Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  8. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  9. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  10. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  11. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  14. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

Vatikan bestätigt: Kliniken des belgischen Ordens sind nicht mehr katholisch!

1. Juli 2020 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ladaria: "Pervers", wenn Ärzte und Verwandte aus falschem Mitleid heraus aktive Sterbehilfe praktizieren - Keine katholische Identität für psychiatrische Kliniken des Ordens "Broeders van Liefde


Vatikanstadt/Genf (kath.net/KAP) Der Vatikan hat die Aberkennung der katholischen Identität für psychiatrische Kliniken des belgischen Ordens "Broeders van Liefde" (Brüder der Nächstenliebe) bestätigt. Wie bereits vor Wochen bekannt geworden war, dürfen sie sich seit Ende März nicht mehr als "katholisch" bezeichnen. In einem am Dienstag veröffentlichten Brief begründete die römische Glaubenskongregation nun diesen Schritt.

 

Nach zahlreichen Kontakten und Treffen müsse man leider zur Kenntnis nehmen, dass in den mit den Orden verbundenen Kliniken keine Bereitschaft vorhanden sei, die katholische Lehre zu akzeptieren. Aktive Sterbehilfe bleibe auch in extremen Fällen unzulässig, heißt es in dem von Kardinal Luis Ladaria unterzeichneten Schreiben. Das menschliche Leben behalte unter allen Umständen seine Würde. Umso "perverser" sei es, wenn Ärzte und Verwandte aus falschem Mitleid heraus aktive Sterbehilfe praktizierten. Daher habe man sich "nach einem langen und schmerzhaften Weg" entschlossen, die betroffenen Kliniken nicht länger als katholisch zu betrachten.


 

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins der Brüder der Nächstenliebe, Raf de Rycke, hatte bereits im Mai gelassen auf die Aberkennung reagiert. Sie habe keine "zivilrechtlichen Folgen", sagte er damals der flämischen Zeitung "De Standaard".

 

Belgien erlaubt aktive Sterbehilfe seit 2002

 

Der Streit, ob eine psychiatrische Klinik, die die Anwendung aktiver Sterbehilfe nicht ausschließt, sich noch als katholisch bezeichnen dürfe, geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals hatte die belgische Organisation "Broeders van Liefde" mitgeteilt, dass sie aktive Sterbehilfe für psychisch Kranke in ihren Kliniken künftig nicht mehr ausschließe. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit 2002 unter bestimmten Bedingungen legal, auch für psychisch Kranke.

 

Die "Broeders van Liefde" führen in Belgien zwölf psychiatrische Kliniken sowie Dutzende Schulen, Krippen und Orthopädiezentren. Insgesamt hat die Organisation eigenen Angaben zufolge landesweit 14.000 Beschäftigte. Rechtlich ist die Ordensgemeinschaft eng mit der Organisation verknüpft.

 

Das Spezialgebiet des 1807 in Gent gegründeten Ordens Brüder der Nächstenliebe ist die Pflege von psychisch Kranken. Die Gemeinschaft, die in Belgien unter dem Namen "Broeders van Liefde" bekannt ist, hat weltweit etwa 600 Mitglieder und ist in rund 30 Ländern aktiv.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  2. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  3. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  4. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  5. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  6. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  7. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  8. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  9. Logische Konsequenzen der Freigabe der Abtreibung
  10. Österreichische Bischofskonferenz: Für umfassenden Lebensschutz!







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. So nicht, Mr. Präsident!
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  10. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  11. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  12. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  15. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz