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Süddeutsche Zeitung nach Feuer in Kathedrale von Nantes: „Vandalismus in Kirchen ist großes Thema“

19. Juli 2020 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Nadia Pantel in „Süddeutsche Zeitung“: Das französische „Innenministerium zählte 2018 30 satanistisch motivierte Angriffe auf Kirchen, 15 anarchistisch motivierte und sieben an Wände geschmierte Hakenkreuze.“


Nantes-Paris (kath.net/pl) Das französische „Innenministerium zählte 2018 30 satanistisch motivierte Angriffe auf Kirchen, 15 anarchistisch motivierte und sieben an Wände geschmierte Hakenkreuze.“ Das beschreibt Nadia Pantel in einem lesenswerten Beitrag der „Süddeutsche Zeitung“ anlässlich der des Großfeuers in der Kathedrale von Nantes (Westfrankreich) und der Information der Staatsanwaltschaft, dass Brandstiftung vermutet werde. Im Verhältnis zur Gesamtzahl der jeweiligen Gebäude gebe es in Frankreich zwar, relativ gesehen, mehr Angriffe auf Moscheen und Synagogen. Doch mit „Blick auf die Gesamtzahl der Straftaten ist die katholische Kirche jedoch mit Abstand am stärksten betroffen, was sich aus der schieren Anzahl an Gotteshäusern erklärt. 45 000 Kirchen stehen in Frankreich, laut Innenministerium werden jeden Tag zwei von ihnen gewaltsam beschädigt“. Die Täter würden „nur äußerst selten aus ideologischen Gründen oder aus Überzeugung“ handeln, es seien „meist“ Jugendliche und „oft“ sei Alkohol im Spiel. „Steht doch eine Überzeugung hinter der Gewalt gegen die Kirche, kommt diese meist aus dem extremen linken oder dem extremen rechten Umfeld.“


 

Pantel erinnert, dass „bereits vor dem Brand von Notre-Dame“ der „Vandalismus in Kirchen zu einem großen Thema geworden“ war, nachdem „im Februar 2019, zwei Monate vor dem Feuer“, „innerhalb einer Woche fünf wichtige Kirchen des Landes beschädigt worden“ waren.

 

Link zum Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung" in voller Länge: Kathedrale von Nantes - Ein Kirchenbrand, dessen Flammen bis in die Politik reichen


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