Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  6. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  7. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  8. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  9. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  12. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  13. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  14. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet
  15. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“

Das Reich Gottes: das Reich der unentgeltlichen und dankbaren Liebe

28. Juni 2020 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: die Forderungen, die Christus an die Jünger stellt, die ihm nachfolgen wollen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert. Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden – wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“: Angelus am dreizehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Mt 10,37–42).

 

Das Evangelium lasse stark die Einladung, unsere Zugehörigkeit zum Herrn voll und ohne Zögern zu leben, erklingen. Jesus bitte seine Jünger, die Forderungen des Evangeliums ernst zu nehmen, auch wenn dies Opfer und Anstrengung erfordere.

 

Die erste Forderung, die er an seine Anhänger stelle, sei, die Liebe zu ihm über die familiäre Zuneigung zu stellen. Er sage: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.“ (V. 37). Jesus habe sicherlich nicht die Absicht, die Liebe zu Eltern und Kindern zu unterschätzen, aber er wisse, dass die Bande der Verwandtschaft, wenn sie an erster Stelle gesetzt würden, vom wahren Wohl abweichen könnten.


 

Wir alle könnten diesbezüglich viele Beispiele nennen. Ganz zu schweigen von den Situationen, in denen sich familiäre Zuneigungen mit Entscheidungen vermischten, die dem Evangelium zuwiderliefen. Wenn dagegen die Liebe zu Eltern und Kindern durch die Liebe des Herrn beseelt und gereinigt werde, dann werde sie voll fruchtbar und trage Früchte des Guten in der Familie selbst und weit darüber hinaus.

 

Dann sage Jesus zu seinen Jüngern: „wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht wert“ (V. 38). Es gehe darum, ihm auf dem Weg zu folgen, den er selbst zurückgelegt habe, ohne dabei nach Abkürzungen zu suchen. Es gebe keine wahre Liebe ohne ein Kreuz, also ohne einen Preis, den man persönlich zahlen müsse. Zusammen mit Jesus getragen sei das Kreuz nicht beängstigend, „denn er ist immer an unserer Seite, um uns in der Stunde der schwersten Prüfung zu unterstützen, um uns Kraft und Mut zu geben“.

 

Es sei auch nicht nötig, sich mit einer ängstlichen und selbstsüchtigen Haltung aufzuregen, um sein Leben zu erhalten. Jesus mahne: „Wer das Leben findet, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es finden“ (V. 39). Das sei das Paradoxon des Evangeliums. Die Fülle des Lebens und der Freude finde man, wenn man sich mit Offenheit, Akzeptanz und Wohlwollen für das Evangelium und für seine Brüder und Schwestern einsetze.

 

Auf diese Weise könnten wir Gottes Großzügigkeit und Dankbarkeit erfahren. Jesus erinnere uns daran:

 

„Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen“ (V. 40-42).

 

Die großzügige Dankbarkeit Gottes, des Vaters, berücksichtige auch die kleinste Geste der Liebe und des Dienstes an den Brüdern und Schwestern. Es sei eine ansteckende Dankbarkeit, die jedem von uns helfe, Dankbarkeit gegenüber denen zu empfinden, die sich um unsere Bedürfnisse kümmerten. Wenn uns jemand einen Dienst anbiete, dürften wir nicht denken, dass uns alles zustehe: „Dankbarkeit, Dankbarkeit ist in erster Linie ein Zeichen guter Manieren, aber sie ist auch ein Kennzeichen des Christen. Sie ist ein einfaches, aber echtes Zeichen des Reiches Gottes, das das Reich der unentgeltlichen und dankbaren Liebe ist“.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  6. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  10. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  11. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  12. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  15. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz