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Forum Deutscher Katholiken: Die Römische Instruktion „hat unsere volle Unterstützung!“

25. Juli 2020 in Deutschland, 25 Lesermeinungen
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„Wenn der ZdK-Präsident, einige Bischöfe und Theologen diese notwendige Instruktion als ‚Provokation‘, ‚Skandal‘, ‚abenteuerliche Realitätsferne‘, ‚Bannstrahl‘ abqualifizieren, zeigen sie nur wes Geistes Kind sie


Bonn-Vatikan (kath.net/Forum Deutscher Katholiken). „Wir begrüßen das Römische Schreiben ‚Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche‘, weil es dem Pfarrer als geweihtem Priester seine eigentliche Aufgabe der Bevollmächtigung zum Hirtenamt sichert bzw. zurückgibt.“ Das schreibt Prof. Hubert Gindert, Sprecher des „Forums Deutscher Katholiken“, mit Bezug auf die Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“, die der Vatikan zu Beginn dieser Woche veröffentlicht hat. Gindert fährt fort: „ Wenn der ZdK-Präsident, einige Bischöfe und Theologen diese notwendige Instruktion als ‚Provokation‘, ‚Skandal‘, ‚abenteuerliche Realitätsferne‘, ‚Bannstrahl‘ abqualifizieren, zeigen sie nur wes Geistes Kind sie sind. Das Römische Schreiben legt sich ihrem Bestreben, eine andere Kirche zu schaffen, in den Weg.“


 

Dann erläutert der Vorsitzende des „Forums Deutscher Katholiken“ weiter: „Die Reaktion auf den Priestermangel durch Schaffung von Großpfarreien mit Leitungsteams, die dem Pfarrer vorschreiben, was seine priesterlichen Aufgaben sind, ist keine Lösung, sondern ein Armutszeugnis. Denn die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland liegt in einer missionarischen Kirche, die durch Neuevangelisierung ein Klima schafft, in dem Priesterberufe wieder wachsen können und die Weltchristen ihre Aufgaben in der Gesellschaft wahrnehmen. Das Römische Schreiben, das den Akzent auf die ‚missionarische Sendung der Kirche‘ legt, hat unsere volle Unterstützung!“


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Lesermeinungen

 lesa 31. Juli 2020 

Wendet euch mir zu und lasst euch erretten (Jes 45, 22?

[email protected]: "In dem Maße, in dem die Anzahl der Gläubigen und der Glaube zurückgeht, in dem Maße nimmt die Anzahl der Psychiater bzw Psychologen und Psychotherapeuten zu." Diese Beobachtung stimmt haargenau, denn mit dem Gebets-und Orientierungsmangel nehmen die psychischen Erkrankungen zu. Die Psychotherapeuten reichen nicht aus, und es gibt lange Wartezeiten.
Und noch einer wartet: Der Herr und Heiland. Auf seine Kinder, die ER gründlich heilen möchte undkönnte.


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 phillip 31. Juli 2020 
 

In den Sakramenten wirkt Christus mehr als Menschen planen können

Wie wahr, wie wahr; dem ist nichts hinzuzufügen, außer meine, im Zusammenhang mit einer nunmehr mehr als 50 Jahren mit dem Katholischen Glauben währenden Beschäftigung - gewonnene Erkenntnis, dass sich das Verhältnis zwischen Gläubigen und Psychiatern bzw Psychologen und Psychotherabeuten wechselbezüglich verhält: In dem Maße, in dem die Anzahl der Gläubigen und der Glaube zurückgeht, in dem Maße nimmt die Anzahl der Psychiater bzw Psychologen und Psychotherabeuten zu. Und zum Anderen ist in der Theologie eine rapide Spezialisierung im Gange. Apropos Spezialisierung. Spezialisten sind Personen, die von immer weniger viel wissen, bis sie - zu ende gedacht - von nichts alles wissen!


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 supernussbi 27. Juli 2020 

DANKE

Willigis - Danke, hatte es übersehen.


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 lesa 27. Juli 2020 

In den Sakramenten wirkt Christus mehr als Menschen planen können

Dan an Herrn Gindert!
Wenn die sakramentale Struktur der Kirche wieder erkannt, geglaubt und gelehrt und entsprechend gebetet wird, wirkt Gott das Wesentliche, was Kirche ausmacht und so vieles ergibt sich von selbst. Ein Psychologe kann ein Stück weit helfen. Aber ein Priester vermittelt die Erlösung. Auch wenn ein paar psychologische Kenntnisse nützlich sind, es geht um viel mehr!


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 ottokar 26. Juli 2020 
 

Selbstüberschätzung und fehlender Gehorsam

Man wagt daas Wort Gehorsam kaum mehr in den Mund zu nehmen. Diese Tugend ist von gestern.Gehorsam gegenüber Gott dem Schöpfer, gegenüber den Eltern, gegenüber dem Papst, gegenüber dem Bischof. Gehorsam schränkt natürlich meine Freiheit ein ,weil ich so nicht mehr tun und lassen kann, was ich möchte.Ungehorsam aber bringt ein System, dessen Zusammenhalt auf Zuverlässigkeit gegründet ist ,ins Wanken. Und das erleben wir gerade in unserer Kirche, wo Bischöfe (Bode,Marx) in Pressemitteilungen und Predigten dem Papst vorwerfen, er würde mit seiner Anweisung ,dass ein Priester grundsätzlich einer Pfarrei vorsteht, nicht die Stimme des Volkes hören. Zweifelsohne ist eine solche vatikanische Anweisung ein klares Bekenntnis zum männlichen Priestertum, da sie untersagt, dass Laien eine Pfarrei leiten.Das fordert nun von vielen Bischöfen eine erhebliche Kurskorrektur, die einige bereits lauthals ablehnen, da sie ja nicht "Befehlsempfänger" des Papstes seien. Dieser Ungehorsam führt zur Spaltung.


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 Willigis 26. Juli 2020 
 

@ Supernussbi

Die 40 Stunden bezogen sich auf den Verwaltungsleiter. Anders als Sie (ich nehme an, Sie sind Pfarrer) hat der ja einen Arbeitsvertrag, in dem die Stunden, die abgeleistet werden müssen, drinstehen.


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 supernussbi 26. Juli 2020 

Das "Miteinander" ist möglich, WENN der Priester will...

Die heutige vielseitige Pfarrverantwortung und -leitung ist nicht problemlos, dies aber nicht wegen der nur (?) 40 Wochenstunden (ich habe im Durchschnitt 70-90 und es geht mit viel Gebet zwischendurch ganz gut), sondern weil "WIR" alles Menschen mit Kanten sind. Aber mit immer neuem freundschaftlichem (sprich: christlichem) Bemühe ist es (ach in der Schweiz) lebbar und erfüllend!
Für ältere Priester bei mehreren Pfarreien mag es die Gefahr des "zuviel" geben. Doch wenn der betreffende Pfarrer vorsorgt bzw. immer neu auf den Plan Gottes mit seiner/seinen Pfarreien vertraut, wird er immer gute Laien zur Seite haben, die ihn unterstützen, und denen er vertrauen kann!
Der Kommentar "Gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten" von SalvatoreMio - unterstütze ich voll und ganz!


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 Philipp Neri 26. Juli 2020 

Ich bin es leid ...

dass unsere Bischöfe diese Instruktion in der Mehrheit heruntermachen.
Warum sagen sie nicht einfach, ja wir haben bisher nur unsere eigenen Interessen in den Blick genommen?
Statt sie richtig zu lesen, haben sie bewusst die Themen nach vorne gestellt, von denen sie meinten, sie wären falsch.
Aber sind sie denn falsch, sind sie nicht eher wieder ein Hinweis, unsere Perspektiven in den Pfarreien wieder einmal neu zu justieren?
Warum können wir nicht einfach begreifen, dass in der jetzigen Situation die Evangelisierung und der Glauben im Mittelpunkt stehen müssen und nichts anderes.
Die ständig wieder hervorgekehrten, angeblich wichtigen Themen vieler Gremien, Verbände, Bischöfe und Gläubige dienen nur dazu, Zwietracht zu säen und den Blick von Jesus zu nehmen!
Und genau das hat uns in der Vergangenheit immer mehr gelähmt und benebelt!


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 ThomasR 26. Juli 2020 
 

vergleichbare Dokumente/Regelungen über die Erneuerung der Priesterausbildung in Deutschland

dringendst gefragt
Totalkollaps der Priesterausbildung in Deutschland ist in meine Augen wie gewollt und wie von der Amtskirche vorprogrammiert.
Pastore dabo vobis noch von Wojtyla-Papst ist inzwischen 28 Jahre alt und trotzdem die Umsetzung ausgerechnet von diesem Dokument ist auf der Ebene der diözesanen Priestersemianre (für mich) kaum erkennbar.
Das Gleiche betrift solche entscheidend wichtige Dokumente wie Redemptionis sacramentum , Sacramentum caritatis und Motu Proptrio Summorum pontificium oder die Prämissen des letzten Priesterjahres (von Papst Benedikt). Fehlende Umsetzung insbesondere in Priesterseminaren führt zum Untergang. Dieser Untergang wird durch bereits von DBK eingeplante Zusammenfügung von allen Priesterseminaren zu 3 nur beschleunigt (so meine private Meinung)


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 Diadochus 26. Juli 2020 
 

@stephanus2

Da haben Sie eine sehr schöne Synthese hergestellt. Den fehlenden Gottesbezug, den @Stefan Fleischer nicht müde wird anzumahnen, ja der Gottesbezug ist verloren gegangen, dessen Ursache sehe ich in der liturgischen Unordnung. Ich habe da schon an die tridentinische Messe gedacht. Ich wünsche mir eine Rückkehr. Der Gottesbezug wäre wieder hergestellt. Nur mit einem Gottesbezug kann es eine fruchtbringende Evangelisierung geben.


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 stephanus2 25. Juli 2020 
 

@Diadochus

ich glaube, Sie haben recht.Die Liturgie ist es, die man wieder in Ordnung bringen muss.Lehramtstreue, ehrwürdige Liturgie und Eucharistie. Es muss gar nicht unbedingt die tridentinische Messe sein (Obgleich ich einer solchen in ihrer Schönheit neulich beiwohnen konnte).EINHEITLICHKEIT, Feierlichkeit, Wiedererkennbarkeit und Vertrautheit, egal wo ich in Deutschland eine katholische Messe besuche. Wenn dies jemand durchsetzen würde (Papst), da wäre sehr viel gewonnen, auch im Sinne von @Stefan Fleischer ein echter Gottesbezug wieder,GOTT, den man ü b e r sich stellt, Ihm dient und darin Frieden findet.-Z.B. Eines immer, wie nach dem Vaterunser, vor 'dein ist das Reich' usw. die unsterblichen Worte:Erlöse uns Herr, von allem Bösen,und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Herrn Jesus Christus erwarten.-Wie konnte man das je weglassen ???? :(


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 stephanus2 25. Juli 2020 
 

Meine volle Unterstützung..

..diesem Artikel !


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 Fragezeichen?! 25. Juli 2020 
 

1000 Dank an Prof. Gindert !

Es ist unglaublich, wie dieser Mann sich seit Jahren einsetzt, dabei in Kauf nimmt Schimpf und Schande ausgesetzt zu sein, Dank für seine Hingabe, seine Liebe zur Wahrheit und Kreuzesnachfolge! Viel Segen für Ihn und seine Forum!


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 Diadochus 25. Juli 2020 
 

Heißer Brei

In der Deutsch katholischen Kirche wird nur noch um den heißen Brei herumgeredet, bzw. um des Kaisers Bart gestritten. Wenn die Kirche wieder missionarisch sein möchte, muss sie den Kultus, die Liturgie, wieder in Ordnung bringen. Dann wäre die Rolle des Pfarrgemeinderates und sonstiger Gremien, selbst die Rolle des Pfarrers unerheblich, denn dann würde Jesus Christus wieder im Mittelpunkt stehen. Alle Augen wären wieder auf Ihn geostet gerichtet. Ich fürchte, es bleibt beim heißen Brei.


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 Stefan Fleischer 25. Juli 2020 

@ serafina

Auch ich habe bisher keine Stelle gefunden, in welcher diese Frage direkt geregelt wäre. Aber das Prinzip ist m.E. schon in der Apostelgeschichte (Apg 6,2-4) definitif entschieden.

www.kath.net/news/72022


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 SalvatoreMio 25. Juli 2020 
 

Gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten

@nazareth: Gegenseitige Wertschätzung aller, die sich für Christi Evangelium einsetzen, müsste selbstverständlich sein. Da hindert uns so einiges: die eigenen Charakterschwächen wie Eitelkeit, Überheblichkeit, Uneinsichtigkeit in die eigenen Grenzen: sei es von Seiten des Priesters oder von Seiten der Laien-Mitarbeiter.
Es gibt eitle und überhebliche Priester.
Es gibt hauptamtliche Laien, die sich als "Priester" aufspielen, wenn der eigene Pfarrer nicht da ist (und so einiges mehr). Das "richtige Maß" suchen und finden müsste die tägliche Devise sein - und Korrektur - von beiden Seiten!
Da

- Eitelkeit, Überheblichkeit


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 Martinus Theophilus 25. Juli 2020 
 

Man würden besser gehen...

Einige deutsche Bischöfe, namentlich Herr Bode aus Osnabrück, zeigen anhand ihrer Reaktion auf die vatikanische Instruktion, daß sie die Bezeichnung "römisch-katholischer Bischof" nicht mehr verdienen. Wenn sie ihrer Auffassung von Glauben und Kirche treu bleiben wollen, täten sie besser daran, zu den Altkatholiken überzutreten, anstatt in einer Kirche kontinuierlich Schaden anzurichten, die offensichtlich nicht die ihre ist. Wie heißt es so schön in der Benediktsregel: "Man sage ihm (...) höflich, er solle gehen, damit nicht durch seinen beklagenswerten Zustand auch noch andere verdorben werden." (RB 61,7).


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 Stefan Fleischer 25. Juli 2020 

Immer die gleiche Taktik

Man reitet auf Detailfragen herum welche sich mit etwas gutem Willen sicher lösen liessen, um nicht eingestehen zu müssen, dass man in Grundsatzfragen immer mehr auseinander driftet. Die Grundsatzfrage aber, die sich immer mehr aufdrängt, ist die Gottesfrage. Welchen Gott wollen wir, jenen unserer Vorfahren mit seinem Anspruch: „Ich bin der Herr, dein Gott!“ oder jenen des moralistisch-therapeutischen Deismus, dem es nicht so wichtig ist, ob wir uns um ihn kümmern oder nicht. Wenn wir es wollen, hilft er uns, aber sonst dürfen wir tun und lassen, was sich gut anfühlt?


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 Willigis 25. Juli 2020 
 

@ Ad verbum tuum

Die Möglichkeit, den Verwaltungsratsvorsitz einem weisungsabhängigen Verwaltungsleiter zu überlassen ist nach der Instruktion aber nicht gegeben. Der Pfarrer muss den Vorsitz selber führen.

Ferner ist der Verwaltungsleiter ein Kind der Pfarreifusionen. Er hat in der Regel einen Verwaltungsrat, um den er sich kümmert. Ohne Fusionen wären es halt wieder 7-10. Ob einer dann ausreicht, um das Pensum mit 40 Wochenstunden zu schaffen?


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 nazareth 25. Juli 2020 
 

Das Wesentliche ist nun gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten. Nur so im Vertrauen darauf,dass viel guter Wille besteht die Kirche zu erneuern,nur die Wege und Visionen einer katholischen Kirche verschieden sind, kann man Schwierigkeiten die tatsächlich bestehen, an der Wurzel beleuchten. Dass dies schon oft versucht wurde hindert nicht daran,erneut die Gesprächsrunde zu eröffnen. Unter der klaren Führung eines Priesters gibt es zahlreiche Laien deren Fähigkeiten unabkömmlich sind. Priesterlicher Dienst und das damit verbundene Gnadenwirken,ist dem Priester von Gott her vorbehalten. Nicht so Katechese, Religionsunterricht,Erstkommunion-und Firmvorbereitung, Büro-und Finanzangelegenheiten bearbeiten (sehr wohl aber die Entscheidungen darüber) Gruppenstunden etc.Wenn Priester in Leadership und Lebens-und Sozialberatung ausgebildet würden, predigen lernen oder wie sie zu Predigtinhalten kommen, und Laien ihren Dienst tun würden,dann wäre Gemeinschaft in Ordnung und Evangel möglich.


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 serafina 25. Juli 2020 
 

Verwaltungsaufgaben/Gremienvorsitz für Priester

Mit welchen Worten hat Jesus davon bei Seinem Sendungsauftrag gesprochen?
In welcher Bibelstelle ist davon die Rede?

Ich dachte bisher immer, die Sorge für die unsterblichen Seelen sei die wichtigste Aufgabe eines Priesters, ganz nach dem Vorbild des Hl. Pfr. von Ars.


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 Ad Verbum Tuum 25. Juli 2020 

@Willigis - Verwaltungsarbeit

Genau dies geschieht doch schon seit einigen Jahren, dass hauptamtliche Verwaltungsleiter dem Priester zur Seite gestellt werden. Damit haben wir in unserer Groß-Pfarrei seit Jahren gute Erfahrungen. Die Zusammenarbeit mit leitendem Pfarrer - der eindeutig das Sagen hat - den Gremien und dem Verwaltungsleiter klappt wunderbar.
Problematisch ist m.E. vor allem die Vielzahl der Verwaltungsaufgaben die der Kirche vom Staat aufgedrückt werden und die ehrenamtlich nicht mehr abbildbar sind (Arbeitsschutz, Datenschutz, Umsatzsteuer) - es wird immer mehr, und droht das Eigentliche der Kirche zu ersticken.
(Nicht nur die Kirche, Vieles droht die allgemeine Freiheit zu ersticken, alles muss reguliert sein)


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 Willigis 25. Juli 2020 
 

Ein Beispiel

Nach der römischen Instruktion wären die meisten Pfarreifusionen nicht zulässig gewesen. Die kleinräumige Pfarreistruktur hätte also erhalten werden müssen. Jede dieser Pfarreien muss - auch gemäß der römischen Instruktion - einen Verwaltungsrat haben, dessen Vorsitzender der Pfarrer sein muss. Konkret bedeutete das, dass viele Pfarrer heute schnell 7-10 Verwaltungsräte hätten.

Weil dort ua Personalentscheidungen (Kitas!) zu treffen sind, tagen VerwRäte oft 6-8 mal pro Jahr. Bei zehn Räten also bis 80 Sitzungen für den Pfarrer, die auch vor- und nachzubereiten sind. Alles vom Pfarrer und ohne direkten Bezug zur Seelsorge. Wer kann so etwas wollen?


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 Willigis 25. Juli 2020 
 

Zwei Ebenen

Wie die Kirche institutionell und wie sie programmatisch aufgestellt ist, sind aus meiner Sicht zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Natürlich muss die Kirche in Deutschland ihr missionarisches Profil schärfen. Und sie muss stärker die Rolle des Priesters unter den heutigen Verhältnissen herausarbeiten, um überhaupt noch Berufungen, denen auch nachgegangen wird, zu erleben.

Teilweise handelt es sich dabei aber um langfristige Programme, die auf kurze Sicht nicht weiterhelfen. Auf kurze Sicht ersaufen die Pfarrer in einer Fülle von Verwaltungsaufgaben, die unter ganz anderen Umständen aufgehäuft wurden. Die Attraktivität des Pfarrer-seins erhöht das nicht, in vielen Diözesen wollen Priester inzwischen keine Pfarrei mehr leiten. Das wird, wenn die Instruktion wortwörtlich umgesetzt wird, stark zunehmen. Abgabe der Verwaltungsarbeit ist unter diesen Umständen nicht möglich.


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 Stefan Fleischer 25. Juli 2020 

Dem einfachen Gläubigen

welcher sein Tauf-bzw. Firmversprechen ernst nimmt, welcher sich daran erinnert: «Fest soll mein Taufbund immer stehn, / ich will die Kirche hören! / Sie soll mich allzeit gläubig sehn / und folgsam ihren Lehren!“ stellt sich je länger je mehr die Frage, wie er sich einer „neuen, anderen“ Kirche gegenüber verhalten soll, welche sich ein anderes, eigenes Lehramt, eine andere, eigene hierarchische Ordnung aufbaut. Einfach auf eine andere Pfarrei auszuweichen wird immer schwieriger, ein anderes, wirklich romtreues Bistum zu finden ebenfalls. Und selbst „Rom“ ist offensichtlich nicht mehr immer ein zuverlässiger Orientierungspunkt. Und um einfach das zu tun, was das eigene Gewissen sagt, dafür ist (und wird uns) dieses auch nicht mehr genügend gebildet. Vielen Hirten scheint ein solcher Gewissenskonflikt schlichtweg egal zu sein, was m.E. auch kein Indiz für deren Vertrauenswürdigkeit ist.


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