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"Ich war nie so enttäuscht von der Kirche, wie in Corona-Zeiten."

20. Juli 2020 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
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Der katholische Journalist Heribert Prantl hat in einem Interview mit dem "Domradio" scharfe Kritik am Verhalten der Kirche während der Corona-Krise geübt.


Köln (kath.net)

Der katholische Journalist  Heribert Prantl  hat in einem Interview mit dem "Domradio" scharfe Kritik am Verhalten der Kirche während der Corona-Krise geübt. "Ich war nie so enttäuscht von der Kirche, wie in Corona-Zeiten. Ich fand die Reaktion der Kirche, der offiziellen Kirche, der Diözesen, der Bischöfe und auch vieler Gemeinden kleinlaut, kleinmütig, zurückhaltend, zu wenig, phantasielos." Prantl fragt sich, warum man nicht schon früher Gottesdienste im Freien abgehalten habe.  Der Journalist erzählte auch von einem persönlichen Erlebnis bei seiner Kirche in Berlin, wo plötzlich ohne jegliche Erklärung das Schild "Wegen Corona geschlossen" zu finden war, die Türen waren verschlossen. "Ich finde ehrlich gesagt alles, was in den letzten Monaten von kirchlicher Seite offiziell passiert ist, ziemlich grausam. Und ich glaube, dass mit dieser kleinmütigen und phantasielosen Reaktion die Distanz zur Kirche eher gewachsen ist", meint der Journalist.



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