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Experte: Vatikan drängt stärker auf Anzeige von Missbrauch

20. Juli 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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P. Zollner in "Vatican News"-Interview: Vatikan möchte auch dort stärkere Kooperation mit Behörden, wo es keine Anzeigenpflicht gibt


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der deutsche Jesuit und Vatikan-Experte für Missbrauchsprävention P. Hans Zollner sieht katholische Bischöfe weltweit bei der Zusammenarbeit mit der staatlichen Justiz stärker in der Pflicht. Eine jüngst veröffentlichte Handreichung der Glaubenskongregation zu Missbrauchsverfahren enthalte eine "starke Einladung", mit den Behörden auch dort zu kooperieren, wo es keine Anzeigepflicht gebe, sagte Zollner, Mitglied der Päpstlichen Kommission für Kinderschutz und Leiter des Kinderschutzzentrums an der Universität Gregoriana in Rom, dem Portal "Vatican News" (Samstag).


 

In etwa drei Viertel aller Länder bestehe keine Anzeigepflicht, sagte Zollner. Insofern sei die Empfehlung der Glaubenskongregation "auch eine wichtige Stellungnahme der Kirche", so der Jesuit. Generell helfe das Dokument all jenen, "die sich mit dieser Materie nicht genügend auskennen und die nicht leicht auf Experten zurückgreifen können".

 

Das am Donnerstag in mehreren Sprachen veröffentlichte "Vademecum" der Glaubenskongregation erläutert die wichtigsten Verfahrensrichtlinien für Personen, die mit der juristischen Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch katholische Kleriker befasst sind.

 

Unter Punkt 17 heißt es: "Auch in Ermangelung einer ausdrücklichen gesetzlichen Verpflichtung soll die kirchliche Autorität bei den zuständigen staatlichen Behörden Anzeige erstatten, wenn sie es zum Schutz der geschädigten Person oder anderer Minderjähriger vor der Gefahr weiterer verbrecherischer Akte für unverzichtbar hält."

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 20. Juli 2020 
 

Liebe Aktivisten, einigt Euch erst einmal,

ob die sexuelle Orientierung denn nun angeboren und unabänderlich ist (Homo-Lobby) oder nur anerzogen und ein soziales Konstrukt (Gender & Co), dann sehen wir weiter.
Und wer, vielleicht sogar als Bischof, noch mehr praktizierte Homosexualität in der Kirche will, handelt angesichts des Missbrauchhsskandals mit fest überall etwa 80% Buben als Opfer nicht nur unlogisch, sondern verantwortungslos - den nächsten Opfern, der Kirche und deren Stifter gegenüber...


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