Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Jeden Tag das Leben verlieren

15. Juli 2020 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Satz „Wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es gewinnen“ (Mt 10, 39) ist ein schönes Zitat für das Morgengebet, eine Erinnerung an das, was das Ziel unseres Lebens und jeden neu begonnenen Tages ist - Jugendkolumne von Viktoria Samp


Linz (kath.net)

„Wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es gewinnen“ (Mt 10, 39), so lautete am Montag ein Zitat aus dem Tagesevangelium. Dieser Satz ist ein wunderschönes Versprechen für alle Märtyrer. Aber ich denke, wir können ihn auch auf unser alltägliches Leben beziehen.

 

Ich denke an diesen Satz im Zusammenhang mit Opfern, die man im Alltag macht. Einem anderen Menschen seine Zeit schenken, um ihm in schwerer Arbeit zu helfen oder in der Trauer zu trösten, einsamen Menschen Wegbegleiter sein, Zeit vor dem Allerheiligsten oder im Gebet zu verbringen – für all das brauchen wir Zeit, in der wir auf andere Dinge verzichten müssen, um uns ganz dem Anderen oder Gott zu widmen. Für einen Ungläubigen mag vor allem die Zeit, die wir mit Gott verbringen, versäumte Lebenszeit sein, in der wir weder produktiv sind, noch irgendetwas tun, was wir im weltlichen Sinne als die Fülle des Lebens bezeichnen würden. 


 

In einer Welt, in der immer wieder anklingt, dass das Leben nach den Geboten Gottes nicht mehr modern, sondern langweilig und altmodisch ist, in der Katholiken aufgrund ihres Katechismus, der Lehre von den Sünden und des Beichtsakramentes als Spaßbremsen gelten und das Evangelium gerne den eigenen Launen und Bequemlichkeiten angepasst wird, gewinnt das oben genannte Zitat an hoffnungserfüllender Bedeutung. Erst das Leben, dass voll und ganz auf Gott ausgerichtet ist, ist das wahre Leben, um das es zu kämpfen gilt. An anderer Stelle im Neuen Testament hören wir das Versprechen: „nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch“ (Joh 14, 27).

 

Tiefes Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit uns meint, kann uns die Kraft geben, jeden Tag aufs Neue bereit zu sein, sein Leben „hinzugeben“ für Gott, auf das Weltliche zu verzichten, um dem Himmlischen näher zu kommen. Es geht nicht darum, komplett weltfremd zu leben und nur in höheren Sphären zu schweben, sondern darum, bewusst mit Gott durch den Tag zu schreiten, dort Grenzen zu setzen, wo uns ein Vergehen gegen Gottes Recht droht, Kontakte zu vermeiden, die schlechten Einfluss auf uns haben, Gelegenheiten zu sündigen Taten zu vermeiden usw., auch wenn das alles so verlockend scheint. Ja, es heißt sogar, sich dort zu Wort zu melden, wo wir Unrecht sehen und wir uns „Feinde“ machen können, dort Hilfebedürftigen unsere Hand anzubieten, wo wir normalerweise andere Pläne gehabt hätten, dort unseren Glauben zum Ausdruck zu bringen, wo uns vielleicht Spott droht. Ein Leben für den Anderen und ein Leben für Gott kann uns erst die volle Fülle des Lebens geben. Ein Leben für uns selbst und der Wille, zwanghaft all das zu tun, was uns die Welt an Freude und Spaß verspricht, kann schnell in der Abgrund der Eigensucht führen und uns der Liebe berauben, die doch nur dann wirklich glücklich macht, wenn sie auf den Anderen ausgerichtet ist.

 

Der Satz „Wer aber das Leben um Meinetwillen verliert, wird es gewinnen“ (Mt 10, 39) ist ein schönes Zitat für das Morgengebet, eine Erinnerung an das, was das Ziel unseres Lebens und jeden neu begonnenen Tages ist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz