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"Ich war nie so enttäuscht von der Kirche, wie in Corona-Zeiten."

20. Juli 2020 in Deutschland, 40 Lesermeinungen
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Der katholische Journalist Heribert Prantl hat in einem Interview mit dem "Domradio" scharfe Kritik am Verhalten der Kirche während der Corona-Krise geübt.


Köln (kath.net)

Der katholische Journalist  Heribert Prantl  hat in einem Interview mit dem "Domradio" scharfe Kritik am Verhalten der Kirche während der Corona-Krise geübt. "Ich war nie so enttäuscht von der Kirche, wie in Corona-Zeiten. Ich fand die Reaktion der Kirche, der offiziellen Kirche, der Diözesen, der Bischöfe und auch vieler Gemeinden kleinlaut, kleinmütig, zurückhaltend, zu wenig, phantasielos." Prantl fragt sich, warum man nicht schon früher Gottesdienste im Freien abgehalten habe.  Der Journalist erzählte auch von einem persönlichen Erlebnis bei seiner Kirche in Berlin, wo plötzlich ohne jegliche Erklärung das Schild "Wegen Corona geschlossen" zu finden war, die Türen waren verschlossen. "Ich finde ehrlich gesagt alles, was in den letzten Monaten von kirchlicher Seite offiziell passiert ist, ziemlich grausam. Und ich glaube, dass mit dieser kleinmütigen und phantasielosen Reaktion die Distanz zur Kirche eher gewachsen ist", meint der Journalist.



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Lesermeinungen

 lakota 23. Juli 2020 
 

@Diasporakatholik

Ich möchte nicht mit Ihnen diskutieren, nur etwas zum Nachdenken geben.
Immer wieder werfen Sie uns Usern hier vor:

"vermute, dass das einmal mehr auf Animositäten gegen mich beruhte..."

Wenn das wirklich wahr wäre, was ich für mich persönlich bestreite,
Animositäten gegen jemanden haben doch Gründe oder nicht? Welche könnten das wohl sein?
Persönlich kennt Sie doch niemand.


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 bücherwurm 23. Juli 2020 

@Diasporakatholik: Ich denke, ich lasse das jetzt mal so stehen, es scheint sich nicht zu lohnen,

mit Ihnen zu argumentieren. Wissen Sie, ich kenne natürlich auch die Gründe, warum gelegentlich etwas nicht so klappt, wie die Seelsorger das eigentlich wollen. Die Sache ist nämlich: es laufen 1000 dringend Sachen auf und man ist ständig arbeitsüberlastet bis zum Anschlag, wenn man es auch nur einigermaßen ernst nimmt.

Es hat nichts mit Korpsgeist zu tun, wenn man darauf hinweist. Es ist einfach nur die Tatsache: jede Münze hat zwei Seiten, und SIE schauen nur die eine Seite an...

Ich wünsche Ihnen und Ihrer lieben Frau noch einen gesegneten Tag, richten Sie ihr bitte meine herzlichen Grüße aus, wenn Sie möchten.


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 Diasporakatholik 23. Juli 2020 
 

@bücherwurm

Selbstverständlich liegt und lag es mir fern, etwa Ihren Ehemann, der wie Sie damals schrieben nebenamtl. Diakon ist und zudem herzkrank, etwa pauschal anzugreifen. Das habe ich Ihnen ja auch schon geschrieben und wie
käme ich dazu, zumal ich ihn und Sie ja gar nicht kenne und Ihrer beider Arbeit somit nicht beurteilen kann.
Aber umgekehrt sollte das auch Ihrerseits gelten, und ich bitte doch darum, auch meine /unsere persönlichen negativen Erfahrungen hier bei uns in der Diaspora ernst zu nehmen und nicht etwa aus einem vielleicht wohlgemeinten
"Korpsgeist" o.ä. abzubügeln oder gar meine Statements nicht oder allenfalls nur selektiv öffentlich zugänglich zu machen.

Das hilft niemandem.


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 bücherwurm 23. Juli 2020 

@Diasporakatholik: Richtig, Sie bekamen Kritik. Unter anderem von mir, einer Admin hier,

die als Ehefrau eines herzkranken ständigen Diakons die Sache nun mal etwas anders gesehen hat als Sie. Schade, dass Sie mehr mit Wunden lecken beschäftigt sind als damit zu versuchen, auch mal die andere Seite zu verstehen.


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 Diasporakatholik 23. Juli 2020 
 

@leibniz

Seelsorgliche Defizite und geistliche Missstände, wie Sie sie hier schon öfter beschrieben und jetzt in dem anschaulichen Beispiel aus der Pfarrei Ihrer Tochter beschreiben, gibt es wirklich allenthalben hierzulande, und ich kann das nur bestätigen.

Als ich kürzlich das hier im Forum beten falls an Beispielen beschrieb und vor allem Hauptamtliche (in erster Linie Priester und Diakone ...) auf Pfarreiebene dafür verantwortlich machte, gab's jedoch nicht etwa Zustimmung aus dem Forum sondern z.T. Unverständnis bis hin zu persönlich getöntem Spott.

Nun, ich kann damit leben und vermute, dass das einmal mehr auf Animositäten gegen mich beruhte, aber es zeigt doch, wie zerstritten und wahrnehmungsgetrübt auch viele User hier im Forum z.T. mittlerweile sind.


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 leibniz 22. Juli 2020 
 

Christliche Gesinnung versus Mitgliedschaft in einer Behörde

Liebe Siebenschläfer,
sehr gute Beschreibung!
Ein Erlebnis meiner Tochter von heute, welches den geistlichen Zustand der Kirche illustriert:
Als Pfarrsekretärin bekommt sie den geistlichen Zustand der Pfarrei "wunderbar" mit. Im Altenheim in der Nähe wurde von einem Aushilfspriester der Pfarrei jede Woche ein Gottesdienst zelebriert. Dieser Priester zieht weg. Kein Seelsorger der Pfarrei will in diesem Heim die Seelsorge übernehmen. Besonders der Herr Pfarrer verweigert dies. Die alten Leute dort haben nun keine Seelsorge mehr, keine Hl. Messe, keine Krankensalbung, keine Sterbebegleitung. Aber sie zahlen weiter brav ihre Kirchensteuer bzw. haben sie jahrzehntelang bezahlt.


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 siebenschlaefer 22. Juli 2020 
 

Verehrter @Diasporakatholik Mit Ihrem Statement "Natürlich ist H. Prantl Katholik"

haben Sie selbstverständlich Ihre eigene Grundeinstellung manifestiert und "niemand pinkelt Ihnen ans Bein", obwohl Sie selbst hier oft kräftig austeilen, vgl. @SpatzInDerHand.

Jeder politisch Interessierte hier im Forum weiß nur zu genau, wie viele knallharte Häresien Prantl in seinem Hausblatt und in unzähligen Talksshows in den letzten Jahrzehnten herausgehauen hat. Der Mann ist so weit von der Hl. GLAUBENSGEMEINSCHAFT entfernt, dass man schon einen Marathon laufen müsste, um da noch eine Brücke zu bauen. Wenn Sie über ihn dennoch schreiben, dass er "natürlich" Katholik sei, offenbaren Sie Ihre eigene Definiton von "Katholiksein": Katholik ist, wer in der staatlichen Behörde ist und zahlt, was er glaubt oder nicht, ist irrelevant. Ich kann auch mit Ihrem "wertkonservativem Katholikentum" nichts anfangen, entweder bin ich Christustreu, Bibeltreu und der kath. Lehre treu, oder ich bin ein Papiertiger wie die meisten Formalkatholiken, deren Zahl sich derzeit erheblich ausdünnt.


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 exnonne 22. Juli 2020 
 

@Diasporakatholik: Nehmerqualitäten

Stimme Ihnen zu! In letzter Zeit geht es hier allzu schnell von der sachlichen auf die persönliche Ebene. Und da wird dann richtig scharf geschossen. Mein Mann (nicht gläubig) meinte kürzlich, er wundere sich, wie Christen miteinander umgehen!


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 Diasporakatholik 22. Juli 2020 
 

@SpatzInDerHand

Ich denke, dass ich durchaus "Nehmerqualitäten" habe, aber ungerechtfertigt und zudem unqualifiziert "ans Bein pinkeln" lasse ich mir halt auch nicht gerne.


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 SpatzInDerHand 22. Juli 2020 

@Diasporakatholik: Ich weiß nicht, warum mir gerade der Satz "Wer austeilt, muss auch einstecken kön

einfällt. Dss muss purer Zufall sein, nicht wahr? ;)


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 Diasporakatholik 22. Juli 2020 
 

@siebenschläfer

Ich habe hier lediglich unangenehme Tatsachen berichtet.

Eine Sympathie für Herrn Prantl hege ich als wertkonservativer Katholik nicht - aber ich bin auch nicht befugt, ihn oder andere
mir bzw. Ihnen nicht genehme katholische Kirchenmitglieder quasi aus der katholischen Glaubensgemeinschaft verbal auszuschließen.

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet", mahnt uns der Herr selbst.

Das möchte ich Ihnen und den "Likern" Ihres gegen mich gerichteten Kommentars mal hier ins Stammbuch schreiben, die Die mich wg. früherer Kontroversen in diesem Forum offensichtlich nicht leiden können und mir nun meinen, jetzt hier unbedingt "eins mitgeben" zu müssen.

Ist das wirklich christlich?


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 Steve Acker 22. Juli 2020 
 

Von Prantl, über den ich schon den Begriff "Alpenayatollah"

las, halte ich nicht viel.
Er ist halt auf dem Papier katholisch, so wie die Synoadaler.

Allerdings hat er hier recht.


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 Steve Acker 22. Juli 2020 
 

Diasporakatholik - Cusanuswerk

Interessant was Sie dazu schreiben, dass Prantl und Lafontaine Stipendiaten waren.
Jetzt wird mir einiges klar.
Ich kenn jemand der sich kürzlich beworben hat, eigentlich beste Vorraussetzungen hatte, und nicht eimal zu einem gespräch eingeladen wurde.
Das Manko war dann wohl dass er in einer Laiengemeinchaft engagiert ist.
Wahrscheinlich hätte er besser schreiben sollen,
dass er den synodalen weg ganz toll findet.


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 siebenschlaefer 21. Juli 2020 
 

@Diasporakatholik

Ihr Kommentar sagt mehr über Ihre persönliche Einstellung als die des Herrn Prantl.


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 Dornenbusch 21. Juli 2020 
 

nazareth Vielen Dank für Ihren Kommentar, ich kann ich Ihnen nur zustimmen

Bei diesen Enttäuschungen und aussichtslosem blinden überzogenem Corona Gehorsam bleibt uns kaum was anderes übrig, als beständig fest zusammenzuhalten. Dann sollten doch auch Meinungsverschiedenheiten möglich sein, ohne uns vom ,,Virus der Spaltung,, führen zu lassen.


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 lakota 21. Juli 2020 
 

Wie viele nennen sich heute katholisch...

und sind doch nur Taufschein-Katholiken, die mit dem katholischen Glauben nichts am Hut haben und mit den Geboten Christi schon gar nicht.


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 leibniz 21. Juli 2020 
 

Die Meinung des Herrn Prantl interessiert mich wenig. Er ist als stark linkslastiger Journalist einer der Verantwortlichen für den langsamen, aber sicheren Untergang von Rechtsstaat und Demokratie. Benedikt XVI. wurde 2010 u.a. auch von ihm ausgelacht, als er darauf hinwies, dass der Rechtsstaat von Voraussetzungen lebe, die er selbst nicht schaffen könne und dass die Kirche verweltlicht sei.
In der Coronakrise hat sich nun der katastrophale innere Verfall von Kirche und Staat endgültig offenbart: gleichgeschaltete Medien, wissenschaftliche Diskussion Fehlanzeige, Aufhebung aller Grundrechte und staatstreue Kirchen, die alles brav mitmachen, was die Regierung sagt.
Gläubige Katholikin bin ich weiterhin, aber das, was in diesem Land an sichtbarer Institution Kirche noch vorhanden ist, ist für mich untergegangen.


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 Diasporakatholik 21. Juli 2020 
 

Natürlich ist H. Prantl Katholik,

auch wenn er ultraliberale, ja geradezu "linke" Postionen vertritt bzw. vertreten hat.

Er war übrigens wie u.a. auch einstmals Oskar Lafontaine Studienstipendiat des Cusanus-Werkes
der deutschen katholischen Bischöfe.


3

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 Diadochus 20. Juli 2020 
 

Profil

Die Kritik von Herrn Prantl kann man auch positiv sehen. Gerne würde er sich wie früher an der Kirche reiben und abarbeiten können. Das kann er jetzt nicht mehr, da kein Profil mehr. Da ist ein Stück seiner journalistischen Tätigkeit weggefallen. Die Kirche ist kein Thema mehr.


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 nazareth 20. Juli 2020 
 

Es war unerträglich zum Teil und vorauseilender weltlicher Gehorsam

Ich war auch entsetzt als Bischof Schönborn stolz erklärte,dass die Kirche sich als verlässlicher Partner des Staates gezeigt hat während der Coronakrise,während Bischof Marian Eleganti vielfach gemobbt und gemieden wurde zu infantil gläubig zu sein. Weihwasserspender hätte ich mir gewünscht zu den Desinfektionsmitteln,ein Zusammenstehen bei der Weihe des Papstes mit dem Pestkreut,ein Predigen der Gegenwart Gottes in unseren Kirchen und seiner Kraft und Gnade. Stattdessen stöhnte mein 16jähriger Sohn bei der 200sten Coronapredigt,ich kann es nicht mehr hören:Evangelium,dann Corona.


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 Psalm1 20. Juli 2020 
 

"Wer entscheidet, wer katholisch ist?"

Katholisch ist, wer getauft ist, den überlieferten Glauben der Katholischen Kirche teilt und - seinen Möglichkeiten entsprechend - am Aufbau bzw. Erhalt von Kirche und Gesellschaft mitarbeitet. Letzteres kann man auch als Nachfolge Christi bezeichnen.

So weit, so gut. Jetzt wollen Sie sicher wissen, wer entscheidet, was der "überlieferte Glaube" der Kirche ist. Ich sehe da weniger den Ortsbischof sondern das sich am Katechismus orientierende Gewissen des Einzelnen. Der Ortsbischof hat zwar eine gewisse Binde- und Lösegewalt, aber nicht in Glaubensfragen. Hier hat die Übereinstimmung mit der Überlieferung das letzte Wort.


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 siebenschlaefer 20. Juli 2020 
 

Bekanntlich folge ich Vater Benedikt, wenn sich die Frage stellt,

was "katholisch sein" bedeutet: katholisch ist, wer katholisch getauft der Hl. GLAUBENSGEMEINSCHAFT treu verbunden bleibt. Insofern ist Prantl, nachdem was ich aus seiner eigenen Feder in den letzten Jahrzehnten las, sicher nicht katholisch. Aber so verrückt ist die Situation inzwischen in der DBK-Kirche: falls er Steuerzahler ist, gilt er offiziell als katholisch, auch wenn er nicht an die Hl. EUCHARISTIE glaubt.

Aber Prantl hin, Prantl her, auch ein Apostat kann etwas Richtiges sagen. Kürzlich telefonierte ich mit einem befreundeten Pfarrer, den ich seit Studienzeiten kenne. Er sagte mir, dass sich die deutsche Kirche seiner Meinung nach in der "Selbstabschaffung" befinde und in Coronazeiten gesellschaftliche "Irrelevanz" bewiesen habe. Und aus dem Stapel an Austrittsbescheiden auf seinem Schreibtisch folgerte er, dass sich die Zahl in 2020 verdreifachen werde.

Und es ist gut so, ergänze ich. Eine arme Kirche ist die einzige Chance, wieder CHRISTUSTREU und BIBLISCH zu werden.


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 hape 20. Juli 2020 

@exnonne

Richtig. Katholisch hat inzwischen nichts mehr mit Glaubensinhalten zu tun. Auch die Sakramente sind nicht mehr so wichtig. Die Eucharistie etwa gilt neuerdings als überbewertet, wie aus berufenem Munde eines Bischofs zu hören war. Und der Missbrauch wurde ebenfalls von einem Bischof "als DNA der Kirche" identifiziert. Nur bei der Kirchensteuer zeigt sich noch, wer katholisch ist und wer nicht. Wer nicht zahlt, fliegt raus. Exkommunikation. Basta. – Dazu braucht es noch nicht mal den Synodalen Weg.


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 exnonne 20. Juli 2020 
 

@Ulrich Motte: Wer entscheidet, wer katholisch ist?

Ich denke, katholisch ist zunächst mal jeder, der katholisch getauft ist, aber vor allem - vielleicht für die "hierarchisch-sakramentale" Organisation besonders wichtig - wer Kirchensteuer bezahlt! ;-)


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 exnonne 20. Juli 2020 
 

Enttäuschung

Ich kenne Herrn Prantl nicht persönlich und kann mir insofern kein Urteil darüber erlauben, ob bzw. wie sehr er katholisch ist, ob er sonntags in die Kirche geht, wie es in ihm aussieht usw.
Aber die von ihm geäußerte Enttäuschung über das Verhalten der Kirche kann ich als praktizierende katholische Christin sehr gut nachvollziehen.


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 Ulrich Motte 20. Juli 2020 
 

Wer entscheidet, wer katholisch ist?

Papst Benedikt XVI. definierte einmal, wie hier zitiert wurde, das Wesen der Römisch-Katholischen Kirche als hierarchisch-sakramental. Ich bin natürlich sicher völlig unfähig und völlig unzuständig zu entscheiden, wer katholisch ist. Dürfte ich aber vielleicht wagen zu vermuten, daß die Hierarchie der katholischen Kirche dafür zuständig ist, der Papst und der lokal zuständige Bischof vor allem (und nicht einzelne, mir vielleicht sogar besonders sympathische, in jeder Hinsicht prachtvolle Katholiken ohne einen solchen Rang in der Hierarchie)? Sicherlich können Katholiken Kritik üben an ihrer Meinung nach falschen Entscheidungen, aber entscheidend ist doch- wie bei der Justiz- die Entscheidung der Zuständigen, oder? FRAGEN!


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 feldhamster 20. Juli 2020 
 

@Wedlerg

Da gibt es mehr von der Sorte, auch Wladimir Putin hat sich vom Oberstleutnant des KGB zum Christen gewandelt.


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 wedlerg 20. Juli 2020 
 

Prantl dürfte DER Vorkämpfer gegen die kath. Kirche sein

Seine Hassrede gegen Bischof Müller war vor 10 Jahren hier groß Thema bei kath.net.

Prantl lehnte auch die Wiedervereinigung, ist pro Abtreibung und pro Sterbehilfe aufgetreten, hat die Hymne des DDR-Vordenkers Becher als Text für die Nationalhymne vorgeschlagen und jedwede Säkularisierung unterstützt. Er ist glühend pro Maria 2.0 - mit z.T. perversen Argumenten in der ZEIT vorgetragen.

Und jetzt ist Prantl, der bei jeder Gelegenheit christliche Werte aus der Gesellschaft verbannen will, auf einmal "katholischer" Journalist. Das wäre in etwas so, wenn man einen Antialkoholiker aus der Familie Paulaner als "Paulaner Sprecher" bezeichnen würde.


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 nicodemus 20. Juli 2020 
 

"... so enttäuscht von der Kirche, wie in Corona-Zeiten."

Na na, Hr."katholischer Journalist",solche wie Sie sitzen zu Hauf im ZdK! Ich meine, mit "grosser Liebe" zur kath. Kirche - sitzen sie da.

@Ulrich Motte: beständiger Kirchgänger?
Ich kenne kein Zeugnis von ihm, dass er die kath. Kirche liebt! Er ist für mich kein Vorzeige Journalist für die heilige und apostolische Kirche in D.!


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 SpatzInDerHand 20. Juli 2020 

@Ulrich Motte: Träumen ist erlaubt! De facto dürfen aber bei uns sogar Priester ihren Freund oder ih

an die große Glocke hängen. Anderes Beispiel: haben Sie je mitbekommen, dass ein Laie (zb katholischer Politiker/in) von der Kommunion ausgeschlossen wurde, weil er/sie öffentlich pro-Abtreibung ist?


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 Ulrich Motte 20. Juli 2020 
 

Wedlerg: Fragen - nicht Behauptungen

Soweit ich weiß, ist Herr Dr. Prantl (dessen übliche politische Meinungen ich strikt ablehne), Mitglied der katholischen Kirche und beständiger Kirchgänger. Ergäben seine Äußerungen, die ja auch das Erzbistum München kennt, oder sonstiges Bekanntes, daß er Atheist wäre, würde das doch das Erzbistum mitteilen wie auch kirchenrechtliche Folgen davon, oder?


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 ThomasR 20. Juli 2020 
 

die "neue Kirche" ist keine Quelle der Hoffnung für das einafche Kirchenvolk

deshalb so viele Massenaustritte und Priestermangel

Es ist sehr schwierig sich mit einem "vom Menschen innerhalb der Kirche geschaffenen kirchenähnlichen Gebilde von Königstein 1968 und Ingolstadt 2018" zu identifizieren, das vorwiegend inzwischen nicht mehr auf dem Herren sondern vor Allem auf dem Kirchensteuersystem auf dem Ausbau von eigenen Strukturen und Strukturreformen , Bürokratie, Bildung der Rücklagen, Selbstbehauptung gegenüber Rom usw. baut.


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 wedlerg 20. Juli 2020 
 

Soso, der Atheist Prantl ist also ein katholischer Journalist

Prantl (also der Prantl von der SZ) ist Vorreiter der Humanistischen Union und mit Sicherheit kein "katholischer Journalist".

Das ganze Interview hätte man sich insofern zwecks Heuchelei schon mal schenken können.


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 KatzeLisa 20. Juli 2020 
 

Lähmende Stille

In der Pfarrei am Rande einer westdeutschen Großstadt, zu der ich gehöre, herrschte mit Beginn des Lockdowns lähmende Stille. Die Kirche war geschlossen, obwohl 4 hauptamtliche Mitarbeiter in unmittelbarer Nähe wohnen. Nach Rückfrage wurde sie in der Karwoche einige Stunden geöffnet. Aber weil die Gläubigen nichts davon wußten, blieb sie weitgehend leer.
Als im Mai Gottesdienste wieder "erlaubt" waren, brauchten unsere Seelsorger noch Wochen für ein Konzept, während es in der Nachbarpfarrei sofort wieder losging. Dort gab es am Sonntagmorgen 3 Gottesdienste!
Inzwischen leben wir immer noch mit Maskenpflicht, Anwesenheitslisten, Abstandsregeln und Desinfektionsmitteln, während wir im Österreich-Urlaub bereits im Juni "normale" Messen erleben durften.
Die Menschen haben sich an den Zustand gewöhnt, in den Gottesdienst kommen maximal 20%, zumal auch noch die Alten und Gefährdeten vor einem Besuch der Kirche gewarnt werden. Ich fürchte, daß Corona vielen Gemeinden den Rest geben wird.


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 Winrod 20. Juli 2020 
 

"zurückaltend....",

genauso wie bei der Reaktion auf die "Hagia Sophia". Zurückhaltung ist die neue Linie? Nein, es ist gar keine Linie.


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 Chris2 20. Juli 2020 
 

Bemerkenswert. Die Linken von gestern

beklagen jetzt den Verfall der Kirche (Prandtl), den Verlust von Frauenrechten (Schwarzer) sowie die wachsende Bedrohung von Frauen (selbige), Juden (Broder) und von Homosexuellen (David Berger, aber der war kein Linker) durch Merkels "Multikulti totale". Die meisten ihrer Mitstreiter schlafen noch. Das Erwachen wird furchtbar sein ...


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 Gipsy 20. Juli 2020 

Die Kirche

hat ihre Beständigkeit , ihre Verlässlichkeit, sowie das Vertrauen der Gläubigen ,als Fels in der Brandung, verspielt.
Immer wieder wird geändert, immer wieder etwas "Neues" , die Grundlage verschwindet immer mehr und das "Neue zwanghaft konstruierte ,kommt der Überlieferung nicht einmal annähernd nahe.

Aus "Jesus Christuns unserem Herrn, wird Bruder "

Und so, macht sich die Kirche als das was sie sein soll, überflüssig und mit ihr, viele "Verkünder des Evangeliums".

Beim Eintritt in ein Gotteshaus , falls in das noch ohne Ausweis möglich ist, könnten daher in naher Zukunft ,die ersten Worte sein: "Was gibt es Neues"?


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 topi 20. Juli 2020 

was ist die Lösung?

Gottesdienste im Freien sind eine Notlösung. Aber was ist die langfristige Lösung?
Papst Franziskus hat es gesagt und auch seine Vorgänger haben es ständig wiederholt: die Evangelisierung. Und wie macht man das? Geht zu euren Pfarrern und Bischöfen und bittet sie mit einer Evangelisation durch eine geistliche Gemeinschaft zu beginnen.


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 exnonne 20. Juli 2020 
 

@Stefan Fleischer: "der mit dir lebt und wirkt"

Ja, das kenne ich auch. Dort, wo ich hingehe, gibt es einen Priester, der "herrscht" auch nicht über die Lippen bringt. Bei ihm "waltet" Gott, statt zu herrschen. (Ob ihm wohl bewusst ist, dass "walten" auch in "Gewalt" steckt?)


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 Stefan Fleischer 20. Juli 2020 

Die neue Kirche

«Die Kirche ist nicht mehr die gleiche wie vor vierzig Jahren.»
So schrieb unsere Pfarreiseelsorgerin kürzlich im Kirchenblatt, und alle, welche ich darauf ansprach zuckten einfach mit den Schultern. Das gleiche Achselzucken erlebt man, wenn man erzählt, der Priester hätte wieder einmal gebetet: «… der mit dir lebt und wirkt (oder auch liebt)» und damit einen ganz anderen Gott verkündet, als dies noch vor vierzig Jahren der Fall war, einen Gott, der nicht mehr herrschen darf, dem gegenüber keine Ehrfurcht (welche eine Drohbotschaft!) mehr nötig ist. Eine neue Kirche, welche keinen ernst zu nehmenden Gott mehr verkündet, kann nicht erwarten, dass sie selbst noch ernst genommen wird.


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