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Kardinal Woelki stellt sich hinter Vatikan-Instruktion zur Kirchengemeindenreform

23. Juli 2020 in Deutschland, 42 Lesermeinungen
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Kölner Erzbischof: Die neue Instruktion rufe „Grundwahrheiten unseres Glaubens in Erinnerung, die wir gerade in Deutschland vielleicht manchmal aus dem Blick verlieren“.


Köln (kath.net) „Ich bin dankbar, dass uns Papst Franziskus mit dieser Handreichung den Weg weist. Dieses Dokument enthält viele Anregungen für einen missionarischen Aufbruch der Kirche.“ Das erläutert der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zur neuen vatikanischen Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“. Das gab das Erzbistum in einer Presseaussendung bekannt.


 

Woelki erläuterte weiter: Diese Instruktion rufe uns „uns Grundwahrheiten unseres Glaubens in Erinnerung, die wir gerade in Deutschland vielleicht manchmal aus dem Blick verlieren, wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Nicht wir ‚machen‘ Kirche, und es ist auch nicht ‚unsere‘ Kirche, sondern die Kirche Jesu Christi. Der Herr selbst hat sie gestiftet und mit ihr die Sakramente und das besondere Priestertum. Papst Franziskus rückt hier einiges zurecht, aber nicht als Maßregelung oder Disziplinierung, sondern als Ermutigung, ganz auf Christus zu setzen, um wieder eine missionarische Kirche zu werden.“

 

Archivfoto Kardinal Woelki (c) Erzbistum Köln


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Lesermeinungen

 bücherwurm 26. Juli 2020 

@Diadochus: DANKE! So, wie Sie das jetzt formuliert haben, unterschreibe ich das zu 100 Prozent! :)

Einen gesegneten Sonntag wünsche ich Ihnen und Ihrer lieber Frau! :)


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 Diadochus 26. Juli 2020 
 

@bücherwurm

Ihren Ermahnungen schließe ich mich gerne an. Dennoch kann das Schwert helfen, Trennlinien zu ziehen in einer Umwelt, in der vieles vermischt wird, sodass das Schöne des Glaubens in der Vermischung nicht mehr aufleuchtet. Gerne möchte ich das in der Weise tun, sodass es anderen zum Vorbild gereichen möge. Der Glaube ist schön. Das Schöne soll leuchten.


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 Zeitzeuge 26. Juli 2020 
 

Praktizierende Christen - gläubige Katholiken

verteilen aber keine "Dislikes" für Schriftzitate

oder die Verlinkung von Lehramtstexten oder

Texte von genuin katholischen Theologen!


Gläubige Katholiken beschimpfen auch nicht

lehramtstreue Katholiken als "Gefangener

von Gesetzen und Dogmen".


Was natürlich keine "Kraftausdrücke" gegen

diese Gäste rechtfertigt, davor

bewahrt mich meine noch in den Fünfzigerjahren

stattgefundene katholische Sozialisation!

Ich wünsche allen hier einen besinnlichen und

gesegneten Sonntag!


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 bücherwurm 26. Juli 2020 

@Diadochus, a) zur Sachebene: Das "Schwert des Wortes Gottes" ist scharf,

aber falls Sie daraus folgern wollten, dass auch IHR Wort scharf sein darf, dann wären Sie komplett auf dem Holzweg! IHR Wort ist nämlich nicht Gotteswort, sondern Menschenwort. Und SIE unterstehen Gottes Gebot zur Nächstenliebe!
b) nein, wir möchten hier keine überscharfe Rede. Hier posten praktizierende Christen - und es wäre traumhaft schön, wenn man das auch an der Wortwahl und an der Art des Diskutierens merken würde. Ich darf Sie gern darum bitten, hier auf eine Weise zu posten, die in diesem Aspekt anderen zum Vorbild werden kann... :)


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 Diadochus 25. Juli 2020 
 

Kraftausdrücke

Kraftausdrücke müssen nicht unbedingt bemüht werden. Christen brauchen sich aber nicht hinter dem Berg halten, wenn die Rhetorik stimmt, "denn voll Leben ist Gottes Wort und voll Kraft und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, Gelenk und Mark, und ein Richter ist es über Gesinnungen und Gedanken des Herzens;" (Hebr. 4, 12) Das Schwert des Wortes darf bemüht werden.


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 hape 25. Juli 2020 

Zum Abschluss noch ein paar Gedanken zur Netiquette

Grundsätzlich kann ich mit brüderlicher Zurechtweisung gut leben. Natürlich auch dann, wenn sie in der schwesterlichen Form daherkommt. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Das ist völlig in Ordnung.

Es leuchtet ein, dass eine flapsige Bemerkung nicht gerade einladend wirkt. Sie muss aber einem guten Gespräch auch nicht zwingend im Wege stehen. Emotionalität kann sogar ein Impuls sein, die Dialogverweigerung zu überwinden. So ist mir vor etlichen Jahren der Kragen auch mal gegenüber einem Kunden geplatzt. Es kam zu einer Aussprache. Daraus entwickelte sich eine äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit, die weit über zehn Jahre andauerte. –

So hoffe und bitte ich also, dass Wir-sind-Kirche mir großmütig verzeihen möge. Missionarische Kirche, i.S.v. Papst Franziskus, können wir nur werden, wenn wir das Lehramt als gemeinsames Fundament erkennen. Möge uns dabei, auf die Fürsprache der ewig reinen Jungfrau und Gottesmutter Maria, auch ein Streit helfen, in der Heiligkeit zu wachsen.


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 exnonne 25. Juli 2020 
 

@Zeitzeuge

Für Literaturhinweise bin ich als Leseratte immer dankbar :-), und von Ihnen habe ich bisher noch keine Schimpfwörter gelesen.
Ich wünsche mir einfach nur, dass wir wertschätzend miteinander umgehen, mehr nicht.


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 Zeitzeuge 25. Juli 2020 
 

Werte exnonne,

ich hoffe, daß Sie meine "Nachhilfe für

bedürftige Disliker" nicht auch als

Beschimpfung ansehen.

Mich erstaunt eher, daß niemand sich

aufregt, wenn ich für Schriftzitate,

Lehramtstexte und Texte von bekannten,

genuin katholischen Theologen Dislikes

bekomme.

Ich wurde hier auch schon beschimpft, z.B.

als "Gefangener von Gesetzen und Dogmen"!

Ich werde trotz allem hier im gewohnten

Stil weitermachen, also auch mit Verlinkung

wichtiger, kernkatholischer Texte.

Laudetur Jesus Christus!


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 lesa 25. Juli 2020 

@[email protected]ücherwurm: Zustimmung, aber von @hape lese ich das erstemal einen solchen "Kraftausdruck". Für seine vielen gehaltvollen, sachlich treffenden und gewinnbringenden Kommentare sei ihm gedankt!


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 exnonne 25. Juli 2020 
 

erstaunlich

Erstaunlich finde ich, dass immerhin sechs User der Ansicht sind, man dürfe Andersdenkende beschimpfen, und vier es negativ bewerten wenn jemand etwas dagegen schreibt. Sind wir Christen oder nicht???


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 Zeitzeuge 25. Juli 2020 
 

Nachhilfe für bedürftige Disliker in Sachen Karl Rahner im Link,

wünsche gute Lesefrüchte!

www.theologisches.info/stein4.htm


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 hape 24. Juli 2020 

@SalvatoreMio

Wisiki ist eine Abkürzung für Wir-sind-Kirche.

www.wir-sind-kirche.de/?id=125&id_entry=8349


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 exnonne 24. Juli 2020 
 

@SalvatoreMio: Wisiki

Also für mich klingt's eher japanisch ;-)
Soll wohl aber nicht eine Art japanischer Whisky sein, sondern eine Abkürzung für "Wir sind Kirche", wie ich vermute.


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 SalvatoreMio 24. Juli 2020 
 

WISIKI

Liebe Schreiber!
Chinesisch kann ich nicht, aber das Wort "Wisiki" ist wohl sowieso etwas Anderes - nur WAS???


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 Zeitzeuge 24. Juli 2020 
 

Werte bücherwurm,

ich habe jetzt ca. 5x versucht, einen

wichtigen Text von Prof.Dr. Geringer

zu verlinken, es gelingt aber leider

nicht, ist das technisch bedingt?


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 phillip 24. Juli 2020 
 

Oder der Vatikan tut nichts, was Willigis für das wahrscheinlichste Szenario hält.e.

Was ist den der harte Kern der Instruktion? Dem dem Pfarrer soll wieder in allen pfarrlichen Bereichen ein ausschließliches Bestimmungsrecht zugeordnet werden. Damit ergibt sich aber auch eine Weisungskette vom Papst über den Diözesanbischof zum Pfarrer. Der Papst kann also in allen Bereichen des Pfarrlebens durchgreifen und seine (für das Seelenheil nutz- oder schadenbringenden) Ansichten mittels Weisungen durchsetzen. Angenommen, es gibt eine glaubenstreue Pfarre, in der fromme Gläubige von einem ebenso frommen Pfarrer geführt und geleitet werden (ja so etwas gibt es noch). Ebenso angenommen, es gäbe einen Zeitgeist huldigenden, Häresien nicht abholden Papst (ja so einen kann es geben), der seine Ansichten durchsetzen wollte. Was macht er? Er erlässt eine unter der Strafe der Exkommunikation stehende und dem Glauben entgegenstehende Weisung. Pfarrer und Gläubige verweigern, es käme zur Exkommunikation. WisiKi würde diesfalls applaudieren und nicht lamentieren.


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 exnonne 24. Juli 2020 
 

@hape: "nicht mein Tag"

Ja, solche Tage gibt es ;-)
Wünsche Ihnen Gottes Segen!


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 hape 24. Juli 2020 

@exnonne, @bücherwurm

Is' ja schon gut. Hab' verstanden. Kein Grund zur Panik. – Ist heute nicht mein Tag.

Wenn sich tatsächlich hier ernsthaft jemand von Wisiki melden sollte, werde ich ebenso ernsthaft und respektvoll mit ihm diskutieren. – Ich versprech's :-)


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 bücherwurm 24. Juli 2020 

@exnonne: danke! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin es nur müde geworden, das dauernd zu wiede


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 exnonne 24. Juli 2020 
 

@hape: "Knallchargen"

Ich empfinde es als Respektlosigkeit, Andersdenkende als "Knallchargen" zu bezeichnen, und wundere mich immer wieder, dass so etwas freigeschaltet wird. Es ist nicht zielführend, einander zu beschimpfen, und gerade als Christen sollten wir so nicht über andere reden. Zudem lässt sich auf diesem Niveau nicht sachlich diskutieren. Mir fehlt hier häufig ein gegenseitiges Wohlwollen. Muss man wirklich einander zerfleischen?


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 hape 24. Juli 2020 

@feldhamster

Hier auf kath.net wurde schon mit Knallchargen ganz anderen Kalibers intensiv diskutiert. Daher glaube ich nicht, dass hier jemand Berührungsängste mit Wisiki hätte. Womöglich ist es aber umgekehrt. Wenn Wisiki hier also etwas zu sagen möchte, dann her damit. Ein offener Diskurs kann nur heilsam sein!


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 ThomasR 24. Juli 2020 
 

@Willigis

Momentan haben die Gläubigen keine Mitsprache weder bei der Verteilung der Kirchensteuereinnahmen noch bei der Bildung der Pfarrverbunde bzw. Besetzung der Leitungpositionen in Pfarrverbunden durch Laien.
Viele Gläubigen insbesondere in der ländlichen Umgebung haben weiterhin einen stark ausgeprägten Glaubenssinn und ich kann mir vorstellen, daß bei einer direkten Fragestellung würden sich eher für einen ständigen Diakon oder einen altrituellen Priester oder eine katholische Ordensfrau selbst einen griechisch-katholischen Priester als Pfarrverbundleiter entscheiden als für einen Laien.
Momentwn werden die Gläubigen in den betroffenen Pfarrereien /Pfarrverbunden überhaupt nicht gefragt, sondern versucht die Amtskirche gutwillig einen Laien(meistens eine Dame)durchzusetzen.
Bei Selbstbestimmung wenigstens über einen Anteil der Kirchensteuereinnahmen würden diese Mittel momentan oft eher Obdachlosenheime, Frauenhäuser, Einstellung von neuen Priester vom Ausland als Bürokratie.

de.wikipedia.org/wiki/Sensus_fidei


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 feldhamster 24. Juli 2020 
 

@ottokar

"Unser WisiKi-Freunde können und wollen es wohl nicht lassen ihren roten, nach unten gerichteten Daumen zu zeigen. Viel schöner wäre es, wenn sie einmal mutig ihre Meinung, die sie hoffentlich auch haben,in die Diskussion einbringen würden."
Da kennen Sie kath.net wohl nicht so recht. Ich bin erst seit kurzem hier, aber ich denke nicht, dass man hier Wisiki Vertreter zu Wort kommen lässt.


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 hape 24. Juli 2020 

Lieber @Zeitzeuge,

super Link! – Herzlichen Dank! – Das, was wir heute mit dem Synodalen Weg erleben, war also tatsächlich schon 1973 (!) absehbar. Solange schon arbeiten DBK und ZdK "mit knirschenden Zähnen" an diesem Thema. In gnostischer Anmaßung, alles besser zu wissen, wie ich meine. Blind gegenüber Kritik und völlig unbeirrt davon, dass ihnen sowohl die Priester als auch das Volk Gottes den Rücken zuwenden.

Da ist es mir doch lieber, dass der Priester dem Volk Gottes bei der Zelebration den Rücken zuwendet und so den Blick auf das Geheimnis der Eucharistie freigibt. :-)


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 Zeitzeuge 24. Juli 2020 
 

Lieber hape,

danke für Ihre Replik!

Ja, genauso ist es wie von Ihnen beschrieben.

U.a.Karl Rahner hat den Terminus "normative Kraft

des Faktischen" in die Theologie eingeführt,

siehe den zweiten Aufsatz von Prof.Dr. Georg May

im Link.

Die Abkehr vom Naturrecht wurde von den

Politikern in Deutschland, die auch für

die Höchstrichterernennungen zuständig sind,

begonnen, unchristl. Rechtspositivismus ist

jetzt die Pseudo-"Rechtsnorm"!

Und genau diesem Rechtspositivismus huldigen

natürlich auch die sich für progressiv haltenden

Theologen, Berufslaien und auch teilweise die

Bischöfe, das ist skandalös und wird häretisch,

wenn die jure divino-Normen des CIC bestritten

oder "aufgeweicht" werden.

Custos quid de nocte?

www.una-voce.de/uploads/1/2/8/3/12837883/73_h_6.pdf


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 hape 24. Juli 2020 

Lieber @Zeitzeuge: zur Frage des Kirchenrechts.

Man sei sich bewusst gewesen, so Bf. Ackermann, „bis an die Grenzen des geltenden Kirchenrechts" zu gehen. Nun zeigt die Instruktion, dass man sogar darüber hinaus gegangen war. Solcher Rechtsbeugung liegt m. M. nach eine bestimmte Staatstheorie zu Grunde: die normative Kraft des Faktischen (Georg Jellinek; 1851-1911; Allg. Staatslehre).

Durch Rechtsbeugung soll eine bestimmte Rechtsentwicklung provoziert werden. Als Beispiel könnte man die Handkommunion anführen, bei der die pastorale Praxis die angestrebte Norm vorwegnimmt. Es werden künstlich Fakten geschaffen, die erst im Nachhinein in eine Rechtsnorm gefasst werden sollen.

Solche Rechtsbeugung steht aber nicht nur im Widerspruch zum CIC, sondern auch zum Naturrecht, weil es die Normgebung nicht von der gleichbleibenden Natur des Menschen ableitet, sondern von der sich ständig ändernden Wirklichkeit des geschichtlich-sozialen Lebens.

www.rechtslexikon.net/d/normative-kraft-des-faktischen/normative-kraft-des-faktischen.htm


3

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 Zeitzeuge 24. Juli 2020 
 

Die hierarchische Struktur der kath. Kirche ist jure divino und darf

nicht ausgehöhlt werden!

Bzgl. Leitungsaufgaben ist das kath. Kirchenrecht
eindeutig, vgl. § 517,2 CIC und die größere
Analyse des Kanonisten Wilhelm Rees im Link!

Das "Abschiedsgeschenk" von Kardinal Stella, der
nächsten Monat das 80. Lj. beginnt, wird z.B.
im dtsch. Sprachraum niemals strikt beachtet
werden, vgl. z.B. "Humanae Vitae", "Veritatis
Splendor" oder die Instruktion der GK von 1979
bzgl. der unsterblichen Seele, ich kenne prakt.
nur noch "seelenlose" Beerdigungen.

Da die Kirche ihr Strafrecht seit über 50 Jahren
weitgehend suspendiert hat, wird diese neue
Instruktion, was die neuralgischen Punkte angeht,
nicht weisungsgemäß rezipiert werden - und "Rom"
wird kein Machtwort sprechen.

Ich vergaß, CIC u. Gehorsam gelten ja anscheinend nur für
konservative Katholiken, vor Gottes Gericht aber
müssen sich alle verantworten!

Kyrie Eleison!!

www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/784.html


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 Willigis 23. Juli 2020 
 

@ ThomasR

Wenn Gläubige das Geld verteilen könnten: meinen Sie ernsthaft, es gäbe in Deutschland eine Mehrheit derer, die gegen eine Ernennung von Laien zum "Pfarrverbundleiter" vorgehen würden? Umgekehrt wird ein Schuh draus. Ob einem das gefällt oder nicht: Wahrnehmung der Realitäten steht vor allem anderen.


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 Adamo 23. Juli 2020 
 

@SalvatoreMio, "Wir beten weiter für die Umkehr unserer Hirten..."

Sehr gut und wirklich notwendig ist heute unser tägliches Beten für die Bischöfe!

Bis jetzt beten über 900 Menschen in der Initiative "Beten für Bischöfe"

Diese Gebetspatenschaften sind ein Segen für unsere Bischöfe.


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 ThomasR 23. Juli 2020 
 

Vielleicht Bischofsernennungen für Deutschland eher aus dem Umkreis der Ordensgemeinschaften*

sind Ausweg aus dieser präkeren Lage?
(inkl. altrituelle Priestergemeinschaften)

Momentan haben die Gläubigen keine Mitsprache weder bei der Verteilung der Kirchensteuereinnahmen (die Gläubigen dürfen momentan nicht selbst über die verteilung von 5% der Kirchensteuereinnahmen zu befinden) noch bei der Bildung der Pfarrverbunde noch bei Ernennung der Laien als Pfarrverbundleiter (im Auswahlverfahren haben männliche Bewerber bei der Amtskirche eher geringere Chancen als die Damen)Ausgerechnet diese Art des Klerikalismus die vom Inneren der Amtskirche kommt bringt Gefahr für die Zukunft des Christentums in Deutschalnd.
Jegliche Form des Widerstandes gegen die Bildung der Pfarrverbunde oder gegen die Ernennung der Laien als Pfarrverbundleiter wird von der Amtskirche per Amtsgewalt (über Dekret des Ortsbischofs) unterdrückt


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 Willigis 23. Juli 2020 
 

Vorsichtige Zustimmung

Die Zustimmung Woelkis klingt freilich relativ vorsichtig und bezieht sich direkt nur auf die Aussagen zur missionarischen Sendung der Pfarrei. Bei der Beurtilung des Rests wird es wage.

Seine Mitbrüder sind in ihrer Ablehnung ja ziemlich deutlich, selbst ein Erzbischof Schick macht aus seinem Befremden keinen wirklichen Hehl. Fürst sagt, es bleibe in seinem Bistum alles beim alten.

Die Frage ist ja nun: Diszipliniert der Vatikan die Bischöfe, die öffentlich erklären, der Instruktion nicht folgen zu wollen? Das wären mindestens Bode, Fürst, Kohlgraf und Schick (Stand heute). Dann gäbe es einen offenen Konflikt, denn man braucht sich da ja nichts vorzumachen: Bei einem Großteil des Kirchenvolks stößt die Instruktion auf Ablehnung.

Oder der Vatikan tut nichts, was ich für das whrscheinlichste Szenario halte. Dann freilich bedeutet die Instruktion indirekt einen erheblichen Einflussverlust des Hl. Stuhls.

Man fragt sich dann auch, was mit dem Papier überhaupt erreicht werden sollte.


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 phillip 23. Juli 2020 
 

Na, es scheint da noch andere Beurteilungsmöglichkeiten zu geben! 2)

Wie unter Posting 1) dargelegt, soll dem Pfarrer wieder in allen pfarrlichen Bereichen ein ausschließliches Bestimmungsrecht zugeordnet werden. Damit ergibt sich aber auch wieder eine Weisungskette vom Papst über den Diözesanbischof zum Pfarrer. Der Papst kann also in allen Bereichen des Pfarrlebens wieder durchgreifen und seine (für das Seelenheil nutzbringenden oder schadenbringenden) Ansichten mittels Weisungen durchsetzen.


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 phillip 23. Juli 2020 
 

Na, es scheint da noch andere Beurteilungsmöglichkeiten zu geben! 1)

Unter einem Aspekt ist die Aufregung um die Änderung künstlich; nämlich dort, wo die Pfarrgemeinderatsordnungen jetzt auch schon vorsehen, dass der PGR ohne Zustimmung des Pfarrers keinen gültigen Beschluss zu fassen vermag. Anders ist das bei den sogenannten Vermögensverwaltungsrat. Hier ist auch der Pfarrer an die Beschlüsse des diesbezüglichen Gremiums gebunden. Die neue Regelung des Vatikans wird daher eine Änderung der diesbezüglichen diözesanen Bestimmungen nach sich ziehen müssen, zumal dieses Gremium fortan nur mehr reines Beratungsorgan sein soll. Damit wird der Lapsus beseitigt, dass der Pfarrer einerseits das (Schein)Gremium PGR zu beherrschen vermag, andererseits aber in finanzieller Hinsicht selbst an des zuständige Gremium gebunden ist; im Schach nennt man das eine Pattstellung.


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 GerogBer 23. Juli 2020 

Das bedeutet

meines Erachtens aber auch, dass wir keine Pfarrgemeinderäte und in Folge auch kein Zentralkomitee der deutsche Katholiken (ZdK) mehr brauchen, die sich eh schon immer unheilvoll ausgewirkt haben. Hinweg damit!


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 ottokar 23. Juli 2020 
 

Aufforderung!

Unser WisiKi-Freunde können und wollen es wohl nicht lassen ihren roten, nach unten gerichteten Daumen zu zeigen. Viel schöner wäre es, wenn sie einmal mutig ihre Meinung, die sie hoffentlich auch haben,in die Diskussion einbringen würden.


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 ThomasR 23. Juli 2020 
 

Zustand "wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind" I

führt sogar zur Selbstzelebration durch die Amtskirche, die auch als Ausdruck vom postmodernen Klerikalismus (bedient sich auch mit anderen Ausdruckformen als typische Formen des Klerikalismus, die ihren Ursprung vermutlich im Mittelalter haben) angesehen werden kann, die zur Mehrung der Kirchenaustritte führen können.
Statt neue Obdachlosenheime und Frauenhäuser pompöse Ordinariate (das teuerste Ordinariatsgebäude der Welt befindet sich meiner Kenntnis nach, beim Irrtum bitte korrigieren, in Deutschland) und Immobilien in Rom.
Ein weieterer Ausdruck der Selbstzelebration sind Bildung der Pfarrverbunde und ihre Leitung durch Frauen (männliche ständige Diakone- da männlich?- werden oft bei der Vergabe von diesen Stellen umgegangen) führen zum Verlust des Heimatgefühls durch die Gläubigen (Folge Mehrung der Kirchenaustritte
Statt Treue Rom (eine Kirche ohne Rom und ohne Papst ist für die Gläubigen nicht interessant) Königsteiner Erklärung 1968 und Erklärung von Ingolstadt 2018


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 SalvatoreMio 23. Juli 2020 
 

Danke, Herr Erzbischof Woelki!
Wir beten weiter um Umkehr unserer Hirten, denn wenn es in der Kirche so weiter geht wie seit geraumer Zeit, muss man sich fragen, ob man eigentlich noch Glied der heiligen katholischen und apostolischen Kirche ist - oder wo man sie suchen soll.


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 Bialas 23. Juli 2020 
 

Bravo Herr Kardinal.


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 lesa 23. Juli 2020 

Bedeutungslosigkeit hat nicht das letzte Wort

Danke für das wohltuende Bischofswort!
"Statt auf den Wellen des Zeitgeistes zu reiten, müssen die christlichen Kirchen zurück zu Dogma und Orthodoxie oder sie verschwinden vollends in der Bedeutungslosigkeit.
Wenn sich die Kirchen auf das Konzept der Zivilreligion einlassen, gibt es kein Heilsversprechen mehr. So stehen die Kirchen wie gebannt vor der Tatsache, dass sich das Devotionsbedürfnis der Menschen auf die Natur verschoben hat, dass Umwelt als Übernatur verehrt wird. Statt Gott Vater wird Mutter Erde angebetet. Gegen diese hoffnungslose Defensivstrategie hilft nur die Rückkehr zu Dogma und Orthodoxie - sonst droht das Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit" (Zs.fassung eines Artikels von Norbert Bolzer, Tagespost)

Die neue Instruktion greift ein in einem Moment, in dem sich unübersehbar zeigt, dass all die Anpassung und das Wuchernlassen von Irrlehren die Kirche in den Zerfall geführt hat.
Ermutigend: Das Schifflein Petri muss doch nicht steuerlos zerschellen.


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 hape 23. Juli 2020 

Erinnerung an Grundwahrheiten unseres Glaubens?

Ist damit nicht das Lehramt gemeint? Nun hatte der Synodale Weg aber doch vor kurzem pathetisch beschlossen, dem Lehramt ausdrücklich zu widersprechen! Es ist also keineswegs so, dass die DBK diese Dinge "vielleicht manchmal aus dem Blick verliert“. Stattdessen es ist so, dass die überwältigende Mehrheit der DBK gewisse Grundwahrheiten unseres Glaubens für falsch hält und radikal abschaffen möchte!

Insofern ist Papst Franziskus der DBK ganz deutlich in die Parade gefahren und "rückt hier einiges zurecht", wie Kard. Wölki formuliert. In meinen Augen ist das sehr wohl „Maßregelung und Disziplinierung“. Was denn sonst? Eine andere Sprache versteht die DBK offensichtlich gar nicht.

Eine „Ermutigung, ganz auf Christus zu setzen, um wieder eine missionarische Kirche zu werden" ist die Instruktion dann wohl auch eher für jene, die immer schon treu an den „Grundwahrheiten unseres Glaubens“ festhielten, obwohl sie dafür mit Häme und Spott überzogen wurden.


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 Stefan Fleischer 23. Juli 2020 

nicht als Maßregelung oder Disziplinierung,

aber in der Hoffnung, dass sogar die neue Deutsch katholische Kirche (und natürlich auch die schweizerische und österreichische) zurückkehrt zu Ordnung und Disziplin.
"Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens. Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist" (Röm 15,33)


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 elisabetta 23. Juli 2020 
 

Zustimmung

Es wäre gut und schön, wenn noch mehrere Bischöfe - auch in Österreich - sich outen und diese Instruktion bejahen würden. Man darf ja noch träumen...


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