 

Metropolit Amfilohije selbst war am Sonntag an der Spitze einer großen Prozession durch die Straßen Podgoricas gezogen. Danach sagte der Metropolit vor Journalisten: "Die Menschen haben sich friedlich versammelt, vor allem, um den Namen Gottes zu loben und die von den Vorfahren ererbten Heiligtümer zu verteidigen. Sie verlangen, dass die Regierung auf die illegalen Teile des neuen Religionsgesetzes verzichtet, mit denen die Würde Montenegros, die Würde des Parlaments, die Würde des Volkes verletzt wird".


 

In Montenegro untersagen die Behörden wegen der Pandemie nach wie vor öffentliche Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern. Vor der Prozession wurde nach Kirchenangaben ein Akathistos gebetet und eine Botschaft Amfilohijes verlesen. Darin seien Prozessionsteilnehmer ausdrücklich aufgefordert worden, den Corona-bedingten staatlichen Vorschriften zu entsprechen.

 

Als angeblicher "Organisator" der Prozession wurde der Metropolit anderntags in das Polizeipräsidium in Podgorica vorgeladen. Kleriker und Laien versammelten sich derweil in kleinen Gruppen vor dem Polizeigebäude, berichteten lokale Medien. Die Rechtsvertreter Amfilohijes warfen u.a. dem Staatsanwalt "unprofessionelles" Verhalten vor und mutmaßten, die Befragung habe wegen "Anordnungen von höherer Stelle" stattgefunden. Einer der Anwälte sprach von einer "Schande für die Regierung",

 

Der serbisch-orthodoxe Metropolit war bereits Mitte April in der orthodoxen Osterwoche von der montenegrinischen Polizei vorgeladen und verhört worden. Zuvor hatte er in Cetinje das Begräbnis eines bekannten Historikers gehalten. Die staatlichen Quarantäne-Maßnahmen würden religiöse Riten nicht untersagen, sagte Amfilohije damals. Es sei daher offensichtlich, dass ein Vorwand gesucht werde, um Repräsentanten der Kirche als "gesellschaftlich unerwünschte Gruppe" erfolgen zu können.

 

Die Spannungen zwischen der in Montenegro dominierenden, Belgrad unterstellten serbisch-orthodoxen Kirche und der Politik in Montenegro nahmen in den vergangenen Monaten immer weiter zu. Hintergrund ist u.a. ein umstrittenes neues Gesetz zur Registrierung kirchlicher Gebäude und Immobilien. Die serbisch-orthodoxe Kirche steht in Montenegro in einem Konkurrenzverhältnis zur neuen autonomen montenegrinisch-orthodoxen Kirche (MOK), die von der aktuell politisch Verantwortlichen in Podgorica unterstützt wird.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto © Wikipedia/Presidential Press and Information Office/CC-BY 4.0


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Orthodoxie

  1. Papst Leo XIV. wirbt für engere Zusammenarbeit mit Ostkirchen
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Ökumenisches Patriarchat weist Vorwürfe Russlands zurück
  4. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  5. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  6. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  7. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  8. Einladung aus orthodoxer Mönchsrepublik Athos für US-Präsident Trump
  9. Katharinenkloster-Abt Simeon zum Bischof geweiht
  10. Orthodoxe Fastenzeit beginnt am kommenden Montag







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND im SOMMER - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  7. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  10. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  11. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  12. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  13. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  14. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen
  15. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz