Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Sich dem Abenteuer der Heiligkeit verpflichtet fühlen

26. Juli 2020 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: der Schatz, die Perle. Das Wertvollste ist das Himmelreich, das es aufzubauen gilt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie“: Angelus am siebzehnten Sonntag im Jahreskreis. In seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus das Evangelium vom Tag (Mt 13,44–52).

 

Das Evangelium entspreche den letzten Versen des Kapitels, das Matthäus den Gleichnissen des Himmelreichs widme. Der Abschnitt präsentiere drei Gleichnisse, die skizziert würden  und sehr kurz seien: das Gleichnis des im Acker verborgenen Schatzes, das der kostbaren Perle und das des ins Meer ausgeworfenen Netzes.

 

In den ersten beiden werde das Himmelreich zwei verschiedenen „kostbaren“ Realitäten gleichgestellt, nämlich dem Schatz auf dem Acker und der Perle von großem Wert. Die Reaktion desjenigen, der die Perle oder den Schatz finde, sei praktisch die gleiche. Der Mann und der Händler verkauften alles, um das zu kaufen, was ihnen jetzt am wertvollsten sei. Mit diesen beiden Ähnlichkeiten schlage Jesus vor, uns am Aufbau des Himmelreiches zu beteiligen, indem er ein wesentliches Merkmal des Himmelreiches vorstelle: wer bereit sei, alles für sich selbst aufs Spiel zu setzen, halte sich voll und ganz an das Reich Gottes. Tatsächlich verkauften sowohl der Mann als auch der Kaufmann der beiden Gleichnisse alles, was sie hätten und gäben damit ihre materielle Sicherheit auf. Daraus könne man verstehen, dass der Aufbau des Reiches Gottes nicht nur Gottes Gnade, sondern auch die aktive Verfügbarkeit des Menschen erfordere.


 

Die Gesten jenes Mannes und des Kaufmanns, die sich auf die Suche begäben und sich ihrer Güter beraubten, um kostbarere Realitäten zu kaufen, seien entscheidend und radikal. Überdies seien sie voller Freude, weil beide den Schatz gefunden hätten. Wir seien so aufgerufen, die Haltung dieser beiden Charaktere im Evangelium anzunehmen und zu gesund  ruhelosen Suchern des Himmelreiches zu werden. Es gehe darum, die schwere Last unserer weltlichen Gewissheiten aufzugeben, die uns daran hinderten, das Reich zu suchen und aufzubauen: die Gier nach Besitz, der Durst nach Profit und Macht, das Denken nur an uns selbst.

 

In unseren Tagen „kann das Leben mancher Menschen mittelmäßig und langweilig sein“, so der Papst, „weil sie sich wahrscheinlich nicht auf die Suche nach einem wahren Schatz gemacht haben“. Sie begnügten sich mit attraktiven, aber vergänglichen Dingen, mit illusorischem Schimmer, weil sie einen dann in der Dunkelheit zurückließen.

 

Das Himmelreich dagegen sei kein Feuerwerk, das vergehe. Es sei das Gegenteil der überflüssigen Dinge, die die Welt biete.  Es sei das Gegenteil eines trivialen Lebens: „es ist ein Schatz, der das Leben jeden Tag erneuert und es auf weitere Horizonte ausdehnt“. In der Tat hätten diejenigen, die diesen Schatz gefunden hätten, ein kreatives und suchendes Herz, das nicht wiederhole, sondern erfinderisch sei, neue Wege aufspüre und beschreite, die uns dazu führten, Gott zu lieben, die anderen zu lieben, uns selbst wahrhaft zu lieben. Das Zeichen derer, die diesen Weg beschritten, sei die Kreativität.

 

Jesus, der der verborgene Schatz und die Perle von großem Wert sei, könne nur Freude wecken, die ganze Freude der Welt: die Freude, einen Sinn für das eigene Leben zu entdecken, die Freude, sich dem Abenteuer der Heiligkeit verpflichtet zu fühlen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz