Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Was auch immer Synodalität sein soll
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand

Irland: 6.666 Abtreibungen im ersten Jahr nach Legalisierung

5. Juli 2020 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die irische Regierung veröffentlichte ihren Jahresbericht zu Abtreibungen in Irland am vergangenen Dienstag - Von Martin Bürger


Dublin (kath.net/mb)

Im Jahr 2019, dem ersten Jahr nach der Legalisierung von Abtreibungen, wurden im einstmals katholischen Irland nach Regierungsangaben 6.666 ungeborene Kinder getötet – eine Zahl, die an das letzte Buch der Bibel, die Apokalypse, erinnert. Dort heißt es über das diabolische Tier: „Hier ist die Weisheit. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“ Liam Gibson, Politischer Direktor für die britische „Society for the Protection of Unborn Children“ (SPUC), der ältesten Lebensschutzorganisation der Welt, bezeichnete die Zahlen als „wahrhaft schockierend“.

 

Die irische Regierung veröffentlichte ihren ersten Jahresbericht zu Abtreibungen in Irland am Dienstag. Demnach entfallen 6.542 der 6.666 Abtreibungen im Jahr 2019 auf die frühe Phase der Schwangerschaft, die laut Gesetz die ersten 12 Wochen umfasst. Innerhalb dieses Zeitrahmens bedarf es keiner Begründung für das Vornehmen einer Abtreibung. Insgesamt 24 Abtreibungen wurden damit begründet, das Leben oder die Gesundheit der Mutter sei in Gefahr. Weitere 100 Abtreibungen wurden vorgenommen, da nach Einschätzung der jeweiligen Ärzte das ungeborene Kind spätestens vier Wochen nach der Geburt gestorben wäre.


 

„Es wäre ein Leichtes, von der schieren Zahl der Abtreibungen überwältigt zu werden oder entsetzt darüber zu sein, was das Töten von Kindern in diesem Ausmaß über die irische Gesellschaft aussagt“, sagte Liam Gibson von SPUC. „Wir dürfen jedoch nie die Tatsache aus den Augen verlieren, dass jede dieser 6.666 Abtreibungen ein vorsätzlicher Akt tödlicher Gewalt war, der sich gegen ein völlig unschuldiges und einzigartiges menschliches Wesen richtete.“
 

Bis 2018 waren Abtreibungen in Irland illegal. Die irische Verfassung betonte: „Der Staat erkennt das Recht der Ungeborenen auf Leben an und garantiert in seinen Gesetzen, unter gebührender Berücksichtigung des gleichen Rechts auf Leben der Mutter, dieses Recht zu respektieren und, soweit praktisch durchführbar, durch seine Gesetze zu verteidigen und zu rechtfertigen.“ Gleichzeitig wurde die Reisefreiheit zwischen Irland und anderen Staaten, um dort eine Abtreibung vornehmen zu lassen, nicht eingeschränkt. Außerdem war es möglich, „unter den gesetzlich festgelegten Bedingungen Informationen über [Abtreibungs-]Leistungen, die in einem anderen Staat rechtmäßig verfügbar sind, zu erhalten oder zur Verfügung zu stellen.“
 

Am 25. Mai 2018 stimmten zwei Drittel der irischen Bevölkerung im Rahmen einer Volksabstimmung dafür, die Verfassung hinsichtlich ihrer Position zum Lebensschutz zu ändern. Nun heißt es dort lediglich: „Die Regelung des Schwangerschaftsabbruchs kann per Gesetz erfolgen.“ Das entsprechende Gesetz, genannt „Health (Regulation of Termination of Pregnancy) Act 2018“, wurde am 20. Dezember 2018 vom Präsident Michael D. Higgins unterzeichnet.

 

„Keine Regierung, kein Staat kann, trotz einer Volksabstimmung, das gottgegebene Recht auf Leben auch nur eines Mitglieds der Menschheitsfamilie aufheben“, betonte Gibson. „Abtreibung ist niemals gerechtfertigt, jedes Kind hat das Recht, unabhängig von seinem Entwicklungsstand, seinen Behinderungen oder den Umständen seiner Empfängnis geboren zu werden.“
 

Die Lebensschutzbewegung in Irland habe „einen langen, harten Kampf gekämpft, um Frauen und Kinder vor Abtreibung zu schützen. Es ist sehr wichtig, dass sie angesichts dieser schrecklichen Ungerechtigkeit nicht schweigen. Ihr Engagement, jedes einzelne ungeborene Kind zu verteidigen, indem sie sich bei jeder Gelegenheit gegen Abtreibung aussprechen, wird sich letztlich als entscheidend erweisen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irland

  1. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  2. „Möge die Hand Gottes uns schützen“
  3. Trendwende in Irland? Beginnt eine Rückkehr zum Glauben?
  4. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit
  5. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  6. Irische Ärzte, die Abtreibungen durchführen, erhalten dafür im Durchschnitt 21.000 Euro pro Jahr
  7. "Im Laufe der neun Monate hat Jesus Stück für Stück mein Herz verändert und geheilt!"
  8. Holy Family Mission – ein missionarisches Projekt zur Erneuerung der Kirche in Irland
  9. Irischer Priester verweigert Pro-Abtreibungspolitiker die Kommunion
  10. Der zukünftige irische Premierminister ist kein Freund der Katholiken







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz